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Umfrage: Deutsche haben keine Angst vor russischem Gas-Boykott
REUTERS

Allen Drohgebärden des Kreml zum Trotz - eine deutliche Mehrheit der Deutschen hält Engpässe bei der Gas-Versorgung für unwahrscheinlich. Doch eine Umfrage für SPIEGEL ONLINE zeigt auch: Viele erwarten höhere Preise.

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missbrauchtewähler 25.11.2014, 07:05
1. Verständliche Antworten

denn Russland war und ist stets ein zuverlässiger Lieferant gewesen. Warum also Sorgen um die Gasversorgung machen? Wir haben es hier mit einem soliden Geschäftspartner zu tun, der sich an Verträge hält. Grundsätzlich ist es auch richtig, sich in der Energieversorgung unabhängig zu machen. Auch diese Antwort ist schlüssig. Das schliesst allerdings das amerikanische Frackinggas und das arabische Blutöl mit ein.

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thomasco 25.11.2014, 07:11
2. Warum auch Angst vor ausbleibenden Gasliefeungen...

Das war doch vor Jahren schon ein Thema, als alle Lieferung über die Ukraine erfolgten und die Ukraine sich immer wieder auf Kosten der EU bediente. Deswegen waren doch alle froh, als Altkanzler Schröder einen neuen Lieferweg über die Nordstream pipeline mit gazprom vereinbarte. Da hatte dann die Ukraine keine Möglichkeit mehr einfach Gas für sich abzuzwacken.

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fleischwurstfachvorleger 25.11.2014, 07:26
3. Angstmache

Gabriel muss seine Energiepolitik konsequent fortsetzen.

Wir müssen nicht unabhängiger von russischem Gas / Öl werden, sondern unseren Energiebedarf drosseln. Energieeffizienz heißt das Zauberwort und das gilt sowohl für private Haushalte, als auch für die Industrie.

So lange die Industrie aber für Energieverschwendung sogar noch von der Politik belohnt wird, indem man sie von der EEG-Umlage ausnimmt, wird sich nichts wesentlich ändern.

Wir brauchen auch keine Stromtrassen, die Braunkohlekraftwerke auf Kosten der Steuerzahler anbinden, wenn es morgen diese Drecksschleudern nicht mehr gibt, weil sie zu viel CO² ausstossen. - Vielleicht sollte sich Frau Merkel mehr auf Deutschland konzentrieren und sich aus der Weltpolitik raushalten. Wäre für alle Beteiligten besser.

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WernerT 25.11.2014, 07:29
4. Frage an die SpON Redaktion: Wann hat Russland gedroht, kein Gas mehr in die EU zu liefern?

Das Problem ist doch eher, dass die Ukraine sich aus den Leitungen bedient, die über ihr Territorium führen oder dass die EU Führung die Fließrichtung umdrehen will, damit die Ukraine mit von Europa bezahltem Gas versorgt wird. Gleichzeitig werden alle Alternativen, die die Ukraine umgehen politisch behindert, kann man alles bei Euch nachlesen, dafür war der Spiegel mal bekannt, ein sehr gutes Archiv

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warumeigentlich 25.11.2014, 07:41
5. Ich glaube keiner Statistik,

die ich nicht selbst erstellt habe. Daher halte ich von den hier gezeigten wenig. Es kommt mir fast so vor, als sei sie von der amerikanischen Frackingindustrie persönlich erstellt und spiegelt die Wunschvorstellung von Frau Merkel wieder. Ich bin sicher, dass die meisten deutschen eher sauberes und billiges Gas bevorzugen als teures und umweltschädliches.

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dani216 25.11.2014, 07:41
6. Die größte Sorge die man haben muß ist,

dass die Energiekonzerne die Situation mal wieder schamlos ausnutzen werden, um ungerechtfertigte Preiserhöhungen zu begründen. Dass Russland die Gaslieferungen drosseln wird, glaube ich weniger. Das würde die dringend benötigten Einnahmen von Russland reduzieren, die teuer aufgebaute Infrastruktur weniger auslasten und letztendlich würden sich die Länder nach Alternativen umsehen und dann möglicherweise langfristig als Kunden ausfallen. Das ist nicht im Interesse Russlands.

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oecher 25.11.2014, 07:42
7. Nicht besonders Glaubwürdig,

bei ca. 80,8 Miliionen Menschen in Deutschland werden 1005 Menschen befragt und so auf die übrigen, seien wir großzügig, 80,7 Millionen geschlossen? Hallo?
Ist das so eine Art "Das gemeine Volk steht hinter uns" Propaganda?

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kai0816 25.11.2014, 07:54
8. selbsterfüllend

Wenn nur genug Leute die Preissteigerung erwarten, wird sie auch nicht ausbleiben.

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charlie95 25.11.2014, 08:02
9. Abhängigkeit..

Ich denke es ist weniger die Sorge von Rußland abhängig zu sein, dass übrigens bei allen Gelegenheiten versichert und bewiesen hat, dass es liefertreu ist, als eine zu große Abhängigkeit von EINEM Partner.
Wenn jetzt planlos die "Abhängigkeit" nach den USA verlagert wird, indem wir den Amerikanern Ihr Flüssiggas abnehmen und die Abhängigkeit zu den USA erhöht wird, ist nichts gewonnen.
Je mehr und je gleichmäßiger die Kontigente der Lieferanten ausgewählt werden, desto geringer ist die Gefahr einer Abhängigkeit.
Niemand wird ernsthaft bezweifeln, dass auch unsere "Freunde" ggf. bedenkenlos eventuelle Abhängigkeiten
für politischen Druck ausnutzen würden.
Ich bin sicher, das der Ölpreis in der gegenwärtigen Krise genau deshalb sinkt, weil die USA Druck auf die "Wüstendemokratien" ausübt , um Russland zu schaden.
Im Übrigen wurde in den letzten Monaten ständig versichert, dass die Liefermengen aus Rußland so gering sind, dass ein eventueller Lieferstop leicht zu verkraften ist.
Wo also sieht jemand Abhängigkeiten?

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