Forum: Wirtschaft
Umfrage: Knappe Mehrheit akzeptiert sinkende Renten
dapd

Politisch ist es entschieden: Das Rentenniveau sinkt deutlich. Laut einer Umfrage akzeptieren 51 Prozent der Deutschen den Rückgang. Zugleich will fast ein Drittel besonders niedrige Renten aus Steuermitteln aufstocken lassen.

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Modest 13.10.2012, 12:15
460. Diese fragwürdige Analyse

Wenn ich aus den Träumen dieser "Schnüffler" das glauben soll, was das alles ermittelt wurde, dann halte ich es für aufrichtig den Charakter diesen Instituts zu erraten, als ihnen ins Gesicht zu schauen. Es ist schon traurig, wenn man die Probleme nicht mehr erkennt und keine Lösung findet. Es stimmt mich besorgniserregend, dass es nur noch Entscheidungsträger in unserer Gesellschaft gibt, die ihre Leistungen mit denen anderer Leute vergleichen. Wer nur noch den Mut hat den sozialen Kahlschlag zu vollziehen, der braucht sich nicht wundern, wenn Europa zerfällt und die Roten und Braunen das Themenfeld besetzen. Die scheinheilige Demokratie hat bereit´s eine Mehrheit die endlich konkret aufgelöst werden muss: Es mag schwierig sein, aber es ist möglich.

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sagmalwasdazu 14.10.2012, 13:20
461. Kaufkraft der Rentner und Binnennachfrage....

Es wird absehbar sehr sehr Eng in Sachen Binnennachfrage der Zukunft
werden. Noch bezieht ein erheblicher Anteil der aktuellen Rentenempfänger eine ordentliche Rente und besitzt eine ebenfalls solche Kaufkraft.

Das ein absenken des Rentenniveaus um Rund 10 % eine ebensolche
Reduzierung der Kaufkraft und somit eine weitere Reduzierung der Binnennachfrage nach sich zieht, haben unsere Politentscheider
wohl völlig vergessen ??? Oder sollte sich die Armenrent auf wundersame Weise vermehren ?
Da wird eine Rezession provoziert die ungeahnte Folgen haben wird.
Um das zu erkennen, muß man kein Diplomvolkswirt sein.
Das wird und kann kein Happy-End geben !

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UweZ+ 14.10.2012, 14:09
462. ...

Zitat von Crom
...Übrigens, eine geringe Umlaufrendite führt zu Kurssteigerungen bei Anleihen, da der Kupon ja gleich bleibt. Das hat mir einen netten Gewinn über die letzten Jahre gebracht.
Dass die Sie augenscheinlich erfreuenden "Kurssteigerungen der letzten Jahre" auf dem Börsenparket für Anleihen nach einhelliger Meinung aller ökonomischen Denkschulen durch die Flutung des Marktes mit billigen Eurönchen seitens der EZB bedingt sind, stört Sie nicht weiter, gell...

Wieviel "Gewinn" erhoffen Sie denn zukünftig bei Ihrem persönlichen "schrittweisen Übergang" in die Kapitaldeckung...
Zitat von Crom
Deswegen ist ein schrittweiser Übergang notwendig und die Differenz muss die Staatskasse tragen.
...aus dem von der Gemeinschaft umlagefinanzierten, ständigen Euro-Rettungsschirm ESM in Ihre privaten, "kapitalgedeckt vorsorgenden" Taschen umleiten zu können...?

Wird dieser Gewinn ausreichen, um Ihnen einen friedlich-geruhsamen, "kapital-gedeckt" wohlsituierten Lebensabend zu gewährleisten...???

Thomas Assheuer, "Wer erlöst uns vom Kapital"
DIE ZEIT vom 18.01.2007

"Globalisierte Reiche leben mit lokalisierten Armen Tür an Tür, in direkter Nachbarschaft, nur durch Selbstschussanlagen getrennt..."

Denn Fakt ist zweifelsohne:
Wir sitzen in unser gefährlich hochtechnisierten Welt alle in einem Boot!
Die einen in Ihren sicherheitstechnisch hochgerüsteten Luxuskabinen am dolce vita Sonnendeck.
Und die anderen, die pyrotechnisch explosiven Suizidgefährdeten in ihren stickigen Massenunterkünften weit unterhalb der Wasserlinie.

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gazettenberg 14.10.2012, 20:59
463.

Zitat von UweZ+
In unser aller Gegenwart, nachdem 20 Jahre lang die deutsche Umlaufrendite (Wertpapiere erster Bonität) mit linearem Trend auf NOMINAL grob 1 % gefallenen ist, REAL also negative Renditen zu beobachten sind, ...
Dass deutsche Staatsanleihen zur Zeit negativ verzinsen, weil Staatsanleihen-Käufer aus Angst vor den griechischen und spanischen Papieren lieber die deutschen Staatsanleihen kaufen, ist ein alter Hut an den Märkten, der außer Ihnen niemand wundert.

Man müsste schon sehr naiv sein, um seine Altersvorsorge ausschließlich in deutschen Staatsanleihen anzulegen. Haben Sie?

Zitat von UweZ+
Sie sollten sich so langsam an den Gedanken gewöhnen: die tolle Party der letzten 2 Jahrzehnte ist definitiv zu Ende...!
Ich kann Ihnen versichern, dass die Deutschen auch in Zukunft noch einige Partys feiern werden - möglicherweise ohne die gesetzlichen Rentner, denen das Geld nach der nächsten Kürzungsrunde dafür fehlt. Wollen mal schauen, wann die verkündet wird. Sie und Herr Blüm werden uns dann natürlich weiter mit Ihrem Mantra in den Ohren liegen: "Die deutsche Rente ist sicher!". Selten so gelacht.

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gazettenberg 14.10.2012, 21:04
464.

Zitat von UweZ+
...Sie wollen für die kapitalgedeckte Altersvorsorge werben, weil diese Notfalls per Gesetz in das bei uns existierende Umlageverfahren umgewandelt werden könnte...???
Wollen oder können Sie Mathematik nicht verstehen?

Die Umlagerente ist grundsätzlich unsicherer als die Anlagerente, denn eine Anlagerente kann mehr Krisen überstehen als eine Umlagerente, notfalls um den Preis, dass die Einzahlungen der Anleger als Beitragsjahre verbucht werden. Hingegen können niemals Beitragsjahre der Umlagerentner in Anlagen umgewandelt werden, da der Umlage-Rentenkasse das Geld dafür fehlt.

Um es ganz einfach für Sie zu formulieren: Wer ist - bei sonst gleichen Voraussetzungen - besser auf die nächste Krise (wie immer sie aussehen mag) vorbereitet? Derjenige, der eine Million in verschiedenen Währungen im Keller liegen hat oder derjenige, der arm ist?

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gazettenberg 14.10.2012, 21:07
465.

Zitat von UweZ+
...nach ...
Herrlich. Sie müssen noch viel über Ökonomie lernen. ;-)

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tatsache2011 14.10.2012, 23:05
466. Enteignung über Inflation

Zitat von gazettenberg
Dass deutsche Staatsanleihen zur Zeit negativ verzinsen, weil Staatsanleihen-Käufer aus Angst vor den griechischen und spanischen Papieren lieber die deutschen Staatsanleihen kaufen, ist ein alter Hut an den Märkten, der außer Ihnen niemand wundert. ....
Bei der Altersversorgung liegen 60 Jahre von der ersten Einzahlung bis zum letzten Jahr der Versorgung.
Das haben Sie persönlich natürlich alles im Griff.
Die jetzige Finanzkrise soll mit kapitalgedeckter Altersversorgung abgemildert werden, indem dem "kleinen" Mann in die Tasche gegriffen wird. Das Gesparte wird über Inflation kalt enteignet.

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tatsache2011 15.10.2012, 11:35
467. Der Bürger soll Bankenkrise bezahlen

Zitat von gazettenberg
Wollen oder können Sie Mathematik nicht verstehen? Die Umlagerente ist grundsätzlich unsicherer als die Anlagerente, denn eine Anlagerente kann mehr Krisen überstehen als eine Umlagerente, notfalls um den Preis, dass die Einzahlungen der Anleger als Beitragsjahre verbucht werden. Hingegen können niemals Beitragsjahre der Umlagerentner in Anlagen umgewandelt werden, da der Umlage-Rentenkasse das Geld dafür fehlt. Um es ganz einfach für Sie zu formulieren: Wer ist - bei sonst gleichen Voraussetzungen - besser auf die nächste Krise (wie immer sie aussehen mag) vorbereitet? Derjenige, der eine Million in verschiedenen Währungen im Keller liegen hat oder derjenige, der arm ist?
Ihre Mathematik verstehe ich auch nicht.
Die Arbeitnehmer sollen doppelt zahlen:
1) in die Umlagefinanzierung zur Versorgung der Eltern.
2) in die Ansparrente

Die Umlagefinanzierung ist von der Kapitalkrise nicht betroffen, denn es gibt keine Kapitalrücklage, die entwertet werden könnte.
Wie können denn 82 Millionen Deutsche wertmäßig 1 Million Euro im Keller liegen haben?
Gutes Geld wär das für die Enteignung der Bürger zur Bewältigung der Bankenkrise.

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gazettenberg 15.10.2012, 15:16
468.

Zitat von tatsache2011
Die Umlagefinanzierung ist von der Kapitalkrise nicht betroffen, ...
Sie hat stattdessen eine demographische "Krise" durch den Anstieg der Lebenserwartung, den Geburtenrückgang und den Rückgang der Lebensarbeitszeit. Zudem ist sie extrem anfällig für nationale Wirtschaftskrisen (Griechenland, Spanien).

Eine Ende des Geburtenrückganges ist kaum zu erwarten und würde sich auch frühestens in Jahrzehnten auswirken.

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gazettenberg 15.10.2012, 15:24
469.

Zitat von tatsache2011
Bei der Altersversorgung liegen 60 Jahre von der ersten Einzahlung bis zum letzten Jahr der Versorgung. Das haben Sie persönlich natürlich alles im Griff.
Nein, niemand kann in die Zukunft schauen und absolute Sicherheit gibt es nicht. Relativ sicher können wir aber sagen, dass das gegenwärtige Modell der Umlagerente schon vor Ablauf dieser 60 Jahre nicht mehr trägt.
Zitat von tatsache2011
Die jetzige Finanzkrise soll mit kapitalgedeckter Altersversorgung abgemildert werden, indem dem "kleinen" Mann in die Tasche gegriffen wird. Das Gesparte wird über Inflation kalt enteignet.
So lange die Ersparnisse in Form von Unternehmensanteilen oder Immobilien vorliegen, ist das Inflationsrisiko überschaubar.
Und wenn der "kleine" Mann enteignet wird, dann fallen auch die Löhne und damit auch die Beiträge zur Umlagerente - die leidet also mit.

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