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Umfrage in Kommunen: Digitalisierung könnte Bevölkerungsschwund stoppen
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Metropolen ziehen immer mehr Menschen an, weil sie dort gute Arbeitsplätze und bessere Infrastruktur vorfinden. Diesen Nachteil will die Provinz wettmachen - und setzt dabei voll auf Digitalisierung.

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rallerollo 22.02.2018, 09:04
10.

Was die Digitalisierung mit dem Bevölkerungsschwund zu tun haben sollte erschließt sich mir nicht so ganz.
Eines steht aber fest: Wir hinken Europaweit hinterher mit der Digitalisierung. Kein flächendeckender Breitbandausbau, kein flächendeckendes mobiles Funknetz. Wie sollen sich da Firmen entwickeln können? Und das mit dem Homeoffice ist auch so ein Wunschdenken, wo jeder Chef seinen Leuten nicht übern Weg traut. Das funktioniert nur in ganz wenigen Bereichen.

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darthmax 22.02.2018, 09:05
11. Bevölkerungsschwund

auf Grund dieser Digitalisierung ist dieser wichtig, da diese Arbeitsplätze in ungeheurem Ausmass vernichtet und die , die übrig bleiben nicht für jedermann geeignet sind..

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harryklein 22.02.2018, 09:08
12. Mentale Hürde

Abgesehen davon, dass sich viele Berufe nicht über eine Internetleitung erledigen lassen, scheitert Homeoffice in Deutschland im Wesentlichen am Kontrollzwang der Führungskräfte. Ausnahmen bestätigen die Regel. Wahrscheinlich wäre ein Grundeinkommen noch realistischer.

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pascht 22.02.2018, 09:10
13. "Bevölkerungsschwund" oder "Landflucht"?

Zum stoppen der "Landflucht" braucht es nicht nur "Digitalisierung", sondern eine soziale Infrastruktur wie in den Städten, ärztliche Versorgung, Praxen, Krankenhäuser, Einkaufsmöglichkeiten, Post, öffentliche Amtsstuben und nicht zuletzt vor allem auskömmliche Arbeitsplätze. All das wird nicht machbar sein.
Um den "Bevölkerungsschwund" zu stoppen muss man der jungen Generation ein soziales Umfeld bieten damit diese selber Zukunftschancen für Familie und Kinder sehen.
Das politische "Gesundbeten" mit der Behauptung wir wären in einem Land in dem man "gut und gerne" leben will, werden wohl von der Wirklichkeit Lügen gestraft, mit all seiner kontraproduktiven Wirkung.

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Mister Stone 22.02.2018, 09:10
14.

Zitat von acitapple
Ich sags ja, einfach Homeoffice in der Breite einführen, wie in Holland. Täte dem Verkehr gut, der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben usw. Das ist aber wohl eine zu praktikable Lösung für deutsche Bürokraten.
Genau das ist das Problem. In deutschen Büros wird Anwesenheitsprämie bezahlt, keine Arbeitsleistung. Kaffeezombies sind auf allen Fluren höchst angesehen. Anwesenheit wird mit Effektivität und Fleiß verwechselt. Das grundsätzliche Misstrauen, Freiheiten könnten missbraucht werden, erstickt alle innovativen Arbeitsmodelle. In den Führungsetagen sitzen zuviele Control-Freaks. Nach Murphy: Jede Freiheit, die missbraucht werden kann, wird auch missbraucht. Ob das typisch deutsch ist?

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gelegenheitsposter2 22.02.2018, 09:10
15. und danach und so weiter

Wenn dann endlich der Internetausbau geschafft ist kann man dann ja damit beginnen die Polizei auszubauen. Versuchen sie mal einen Polizisten zu finden, der die Zeit und die Motivation hat auf einer stadtbekannten Raserstrecke, einer 30er-Zone, die täglich mit bis zu 80 km/h und am Wochenende auch schon mal mit bis zu 100 km/h befahren wird, aufzuräumen. Das Problem ausserhalb der Ballungszentren ist nicht allein das langsame Internet, das sich sogar noch am leichtesten ausbauen lässt, sondern die labile Inftratruktur insgesamt. Wer z.B. aus der Grossstadt flieht weil er nicht von Drogenhändlern in ihren Supersportwagen überfahren werden möchte, kommt auf dem Land in die Situation von irgendwelchen billigen Krücken über den Haufen gefahren zu werden.

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Hank-the-Voice 22.02.2018, 09:12
16. Der Telekom die Netzhoheit nehmen!

Seit 1995 ist die Telekom für den Ausbau des Internetzes in Deutschland verantwortlich. Die Telekom hat es in über 25 Jahren nicht hinbekommen. Flächendeckendes Internet ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Das digitale Leben auf dem Land wird auch die Ballungsräume in Sachen Wohnraum entlasten.

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skurilla 22.02.2018, 09:15
17. Die Digitalisierung ist nicht alles,

was das Landleben behindert. Wichtiger wäre erreichbare ärztliche Versorgung, nahe gelegene Einkaufsmöglichkeiten, kurze Schulwege und bessere Arbeitsplatzmöglichkeiten. Home-Office können nur wenige Angestellte überhaupt nutzen. Und das sind dann meistens auch noch Städter. Nicht zuletzt die kulturellen Möglichkeiten. Ich habe mal auf dem Land gewohnt. da gewohnt, wo andere Urlaub machen. Jetzt weiß ich, warum man da nur Urlaub macht. Nie wieder.

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axel_roland 22.02.2018, 09:15
18. Alte Leier

Zitat von mick richards
Wenn man sich so sehr davon abhängig macht, ist man auch desto mehr aufgeschmißen, wenn in einem notfall, oder kriegsfall eine invasorische supermacht erstmal ein paar tage lang für einen "black--out" sorgt.
Ja klar - das hat man damals auch gesagt von Strohhütten, Öllampen, fließend Wasser, Strom und Heizung. Das macht es natürlich nicht generell falsch, aber das ist einfach kein valides Argument mehr. Schon Google postulierte vor über 10 Jahren: Internet muss und wird so sein wie Strom und fließend Wasser.

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unzensierbar 22.02.2018, 09:19
19. Digitalisierung alleine? Nein

Die Digitalisierung kann viel erreichen und Dinge einfacher machen. Das beendet aber nicht das hauptsächliche und natürliche Problem des "Landes". Das Leben ist eingeschränkter. Es gibt nicht so viele Möglichkeiten einzukaufen und zu essen wie in der Stadt. Vom Entertainment will ich mal gar nicht reden. Da hat man Glück wenn es auf dem Land überhaupt etwas in Richtung modernes Entertainment gibt. Ein Volksfest/Dorffest ist nicht dasselbe wie ein Club oder eine Diskothek, ein Kino, Schwimmbad oder sonstige unzählige Möglichkeiten.

An sich ja nicht so schlimm, wenn man dafür einfach in die Stadt kann. Aber das verhindert das zweite große Problem. Die Infrastruktur. Öffentlichen Verkehr auf dem Land kann man komplett vergessen und deutschen Straßen befinden sich seit Jahrzehnten in einem Zustand der "Dauerbaustellen" und Staus, wenn es denn mal wieder auf der Autobahn kracht. So kommt man auch nicht schnell mal einfach so in die Stadt.

Naja und dann ist da noch das Problem mit dem Arbeitsplatz. Home Office ist nicht für alle Berufe möglich und vor allem nicht dauerhaft. Persönlich zahle ich lieber etwas mehr Miete (allerdings nicht die Mietwucher die heutzutage verlangt werden) als jeden Tag 1 Stunde Freizeit durch den Verkehr zu verlieren.

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