Forum: Wirtschaft
Ukraine-Konflikt: EU bereitet sich auf Ausfall russischer Gaslieferungen vor
AFP/RIA-NOVOSTI

Speicher aufstocken, Notfallpläne erstellen: Die EU empfiehlt ihren Mitgliedsländern mehrere Maßnahmen, um mögliche Lieferausfälle aus Russland ausgleichen zu können. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Osteuropa.

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marthaimschnee 21.05.2014, 19:25
1.

Zitat von sysop
Zu wenig Pipelines und Stromnetze in Europa könnten "zu Abhängigkeit und Erpressbarkeit führen", unterstrich der Energiekommissar
Willkommen im Kapitalismus, Herr Oettinger!
Dummerweise werden mehr Stromleitungen und Pipelines da nicht helfen, denn wir werden bereits von denen (von den wenigen!) erpreßt, die diese füttern? Seit der Forderung der Energiekonzerne nach staatlicher Übernahme der Atomaltlasten müßte das auch der allerletzte kapiert haben!

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schuldenguru 21.05.2014, 20:22
2. ja is schon klar

der Oettinger bekannt geworden durch seine Redewendigkeit...hahaha...nur gut das wir und die EG seine Ratschläge annehmen. Die Elite der EU folgt dem Blinden, respekt, respekt. Das normale Fußvolk muß Himmel und Hölle in bewegung setzen, seine Familie satt zu kriegen, aber ohne Gas essen wir etwas weniger und kalt, spar'n wir Energiekosten und Geld. Die Kanzelerin und Elite von der EG wissen was sie machen müssen, das wir kein Geld übrig behalten.

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empirios 21.05.2014, 22:33
3. Russische Sanktionen...?!

Nie was darüber gelesen oder etwas gehört...! Obwohl die Russen wegen Serbien, Irak, Lybien, Syrien u.a. hätten eigentlich berechtigtweise ankündigen können... Warum nimmt sich der Westen das Recht, die Welt wie die eigene Kolonie zu behandeln... Wer mit dem Feuer spielt, muss nicht wundern, dass er sich die Finger abbrennt...! Ich freue mich heute diebisch über die gezeigten Grenzen...

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Landkaertchen 21.05.2014, 22:56
4. Rüstungsgelder

Oettinger ist eine Seite.

Vielleicht macht es Sinn, öffentliche Gelder im Bereich "Rüstung" (von der defensiven Charakteristik seiner Armee ist man ja in Westeuropa überzeugt) in volkswirtschaftlich sinnvolle Projekte zu verlegen, die ebenfalls defensiv sind und die die EU ein wenig aus der Schusslinie nehmen, wo Putin gerade seine Spielbälle hin und her wirft. Selbst im theoretischen Kriegsfall, für die ja Armeen ausgerüstet werden, ist Energie, verpackt in verschiedenen Medien wie Gas, Kohle, Atomstrom, Öl, notwendig.

Rein strategisch ist nicht unbedingt ein Land mit den modernsten Waffen im Vorteil, sondern eins, wo die Volkswirtschaft und die Versorgung der Bevölkerung im Ernstfall gesichert ist. Und der doppelte Nutzen: Auch andere Ernstfälle, wie Katastrophen, politische Auseinandersetzungen oder von mir aus auch Terroranschläge werden damit abgefedert. Abgefedert, in dem Chaos, Anarchie und Not vermieden wird.

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bebe_flusi 21.05.2014, 22:58
5. da lacht das Huhn...

"Energie dürfe kein Instrument der Politik sein, sondern müsse "eine Ware, ein Produkt, eine Dienstleistung in offenen Märkten" sein." aber Öl wohl schon...

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NAL 21.05.2014, 22:59
6. Tusk und die polnische Dummheit

Man der Mann scheint eine kräftige auf die Nuss bekommen zu haben. Seine Ausfälle nehmen kein Ende. Wann wird der Clown endlich abgesetzt.

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geobay 21.05.2014, 23:10
7. EU-weite Gaswirtschaft geht zu Lasten Deutschland:

1) Nachdem E.on und RWE nach jahrelangen Verhandlungen mit Gazprom günstigere Gaspreiskonditionen ausgehandelt haben, wollen nun auch unsere östlichen Nachbarn davon profitieren. Polen war übrigens strikt gegen die Ostseepipeline, da dann keine Transitgebühren kassiert werden können.
2) Deutschland hat mit Abstand die höchsten Gasspeicherkapazitäten in der EU mit entsprechend hohen Kosten aufgebaut, die nun möglicherweise EU-weit zur Verfügung gestellt werden sollen.
3) Deutschland kann und wird auf absehbarer Zeit nicht auf russische Gaslieferungen verzichten können. Auch die hohen Pipeline-Investitionen (Nord- und South-Stream) werden zu weiteren Lieferungen führen. Dies sieht auch Kanzlerin Merkel so und verhält sich gegenüber Putin absolut richtig und wird weiterhin die Kontakte mit Russland aufrechterhalten.

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Ruhri1972 21.05.2014, 23:50
8.

Hat Deutschland (RWE) nicht vor wenigen Wochen erst Gasspeicher an ein russisches Unternehmen verkauft ? Weitsicht sieht anders aus

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Hari Seldon 22.05.2014, 03:35
9.

Zitat von sysop
Speicher aufstocken, Notfallpläne erstellen: Die EU empfiehlt ihren Mitgliedsländern mehrere Maßnahmen, um mögliche Lieferausfälle aus Russland ausgleichen zu können. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Osteuropa.
SPON will aber jetzt nicht behaupten, es bestünde die Gefahr, Russland wolle uns kein Gas mehr liefern, also seine Verträge nicht einhalten, oder?

Wenn ich richtig verstehe ist es doch eher so, dass wir die nächste Zeit das ukrainische Gas bezahlen müssen, weil die - wenn wir das nicht tun - sich das Gas einfach nehmen, das durch ihre Leitungen fließt, dann eben ohne dafür zu bezahlen. Oder verstehe ich da etwas falsch?
Das hat Frau TImoschenko schon mal so gemacht.
Ich bitte um Korrektur, wenn ich mich in der Sache irre.
Soviel ich weiß hat Oettinger gerade mit Gazprom verhandelt, was die Ukraine bezahlen muss. Bzw wieviel von dem IWF-Geld man dafür verwendet.
Ich würde die Diskussion,wer sich wie stark an ukrainischen Schulden beteiligt jedenfalls nicht auf der Basis gegenseitiger Vorwürfe führen.

Man kann sich gerne über russische Verhandlungsmethoden und Preisgestaltung mokieren, die Balten können sicher ein Lied davon singen (fahren jetzt aber glaube ganz gut) aber klauen geht nicht. Die Ukraine muss schon auch verantwortlich mit dem Transport umgehen. Da kann man nicht so einfach Russland den Schwarzen Peter zuschieben, auch wenns immer noch im Trend liegt.

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