Forum: Wirtschaft
Umfrage : Vermieter wollen Mietpreisbremse umgehen
DPA

Durch die Mietpreisbremse werden die Mieten gedeckelt? Nicht unbedingt. Denn Vermieter reagieren laut einer Umfrage kreativ auf die neuen Regeln: Sie wollen alles tun, um entgangene Einnahmen auszugleichen.

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Am_Rande 15.04.2014, 19:22
90. Staatlicher Interventionismus scheitert

Der staatliche Interventionismus scheitert immer an individueller Erfindungsgabe.

Und das ist auch gut so.

Zitat von
Wären Gewerbe und Handel nicht gleichsam aus Gummi, würden sie es nie schaffen über die Hindernisse zu springen, die die Gesetzesgeber ständig in ihren Weg legen. Wenn die Regierenden nur nach den Folgen ihres Tuns gerichtet werden sollten und nicht auch nach ihren guten Absichten, müssten sie zusammen mit den übel gesonnenen Menschen eingereiht und bestraft werden, die Blockaden auf den Schienen errichten.
(Henry David Thoreaus, “Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat”)

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wauz 15.04.2014, 19:25
91. Keine Privatsache

Zitat von mr_cocoloco
Hallo, ich kann diese Diskussion einfach nicht verstehen. Mit welchem Recht greift der Staat hier in die Eigentumsrechte des Vermieters ein? Ich selbst bin auch Mieter und mich ärgern die teils extrem hohem Mietpreise in der Großstadt natürlich auch. Aber das ist nun einmal der Preis, den ich bereit bin zu zahlen um dort zu leben, wo es mir am besten gefällt. Und wenn ich Eigentümer wäre, dann würde ich demjenigen meine Wohnung vermieten, der auch bereit ist das meiste zu zahlen. Als mein Eigentum will ich damit tun und lassen können, was ich will. Und welche Beweggründe ich Vermieter habe, einen bestimmten Preis zu fordern, geht keinen etwas an. Das ist Privatsache.
Nur wer seine Mietwohnungen komplett aus seinem eigenen Vermögen ohne Steuergeschenke erbaut hat, kann sich auf "reine Privatsache" herausreden. Und dann gibt es immer noch das Grundgesetz, das das Eigentumsrecht an den "sozialen Gebrauch" knüpft.

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Schreiberling aus München 15.04.2014, 19:31
92.

Leben wir denn im real existierenden Sozialismus? Wehret den Anfängen, bei den der Staat Privateigentum enteignet. Etwas anderes ist die "Mietpreisbremse" nämlich nicht. Aber dieses Lieblingskind von HM wird spätestens von unseren obersten Richtern, und wenn nicht von denen dann von der EU gekippt werden.

Und bevor jetzt die Schreierei losgeht: Ich besitze keien Wohnung, die ich vermiete. Mir gehen nur demokratische Werte über alles.

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enivid 15.04.2014, 19:32
93. Typisch Politik. Einfach keine Ahnung.

Das Problem sind nicht die Bestandsmieten sondern die Neuvermietungen... Da sind einem Vermieter die 15% oder 20% egal :-) das einzige das hilft sind Neubauten.

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graf.koks 15.04.2014, 19:33
94. Tricks der Statistik

Zitat von OskarVernon
Wenn Sie sich da mal nicht täuschen: Die niedrigsten Arbeitslosenquoten sind in eher entlegenen Landkreisen zu verzeichnen - den selben, in denen es auch zuhauf günstige Wohnungen gibt ;-)
Daß in entlegenen Landkreisen die Arbeitslosenquoten niedrig sind, hat ja vielleicht auch damit zu tun, daß sehr viele Arbeitslose aus diesen Landkreisen in die Ballungsgebiete gezogen sind. Und BINGO - schon hat man die Statistik entlarvt.

Und noch einen drauf: Nicht nur die Arbeitslosen sind fortgezogen, sie hinterließen auch ihre Wohnungen, die nun leerstehen. Und nochmal BINGO - schon haben wir die Erklärung für die Verödung vieler Orte in den entlegenen Landkreisen.

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Lazarus Long 15.04.2014, 19:33
95. Schwachfug des Wutbürgers

...und wieder einmal ein Thema, bei dem jeder meint, er/sie könne auch ohne Sachverstand etwas beitragen.
a) In vielen Teilen des Landes stehen Wohnungen leer, aber die Leute wollen ja alle in Hamburg, München usw. wohnen.
WOLLEN tun die mesiten nicht unbedingt, aber MÜSSEN. Oder wo gibt es in Meck-Pomm un a.a.O. die Jobs, die dei Leute ernähren?
Nun können SIe ja gerne argumentieren, dass die Leute halt in dei Vororte oder aufs Land ziehen und pendeln sollen. Gabs schon mal in den 70ern, aber dann wird im nächsten SPON-Thread wieder über die 3
3 oder 4 Autos pro Familie gelästert.
b) Eigentum ist in Deutschland sch....teuer, lohnt sich nur auf Dauer. Mit der immer geforderten beruflichen Mobilität mietet man also lieber.
c) Sicher wird es auch Vermieter geben die schamlos abzocken. Bisher hatte ich (bei bisher 17 Mietwohnungen) nur einmal Pech. Kam mit meinen Vermietern immer klar und wenn was war haben wir GEREDET, selber, ohne Rechtsanwalt. Das funktioniert ganz gut.
c) Ab und zu hat ein Vermieter mir erklárt dass er mich nicht nimmt, wegen Hund, starker Raucher und Nachtbader. Ist sein gutes Recht. Wenn vermieter ein bisschen selektiver wären (im positive Sinne) gäbe es auch nicht so viel Nachbarschaftsstreit, oder?
d) Wenn ich mal durchrechne was mein Vermieter an meiner 90qm Dachstudio-Wohnung in einer mittelgrossen Stadt (leider trendy, aber ich muss hier leider arbeiten) hat machen lassen (müssen) komme ich auf eine Kapitalrendite von 5% oder so. Besser als Sparbuch, aber nicht viel für den Ärger den er laufend hat (z.B. dreimal hinternander aufgerissene Strasse weil die Stadt Koordination nicht auf die Reihe bekam mit 35.000Euro Umlage und Mietkürzung von allen Mietparteien, weil wir 8 Monate nicht in die Garagen reinkamen. Die Mietkürzung hat der Vermieter übrigens angeboten, das hätten nicht viele gemacht.
Grundsátzlich ist die Mietpreisbremse Schwachsinn, schlecht gedacht und schlecht gemacht.
Und der Linksaussen-Franktion die "bezahlbaren Wohnraum für alle" fordert: Dann sehen die Wohnungen so aus wie in Ostberlin vor der Wende. Vielleicht sollten sich einige Leute VOR dem Kinderkriegen überlegen, ob Sie sich Kinder erstens leisten können und zweitens Erziehungsfragen gewachsen sind.

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Benjowi 15.04.2014, 19:35
96. Wer im Glashaus sitzt........

Witzigerweise hat hier ausgerechnet der Herr Lindner von der FDP einmal Recht: Die beste Mietpreisbremse wäre reichlicher Neubau, denn wenn genügend Wohnungen oder etwas mehr als gewünscht vorhanden sind, sinken die Mieten von allein. Aber solche Logik ist ja den Planwirtschaftlern von den Sozis nicht zugänglich......Abgesehen davon, dass nennenswerte Teile der Warmmieten auf staatliche Vorgaben zurückgehen, die wiederum von den gleichen Leuten zu verantworten sind, die jetzt nach Mietpreisbremsen schreien!

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hansjoki 15.04.2014, 19:41
97. manch verbogene Ansicht in diesem Forum

darf sicherlich etwas gerade gerückt werden:
1. weshalb soilten Vermieter ethischer (moralischer) sein, als Banker, Politiker und was es sonst noch an "edlen Gewächsen" in dieser Gesellschaft gibt ?
2. wenn oberste Richter (BVerw.G) Beschiss von Vermietern bis 10 % als "hinnehmbar" hält, welcher Vermieter sollte dann nicht verstanden haben `?
3. auch wenn mancher es nicht glauben will, die Regeln der Marktwirtschaft funktionieren (würden es auch auf dem Immobilienmarkt tun !), wenn die "überschlauen" Politiker nicht genau jeden denkbaren Verstoß seit Jahren dagegen unternommen hätten (erst werden mit den Spargroschen der Bürger Sozialwohnungen finanziert, dann gehen Klappskallis hin (den Namen des Hamburger erspare ich mir), und verscherbeln diese wenig später an " INVESTOREN (Investoren - ha..ha).
Wenn jetzt jemand glaubt, die Knallköpfe gäbe es nur bei der schwarzen Couleur, dann träumt er...

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euro-paradies 15.04.2014, 19:42
98. Die einseitig mieterfreundlichen Gesetze sind das

Grundübel, dass der Deutsche Wohnungsmietmarkt in diese Gasse kommt. Hier sollten die populistischen Linkspolitiker mal in sich gehen.

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schwarzerrabe 15.04.2014, 19:44
99. Genau so ist es

Zitat von Muluckucken
In vielen Teilen des Landes stehen Wohnungen leer, oder sind für Spottpreise zu mieten. Aber wollen ja alle in Berlin, Hamburg oder München wohnen.
Mieter und Käufer verhalten sich gleich. Beide haben genaue Vorstellungen die zum teil nicht ausgesprochen werden. Es gibt "Sprachreglungen" Beispielsweise "In Frankfurt gibt es keinen bezahlbaren Wohnraum" Meint: Nach Ffm Fechenheim, Griesheim, Gallus, Bornames will ich nicht. "ich lasse mich nicht an den Stadtrand abdrängen" Meint Ffm Bornames, Kalbach, Unterliederbach kommt nicht in Frage. "Die Strasse gefällt mir nicht" meint: Hier wohnen zu viele Ausländer. Was bleibt von Frankfurt übrig? Bornheim, Sachsenhausen, Nordend. Holzhausenviertel ja bitte - aber zu Preisen wie in Höchst

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