Forum: Wirtschaft
Umfrage in Deutschland: "Leistung lohnt sich nicht"

Wer hart arbeitet, wird belohnt - dieses Grundprinzip der Marktwirtschaft hat für die meisten Deutschen seine Gültigkeit verloren. Laut einer Umfrage sagen fast zwei Drittel, dass sich berufliche Anstrengung nicht auszahlt.

Seite 8 von 25
Peter Sonntag 16.11.2011, 14:43
70. Gerechtigkeit ?

Zitat von Gebr.Engels
Leistung ? was einen richtig demotivieren kann sind die Gehaltsunterschiede die sich anscheinend unaufhaltsam immer weiter ausdehnen. .....
Entweder es wird zu wenig gezahlt,
oder es wird zu hoch besteuert.

Gerecht ist überhaupt nichts mehr.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
erbseneintopf 16.11.2011, 14:44
71. buchhaltung

Zitat von sysop
Wer hart arbeitet, wird belohnt - dieses Grundprinzip der Marktwirtschaft hat für die meisten Deutschen seine Gültigkeit verloren. Laut einer Umfrage sagen fast zwei Drittel, dass sich berufliche Anstrengung nicht auszahlt.
die 2/3 würden sich wahrscheinlich schlagartig erhöhen, wenn alle Gehälter in einer Firma intern offen liegen würden...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Cui Bono? 16.11.2011, 14:44
72. Verlust der Verhältnismäßigkeit

Zitat von Gebr.Engels
was einen richtig demotivieren kann sind die Gehaltsunterschiede die sich anscheinend unaufhaltsam immer weiter ausdehnen. in den 70ern lag der gehaltsunterschied zwischen den höchsten und den niedrigsten Gehältern in den USA bei 30:1, in den 90ern schon bei 300:1, daraufhin hatt man solche Statistiken dann gar nicht mehr angestellt. In DE ist die Entwicklung natürlich nicht anders, was haben diese exorbitanten Gehälter den schon mit Leistung zu tun ?, -wer am schnellsten Jobs vernichtet bekommt am meißten, so sieht es doch aus !

Exakt.
Unsere "Leistungsgesellschaft" verliert sehr rapide die Verhältnismäßigkeit.
Ein Blick auf diese Relationen und das stärkere Thematisieren in den Medien plus erforderliche Konsequenzen würde gut tun, und uns evtl vor einem ungebremsten gesellschaftlichen Aufkanll bewahren.

Es geht weiter wie bisher, nein, schlimmer noch, kein Maß und Anstand beim Großteil der Top 5% der Einkommensspitze.

So kommt man zwar durch die Welt, aber fragt sich wie lange.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
admiral222 16.11.2011, 14:45
73. Brilliant

Zitat von wadoe2
Das war in der DDR. Da war alles, aber auch wirklich alles gerecht geregelt. Ein Malocher hat da mehr verdient als ein Arzt, weil er halt körperlich gearbeitet hat. Wenn ein Kind eines Akademikers.....
Besser habe ich das noch nicht gehört. Gratulation.

Allerdings: Damit wir nicht wieder in dieser Mutter aller Gerechtigkeiten leben müssen, sollten wir in dem heutigen System die normale Gerechtigkeit von vor etwa 30 Jahren wieder einführen, da hat sich Leistung noch gelohnt und meine Ersparnisse auf der Volksbank waren sicher.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hördochauf 16.11.2011, 14:45
74. welcher Widerspruch?

Zitat von Olaf
Die Umfrage wirft kein besonders rühmliches Licht auf meine Landsleute, keine Frage. Es erklärt sich aber meiner Meinung nach dadurch, dass man den Deutschen in den letzten Jahrzehnten das genommen hat, was ihnen immer am wichtigsten war: Die Sicherheit. Ob Euro statt D-Mark, Rente oder Arbeitslosengeld, nichts ist mehr verläßlich. Das ist für viele ein Problem und diese Unsicherheit steckt meiner Meinung nach hinter den widersprüchlichen Aussagen.
Wie naiv ist es denn erst alle Risiken zu nehmen und dafür keine Chanchen zu bekommen?
Das haben die Deutschen schon begriffen. Bei halbwegs intelligenten Menschen schlägt ja gerade eine anfängliche Leistungsbereitschaft in Anspruchshaltung um, wenn der Lerneffekt eintritt.

Da es nun mal so ist, dass Leistung nicht einmal eine Notwendige Bedingung für gesellschaftlichen Aufstieg ist - es aber offensichtlich andere Hinreichende Bedingungen gibt - lässt die Leistungsbereitschaft halt entsprechend nach.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kohlibri 16.11.2011, 14:48
75. ohne

Ich glaube was die meisten wohl meinen möchte ich an einem kleinen Beispiel darlegen:

Ein Unternehemen im Bautrieb erhält eine Prämie wenn es ein Bauvorhaben bis zu einen bestimmten Zeitpunkt fertigstellt.
Um dies zu erreichen geht der Bauleiter hin und teilt seinen Mitarbeitern mit , sollte das Projekt nicht bis zum Tag xy fertiggestellt sein, sähe sich das Unternehmen ausserstande die tariflich festgelegten Weihnachtsboni zu zahlen. Die Mitarbeitern ackern daraufhin wie die Blöden und schaffen den Termin.
Die nun gezahlte Prämie an das Unternehmen wird nun zu 30% an die Aktionäre ausgegeben und die restlichen 70% werden auf das Managment (incl. Gerwerkaschaftsfunktionäre) aufgeteilt. Der einfache Mitarbeiter erhält davon nichts.
Kurz vor Weihnachten meldet das Unternehmen insolvenz an und die Mitarbeitern stehen ohne Weihnachtsboni da. Selbige dürfen dann zum Arbeitsamt gehen, während das Managment mit tollen Abfindungen ausgestattet werden.

Ähnliche Szenarien lassen sich auf viele Berufszweige anwenden.

Resume: Leistung lohnt sich , aber halt nicht für den für den einfachen Arbeiter. Der wird nur an den Verlusten beteiligt.

Und ich glaube darum gehts es wohl den meisten, Gewinne werden eingesteckt von den 'Leistungsträger'. Aber sie müssen nie für Versagen gerade stehen, die tragen meist die Allgemeinheit. Auf diesen Typus dieser sogenannten studierten Intelligenz kann die Gesellschaft durchaus verzichten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sarang he 16.11.2011, 14:49
76. Nö

Zitat von t.o`malley
Das haben Sie treffend auf den Punkt gebracht. Die Vollkasko-Mentalität ist offensichtlich zwischenzeitlich fest in vielen Deutschen verankert. Neu ist, daß man sie zum Nulltarif (also ohne Anstrengung) verlangt.
Wenn man schon wie in Deutschland schon Vollkasko (sinnbildlich für hohe Steuern und Sozialabgaben) bezahlen muss, dann kann man auch eine Vollkaskoleistung erwarten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cashcow 16.11.2011, 14:51
77. Ihnen gefällt es?

Zitat von wadoe2
Das war in der DDR.
Nein, das war in der sozialen Marktwirtschaft der 70er und 80er Jahre, als man wegen der systemkonkurrenz bereit war, den Arbeitnehmern ihren gerechten Anteil am Produktionszuwachs zuzugestehen.

Ihr Beitrag ist nichts als pure Propaganda, die unterstellt, eine gerechtere Welt als die heutige sei gar nicht vorstellbar - oder nur als Hölle. Ob Sie dies aus persönlichen Profitinteressen tun oder aus fehlender Erfahrung (jugendliche Ahnungslosigkeit) oder schlicht aufgrund mangelnder intellektueller Kapazität sei dahingestellt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
r-le 16.11.2011, 14:52
78. Wieder mal pauschal

Zitat von Gebr.Engels
was einen richtig demotivieren kann sind die Gehaltsunterschiede die sich anscheinend unaufhaltsam immer weiter ausdehnen. in den 70ern lag der gehaltsunterschied zwischen den höchsten und den niedrigsten Gehältern in den USA bei 30:1, in den 90ern schon bei 300:1, daraufhin hatt man solche Statistiken dann gar nicht mehr angestellt. In DE ist die Entwicklung natürlich nicht anders, was haben diese exorbitanten Gehälter den schon mit Leistung zu tun ?, -wer am schnellsten Jobs vernichtet bekommt am meißten, so sieht es doch aus !
Das manche für Nicht-Leistung völlig unangemessen bezahlt werden, stimmt vollkommen.
Unabhängig von dieser gerne gebashten Gruppe, die auch mal gerne über einen Kamm geschoren wird -was natürlich nicht richtig ist-, gibt es auf der anderen Seite auch im normalen Berufsumfeld faule, schwarze Schafe und genug Leute, die glauben das Gleiche verdienen zu müssen und auch vielleicht berechtigte "Besserverdiener" beneiden. Einfach mal per se. Irrtum! Man muss auch seinen Hintern hochbekommen. Dass dies aber immer weniger bringt, stimmt auch und schadet leider der falschen Arbeitsmoral noch mehr.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Dr. Fuzzi 16.11.2011, 14:52
79. Och Joh...

mal wieder Dummfug zum Lachen!
Leistung lohnt sich nicht mehr in den Anforderungsfeldern von vor 30-50 Jahren, Leistungsbereitschaft und -fähigkeit die selbst aus Scheisse "Gold" machten. Heute ist gefragt, dank "Netzwerken" und "Dummschwätzen" Gold herbei zu labbern - um den Nachwuchs, der noch nicht mal einen "armen Ritter" herstellen könnte, nicht verhungern zu lassen, darf jeder Dorfdepp heute zu Studienabschluß meditativ aufgebaut werden.

Leistung lohnt sich absolut, sofern sie über genügend joviales Dummschwätzpotenzial verfügen - die realen Leistungsträger kriegen halt den heute üblichen Burnout, die anderen Millionen € an Unfähigkeitsabfindung.
Via politisch gefördertem Fachkräftemangelgesabber, werden die letzten Leistungsträger durch ausländische Möchtegernkönner aka Ausquetschdeppen ersetzt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 8 von 25