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Übernahmepoker: Bayer bietet jetzt 65 Milliarden Dollar für Monsanto
AP, DPA

Der Kaufpreis steigt immer weiter. In den Verhandlungen zur Übernahme von Monsanto legt Bayer noch einmal eine Milliarde Dollar drauf. Auch das könnte noch immer nicht genug sein.

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der_gärtner13 06.09.2016, 07:12
1. Hatten wir nicht mal Wettbewerbshüter?

WIe kann es sein, dass seit einiger Zeit neue "Superweltmarktführer" geschaffen werden mit alleiniger Marktmacht und die Behörden zuschauen?
Selbst Fusionen von 1. und 2. sind in letzter Zeit durchgegangen (Bierbrauer zB).

Wettbewerb und Druck scheint nur noch für den kleinen Mann gut zu sein, während an der Spitze zunehmend in vollster Kooperation zusammen abkassiert wird

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gerd0210 06.09.2016, 08:20
2.

Ob die Firma Bayer weiß, worauf sie sich da einläßt?

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writing-angel 06.09.2016, 08:23
3. Diese Investition wird zu einem Totalverlust führen

Da der Widerstand bei Konsumenten und in der Politik gegen GMO, Herbizide und Pestizide ständig wächst und deshalb die Zeit im öffentlichen Bewusstsein für diese unnatürlichen Anbaumethoden in einigen Jahren ganz abläuft, wird auf mittlere Sicht diese "Investition" in eine Technologie, die gegen das Leben gerichtet ist, zu einem Totalverlust dieser 65 Milliarden € führen und Bayer zu Fall bringen. Bayer wird vom Markt verschwinden. Sie sollten sich um natürliche Optimierungsmethoden des Landbaus wie z..B. Terra Preta und um natürliche Zuchtverfahren von Saatgut kümmern.

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allessuper 06.09.2016, 08:38
4. na klar wissen die das,

Zitat von gerd0210
Ob die Firma Bayer weiß, worauf sie sich da einläßt?
... zumindest die Chef-Entscheider, ganz, ganz oben in der Pyramide.
Es ist eher so, dass wir nicht wissen, worauf sie bereit sind sich einzulassen. Es geht nach ganz anderen Gesetzen als den uns bisher bekannten. Selbst ein "Verlust" in den Büchern führt zu einem Plus für die. Entweder wir lernen die heutige Finanzwelt und deren Gesetze gründlich kennen, oder wir sorgen dafür, dass sie abgeschafft wird. Denn das ist unser Abgrund als Zivilisation, darüber sind sich ziemlich alle nicht gekauften Experten einig.

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Goldwin 06.09.2016, 08:52
5.

Zitat von writing-angel
Da der Widerstand bei Konsumenten und in der Politik gegen GMO, Herbizide und Pestizide ständig wächst und deshalb die Zeit im öffentlichen Bewusstsein für diese unnatürlichen Anbaumethoden in einigen Jahren ganz abläuft, wird auf mittlere Sicht diese "Investition" in eine Technologie, die gegen das Leben gerichtet ist, zu einem Totalverlust dieser 65 Milliarden € führen und Bayer zu Fall bringen. Bayer wird vom Markt verschwinden. Sie sollten sich um natürliche Optimierungsmethoden des Landbaus wie z..B. Terra Preta und um natürliche Zuchtverfahren von Saatgut kümmern.
Sie haben recht, wenn Sie als Konsumenten die Deutschen oder - mit Abstrichen - die Europäer sehen. Im Rest der Welt wird über die GVO und Pflanzenschutzdiskussion bei uns nur milde gelächelt. Und Bayer sowie Monansto sind Global-Player....

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BlueMeister 06.09.2016, 09:16
6. Man kann nur hoffen,

dass sie sich daran einen Bruch heben. Die Reste vom Feste kann ja dann BASF aufwischen. Was Baumann da reitet, weiß niemand. Er selbst ist wohl ein armes Opfer seines Größenwahns geworden. Nichts Neues also im raffgierigen Reigen unserer deutschen Wirtschaftsbosse dieser Tage. Aus der Bad Company ist längst eine Bad-Bad-Bad-Company geworden. Sie sollten es dann aber bitte umgehend mit ihrem scheinheiligen Wir-sorgen-für-die-Ernährung-der-Weltbevölkerung Image-Blala lassen. Wird langsam lächerlich. In Deutschland werden dafür Bienenprogramme zum Schutz der Insekten ins Leben gerufen – auf der anderen Seite der Welt sprühen Klein- und Großbauern alles tot, was kauen und saugen kann. Da riecht der künstliche Heiligenschein schnell mal muffig. Und Monsanto ist natürlich das Sahnehäubchen auf der Expandionstorte, die hoffentlich ganz schnell in sich zusammenfallen wird.

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sponcon 06.09.2016, 09:32
7. Da liegt der Knackpunkt

Zitat von Goldwin
Sie haben recht, wenn Sie als Konsumenten die Deutschen oder - mit Abstrichen - die Europäer sehen. Im Rest der Welt wird über die GVO und Pflanzenschutzdiskussion bei uns nur milde gelächelt. Und Bayer sowie Monansto sind Global-Player....
Aber wir können doch immer behaupten "Wir sind die Guten". Rund 1,2 % der Weltbevölkerung weiß es besser. Ich bin auch skeptisch gegenüber Großkonzernen. Aber diese komplette Ablehnung von GVO oder Pflanzenschutzmitteln halte ich für übertrieben. Es ist irgendwie ein Hire & Fire der Meinungen.

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5b- 06.09.2016, 10:25
8. Bio, Non-GMO

Monsanto ist böse. Würde es Sinn machen, wenn wir das Erbgut des Menschen verändern, so dass er Gift schlucken kann um dann leistungsfähiger zu werden?
"Saatgutfirmen" sollten einfach nur Saatgut herstellen. Giftkonzerne können Gift herstellen. Wenn der Ursprung von Essen und Gift in einer Hand liegt, gibt es offensichtlich einen Konflikt.
Es geht leider immer um Gier, Ignoranz und Aggression. Es wäre am besten wenn man nicht biologische Pestizide, Herbizide und Dünger einfach verböte. Das würde zwar die Geschäftsgrundlage einiger weniger Konzerne zunichte machen. Wen aber würde dies kümmern? Vor etwas mehr als 100 Jahren war alles Bio. Die Menschheit hat fast ihre gesamte Existenz ohne Kunstdünger und alles was danach kam überlebt.
Wenn ein ungebildeter Bauer in einem Entwicklungsland wie Nepal auf die Monsanto Schiene ausgerichtet wird, läuft etwas gewaltig schief.
Die Errungenschaften in der Chemie und Biologie in allen Ehren, die Vergiftung von Mensch und Natur ist ein Rückschritt selbst wenn dafür viel Fortschritt notwendig war.

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chiefseattle 06.09.2016, 10:39
9. düstere Vorzeichen

Agropharma-Konzerne als Monopolisten. Die Zukunft sieht düster aus.

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