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Umfrage zu Verkehrsinfrastruktur: Deutsche wollen mehr Autobahnen
DPA

Mehr als 50.000 SPIEGEL-ONLINE-Leser haben abgestimmt, das Resultat ist eindeutig: Die Regierung soll Autobahnen verbreitern und verlängern, neue Schienen verlegen und Flüsse vertiefen.

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lies.das 31.05.2016, 12:13
120. Seid Ihr immer noch für Volksbegehren?

Die ablehnende Reaktion der Autobahn-Gegner auf die Mehrheits-Meinung der Befürworter zeigt, wie unzurechnungsfähig die unterlegene Minderheit grundsätzlich den Mehrheitswillen hält.

Es sind die selben Kritiker, die für mehr Volksbegehren kämpfen. Aber taktischerweise nur, wenn sie gewinnen. Andernfalls hält man die Gegner für blöde Betonköpfe.
Breite Umfragen (quasi "Volksentscheide") sind für Polit-Taktiker auch mal ein undemokratisches Risiko, wie die heftigen Reaktionen auf die SPON-Autobahn-Umfrage zeigen

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cleos 31.05.2016, 12:15
121. methodisch absolut untauglich

Den ganzen Morgen ist die Autobahn-Untersuchung der Top-Artikel bei SPON. Mit einer Aussage, die man überhaupt gar nicht treffen kann. Warum? Die Leserkommentare 27 (hat nur seine Zustimmung ausdrücken wollen, Autobahnprojekte die abgelehnt werden, wurden von ihm nicht bewertet) und 36 (hat mehrfach abgestimmt) beschreiben das eindeutig. Z.B. stellt sich die Frage, wie hoch der Anteil der Abstimmenden war, die "häufig" die entsprechende Strecke nutzen. Wahrscheinlich sehr hoch. Die ganze Umfrage ist vom Design her selbstselektiv. Wer nimmt denn an einer solchen Umfrage aktiv freiwillig teil?

Das ist einfach kein guter Journalismus, wenn die Herhebungsmethode keinen wissenschaftlichen Standards stand hält und am Ende allgemeine Aussagen "Deutsche wollen mehr Autobahnen" daraus ableitet. Studierende an meiner Uni würden mit so einer Arbeit bei mir und bei den meisten meiner Kollegen durchfallen.

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otto_iii 31.05.2016, 12:15
122. 362

Zitat von Aus dem Ländle
Dann bitteschön, Name , Anschrift, IBAN aller Befragten festhalten und Kosten anteilig umlegen. Aber sofort und Abschlagszahlungen :-)
Sehr gerne - nachdem vorher die KFZ- und Mineralölsteuer abgeschafft wurde oder nur noch zweckgebunden für den Straßenbau eingesetzt wird.

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spon-facebook-1782296543 31.05.2016, 12:16
123. Was ist mit Fahrradwegen?

Liebes SPON-Team,
warum schreibt ihr nicht über die eklatanten Mangel, die bei der Fahrradinfrastruktur in Deutschland herrschen?
Unsere Bundeshauptstadt bspw. gibt 3,8 Euro pro Einwohner und Jahr für den Radverkehr aus, das ist weniger als ein Fünftel von anderen europäischen Hauptstädten, was sich auch in kaum befahrbaren oder existierenden Radwegen niederschlägt.
Der eigentliche Skandal ist, dass der Ausbau von Radwegen nicht nur viel weniger kostet als der Bau von Autobahnen, sondern dessen Unterlassen Menschenleben fordert. Allein in Berlin sind in diesem Jahr (!) 10 Radfahrer tödlich verunglückt.
https://volksentscheid-fahrrad.de/

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vooodooo 31.05.2016, 12:16
124. Lkw

Zitat von yvowald@freenet.de
Der Wunsch nach noch mehr und noch breiteren Bundesfernstraßen resultiert aus der Tatsache, daß der LKW-Verkehr inzwischen unerträglich geworden ist. Würde es gelingen, ein Großteil der....?
Im Fernverkehr sollten wieder die LKW mit 2 Fahrern unterwegs sein, wie bis 1957, ausserdem generelles Überholverbot; das würde den Verkehr deutlich entspannen, und im Übrigen Leerfahrten teurer machen ...

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Frau Hambach 31.05.2016, 12:17
125. Perspektiven

Da haben Sie aber viel Zeit aufgewendet, um Ihre kleine Vox Pop auszuwerten, als wäre sie echte Wissenschaft. In die Schlagzeile hat sich dennoch ein Fehlerlein eingeschlichen: Nicht die "Deutschen" wollen mehr Autobahnen, sondern ... ja, wer eigentlich von wie vielen insgesamt? Man weiß es nicht.

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vooodooo 31.05.2016, 12:19
126. mehr Autobahnen?

das war wohl eher ein aufreisserischer Titel....
Es ist keine neue AB geplant .....

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masgth 31.05.2016, 12:20
127. ..ich seh das anders

Zitat von Anur
Hinzu kommt, dass autonome Fahrsysteme die automobile Landschaft von Morgen ohnehin drastisch verändern werden und den Individualverkehr vermutlich stark reduzieren. Natürlich, viele Menschen sind, gerade Dank der elenden Kilometerpauschale, in den letzten Jahren in das großstadtnahe Umland gezogen, um auf billigen Baugrund den Traum vom Eigenheim zu verwirklichen und merken jetzt, dass sie das Leben der Städte dennoch bevorzugen.
1. Wieso sollen autonome Fahrsysteme den individualverkehr reduzieren? Ob ich selbst fahre oder mir ein autonomes Fahrzeug rufe macht auf der Straße soweit erst mal keinen Unterschied, in Summe braucht es sicher weniger Fahrzeuge durch die bessere auslastung, die Anzahl an gefahrenen Kilometern wird sich aber kaum ändern unter der Prämisse das ich bei Bedarf ein solches Fahrzeug nicht ala Sammeltaxi bestelle welches auf meinem Weg von A nach B noch Umwege fährt um andere Mitfahrer zeitgleich zu befördern.

2. Günstig bauen und Leben auf dem Land ist ein Lebensentwurf, das wohnen in Großstädten ein anderer, die Kostenverteilung ist halt ein wenig anders. Auf dem Land ist individuelle Mobilität etwas teurer, die Miete/Haus dafür günstiger als in der Stadt. Ich denke das sollte man akzeptieren hier gibts kein besser oder schlechter es ist schlichtweg anders. Die Pendlerpauschale ist ein kleine Unterstützung für alle die einen weiteren Arbeitsweg haben, egal ob zwischen Köln und Düsseldorf pendel, von Stadt aufs Land raus fahre oder umgekehrt, es gibt auch auf dem platten Land Arbeitsplätze.

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ungeBILDet 31.05.2016, 12:20
128. faktische Wirkung...

Zitat von auweia
Es ist aber völlig irrelevant, was einzelne Teilnehmer an einer nicht-offiziellen Online-Umfrage wollen. Es handelt sich lediglich um ein momentanes .....
...ist jedoch der seit nunmehr über zwei Stunden an oberster Stelle stehenden Schlagzeile, dass eben "...die Deutschen mehr Autobahnen wollen..." sicher nicht abzusprechen. Weiter lesen die Wenigsten und bald gibt´s dann den Folge-Artikel über die völlig selbstlosen PPP-Autobahn-Finanzierungskonstrukte durch die Banken- und Versicherungskonzerne zum Wohle der Bürger ;-)
Womit dann die demokratischen Entscheidungsprozesse ihren "unabhängigen und unvoreingenommen " Verlauf nehmen können...

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ihawk 31.05.2016, 12:21
129. Trau Schau Wem

Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.

Die Industrie missbraucht das Straßennetz zum Nachteil des allgemeinen Autofahrers. Da dies offenbar nicht ausreicht, soll der Steuerzahler mal wieder kräftig für den Ausbau in die Tasche greifen - Schäuble wird schon wissen, wie er die Kosten auf die Allgemeinheit abwälzen wird.
Besonders ärgerlich ist seit Jahrzehnten, dass direkt dafür vereinnahmte Steuern (z.B Kraftstoffsteuer) nicht sachbezogen verwendet wird.

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