Forum: Wirtschaft
Ukraine-Krise: Russland droht Europa mit reduzierter Gas-Lieferung
AFP

Der Ukraine steht ein kalter Winter bevor - soll die EU dem Land russisches Gas weiterleiten? Laut "Financial Times" stellt Moskau klar: In diesem Fall würde man die Lieferungen an die Europäer drosseln.

Seite 11 von 21
Aegir 09.09.2014, 10:28
100. .

Das ist ja eine ziemlich offensichtliche Antwort. Es kann ja nicht sein, dass russisches Gas in die Ukraine geleitet wird, ohne dass die Ukraine ihre Schulden bei Gazprom bezahlt. Da wäre dieser Schritt der Russen nur verständlich.

Beitrag melden
ohminus 09.09.2014, 10:28
101.

Zitat von mischpot
Dank der falschen Rhetorik und Sanktionen gegen Russland eine logische Antwort. Dabei kann man froh sein das Putin von einer Reduzierung spricht.
Ja, klar, weil Putin überhaupt kein Geld braucht...

Beitrag melden
tschautsen 09.09.2014, 10:29
102.

Zitat von sternfalke77
Natürlich,- wenn einen Selber Nachteile aka Sanktionen drohen, muß das natürlich auf Rechtmäßigkeit geprüft werden.- Alles muss seine Ordnung haben. :o)
Sie brauchen hier nicht einen auf ZDF-Kinderprogramm machen, hier unterhalten sich auch Erwachsene.
Wenn Sie nicht verstehen, dass es logisch ist, dass jetzt mal die Verträge geprüft werden, dann tuts mir halt leid.

Die Ukraine zahlt siene Rechnungen nicht, will aber weiter Gas. Die EU liefert an die Ukraine Gas, was originär für die EU bestimmt ist. Wenn in den Verträgen der Weiterverkauf geregelt wäre, bin ich gespannt, wie dann die Gerichte entscheiden.

Ich kenne die Verträge nicht, Sie wahrscheinlich auch nicht.
Aber was sind schon Verträge, richtig?

Beitrag melden
Immanuel_Goldstein 09.09.2014, 10:30
103.

Zitat von carranza
Der Fußgänger der bei Grün über die Straße geht und tot gefahren wird, ist meiner Meinung nach im Recht. Wenn die Russen den Gashahn zudrehen wollen, dann machen die das. Das ist in etwa wie mit den Arabern, die 1973 die Ölkrise ins Leben riefen. Die haben sich auch nicht für unser Rechtsempfinden erwärmen lassen.
Das mag sein, wenn "die Russen" kein Geld mehr verdienen wollen. Aber darum geht es nicht, sondern es geht um die Nutzung der Leitung von und in die Ukraine von Westen her. Selbstverständlich können westliche Lieferanten bei Bedarf die Pipelines in die Ukraine umdrehen und so nutzen. Das ist keine Angelegenheit, die Gazprom irgendetwas anginge.

Im Übrigen herrscht im Westen Marktwirtschaft und wenn ein russischer Staatskonzern der Markt verläßt, dann ist das sein eigenes Bier. Er hat deshalb noch kein Recht, dies auch von anderen Marktteilnehmern zu fordern.

Beitrag melden
dresdner1966 09.09.2014, 10:31
104. Ach ich denke,

Zitat von agathon68
Dann geht Russland eben pleite, denn mehr als Öl und Gas verkaufen, militärisch rüsten, Völkerrecht brechen und Annexionen durchführen kann Putins Russland nicht.
die Russen haben ein kleines bischen mehr zu bieten als die von ihnen aufgezählten Punkte. So sind sie z.B: bei vielen Rohstoffen Weltmarktfüher bei Abbau, Vorkommen und Export von Stoffen, ohne die in der Industrie Europas wenig bis gar nix mehr gehen würde. Einige davon wären:Rohstahl,Vanadium,Titan,Nickel, Aluminium, Platin, Palladium, seltene Erden... alles Rohstoffe, die im Falle von russischen Sanktionen garantiert nicht in den Lagern vergammeln würden... der Bedarf und die Nachfrage international ist einfach zu hoch, und ohne Titan z.B hebt heute kein Airbus mehr ab...
Man sollte vorher denken und dann plärren...

Beitrag melden
naturalscience 09.09.2014, 10:31
105. Mein Gott..

Zitat von RenegadeOtis
Das war weder geplant, noch überhaupt von irgendjemand gefordert. Es haben weder Unterdrückungen noch ethnische Säuberungen der russischen Bevölkerung auf der Krim stattgefunden. Selbst die hirnverbrannte Idee "Russisch verbieten" hat es nicht mal zu etwas ähnlichem wie einem Gesetzentwurf geschafft, bevor es weggeworfen wurde. Andererseits - da ja gern die Geschichte mit "Schenkung der Krim" Mitte letzten Jahrhundert rausgekramt wird: Was meinen Sie - wie viele Krimtartaren erinnern sich aus direkter Verwandtschaft oder eigenen Erfahrungen an den sogenannten "Holodomor"?
Lesen Sie doch bitte im Zusammenhang, daß war ein sarkastischer Kommentar zu einer ziemlich blödsinnigen Aussage eines anderen Foristen.

Natürlich gab es kein Gesetz "Russisch" zu verbieten.
Es gab eine Gesetz aus der Janukowytsch-Ära, das es sprachlichen Minderheiten ermöglichte Ihre Sprache in bestimmten Regionen zu einer Regionalsprache zu machen (also halbamtliche Amtsprache) dieses Gestz sollte im Februar nach der Machtübernahme per Beschluß der Rada abgeschafft werden. Die EU hat aber durch Druck die Ratifizierung durch den Übergangspräsidenten verhindert. Andererseits sollte man schon fragen dürfen was für ein Problem beistimmte Personen in der Ukraine mit solchen Minderheitenrechten hat.

Einfach zum Vergleich - wieviele regionale Amtsprachen hat denn die russländische Föderation (>30).

Beitrag melden
carranza 09.09.2014, 10:32
106. Wir als Komplizen der Brunnenvergifter?

Zitat von quaselpitt
Europa sollte nach Alternativen suchen und die Abhängigkeit vom Russischen Erdgas reduzieren .sagt endlich ja zu Flüssiggasterminals an den Küsten und mehr Biogasanlagen.
Ganz richtig - zurück zum Biogas. Früher nannte man das unter anderem auch Stadtgas. Habe ehrlich gesagt nie so richtig verstanden, weshalb man diese Energiequelle hat links liegen lassen.
Flüsiggas dürfte allerdings recht teuer werden und schädigt noch dazu die Umwelt, denn es wird in Amerika durch Fracking gewonnen. Und wir wollen doch nicht mitschuldig sein, wenn die Amerikaner in absehbarer Zeit nicht mehr über einwandfrei sauberes Trinkwasser verfügen.
Außerdem wäre es nur eine Verlagerung der Abhängigkeiten, wie damals zu Zeiten der Ölkrise weg von den Arabern hin zu den Russen und nun bald vielleicht von den Russen zu den USA und Kanada.
Dann doch lieber verstärkt auf natürliche Ressourcen setzen. Neben Biogas die Solarenergiegewinnung wieder stärker ankurbeln und dann gibt es noch Energiegewinnung über Windkraft und Wärmepumpen. Es wird Zeit, das Versäumte aufzuholen.

Beitrag melden
Vanagas 09.09.2014, 10:32
107. Freundschaftspreis?

Zitat von garfield
Nein, das verstehen Sie falsch. WIR würden dann der Ukraine unser Gas schenken - oder glauben Sie, die können UNS bezahlen, wenn sie seit Jahren den Russen nicht mal ihren damaligen Freundschaftspreis(!) bezahlt haben? Wir können denen ja ein paar Kredite geben, mit denen sie unser Gas bezahlen. Raten Sie mal, ob wir damit was verdienen oder verlieren.
Mein Lieber ,
glauben Sie immer noch von der Mähr des " Freundschaftspreis " ?

Die Vorstände der russischen Energieunternehmen sind knallharte Geschäftsmänner die zur Not auch über Leichen gehen + bestimmt keine keine Freunde kennen , schon gar keine aus der Ukraine .

" Freundschaftspreis " heißt das " trojanische Pferd " um inner - ukrainischen Einfluß auszuüben .
Hat ja gut geklappt - bis der Maidan kam bzw . die Ukrainer genug hatten von der Fremdbestimmung .

Beitrag melden
ohminus 09.09.2014, 10:34
108.

Zitat von bstark
Uns scheint der Kindergarten aber gut zu gefallen. Putin zeigt den unartigen Kindern nur ihre Grenzen auf.
Ach ja?

Es zeugt schon von gewaltiger Geringschätzung menschlichen Lebens, das derart zu formulieren.
Aber vermutlich hat Stalin das bei Katyn auch so gehalten, nicht wahr? Einfach nur den unartigen Kindern ihre Grenzen aufgezeigt?

Dumm nur, dass Putin auf europäisches Geld angewiesen ist. Seine eigenen Grenzen kennt er offensichtlich nicht.

Beitrag melden
agua 09.09.2014, 10:38
109.

Das ist doch nun keine Überraschung.
Ich las gestern in der portugiesischen Presse,dass
der Gaspreis sich verdoppeln wird.

Beitrag melden
Seite 11 von 21
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!