Forum: Wirtschaft
Umfrage: Finanzielle Zufriedenheit in Deutschland steigt auf Rekordhoch
Getty Images/Canopy

Die Deutschen beurteilen ihre eigene finanzielle Situation so rosig wie noch nie in diesem Jahrtausend. Laut einer Umfrage des Sparkassenverbands ist die Zufriedenheit in Hessen am größten.

Seite 19 von 25
chlorid 24.10.2018, 11:38
180.

Zitat von karl-felix
sehen die Menschen allerdings anders als Sie . Weniger als 10% haben noch vergleichbare Sorgen wie zu den rot-grünen Endzeiten . Da war der Anteil noch doppelt so hoch . So bläöd sind die Leute nicht, ihre eigene wirtschaftliche Lage nicht beurteilen zu können . Die benötigen Sie.....
Ich bin froh, dass Sie das geschrieben haben. Danke!

Beitrag melden
Plasmabruzzler 24.10.2018, 11:48
181.

Zitat von karl-felix
Wir leisten uns einen hohen Anteil an Mietern , obwohl mieten nun wirklich nur etwas für reiche Leute ist . Bei uns bezahlt die Stadt für ca, 50% der Bürger die MIete/Mietzuschüsse. Alle ärmeren Länder um uns herum haben logischerweise höhere Eigentumsquoten .
Sie produzieren einen Zusammenhang, ohne wirklich konkret zu werden.
Wer Eigentum erwerben kann, hat in der Regel höhere monatliche Einnahmen und lebt wirtschaftlich und familiär in stabilen Verhältnissen. Ein Zeitarbeiter oder befristet Beschäftigter erhält keinen Kredit für eine Immobilie und kann auch nicht eine Wohnung aus der Portokasse zahlen.
Erst wenn man genug Eigenkapital hat, bekommt man überhaupt einen Kredit bzw. einen zu vertretbaren Konditionen. Für Eigenkapital ist schon ein gewisser Reichtum Voraussetzung. Selbst dann übersteigen die monatlichen Ausgaben für die Immobilie (Zinsen, Tilgung, Rücklagen, ggf. Hausgeld usw.) die Miete. Ich müsste bei 30% Eigenkapital monatlich etwa das Doppelte für meine Wohnung verausgaben, um sie mit knapp 70 Jahren mein Eigen nennen zu dürfen. Diese Einnahmen kann nicht jeder vorweisen und es gilt, dass maximal 1/3 des Nettoeinkommens für die Rückzahlung einer Immobilie draufgehen sollte. Zahlt man bspw. 1.000 EUR zurück, sollte das Nettogehalt mindestens 3.000 EUR betragen (Brutto bei Steuerklasse I ca. 5.300 EUR). Ich glaube nicht, dass der Durchschnittsdeutsche dieses Bruttogehalt mit nach Hause nimmt.
Und da Sie selbst schreiben, dass jemand Mietzuschüsse gibt, ist doch der Beweis erbracht, dass Mieten etwas für Ärmere und Kaufen etwas für Reichere ist. Wer in Armut lebt, hat kein Wohneigentum.
Der Vergleich mit anderen Ländern hinkt: da ist der Standard der Immobilie nicht so hoch, es gibt weniger Vorschriften, niedrige Kaufnebenkosten, die Kredite gehen teils über Generationen und alle wohnen unter einem Dach.

Beitrag melden
zwischendurch27 24.10.2018, 11:50
182. Nur 2000 Euro netto?

Da beschwert sich doch einer glatt, dass er drei Jahre nach dem studium nur 2000 Euro netto verdient. Die Frau muss auch arbeiten. Macht zusammen dann wahrscheinlich so 3-4000 netto. Damit kann man in einer Stadt wie München natürlich kaum überleben, das soziale Elend mit Mitte zwanzig ist wirklich erschreckend. Echt jetzt?!

Beitrag melden
manicmecanic 24.10.2018, 11:52
183. meine tägliche Statistik gibt mir heute

Das ja ja sehr repräsentativ wenn knapp 3000 wohl passend ausgewählte Bürger befragt werden.Und an die,die hier gleich diese regierungsfreundliche Propagandastudie als Beweis loben dafür daß alle die es realistisch sehen Schwarzmaler sind:sie sind es nicht,denn es gibt genug Zahlen von anerkannten Gruppen die das Gegenteil aussagen.Selbst die staatlichen Zahlen sehen bitter aus,da reicht doch schon der immer größer werdende Anteil der Niedriglohnjobber um zu zeigen daß diese Befragung nichts als Schönwettergerede ist.Ebenfalls staatliche Zahlen müssen leider zugeben das die Kinderarmut in der BRD immer schlimmer wird.

Beitrag melden
M.Wissmann 24.10.2018, 11:56
184. Seit wann?

Gab es die Umfrage auch bereits in den 1970ern? Wäre ja mal interessant zu vergleichen.

Beitrag melden
christian-h 24.10.2018, 11:57
185. Angabe

Zitat von Crom
1)Wie oft sind Sie in der Zeit in Urlaub gefahren? 2)Wie oft haben Sie Ihre technischen Gadgets ausgetauscht? 3)Wie oft wurde ein neues Auto angeschafft?
1) Die Häufigkeit spielt genau welche Rolle? Wir sind früher auch 2x in den Urlaub gefahren aber eben nur innerhalb Deutschlands.

2) Hier ist auch die Frage nach der Sinnhaftigkeit Ihrer Frage. Warum muss man "technisches Gadgets" austauschen wenn diese noch funtionieren. Ich tausche nur aus was kaputt ist oder so veraltet das es den Zweck nicht mehr dient, wobei hier die Probleme eher von der Industrie kommen weil die Produkte entweder nicht mehr so lange halten wie früher oder gerade bei Software Updates oder Apps ältere Geräte nicht mehr unterstützt werden.

3) Das kommt wahrscheinlich darauf an, ob man das Auto als Fortbewegungsmittel ansieht oder als Statussymbol.

Beitrag melden
Crom 24.10.2018, 12:00
186.

Zitat von eunegin
Wenn etwas nicht repräsentativ ist, dann ist es die Betrachtung Ihrer Bekannten. Stochastik in der Oberstufe oder ein, zwei Scheine in einer Einführungsvorlesung würden selbst in unserer faktenfeindlichen Zeit helfen.
Finde auch, dass Stochastik und Statistik mehr in den Schulen gelehrt werden sollte. Das verbreitete Unwissen bezüglich Signifikanz und repräsentativ ist schon erschreckend. Gleichzeitig kommt dies häufig von Personen, die dann meinten alles besser zu wissen und überall Fälschung und Verschwörung vermuten.

Beitrag melden
the great sparky 24.10.2018, 12:03
187. alles prima hier

ich überlege, diesen artikel hundertfach zu drucken und an flaschensammelnde rentner oder besucher von suppenküchen und tafeln zu verteilen - wobei ich da wohl eine höhere auflage benötige. obwohl da muss die finanzielle zufriedenheit eigentlich am höchsten sein, denn die müssen sich wegen der nullzinspolitik dahingehend auch keine sorgen machen - grenzt schon ein wenig an zynismus.

und die undankbaren hessen verstehen ihre zufriedenheit nur nicht (mit undankbar erlaube ich mir einen vorgriff auf den kommenden sonntag dort). das sind dann sicherlich gefühlt unzufriedene, die eigentlich zufrieden sind.
nach "deutschland ist ein reiches land", nun der nächste burner "die zufriedenheit steigt auf ein rekordhoch".
wenn ich mich an die straßenbefragungen im ddr-tv vor rd. 30 jahren erinnere, waren die befragten auch ausnahmslos zufrieden. das lässt hoffen, dass da aktuell in sachen zufriedenheit auch noch was geht.

Beitrag melden
n.wemhoener 24.10.2018, 12:05
188.

Zitat von muellerthomas
Die Lohnquote ist seit 2007 um über 5 Prozentpunkte gestiegen und liegt damit wieder im langfristigen Durchschnitt. Sie greifen verzerrend ein jahr mit Höchststand heraus.
Googeln sie doch einfach mal "die Entwicklung der Lohnquote", dann werden sie feststellen, dass diese in der Zeit von 2000 bis 2017 um ca. 4 % gesunken ist - die Gewinnquote ist entsprechend gestiegen.

Beitrag melden
EhemalsWestBerlinerFossil 24.10.2018, 12:05
189. Was war am Lebensstandard der...

Zitat von irobot
Ich denke, niemand mehr möchte zurück zum Lebensniveau der 80er.
...1970er und 1980er Jahre (in der damaligen BRD und West-Berlin) denn so schlecht, dass man das keinesfalls wieder haben wollte?
Mir ging es auch damals wirtschaftlich gut und ich konnte ohne wirkliche finanzielle Probleme Leben und auch meinen Hobbys nachgehen.

Beitrag melden
Seite 19 von 25
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!