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Umfrage: Die Deutschen wollen mehr Sozialstaat - aber kaum dafür zahlen
DPA

Eine große Mehrheit der Deutschen will laut einer neuen Studie den Sozialstaat ausbauen, selbst Konservative sind dafür. Nur wer zahlt?

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genugistgenug 04.07.2016, 17:44
30. selbst Konservative sind dafür.... ist es so ernst?!

Das wurde ja auch Zeit - offenbar brennt es bereits im Untergrund und die wollen schon die Reißleine ziehen.
Wie wäre es mit Abschaffung der irren Pensionen, besonders bei Poltikern - können die ja als Solidaritätsbeitrag verkaufen ;-)
Doch der Sozialstaat ist am Ende - es ist kein Geld mehr da, denn das wurde alles umgeleitet - die arbeitenden Menschen können von dem Lohn nicht leben - die Aletrsarmut wurde gesetzlich durch den Mindestlohn 8,50 beschlossen (zur Minirente in Grundsicherungshöhe braucht es 11,50) - und die Bürokratie feiert weiter Urstände und seucht aus.

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it--fachmann 04.07.2016, 17:45
31. Wer zahlt

Natürlich die, die Kohle haben und in ihrem Überfluss nicht wissen, wohin mit dem Geld. Naja viele von denen sind ja schon auf Steueroasen ausgewichen. Aber wenn einer, wie unser Zahnarzt 4 Kutschen besitzt und 12 Pferde, der muss sich wohl sehr viel mit dem Thema Steuervermeidung auseinandergesetzt haben. Und es gibt in userem Ort alleinerziehende Mütter, die nicht wissen, wie sie ihre Kinder ins Schullandheim schicken sollen, weil das Geld so knapp ist.

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Afrojüdischer_Sozi-Sinti 04.07.2016, 17:45
32. merkwürdige Interpretation

"Ein Verdacht liegt nahe: Die Deutschen haben ein paradoxes Verhältnis zur Solidarität. Sie fordern sie ein und wollen den umfassenden Wohlfahrtsstaat - nur selbst zahlen wollen sie dafür nicht."

Aussagen wie diese würde nur Sinn machen wenn "die Deutschen" eine ökonomisch homogene Menge wären. Sind sie aber nicht. Es gibt eben immer noch nur wenig reiche und wieder immer mehr arme. Es steht also irgendwann, wenn die Entwicklung sich so fortsetzt, eine reiche Minderheit einer armen Mehrheit gegenüber. Wenn man die dann alle in einen Pott ("die Deutschen") wirft, ist es doch nicht verwunderlich wenn eine Mehrheit mehr Solidarität einfordert aber nichts dafür zahlen will. Es ist die Solidarität der Reichen mit den Armen gefragt. Die Solidarität der armen untereinander ist lediglich ein Mittel die Forderung geltend zu machen. Dabei sollte man berücksichtigen, dass es sich nicht um ein deutsches Problem sondern um ein globales handelt. Übrigens das völlige Gegenteil davon was in jüngerer Zeit aufstrebende politische Bewegungen einer bestimmten Marschrichtung so postulieren. Die sind Teil des Problems nicht die Lösung.

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prisma-4d 04.07.2016, 17:45
33. ...aber kaum dafür zahlen?

Nun, es wäre schon viel gewonnen, wenn jeder der in Deutschland sein Geld verdient und die Vorzüge des Deutschen Staates genießt, auch in Deutschland seinen Steueranteil abführt. Doch offensichtlich verdienen Apple und Co nichts mit deutschen Kunden... ja sogar Siemens rühmt sich "keine Steuern" gezahlt zu haben da man die Verluste sehr schön gegenrechnen konnte.

Es braucht keine Steuererhöhung für die Millionen Menschen der arbeitenden Bevölkerung, sondern eine "gleich" hohe Besteuerung für die Millonen Euros der "Oberen Zehntausend" die sich schon lange (zumindest gefühlt) aus der Solidarität verabschiedet haben.

Also egal ob die Unternehmen "Verluste" machen, 25% auf alles! Meinetwegen auch auf alle Löhne über den Mindestlohn (der sollte natürlich auch für die Manager gelten... da bin ich großzügig)

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53er 04.07.2016, 17:46
34. Zunächst würde ich mich

nach so einem Umfrageergebnis als Anhänger der SPD fragen, ob ich noch der Partei anhänge, die die richtigen Entscheidungen trifft und als Duo Merkel und Schäuble würde ich mich fragen, warum die CDU überhaupt noch so viele Wähler hat. Der Artikel zur Meinungsumfrage lässt eine Perspektive völlig außer Acht. Die Lohnhöhe bestimmt letztendlich, ob ein Bürger es gerecht findet auch am Aufbau besserer Sozialkassen finanziell beteiligt zu werden. Da weder Staat noch Gewerkschaften in der Lage und Willens sind gegen ein immer stärkeres Abdriften ins Prekariat von Berufen und Arbeitsplätzen vorzugehen, fordern die Bürger zu Recht, dass dann wenigstens die überaus gut Verdienenden und Unternehmen an der Lebensabsicherung der so ausgenützten Menschen beteiligt wird. Die Bürger sind nicht dumm, sie müssen jeden Tag erleben, wie Banken, Industrie, Ärzte, Apotheker, Bauern, das Handwerk ihre finanziellen Probleme mit viel Gejammer und Gezeter dem Bürger und Steuerzahler vor die Füsse kippt.Wenn Gewinne eingefahren werden, hört man selten davon. Der Lohnempfänger aber kann jammern wie er will, er kann sich nicht dagegen wehren, was ihm am Monatsende/anfang zwangsweise abgezogen wird und Politiker scheinen für solchen Jammer taub zu sein, während auf der anderen Seite viel jammern sehr viel hilft. Der Bürger und Steuerzahler ist es endgültig leid, für alle Lohnsubventionen, alle Bankmachenschaften, alle Misswirtschaft der Bauern über seine Steuern geradestehen zu müssen. Wer riskiert darf gewinnen, es sei ihm gegönnt, wer aber verliert, sollte sich nachher nicht am Steuerzahler schadlos halten.

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vantast64 04.07.2016, 17:47
35. Selbstbestimmung & Eigenverantwortung könnte man heben durch Abschaffung des

GEZ-Zwangs, was viele arme Leute erleichtern würde, die lieber das Geld hätten als einen überflüssigen Rundfunk.
Und gleich den Intelligenten Stromzähler abschaffen, den braucht auch kein Bürger.

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fbdgbd 04.07.2016, 17:48
36. Wer soll zahlen?

Für mich ganz klar:
Die oberen 15% der Gesellschaft!

Durch die Politik, die die CDU/CSU seit Jahrzehnten ungestört betreibt, ist dieses erhebliche Ungleichgewicht erst entstanden, was man nun immer mehr in der Mitte der Gesellschaft spürt/wahrnimmt.

Außerdem hat der Durchschnitts-Bürger für die Bankenrettung zahlen müssen! (während die Aktionäre sich jahrzehntelang bereichert haben!)

+ Der Bürger wird durch die EZB-Politik immer weiter enteignet, während die oberen 15% Ihr vermögen in Immobilien, Aktien und Sachgütern zwischen-parken!
Das ist von der EZB so vorausgesehen, gebilligt und es wird so betrieben! (eine immense Umverteilung von unten nach oben!)

Die Politik unterlässt es seit Jahrzehnten etwas zu ändern und selbst ein einlenken und eine 180-Grad Kehrtwende in der Politik kann den entstandenen Schaden für die Mittel- und unterschicht NIE mehr gut-machen!

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boardinggoofy 04.07.2016, 17:50
37. Total witzig,

dass sich ein deutscher Haushalt mit 4000 EUR zur oberen Mittelschicht gezählt wird. Das kann doch niemand ernsthaft behaupten wollen - vielleicht sogar noch mit drei Kindern. Was für eine verhöhnende Aussage.

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Mimimat 04.07.2016, 17:50
38. Ganz einfach !

Wir könnten z.B. einfach mal die geliebten Kirchen so behandeln, wie alle anderen Vereine auch: Keine Steuerbefreiungen mehr, die Bischöfe werden nicht mehr aus dem Staatssäckel bezahlt, Alle Einrichtungen, mit kirchlichen Trägern werden von diesen zu 100% gezahlt und nicht nur als Aushängeschild benutzt, die Angestellten der Kirchen dürfen sich auf das Arbeitsrecht berufen, welches überall gilt, (betrifft Bezahlung und Arbeitszeiten sowie grundgesetzliche Selbstverständlichkeiten). Höheres Einkommen würde auch dann mehr Steuern bewirken. Auf die Art kommen schon mal mehrere Milliarden zusammen (siehe hier https://jacobjung.wordpress.com/2011...steuermitteln/)

Nächstes Mittel: Die Verschwendung von Steuergeldern wird strafrechtlich der Steuerhinterziehung gleichgestellt. Dadurch wären alle Zuständigen angehalten, sich bei der Verplanung der mittel 2 x zu überlegen, ob sie sie ausgeben, damit "es nächstes Jahr nicht weniger Zuteilung gibt", wie argumentiert wird.

Durch diese Maßnahmen könnte der Staat ein Plus vom Feinsten erwirtschaften und hätte genügend Mitel für wirklich wichtige Maßnahmen übrig.

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Elrond 04.07.2016, 17:51
39. was ist eigentlich mit den Beamten...

...diese Berufsgruppe wird immer gaaaaaanz gerne außen vor gelassen. Sie sind die heimlichen Gewinner der Sozialsysteme. Niemand macht sich stark dafür, die Beamten auch zur Kasse zu bitten. Anstelle werden immer dieselben verdächtigen genannt. Die Reichen und Schönen und selbstverständlich die Konzerne.

Wurden die Beamten eigentlich auch in der Studie befragt?

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