Forum: Wirtschaft
Umfrage: Große Mehrheit der Deutschen ist für den Mindestlohn
DPA

Der Mindestlohn kommt bei den Bürgern gut an. Laut einer Umfrage halten 86 Prozent die Lohnuntergrenze von 8,50 Euro pro Stunde für richtig.

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Motorkopf 04.03.2015, 09:30
10. Ach, wozu Mindestlohn?

Es müssen doch nicht alle Teile der Bevölkerung am steigenden Wohlstand teilhaben! Oder gar und steigende Preise kompensieren. Ach was; ein viertel der arbeitenden Menschen müssen doch auf Sklavenniveau gehalten werden. Es könnte ja soweit kommen, dass die "Dummen" von ihrem Geld leben könnten - oder sogar die sich sogar vermehren...Gott bewahre!

8,50 ist nicht einmal annährend ein korrekter Lohn und für so manchen Kleinbetrieb durchaus eine schwere Last. Aber wenn wirklich alle AG sich daran halten, zahlt der Endverbraucher (wie immer) eben den Ausgleich...
Wenn jetzt endlich noch das Antikorruptionsgesetz eingeführt wird, ist D vielleicht mal wieder auf einen "guten Weg".

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CommonSense2006 04.03.2015, 09:31
11. Das Problem

ist für mich nicht die Höhe des Mindestlohns.
Sondern die Tatsache, dass sich der Staat einmischt, wo es eigentlich Vertragsfreiheit zwischen AG und AN geben sollte.
Dadurch, dass wir eben ein gewisses soziales Netz haben, ist doch schon der Druck auf der Seite der AN raus, es ist ja nicht so, dass man auf teufel kaum raus für 7, 6, 5 oder 4 Euro arbeiten muss.
Übel am Mindestlohn ist, dass jede zukünftige Regierung, wenn sie isch den Anstrich des "Sozialen" geben will, am Mindestlohn herumschrauben wird und da kennt der nur eine Richtung: Nach oben. Kostet ja kein Geld, zumindest nicht im Budget des Bundes. und so wird der Mindestlohn in den nächsten Jahren schnell steigen.
Und dann fängt es irgendwann mal an, richtig Arbeitsplätze zu kosten.

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friedrich.grimm@gmx.de 04.03.2015, 09:31
12. Wirtschaftskompetenz!

Genau das Zauberwort, mit dem die CDU bei Umfragen bis auf den heutigen Tag punktet. Dieses Punkten wird aber schon immer von den Menschen herbeigeführt, die in ihrer Gläubigkeit hier eben die CDU favorisieren. Mit dem Dauergenörgel am endlich eingeführten Mindestlohn zeigt es sich wieder einmal, welch eine "Wirtschaftskompetenz" bei Teilen der CDU/CSU wirklich vorhanden ist. Eindrucksvoll hat dies Frau Ilse Aigner, am Sonntag bei Günther Jauch unter Beweis gestellt. Und das Schönste war, dass sie für ihren Schwachsinn, den sie verzapft hat, auch noch reichlich mit Applaus bedacht wurde. Wer ein wenig aufgepasst hat muss bemerkt haben, dass Frau Aigner die Sache nicht richtig geblickt hat. So hat sie Punkte kritisiert, die schon seit eh und je in den Arbeitszeitgesetzen und -verordnungen Gültigkeit haben. Bei so viel Kompetenz schaltet man am besten den Fernseher ab.

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cburgdorff 04.03.2015, 09:35
13.

Dann wissen wir ja jetzt, welche öffentlich wirksame (Mehrheits)Meinung Frau Merkel demnächst zu diesem Thema einnehmen wird: Dass die Einführung des Mindestlohns eh immer eines ihrer Herzensangelegenheiten gewesen ist.

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Dr.Watson 04.03.2015, 09:36
14. Och Joh!

Die große Mehrheit der Deutschen hält die Einführung des Mindestlohns für eine gute Sache. Ich hoffe, sie steht zu dieser Meinung auch dann noch, wenn die Unternehmen die anfänglichen verzweifelten Versuche zur Optimierung ihrer Kosten fallen lassen und die Konsequenz daraus in Form von höheren Preisen oder ggf. auch durch Aufgabe von Betrieben, unmittelbar an die "Mehrheit" weiterleiten.

Wohin dies dann führen kann, zeigt allein die Tatsache, das die "Mehrheit" zwar Faitrade-Bananen für ebenfalls eine gute Sache hält, diesen jedoch der massiv implantierte Geizimpuls beim Kaufen dann doch zu den billigeren herkömmlichen greifen lässt!

Ein Hoch z.B. auf die Schrottbackindustrie, mit ihrer Biligst-Grenzwertware, die dem traditionellen Bäckerhandwerk nun noch mehr die Existenz streitig machen kann. Gleiches gilt für die gesamte Lebensmittel- "Industrie", die allein durch Massenproduktion weniger Probleme bei der Umsetzung des Mindestlohns hat.

"Billigst" ist halt immer noch für die "Mehrheit" absolut Geil!

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norwood1969 04.03.2015, 09:36
15. Methodisch Fragwürdig

Typisch interessengeleitete Umfrage: 18 % haben Erfahrung mit Verstößen gemacht???

Ganze 3 Prozent haben hier eigene Erfahrungen. 15 % haben davon gehört!!!! Was für ein Unsinn ist denn das. Mit so einer Technik kann man auch nachweisen, dass Außerirdische auf der Erde gelandet sind (davon habe ich auch schon GEHÖRT)! Aber Hörsensagen und Fakten sind ja wohl zwei Dinge, oder?

Wie gesagt: Mal wieder so ein Fall von geschönter Umfrage... Nichts wert so ein Schmarrn!

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ich61 04.03.2015, 09:40
16. kommentar brdistmist

was soll das heißen. jeder. der für 8.50 arbeitet sollte sich schämen. ich bin arbeitslos geworden mit 47 und da war ich für die Agentur für Arbeit nicht mehr vermittelbar.ich bin glücklich einen job gefunden zu haben auch wenn ich nur 8.50 bekomme. alles ist besser als Hartz 4 .

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spon-facebook-10000283853 04.03.2015, 09:49
17. So kann man es auch sagen ...

Man könnte auch sagen: die Mehrheit ist desinformiert.

Denn Mindestlohn ist ja nicht, warüber man eine "Meinung" haben kann.
Es gibt ganz klar Erkenntnisse über den Mindestlohn - wie z.B. aus den USA, wo der Mindestlohn seit den 60er Jahren in einigen Bundeststaaten gilt - in unzähligen anderen Ländern auch.
Er hat in den USA dazu geführt, dass die Arbeitlosigkeit von schwarzen Jugendlichen (die in den 60er ungefähr gleich mit den weißen Jugendlichen war) nun doppelt so hoch ist, wie die von Weißen.
Der Mindestlohn ist ein Berufverbot für niedrig Qualifizierte, weil ein Arbeitgeber diese nur anstellen kann, wenn er ihnen karritativ mehr Geld gibt, als ihr durch Angebot und Nachfrage gebildeter Wert in der Arbeitswelt.

80% der Wirtschaftswissenschafter sagen eindeutig: ein Mindestlohn SCHADET den Angestellten auf die lange Sicht.

Nur weil er sich "sozial" anhört, ist er es noch lange nicht.
Das ist ähnlich wie beim Wort "Sozialismus".

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Mans Heiser 04.03.2015, 09:50
18.

Zitat von thunderstorm305
Und trotzdem kaufen viele nach dem Prinzip "Geiz ist Geil" beim Discounter ein obwohl man weiss dass z.B. das Brötchen dort von Billigkräften im Ausland gefertigt werden. Für Teile des Handwerks ist die derzeitige Umsetzung tatsächlich der Todesstoß.
Wenn man bedenkt welcher Anteil der Bevölkerung mit diesem Lohn bezahlt wird, denke ich, es lässt sich denen schlecht vorwerfen, dies zu unterstützen, die Alternative wäre zu verhungern. Dieser Hydra muss der Kopf abgeschlagen werden, da hilft es nichts, die Kollateralschäden zu Kollaborateuren zu machen.

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Meconopsis 04.03.2015, 09:52
19. Schon tausendmal entlarvt - trotzdem kommt diese Mühle immer wieder

Zitat von CommonSense2006
Das Problem ist für mich nicht die Höhe des Mindestlohns. Sondern die Tatsache, dass sich der Staat einmischt, wo es eigentlich Vertragsfreiheit zwischen AG und AN geben sollte.
Nö - in dem Moment, in dem der Staat aufstockt, und aus Steuermitteln die Niedriglöhner über Wasser hält und damit letztendlich solche menschenunwürdigen Geschäftskonzepte überhaupt erst ermöglicht - in dem Moment ist Schluss mit Liberalität und Vertragsfreiheit. In so einem Arbeitsverhältnis werden nämlich Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu Komplizen, indem sie sich auf die staatliche Unterstützung verlassen und unsere Gesellschaft schamlos ausnehmen.

Gerade als ultraliberaler Marktwirtschaftler sollte es einem doch fernliegen, solche schlechten, wenig tragfähigen Geschäftskonzepte zu unterstützen, und gleichzeitig nach dem Staat zu rufen, dass er doch bitte die Geringverdiener unterstütze. Wenn es also dem Wohl des Unternehmers dient, ist plötzlich doch der Staat gefragt. Einfach nur jämmerlich, solche Denke - aber leicht zu durchschauen !

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