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Umfrage unter 30 bis 59-Jährigen: Mir geht es gut - aber Deutschland ist ungerecht
DPA

Die sogenannte "Generation Mitte" findet, dass Vermögen und Einkommen in Deutschland unfair verteilt sind. Höhere Steuern für Reiche und mehr Geld für Arme lehnt sie aber ab. Was denn nun?

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mettwurstlolli 08.09.2016, 12:29
50.

Zitat von ecdora
Vielen, immer mehr Menschen geht es nicht gut! Der Busfahrer im Ort fährt für 8,50 Euro pro Std., der Paketfahrer, der Essenausfahrer einer " karitativen Einrichtung", usw. Es ist die Unverhältnismässigkeit die sich in unser Leben geschlichen hat. Dies führt zu Verwerfungen und zur Verabschiedung der sozialen Marktwirtschaft. Die Masslosigkeit einiger führt zur Verarmung vieler.
Also, in welchem Land würden Sie denn sagen, geht es einem "Essensausfahrer einer karitativen Einrichtung" denn gut?
Ist jetzt vielleicht nicht der Masstab von gutem Geld für qualifizierte Arbeit oder?

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trolls99 08.09.2016, 12:30
51. Erklärungsversuch

Wenn die eigene Situation deutlich positiver wahrgenommen wird, als die der Allgemeinheit, dann muss man sich fragen woher die befragten Menschen ihre Informationen beziehen. Für die eigene Situation ist dies klar, das weiss man selbst. Die Situation der Allgemeinheit entnimmt man den Medien. Wenn Politiker und Medien ständig behaupten, dass die Ungerechtigkeit zunimmt, dann glauben das die meisten. Die Umfrage legt den Verdacht nahe, dass die Ungleichheit nicht so groß ist wie sie dargestellt wird. Was im übrigen auch durch die Entwicklung des GINI-Koeffzienten in Deutschland bestätigt wird. Leider verkauft sich die Story von der zunehmenden Ungleichheit zu gut. Sie ist Existenzgrundlage für viele politische Parteien und NGOs.

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mostly_harmless 08.09.2016, 12:31
52.

Zitat von 3-plus-1
Ich gehöre auch zu der Altrergruppe und kann zustimmen, wenn es um die Ablehnung von mehr Steuern für "Reiche" geht. Warum? Weil ich weiß, wie reich hier definiert wird. Das sind in unserem Land Jahreseinkommen von 50.000 bis 200.000 EUR. Alles darüber hinaus bekommt dann in der realen Umsetzung wieder Steuererleichterungen.
Wie so häufig unterscheidet sich die gefühlte Realität von jener da draussen massiv. Die Reichensteuer der Linken beispielsweise soll ab einer Grenze von 500.000 € Jahreseinkommen greifen.

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BaMargera 08.09.2016, 12:31
53. Der heutige Wohlstand geht zu Lasten zukünftiger Generationen

Ich persönlich sehe seit Jahren das Abstandsgebot zunehmend verletzt: Leistung muss sich lohnen und Nichtleistung darf sich nicht lohnen. Und zur Nichtleistung zählt für mich nicht nur arbeitslose Job-Verweigerer, sondern auch Kapitalerträge, die wesentlich geringer besteuert werden als der Ertrag aus Arbeit. Durch eigene Arbeit kann man in Deutschland (Stand heute) nicht mehr reich werden. Reicher werden seit Jahren diejenigen, die ihr Geld investieren – und ich spreche nicht von unternehmerischen Risiken (neue Produktionsstandorte, etc.), die von verantwortungsbewussten Menschen (Unternehmern) eingegangen werden um u.a. neue Arbeitsplätze zu schaffen. Ich spreche von Millionären und Milliardären, die mit ihrem Vermögen an den Finanzmärkten spekulieren und auf die Rendite 20% weniger Steuern zahlen als derjenige, der dieselbe (Rendite)Summe durch Arbeit verdient. Mein zweiter Kritikpunkt ist, dass sich inzwischen sämtliche etablierten Parteien (von den Linken bis hin zur CDU) darauf beschränken, den vorhandenen Wohlstand neu zu verteilen anstatt sich schwerpunktmäßig um die Schaffung neuen Wohlstands zu kümmern. Das betrifft die völlig unsinnige Euro-Rettung, die uns über kurz oder lang in Schuldenunion führen wird. Nicht, weil es ökonomisch sinnvoll wäre, sondern weil es politisch gewollt ist. Und kombiniert mit einer Bankenunion wird das für uns Deutsche richtig teuer. Dann die Frage nach der Generationengerechtigkeit: längere Lebenserwartung, früherer Renteneintritt und weniger Kinder passen mathematisch einfach nicht zusammen. Und nun haben wir die Rente mit 63 und die Mütterrente. All das wird zu Lasten kommender Generationen gehen und um das Jahr 2050 herum wird das deutschen Renten- und Sozialsystem nur noch eine Verwaltung des Mangels betreiben: gerecht ist es, wenn alle gleich wenig bekommen. Und dann die Ausgaben für die Jahrhundertaufgabe, um die wir nicht gebeten haben, der wir Europäer uns jedoch stellen müssen: die Migrationskrise. Entweder wir sorgen für eine Verbesserung der Lebensverhältnisse in den Herkunftsländern dieser Menschen, oder diese Menschen machen sich auf den Weg zu uns um an unserem Wohlstand teilzuhaben. So oder so… es wird uns etwas kosten! Und was Europa bzw. Deutschland braucht, ist eine qualifizierte Zuwanderung in den Arbeitsmarkt und keine Einwanderung in die Sozialsysteme.

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hansgustor 08.09.2016, 12:32
54. Medienkompetenz schlecht

Ich wundere mich immer wieder wie schlecht Journalisten Statistiken verstehen. Wenn die Frage lautet "Welche Vorschläge sind besonders wichtig?", heißt das nicht dass man dagegen ist, wenn man es nicht als wichtig ankreuzt.

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hersp58 08.09.2016, 12:33
55. kein Widerspruch

Den meisten geht es auch nicht um eine reine Umverteilung von "oben" nach "unten", sondern um
gute Rahmenbedingungen für die eigene Entwicklung. Höhere Steuern bei übervollen Haushaltskassen
sind blanker Unsinn und dürfen kein Selbstzweck sein. Viele, die solche Forderungen stellen lenken auch
vom eigene Unvermögen ab und wollen auf diese Weise an die Fleischtöpfe.

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deichgraffe 08.09.2016, 12:33
56. Ich

wurde nicht gefragt. Dabei ist meine Meinung resultierend aus der Europäischen Landschaft der Spitzensteuersätze. Da, wo er am geringsten ist, ist, trotz wirtschaftlicher Stärke, ausgeprägte Armut. Beispiel: Großbritanien. In Schweden hingegen ist einer der höchsten Spitzensteuersätze und dort geht es den sozil Schwächeren deutlich besser. Aber, es muss heissen: Nehmt den Reich und gebt es denen, die arbeiten! Wenn "Rumharzen" und Arbeiten für Niedriglöhne sich im Leben kaum unterscheiden, dann stimmt was nicht. Und das macht eine schlechte Stimmung.

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mostly_harmless 08.09.2016, 12:33
57.

Zitat von novalis28
auf besserer Ausbildung und auf mehr Arbeit. Für mich ist eine 60 Stundenwoche normal und Arbeit auch sonntags häufig. Wieso soll ich durch noch höhere Steuern bestraft werden, womöglich zu Gunsten von Leuten, die es mit arbeiten nicht so haben?
Nuja, wenn Sie das mit den 60 Wochenstunden längerfristig treiben, erreichen Sie das Rentenalter eh nicht. Insofern kann ich verstehen, dass Sie solche Pläne ablehnen.

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franxinatra 08.09.2016, 12:33
58. Guthaben über einem bestimmten Satz...

das nach einer gewissen Weile nicht ausgegeben wird verfällt; überhaupt sollte es auch für monetäre Werte ein Haltbarkeitsdatum geben: das bremst Spekulation und Inflation...

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marie20 08.09.2016, 12:34
59. Große Ungerechtigkeit bei den Renten

Eltern investieren pro Kind bis zu 250000€, die Frau kann oft nicht Vollzeit arbeiten, weil die Unterstützung in Deutschland zu wünschen übrig lässt. Trotzdem müssen sie die gleichen Rentenbeiträge zahlen wie Kinderlose, obwohl sie für zukünftige Steuerzahler sorgen, die die zukünftige Gesellschaft tragen. Kinderlose können hingegen, all das Geld ansparen. Und jetzt fragen sich die Politiker, warum es immer weniger Kinder gibt ?

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