Forum: Wirtschaft
Umbruch in der Autoindustrie: Die Angst vor dem Jobkahlschlag
DPA

Das Zeitalter des Verbrennungsmotors geht zu Ende - und für Hunderttausende Arbeiter in der Autoindustrie beginnt das Bangen um ihre Jobs. Wie reagieren die Konzernchefs auf den großen Umbruch?

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jupp78 19.10.2017, 11:28
140.

Zitat von chk23
Was ist denn die Alternative, wenn die ganze Welt auf Elektromobilität und Digitalisierung setzt? Was glauben Sie, wie viele Arbeitsplätze verloren gingen, wenn wir heute stur weiter auf Technik von gestern setzen, die uns morgen niemand mehr abkaufen wird?
Wenn der Markt E-Karren nachfragt und auch bezahlen will, dann wird die Industrie auch liefern. Dazu brauchen wir keine Politiker.
Das "Problem" aktuell ist doch, dass der Markt die E-Karren nicht nachfragt, einfach weil die Qualität der Verbrenner besser ist.

Ich habe unter dem Strich wenig Bedenken. Der Preis der E-Karren ist nicht umsonst so hoch und nicht weil sie so günstig herzustellen sind. Da steckt eine Menge Arbeit drin, die ggf. auch wer machen muss.

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mhwse 19.10.2017, 11:28
141. und Sie meinen dann, dass

Zitat von reviloland
Der eigentliche Job-Kahlschlag wird mit den selbstfahrenden Autos kommen. Da geht es nicht "nur" um ein paar 100.000 Arbeitsplätze, sondern um Millionen Lkw-Fahrer, Taxifahrer, Kurierdienste etc.
wenn man Systeme zertifiziert hat, die über Menschenleben entscheiden, bei den Autos Schluss ist?

Polizeifahrzeuge, die in Gegenden fahren, in die sich auch hart gesottene Polizisten nur unter Vorsicht trauen ..

Drohnen die Wildparks überwachen 24/7 bei Hitze, Feuer und Forst
..

Elektronische Richter und Anwälte werden in den USA bereits eingesetzt - ebenso werden Operationen mit Robotern schon durchgeführt - die letzte Instanz ist der Mensch in diesen Systemen - noch .. (wenn eine Firma beweist, dass ihr System in ethischen Fragen immer souveräner entscheiden kann - u.v.a. von privaten Situationen unbeeinflusst agiert - in praktischen Tests, ist es nur eine Frage der zeit, wann die Versicherungen / der Staat selbst, dies als Kriterium nehmen ..)

in Beitrag #124 wir gehofft, dass sich IT Unternehmen ansiedeln - auch Software wird inzwischen teil automatisch erstellt.

(z.B. Oberflächen die native Apps für android und iOS kompilieren - halbiert den Arbeitseinsatz ../gibt es schon .. die Seite die Sie lesen assembliert sich selbst über virtuelle Server .. der Text ist noch(?) handegeschrieben bzw, handübersetzt von den AP Meldungen? )

Es muss komplett überdacht werden, was die Leute dann tun dürfen ...

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Referendumm 19.10.2017, 11:28
142.

Zitat von observerlbg
mein nächster Wagen wird wieder ein Verbrenner sein. Und das sag ich als E-Technik-Ing. Ich kenne die Beschränkungen und Infrastrukturprobleme hinreichend und sehe die Reaktionen seitens unserer Administration. Das wird sobald nix mit der Elektrifizierung des Individualverkehrs hier und weltweit. Die Konservativen, ja auch Reaktionären bestimmen derzeit die Ausrichtung der Entwicklung: "vorwärts Kameraden, es geht zurück"....
Wer sich ernsthaft mit der sogenanten Elektromobilität und den Folgen beschäftigen will, darf folgendes nicht außer acht lassen:

CCS Combined Charging System + LSV Ladessäulenverordnung

Sollte JEDER mal bei Wiki nachgeschaut haben. Wenn unsere geschätzten Bürokraten die Elektromobilität weiterhin so dilettantisch anpacken, dürfte der Verbrenner noch ganz lange ne goldene Zukunft haben.

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litholas 19.10.2017, 11:30
143.

Zitat von guema
... Wann hören die Verfasser in allen Medien damit auf, den Elektroantrieb als emissionsfrei darzustellen? Denn woher kommt der Strom immer noch hauptsächlich...? Woher die Batterie? ...
E-PKW sind so gut wie emissionsfrei. Und es gibt kein Gesetz, das vorschreibt, Akkus mit Kohlestrom oder Kernkraft herzustellen oder zu laden.

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Sixpack, Joe 19.10.2017, 11:31
144. e-Autos sind wohl ganz sicher eine Innovation!

Zitat von averroes
Seit wann ist der Elektroantrieb eine Innovation? Den Antrieb gibt es seit es Automobile gibt. Es hat sich aber herausgestellt, dass dieser Antrieb nur für kleine Strecken (Gepäcktransport auf Bahnhöfen, Postauslieferung auf kurzen Strecken etc.) geeignet ist. Batterien haben eben nur eine relativ kleine Energiedichte und sind daher nur begrenzt einsetzbar. Um diesen (physikalischen) Tatbestand kommt auch kein vom Wahn getriebener Elon Musk herum, der angeblich LKWs mit Elektroantrieb (für 20 km Reichweite?) bauen will. Wie steht es um den Luftverkehr? Ich bin gespannt, wann er den ersten Passagierjet vorstellt!
Sie verwechseln die Wörte Erfindung und Innovation. Das E-Auto ist wohl sicher eine Innovation. Anscheinend haben Sie es nicht so mit Elon Musk und daher diesen Post. Auch LKW´s mit Elektro-antrieb kommen. Sowie Büsse: der neueste Proterra bus hat gerade 1750 km gefahren ohne nachzuladen mit 660 kW Batterie. Glauben Sie mir: das reicht um den ganzen Tag in München oder Berlin rumzufahren. Ohne stinkende Abgase!!!

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thermo_pyle 19.10.2017, 11:31
145. @pace335

Was außer dem E-Motor sollte denn den Verbrenner sonst ersetzen ? Die Frage ist doch eher, was den E-Motor „antreibt“... (Strom natürlich)... werden vorgeladene Akkus verwendet, oder eine Brennstoffzelle...oder (Zukunftsmusik) Induktionsleitungen in den Fahrbahnen ? An der Einfachheit eines E-Antriebes kommt man m.M.n. nicht vorbei, und wer ohne „Lärm und Gestank“ auskommt findet hier den idealen Antrieb. Irgendwie denken (fast) alle hier, das E-Mobil MUSS von heute auf morgen den Verbrenner ersetzen. Warum ? Wo steht das ? Das wird (langsam) wachsen, es werden sicherlich diverse Dinge ausprobiert werden müssen (wie hat sich der OTTO-Motor entwickelt ?), aber spätestens wenn das Öl knapp und der Treibstoff teuer wird dürfte auch dem dümmsten Fritz ein Licht aufgehen. Ein Beispiel: Zu meiner Zeit waren Mofas sehr verbreitet, laute, stinkende Individualmobile für den heranwachsenden Mobilisten. Mittlerweile sieht man kaum noch Mofas, auch die Roller/Scooter werden weniger...aber die Pedelecs boomen wie verrückt. Wie kann das sein, E ist doch Mist ? Nun, mir scheint, die E-Bikes passen genau in ein bestimmtes Umfeld. Niemand käme auf die Idee, damit nach Spanien in Urlaub radeln zu wollen...aber im „heimischen Umfeld“ passt das Konzept. So auch ein E-Auto. Voraussetzung: Ich habe zuhause einen Ladeanschluss. Bingo. Allerdings werden wir, wollen wir den Individualverkehr fortführen, deutlich andere Fahrzeuge benötigen: Weg von den hochmotorisierten Zweitonnern hin zu leichten Fahrzeugen; das wird auch TESLA irgendwann merken...E alleine reicht nicht ;-)

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martin.michaelis 19.10.2017, 11:33
146.

Nachdem die Politik erfolgreich die Energiekonzerne mit ihren zigtausend Jobs an die Wand gefahren hat ist nun die Autobranche dran.

Bemerkenswert dass man schon den Abgesang auf den Verbrennungsmotor anstimmt obwohl der E-Antrieb überhaupt nicht reif ist ihn abzulösen und es derzeit überhaupt nicht abzusehen ist ob und wann der E-Antrieb soweit sein wird.

Ähnlich wie bei der Stromerzeugung wird politisch ein Ansatz etabliert der weder technisch noch ökonomisch geeignet ist die bisherige Technik zu ersetzen.

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PolitBarometer 19.10.2017, 11:36
147.

Ich begreife bis heute nicht diese unsinnige Diskussion zur zwanghaften Einführung von elektrisch betriebenen Fahrzeugen.

Anders als noch beim Umstieg vom Pferd oder der Droschke auf einen benzinbetriebenen Wagen war es auch völlig egal, wenn plötzlich das Pferd weg war und eine andere Aufgabe bekam.

Das sieht aber innerhalb einer hochentwickelten, industrialisierten Umgebung völlig anders aus. Die "alten" Verbrennungsmotoren bleiben ja schliesslich über Jahrzehnte noch erhalten, von den Oldtimern mal ganz zu schweigen. Und um diese Technologie muss man sich auch weiterhin noch kümmern. Das Wissen und die Erfahrung darum darf ja auch nicht verkümmern, bloß weil man jetzt den angeblich allseeligmachenden Elektrotrieb durchboxen will. Un die Sorge um die Vernichtung von Arbeitsplätzen ist absolut berechtigt und sie wird. so wie es jetzt aussieht in einem Super-GAU enden. Mit einer Arbeitlosigkeit in 2stelliger Millionenhöhe.

Ungeklärt bleibt auch immer noch die Frage nach dem Tankstellennetz. Das müsste in spätestens 10-15 Jahren ja beides können. Und wer errichtet das? Schnelle Elektroladung mit mindestens 50 Ladeports für gleichzeitiges Laden und Zapfstellen für Otto- & Dieselkraftstoffe. Das wird aber nicht funktionieren, da die Flächen dafür nicht ausreichen und keine sinnvolle Ladeinfrastruktur ohne massive Durchleitungsverluste bereitgestellt werden kann.

Wenn ein normaler Tankvorgang bei einem Benziner oder Diesel nach rund 3-6 Minuten abgeschlossen ist, dürften es bei einem Stromer rund 30-40 mal so lange brauchen, um auf weitere, erträgliche Reichweiten zu kommen.
Und da geht es gleich um das nächste Problem: Die Reichweite! Werte unter 400-500 km bei einer Volladung sind indiskutabel. Die bisher von den Herstellern ermittelten Höchstwerte sind alle nur geschönt und gehen auch nicht von Fahrten unter Last oder mit mehr als 100 km/h aus. Wer beruflich mit einem Auto unterwegs ist, kann nicht alle 2-3 Stunden zum Aufladen anhalten. Wer deckt diesen Zeitverlust und wer soll das am Ende bezahlen?

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PolitBarometer 19.10.2017, 11:36
148. Fortsetzung...

...
Dann bleibe noch die Frage, wo der ganze Strom überhaupt herkommt. Neue Kohlekraftwerke? Irrsinn! Neue Atomkraftwerke? Die will auch keiner.
Möglicher Ausweg: Induktive Permanentladung über Leiterbahnen in der Straßendecke. Volvo, Daimler und BMW sind an dem Thema bereits dran. Aber der Aufwand ist gigantisch und schon jetzt würde es Sinn machen, in neu zu fertigende Strassen, Vorbereitungen für diese Technologie zu treffen.
Am Ende werden es aber wieder mal die nicht einheitlichen und verbindlichen Standards sein, die dies zu verhindern wissen.

Oder aber gleich die Weiterentwicklung des Wasserstoffantriebs endlich vorantreiben; der m. E. bessere Weg. Die Grundlagenforschung dazu ist ja bereits abgeschlossen. Jetzt geht es eigentlich nur noch mehr um die Steigerung der Betriebsicherheit.
Warum werden Hybridantriebe eigentlich nicht so gebaut, dass man bis zu 50 km/h und auf der Kurzstrecke immer NUR elektrisch fahren kann, also beispielsweise innerorts? So kämen dann auch die Städte schneller zu sauberer Luft.
Bisher diente das Konzept der Doppelantriebe ja nur zur Leistungsoptimierung und der Selbstdarstellung mittels irre hoher PS-Werte. Und natürlich zum Schönrechnen von Verbrauchswerten von 2 Tonnen Dickschiffen.
Strom aus Windkraft und Sonne sind zu witterungsabhängig und die Produktion solcher Komponenten eine Umweltsünde sondergleichen. So wie der Elektromotor und die Akkus im übrigen auch. Aber das will ja keiner hören. Hauptsache wir fahren dann irgendwann mal alle elektrisch.

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Ökofred 19.10.2017, 11:37
149. ich liebe Ihr Argument.. aber leider..

Zitat von razer22001
Stellen Sie sich vor, in 20 Jahren gibt es autonome Taxen, die Sie mit einer Flatrate von 200€ im Monat per Smartphone bei Bedarf rufen können. Sie und vielleicht auch ich würden sich weiterhin ein eigenes Auto leisten einfach, weil Sie es toll finden. Aber jüngere Leute? Glauben Sie jemand hat noch Lust, einen Führerschein zu machen und sich ein eigenes Auto zu kaufen, wenn man auch genau so gut billiger und bequemer unterwegs sein kann und dazu auch noch betrunken von der Party nachhause fahren kann, keine Parkplätze mehr suchen und sein Auto nicht mehr dauernd warten muss? Ich glaube der Individualverkehr wird über kurz oder lang aussterben. Und wir werden es noch nicht mal schlimm finden, weil wir die Vorteile mit der Zeit so sehr zu schätzen wissen werden (schneller am Ziel, weniger Ampeln, kaum Staus, kaum noch parkende Autos, keine Parkplatzsuche, niedrigere Kosten, höhere Sicherheit), dass wir den Nachteil, nicht mehr selbst steuern zu dürfen, akzeptieren werden.
Bin im Grunde Ihrer Meinung, aber wenn man Mobilität so rein ökonomisch durchdenkt ist bereits ein Drittel der Fahrzeuge heute überflüssig. Da man für die Kosten eines Autos mit Car Sharing oder TAXE (ich will gar nicht mit dem Bahnfahren anfangen) auch hervorragend im Alltag klarkommt.(Zumindest in den meinsten Städten, in der Fläche mag das anders sein)
Aber wie wir sehen,es stehen genug Autos teuer und unbenutzt herum. (Habe selber 2 überflüssige Autos... ich weiss wovon ich rede...)

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