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Umfrage: Die Deutschen wollen mehr Sozialstaat - aber kaum dafür zahlen
DPA

Eine große Mehrheit der Deutschen will laut einer neuen Studie den Sozialstaat ausbauen, selbst Konservative sind dafür. Nur wer zahlt?

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hektor2 04.07.2016, 17:17
1. Eigenverantwortung

Wie wäre es denn mal mit einer Portion Eigenverantwortung und vielleicht mal deutlich weniger Staat aber dafür weniger Steuerbelastung?

Der Wohlfahrtsstaat: Die Geschichte eines Irrweges, wo jeder jedem in die Tasche greift und alle hoffen, dass es gut geht.

M. M. nach ist das Irrsinn, der nicht mehr verwaltet werden kann.

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insertcoinhere 04.07.2016, 17:21
2. Personal?

Vielleicht sollten wir anfangen krankenpfleger/in und Altenpfleger/in richtig zu entlohnen und die dazugehörigen Führungspositionen?! Für das Geld und die riesige Verantwortung würde kein bandarbeiter morgens die Tür aufschließen!

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moritator 04.07.2016, 17:21
3. Im Prinzip ganz einfach!

Eine Abgabe für jeden Arbeitsplatz, der ins Ausland verlagert wird, oder wurde. Eine Abgabe für jeden Arbeitsplatz, der durch einen Roboter ersetzt oder ersetzt wird. Eine Abgabe für jeden Berufskraftfahrer, der durch ein autonomes Autopiloten ersetzt wird. Eine Abgabe für jeden, der mehr als 500000 € Boni kassiert. Sondersteuer für jedes genmanipuliertes Futter aus den USA. Und so weiter, habt ihr wirklich keine Ideen, oder nicht den Mut, so etwas einzufordern?

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Grorm 04.07.2016, 17:22
4. Wie sagte einmal John F. Kennedy so richtig?

"Ask not what your country can do for you, ask what you can do for your country!"

Dem ist meines Erachtens nach auch heute noch nichts hinzuzufügen ...

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jullek 04.07.2016, 17:26
5. Es sind nur wenige, die noch nicht geug zahlen.

Der kleine Mann bezahlt auch schon genug. Die Konzerne mit ihren Steuersparmodellen sollen erst mal ihren richtigen Anteil bezahlen. Auch Unternehmer müssen Erbschaftssteuer zahlen. Dann sollen die eben einen neuen Gesellschafter aufnehmen, wenn sie sich das Erbe nicht leisten können.

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Baal 04.07.2016, 17:28
6. Wie wäre es denn

mit den 10 Prozent Mitbürgern denen Deutschland fast schon komplett gehört.
Aber diese sind bei uns ja auf ewig tabu.

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seinedurchlaucht 04.07.2016, 17:29
7. Noch nicht genug?

Letzte Woche war zu lesen, dass 888 Milliarden im letzten Jahr für Sozialausgaben ausgegeben wurden. Ich hatte Schwierigkeiten, diese Zahl korrekt aufzuschreiben. Warum glauben so viele in Deutschland, dass ihr Geld beim Staat besser aufgehoben ist, als bei ihnen selbst?

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marthaimschnee 04.07.2016, 17:29
8.

Wen das wundert, der hat praktisch nichts verstanden! Man hat die Sozialsysteme kastriert, ohne daß die Einzahler entsprechend entlastet wurden. Jetzt kommt man mit einer Stärkung, die dann zusätzlich kosten wird. Klar daß das keiner will, man bekäme das gleiche wie früher, nur deutlich teurer. Dabei braucht man sich nur mal anschauen, warum die Sozialsysteme nicht mehr wie früher funktionieren. Der Grund ist nicht, weil die Kosten übermäßig steigen, sondern weil die Einnahmen nicht entsprechend steigen, da man in Deutschland zugunsten von Wettbewerbsfähigkeit weiterhin auf den Löhnen herumtrampelt. Daß die Sozialsysteme Obergrenzen haben, aus denen sich die Bestverdiener einfach davon stehlen können, ist sowieso schon ein katastrophaler Konstruktionsfehler.
Also geht die Forderung selbstverständlich an die Profiteure der Angriffe auf die Sozialsysteme und das sind eben Reiche und Unternehmen.

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curiosus_ 04.07.2016, 17:30
9. Schafft doch einfach ...

... den Euro ab und eine eigene Währung wieder an. Derzeit führt der für uns viel zu schwache Euro zu einer massiven Umverteilung zugunsten der Exportwirtschaft.

Dass der Euro für Ds Volkswirtschaft massiv unterbewertet ist sieht man ganz simpel an unserer Exportüberschussweltmeisterschaft. Höhere Überschüsse als Platz 2 (China) und Platz 3 (Saudi-Arabien) zusammen, seit der Euro-Einführung in 2002 mehr als 2000 Mrd., allein letztes Jahr ca. 248 Mrd. (8,3 % des BIPs). Im Übrigen werden diese Überschüsse zwangsweise 1:1 in Form von Kapital exportiert, sie gehen Deutschland verloren.

Die Exportindustrie profitiert massiv davon. Insofern kann sie hohe Gewinne einfahren und zusätzlich höhere Löhne zahlen. Allerdings nur an die direkt bei ihr Beschäftigten. Deshalb werden diese Stellen auch so weit wie möglich reduziert und auf Leiharbeit und Werkverträge ausgewichen. Das dämpft im Nebeneffekt die Löhne und Gehälter der Festangestellten.

Auch nutzt die Exportindustrie die komplette Infrastruktur der Binnenwirtschaft Deutschlands. Und somit auch deren unterbewertete Löhne.

Hätten wir noch unsere eigene Währung würde die über Aufwertung im Mittel für eine ausgeglichene Leistungsbilanz sorgen. Das eigene Geld würde wertvoller, wir hätten vergleichbar hohe Importe wie Exporte.

Und dann würde nicht nur die Exportindustrie (die Kapitalexporteure) profitieren, sondern gleichermaßen alle abhängig Beschäftigten (über eine höhere Kaufkraft)! Das wäre nur gerecht, die nicht in der Exportindustrie direkt beschäftigten leisten schließlich auch nicht weniger als die direkt dort Beschäftigten. Wir haben hier über die Währung eine einseitige Fokussierung der gesamtdeutschen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit auf Wenige.

Nicht nur der Staat verteilt um, de facto macht das auch die Währung.

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