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Umfrage: Bürger geben Lobbygruppen Mitschuld am Klima-Versagen
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Lobbyisten haben ein miserables Image. Eine klare Mehrheit der Deutschen wünscht sich nach SPIEGEL-Informationen schärfere Kontrollen der Interessenvertreter. Besonders kritisch wird ihr Einfluss auf die Klimapolitik gesehen.

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iris b. 23.08.2019, 15:14
90. @ dk-bied / 76

Zitat von dk.bied
Ich versuche schon seit einiger Zeit die finanziellen Verstrickungen von Plant for the planet und Fridays for Future zu durchschauen. Offenbar verwaltet der eine das Geld für den anderen und bestimmt, wohin es geht... Spendenbescheinigungen erhält man jedenfalls nicht von FFF
Mir scheint, da werden von interessierter Seite Verschwörungstheorien "gestrickt", um FFF zu diskreditieren. Ich sehe da jedenfalls nichts "Undurchschaubares".
Spenden Sie nur, wenn Sie eine Spendenbescheinigung erhalten?
Keine Organisation ist gezwungen, einen Antrag auf Gemeinnützigkeit zu stellen. Daraus zu schließen, sie würde deshalb nicht dem Gemeinwohl dienen, ist absurd. Eine Tätigkeit kann auch dann dem Gemeinwohl dienen, wenn sie nicht als gemeinnützig im steuerlichen Sinne gemäß der Abgabenordnung anerkannt sind.

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sfgr 23.08.2019, 15:17
91. Wer hat uns den Schlamassel eingebrockt?

Die Profis, denen man weiterhin freie Hand lassen soll.
Wir brauchen eine Offenlegung der Nebeneinkünfte der Volksvertreter, Kontakte zu Verbänden, Häufigkeit der Kontakte, Geldflüsse, Parteienfinanzierung, regelmäßige Rechenschaftsberichte, Steuererklärungen, Sperrfristen für Tätigkeiten nach dem Ausscheiden aus der Politik usw usf. Danach reden wir über weitere NGOs, wobei auch der Bauernverband eine NGO Ist.

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iris b. 23.08.2019, 15:36
92. @ Freedom of Seech / 86

Zitat von Freedom of Seech
trotz anders lautenden Einschätzungen des Bundesrechnungshofs
Wie kommen Sie denn darauf?
Der Bundesrechungshof hat die Bundesregierung und insbesondere das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie kritisiert und Möglichkeiten aufgezeigt, "Koordination und Steuerung der Energiewende verbessern könnten."
Der Präsident des Bundesrechnungshofes Kay Scheller sagte:
"Die Energiewende ist ja als Reaktion auf den Klimawandel beschlossen worden, der ja eine wichtige Ursache für Flucht, Not und Extremwetterlagen ist."
Und weiter: "Das BMWi muss umsteuern. Dafür macht der Bundesrechnungshof Vorschläge.
Stärkere Anreize, weniger Regelung. Das versprechen wir uns beispielsweise von Instrumenten wie der СO2-Bepreisung. Sie macht СO2-Ausstoß teurer, setzt einen Anreiz ihn zu minimieren. Und gerade hier werden die Ziele besonders deutlich verfehlt......"
Der Bundesrechnungshof ist also nicht der Meinung, dass die Energiewende aus technischen Gründen nicht gelingt, sondern dass die Bundesregierung nicht genug unternimmt, damit die Energiewende gelingt. Er ist auch nicht der Meinung, dass man das Ziel der Energiewende aufgeben sollte, sondern dass man andere und bessere Maßnahmen ergreifen muss, damit sie gelingt.
Mit Agora hat das alles überhaupt nichts zu tun.

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Ökofred 23.08.2019, 15:52
93. Genau!

Zitat von dk.bied
Ich bin ja im Grund ein Freund von Argumenten in MW oder MWh - Dimensionen wie "Lobbyisten und Konzerne" werden oftmals von Leuten vorgetragen, die über nur geringe Fachkenntnisse verfügen. Ich versuche es trotzdem mal auf dieser Ebene: Wenn Sie sich das Beispiel E.ON einmal anschauen wollen. E.ON ist doch für die Energiewendebegeisterten der Inbegriff für böse Lobbyisten und Wendeverhinderer - richtig? Schauen Sie sich doch mal die Entwicklung des Unternehmens in diesem Jahrtausend an: Seit 2008 hat E.ON sein gesamtes Hochspannungsnetz (Unbundkling), seine gesamte fossile Erzeugung, 4 seiner ehemals sieben Regionalversiorgungsunternehmen und in Kürze auch noch seine Kernkraftwerke abgegeben bzw. abgeben müssen. Sieht so für sie die Entwicklung eines infolge von Lobbying von der Politik gehätschelten Unternehmens aus? Im Gegenteil - man will künftig Strom nur noch aus "Sonne, Mond und Sternen" erzeugen. und ist damit auf die "gute Seite" gewechselt. E.ON-Chef Teyssen ist, oh Wunder zu einem strengen Befürworter eines CO2-Preises geworden. Wenn es dennoch (mit einem Schwergewicht wie E.ON an seiner Seite) nicht so richtig voran geht mit der Energiewende, können die Hinderungsgründe aus meiner Sicht nicht an den "mächtigen Lobbyisten der Gegenseite" liegen. Für mich ist das "Lobbyisten-Argument", andem sich viel Aktivisten nach wie vor klammern, daher nur ein plumpe Ausrede und ein Ablenkungsmanöver.
E.ON ist sogar ein Superbeispiel! E.ON hat bereits vor knapp 20 Jahren Windparks im Ausland entwickelt und gekauft, da wurde Ökoenergie in DE noch als Hippietechnik beschimpft (von E.ON, versteht sich). Wenn E.ON das jetzt anders macht, dann nur unter Zwang und unter Verlust eines großen Teils des Produktportfolios.
Und die Energiewende wäre sicher deutlich weiter hätten die BIG 4 Erneuerbare bereits früher für sich entdeckt (in Deutschland! Denn auch Vattenfall und RWE haben m Ausland ganz anders gehandelt).
Hätte es das EEG nicht gegeben hätten wir jetzt halb Kohle und halb Atomenergie und doppelt soviel CO2.
Ausserdem ist Energiewende keineswegs am Ende. In 15 Jahren werden wir bei 60% Erneuerbaren sein. Und da EnBW, E.ON und co jetzt mehr oder weniger gezwungenermaßen mitziehen wird es vlt noch 2 Jahre schneller gehen.

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Ökofred 23.08.2019, 15:56
94. aha

Zitat von emil7685
Bei einer Besteuerung des vom bösen SUV verbrauchten Kraftstoffs von ungefähr 80% davon zu sprechen dass dieser nicht nach Umweltverschmutzung besteuert werden würde halte ich für ziemlich dreist. Zudem kommt noch die Mehrwertsteuer beim Kauf, die Versicherungsteuer beim Anmelden und die hohe kfz-Steuer. Was wollen Sie denn bitte noch?
Das Dumme ist, dass das meiste Geld für den Straßenbau bzw die Erhaltung draufgeht. Was überbleibt zahlt die Gesellschaft für die Pflege der Unfallopfer und den dazugehörigen Ausfall in der Wertschöpfung.
Die externen Kosten für den Autoverkehr sind deutlich höher als das was über die Steuern reinkommt.

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intercooler61 23.08.2019, 18:18
95. Oft wiederholt, aber dennoch die Unwahrheit

Zitat von Ökofred
Das Dumme ist, dass das meiste Geld für den Straßenbau bzw die Erhaltung draufgeht. Was überbleibt zahlt die Gesellschaft für die Pflege der Unfallopfer und den dazugehörigen Ausfall in der Wertschöpfung. Die externen Kosten für den Autoverkehr sind deutlich höher als das was über die Steuern reinkommt.
Kfz-Unfallschäden werden von der Haftpflichtversicherung des Verursachers getragen und diese (risikogewichtet) von allen Kfz-Haltern - also _nicht_ von "der Allgemeinheit".

Nur die Eigenschäden des Verursachers und seiner Mit-Insassen fallen der normalen Krankenversicherung etc. oder auch ihnen selbst zur Last. Diese sollten sich beziffern lassen; zusammen mit den Aufwendungen für Straßenbau und -unterhalt dürften sie nicht höher sein als das Aufkommen aus Kfz- und Energiesteuer auf den Kraftstoff.

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optimah 23.08.2019, 19:50
96. Inkompetenz ist ein beliebter Vowurf bei Gegnern von von EE.

Zitat von dk.bied
Klima und Energie ist in erster Linie eine Sache der Physik. Aber die Deutungs- und Diskussionshoheit bei diesen Themen haben vor allem fachfremde Politiker (Theologen, Soziologen, ...) und Aktivisten. Aber auch Aktivisten sind nichts anderes als "Lobbyisten" - vermutlich nehmen das die Bürger aber nicht wahr - daher meinen sie vermutlich nicht, dass auch (!!!) Aktivisten und NGO's stärker kontrolliert werden sollen. Bei uns reicht es aus, sich selbst auf die "richtige Seite" zu stellen um sich moralisch über andere erheben zu können...
Es wird immer wieder behauptet, dass alle die für Erneuerbare Energien sind, von Physik nichts verstehen. Die größte Faktenresistenz habe ich jedoch bei Windkraftgegnern erlebt. Alle, die etwas behaupteten, was nicht in ihr Weltbild passte, wurden einfach als inkompetent bezeichnet auch wenn sie durchaus etwas vom Fach verstanden.

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spon_12 24.08.2019, 08:59
97. In den 70igern haben nicht nur im Osten die Flüsse "geleuchtet"...

Zitat von dk.bied
Sämtliche Konzepte, die uns heute als modern, innovativ und zukunftsweisend angepriesen werden, vom Radnabenmotor über die Schnelladesäule, vom induktiven Laden bis hin zum Batteriewechselsystem, sind vor Jahrzehnten schon gescheitert.
Klassisches Beispiel vollkommener Unterschätzung des politischen Horizonts. Die Dinge sind nicht gescheitert, weil sie nicht möglich gewesen wären, sondern weil sie den Leuten schlicht egal waren.

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dk.bied 24.08.2019, 11:31
98. Wenn man 2 Wochen nix trinkt...

Zitat von Ökofred
Ausserdem ist Energiewende keineswegs am Ende. In 15 Jahren werden wir bei 60% Erneuerbaren sein.
und anschließend 50 l Wasser, hat man im Durchschnitt der zwei Wochen genug zu trinken... Faktisch ist man tot.
Diese ganzen Durchschnittsbetrachtungen, auf die diese 30, 40, 60% EE-Anteil abstellen sind Augenwischerei, oftmals vorgetragen von Leuten die es nicht besser wissen oder das Volk bewußt täuschen. Es wird nämlich verkannt (oder absichtlich ausgeblendet), dass ein Stromnetz nur dann sicher betrieben werden kann, wenn zu jedem Zeitpunkt exakt die gleiche Strommenge eingespeist wird, wie entnommen wird... Einfach mal mehr ins Netz kippen, weil gerademal der Wind weht, um damit über die nächste Flaute zu kommen, ist nunmal nicht.
Das haben sich auch nicht etwa die bösen Energieversorger ausgedacht, das war die böse Physik, die einfach die von Kirchhoff beschrieben Sätze festlegt (Kirchhoffsche Gleichungen).
Und da in Deutschland entweder überall der Wind weht, oder nirgends... entweder überall die Sonne scheint oder nirgendsführt ein weiterer Zubau an Windkraft und PV nur dazu, dass in bestimmten Zeiten die "Überschüsse" (die wir dann gegen Zahlung einer Entsorgungsprämie im Ausland verklappen müssen) größer werden ohne die oftmals langen Unterdeckungsphasen im Profil wesentlich zu entschärfen.
Speicher, die in der Lage wären, auch nur annähernd große Strommengen puffern zu können sind nicht in Sicht. Vorhanden Technologien zeichnen sich durch schlechte Wirkungsgrade aus (PtGtP) und scheiden aus wirtschaftlichen Gründen aus (was bei Behauptungen, Windkraft und PV seien billig gerne ausgeklammert wird.)

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dk.bied 24.08.2019, 11:38
99. Es spielt keine Rolle, was in meine Welt passt

Zitat von optimah
Es wird immer wieder behauptet, dass alle die für Erneuerbare Energien sind, von Physik nichts verstehen. Die größte Faktenresistenz habe ich jedoch bei Windkraftgegnern erlebt. Alle, die etwas behaupteten, was nicht in ihr Weltbild passte, wurden einfach als inkompetent bezeichnet auch wenn sie durchaus etwas vom Fach verstanden.
weil die physikalischen Gesetze immer gelten - ob einem das nun passt oder nicht.
Die Einspeisung einer Windkraftanlage flattert mit der dritten Potenz der Windgeschwindigkeit. Kleine Änderungen der Geschwindigkeit führen damit zu großen Änderungen bei der Einspeisung. Das ist Gift für einen zuverlässigen Netzbetzrieb.
Windkraft und PV speisen über Umrichter ins Netz ein, diese benötigen immer die Frequenzvorgabe aus dem Netz und können die Netzfrequenz nicht vorgeben. Wer also euphemistisch von 100% Windkraft/PV spricht, zeigt, wieviel er vom Thema versteht.

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