Forum: Wirtschaft
Umfrage zu Wirtschaftskraft: Ökonomen bezweifeln weiteres Aufholen Ostdeutschlands
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30 Jahre nach Mauerfall halten es viele Volkswirte für unwahrscheinlich, dass die ostdeutschen Bundesländer wirtschaftlich in den nächsten Jahrzehnten zu Westdeutschland aufschließen. Die Gründe sind gravierend.

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Ottokar 09.05.2019, 13:07
20. Ein Aufholen Ostdeutschlands

ist doch von der westdeutschen Wirtschaft mit Hilfe der Politik gar nicht gewünscht. Warum denn hat man die ostdeutsche Industrie, die es ja gab, abgewrackt und nicht modernisiert was sicher, mit Staatszuschüssen, möglich gewesen wäre.

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betonklotz 09.05.2019, 13:10
21. Abwärts immer, aufwärts nimmer

Ein wirtschaftlicher Aufschwung ist in den alten Industrienationen wohl unmöglich geworden. Egal, ob man nun das Ruhrgebiet, den Osten oder die ehemaligen Industriegebiete in England nimmt. Es ist überall dasselbe: Die alten Wirtschaftszweige verschwinden in Niedriglohnländer und ein Ersatz der geeignet wäre Arbeitsplätze für die breite Masse der Bevölkerung zu schaffen ist nicht vorhanden.

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taglöhner 09.05.2019, 13:14
22. Arm aber, nicht sexy

Der Schaden, den Diktatur und Planwirtschaft in den Köpfen angerichtet hat, wächst sich nicht in einer Generation aus.
Theoretisch wäre es ja ein gutes Pflaster für Aussteiger und Entschleuniger. Auch strukturschwache Regio kann anderswo bekanntlich Lebensqualität bieten. Aber im Osten sind einfach zu viele von diesen gewissen Leuten.
Und was, meiner Meinung nach im Zusammenhang damit, wirklich skandalös ist, ist das mit den Schulabschlüssen. Hier versagt doch ganz offenbar auch in großer Breite Elternschaft.

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MichaelundNilma 09.05.2019, 13:15
23. Eine Ostpolitik zum Heulen

Das es in Ostdeutschland wenig Ansiedlung von Industrie gibt hat vornehmlich mit einer Industriepolitik der Dummheit zu tun. Viele Neugründungen, Neudeutsch start up beklagen, neben dem Fachkräftemangel, die fehlende Infrastruktur. Z.B. fehlende aber vorher vorhandene Bahnanschlüsse, damit nicht nur Wahren auf die Schiene verlegt werden kann, sondern auch die Menschen mit ÖPNV zu den Arbeitsplätzen fahren können. Viele Betriebe mußten dicht machen, weil die Bundesbahn fast keine Elektrifizierung zu den Nachbarländern durchgeführt hat. Ein Beispiel: Von 4 Gleisanschlüssen nach Tschechien hat nur eine eine durchgängige Oberleitung. Von tschechischer Seite sind es vier. Zerstörung einstmals wichtiger, funktionierender Gleisanlagen in Bahnhöfen, wie z.B. Görlitz. Dies alles führte und führt zu Abwanderung von Industrie und Arbeitsplätzen, welche früher direkt an die Bahn angeschlossen waren. Der Wechsel von der Elektrolok in Tschechien zur Diesellok in Deutschland kostete einfach zu viel Zeit. Oft fehlen nur 60 – 70 km Stromtrasse. Das Gleiche gilt für Gleise nach Polen. Wichtige Bundesstraßen im Bau, welche ewig nicht fertig werden. Fehlendes oder zu langsames Internet. Schon wenige Kilometer hinter Berlin fehlt der Ausbau von Funkmasten für Smartphones. Buslinien werden eingestellt, Schulen deswegen geschlossen, Geschäfte und Ärzte wandern ab. Man muß keinen Hochschulabschluß haben, um zu wissen woran es hier fehlt. An einer Politik der richtigen Entscheidungen und Maßnahmen.

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spontanistin 09.05.2019, 13:16
24. „Wohlstand für alle!“

Ein kapitalistisches System wird immer die Unterschiede zwischen Arm und Reich maximieren. Das zeigt schon der Blick auf die Sparzinsen und Inflationsrate im Vergleich zu den gigantischen Renditen auf investiertes Kapital (25% ROCE für die Banken und Pharma resp. IT fahren noch höhere Renditen ein!). Nur Ei n starker Staat, eine wehrhafte Demokratie könnte hier gegensteuern!

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SusiWombat 09.05.2019, 13:23
25. Worüber reden wir hier eigentlich?

Eine Meinungsumfrage unter Professoren? Gut, und wie genau lauteten die Fragen? Wissen wir jetzt halt auch nicht. Aber wir haben eine klare Meinung zur Meinung von Professoren?

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Elrond 09.05.2019, 13:29
26. Darauf haben die neuen Extremen doch sicherlich eine Antwort

was schlägt denn die AfD vor, wie man den Osten retten kann? kaiserliche Würden einführen? Gebährmaschinen (aber blond müssen sie sein) und Akkorderzeuger in den Osten bringen, um das Bevölkerungswachstum anzukurbeln?

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holger.becker 09.05.2019, 13:32
27. afd-Wahlplakate schrecken einfach ab

ich war mehrfach die letzten Jahre in den neuen Bundesländern im Urlaub, häufig zu Wahlkampfzeiten. Die Anzahl von AFD- und NPD-Plakaten war de Fakto deutlich höher als in vergleichbaren Orten in den alten Bundesländern. Wenn ich noch einmal des Jobs wegen umziehen würde, aus diesem Grund stehen die neuen Bundesländer auf meiner Prioliste an sympathischen Wohnorten leider nicht ganz oben.

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hps 09.05.2019, 13:33
28. Über die Faszination des Ursächlichen

Ja, die große Schwierigkeit des Aufholens der wirtschaftlich ins Hintertreffen gelangten Regionen ist eine Tatsache.
Das ist nicht nur in Ostdeutschland der Fall. Sondern auch in Englands altem Industrierevier oder im Rostbelt der USA.
Aber wenn du dir Abwägung erlaubst zwischen der temporär vorrübergehenden ökonomischen Beruhigung und den zukünftigen, noch verdeckten Chancen erlaubst, erscheint der bevorstehende Wandel eher in einem strahlenden Licht.
Je mehr sich die Kräfte des alten Wohlstandes diluieren. Die neuen Energien brauchen zu ihrer Formatierung, zu ihrer Konzentration und ihrer Zuspitzung auf eine vereinende neue Fähigkeitsaktivierung Zeit. Die Entfaltung der ruhend gärende Ansammlung von unbestimmter Variabilität ist dort, wo die Kraft von je her ihr zu Hause hatte, unabwendbar.
Nicht nur werden die ostdeutschen Bundesländer wirtschaftlich zu Westdeutschland aufschließen. Sie werden die Quelle, der Ausgangspunkt der neuen Welle von berstender Kreativität und atemberaubender Innovation sein.

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holger.becker 09.05.2019, 13:34
29. Das Photo zeigt ein Problem, das der Artikel nicht nennt.

Der Ort Haidemühl wurde aufgrund des Tagebaus Welzow-Süd 2 bereits vor Jahren leergezogen, gut funktionierende Dorfstrukturen einfach zerstört. Liegt natürlich auf der Hand, dass damit die Attraktivität der Region sinkt.

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