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Umfrage zu Wirtschaftskraft: Ökonomen bezweifeln weiteres Aufholen Ostdeutschlands
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30 Jahre nach Mauerfall halten es viele Volkswirte für unwahrscheinlich, dass die ostdeutschen Bundesländer wirtschaftlich in den nächsten Jahrzehnten zu Westdeutschland aufschließen. Die Gründe sind gravierend.

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wombie 09.05.2019, 16:08
70.

Zitat von Bekannt Bekannt
Wer die rechten Strömungen im Osten Deutschlands verantwotlich macht hat offensichtlich nicht aufgepasst. Der Grund das dort die Rechte so stark ist liegt and der beruflichen und ökologischen Perspektivlosigkeit die viele junge Leute den rechten in die Arme treibt. Und wer ist für die perspektivlosigkeit verantwortlich? Die Westdeutsche Regierung die damals nach Öffnung der Mauer in den Osten kam und wahllos durchaus kompetente Betriebe und Firmen für symbolische Nullsummen and westliche Firmen verschacherte. welche dann diese zerstörten anstatt sich Konkurenten großzuziehen. Und immer noch hat keiner eine Perspektive für den Osten entwickelt um das Hausgemachte Problem zu bewältigen und Perspektiven and die Menschen im Osten zu geben.
Im Osten herrscht die höchste rate an Schulabbrechern.
Klar, dass mit so einer Ausbildung in einer Wissengesellschaft nur kleine Brötchen zu backen sind. Dies verstärkt dann ja auch wieder das Gefühl des Abgehängtseins für die rechte Parteien einfache Lösungen anbieten. Die Folge davon ist wiederum, dass der Osten für qualifizierte Leute nur zweite Wahl ist, wenn er überhaupt in Frage kommt.
Ohne qualifizierte Arbeitsplätze wiederum entstehen auch keine Arbeitsplätze mit niedriger Qualifizierung, womit sich der Kreis schließt und immer weiter selbst verstärkt.

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widderfru 09.05.2019, 16:20
71. Pol. gewollt "Zerschlagung industrieller Strukturen"

Umgangssprachlich "Verkauf für -Appel und Ei- " Treuhandauftrag. Rohwedder kam zu eigener Erkenntnis, Sanierung
prüfen. Er wurde ermordet- wem nutze das? Die Leichenfledderei hinterließ ausgeplünderte Objekte, verschleuderter staatlicher(volkseigener)Grundbesitz--Folgen analysiert Artikel. AfD ist nicht zuletzt ein Ergebnis dieses Wissens im Osten.

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parsimony 09.05.2019, 16:28
72. Man müsste sich ja mal grundsätzlich fragen,

in welchen Zweigen eine stark positive wirtschaftliche Entwicklung heutzutage möglich ist.
Die Marke, die 2018 Platz fünf in der Liste der weltweit wertvollsten Marken belegte, Tencent, ist im Jahr 1998 gegründet worden.
Mit einer Firma wie Uber kann man es mit im Prinzip lächerlich kleinem Einsatz innerhalb einer Dekade nach der Gründung zur Weltmarktführung und Milliardenumsatz bringen.

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pfzt 09.05.2019, 16:30
73.

Zitat von zudummzumzum
Wie aber kommt man aus der Misere raus? Da gibt es ein ganz klares Vorbild: Bayern. Also Spezeln-Wirtschaft und Korruption mit einer Partei, die sich dann als staatstragend aufspielen kann. Und alle müssen bereit sein, über ein paar Jahrzehnte wegzuschauen, wie sich Parteifreunde gegenseitig und selbst bedienen. Aber irgendwas fällt dann schon beim gemeinen Volk an.
Leider liest man ihre realistische Beschreibung des bayrischen Aufstiegs nur selten, sonst würden nicht so viele diesen absoluten Unfug von "erwirtschaftet" dauernd nachtröten.

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chrimirk 09.05.2019, 16:36
74. Osten wird den Westen nicht erreichen?

Wenn die im Osten herrschenden Preise für die Lebenshaltung mit berechnet werden, sieht es schon etwas anders aus. Aber die West-Deutsche Wirtschaft investiert -wenn es im Westen hierfür keinen Platz gibt- nicht Osten von D. sondern geht lieber in die billigen ehemaligen Ostblockstaaten. Diese wiederum erhalten aus der EU zusätzlich noch gewaltige Geldunterstützung, um die notwendigen Investitionen zu ermöglichen. Den Großteil dieser EU-Gelder zahlt...na, wer schon?, natürlich Deutschland. Und so beisst sich die berühmte Katze in den Schwanz. Hinzukommt noch, dass wir z. B. in Polen von der dort herrschenden Politklasse zum Polen-Feind Nr. 1 erklärt worden sind. Wer der poln. Sprache mächtig ist, bekommt in den dortigen Medien täglich Nachschub i. S. Deutschland und den Deutschen.
Müssen wir das hinnehmen? Macht Berlin nichts dagegen? Warum nicht?

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mostly_harmless 09.05.2019, 16:50
75.

Zitat von Bekannt Bekannt
Wer die rechten Strömungen im Osten Deutschlands verantwotlich macht hat offensichtlich nicht aufgepasst. Der Grund das dort die Rechte so stark ist liegt and der beruflichen und ökologischen Perspektivlosigkeit die viele junge Leute den rechten in die Arme treibt. Und wer ist für die perspektivlosigkeit verantwortlich? Die Westdeutsche Regierung die damals nach Öffnung der Mauer in den Osten kam und wahllos durchaus kompetente Betriebe und Firmen für symbolische Nullsummen[...] Und immer noch hat keiner eine Perspektive für den Osten entwickelt um das Hausgemachte Problem zu bewältigen und Perspektiven and die Menschen im Osten zu geben.
Das ist - sorry - in Gänze ganz schlich Kappes.

Es gab schon in den frühen 80ern in der DDR eine signifikante rechtsradikale Szene, es gab damals schon regelmäßig ausländerfeindliche Gewalttaten inklusive Toter.

http://lernen-aus-der-geschichte.de/Lernen-und-Lehren/content/12060

Ebenso reine Legendenbildung sind Märchen von den tausenden "kompetenten" Betriebe und Firmen. Die schlichte Wahrheit ist:
- Eine riesige Mehrheit der Betriebe in der DDR war ganz schlicht nicht konkurrenzfähig.
- Die Bürger IN den NBL wollten keine Produkte AUS den NBL mehr kaufen. Gerade im Bereich Lebensmittel gab des durchaus Unternehmen, die konkurrenzfähig gewesen wären, weil die Umsätze in den NBL aber komplett zusammenbrachen, mussten hunderte dieser Unternehmen schliessen.

Und sehr bezeichnend und sehr typisch ist IMHO Ihr letzter Absatz.
Der zeigt nämlich, dass Sie - ebenso wie immens viele andere Leute in den NBL - 30 Jahre nach der Einheit immer noch nicht in der Marktwirtschaft angekommen sind.
Die Konzepte für die Lösung der Probleme in den NBL entstehen in den Köpfen der Leute, die da wohnen. Da ist der Staat ganz schlicht nicht zuständig. DAS ist nämlich das Wesen einer Marktwirtschaft.

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MichaelundNilma 09.05.2019, 16:55
76. Nicht ganz folgen

Zitat von mostly_harmless
Sie bekommen bei einem Startup in - sagen wir mal - der IT keine (oder sagen wir mal "kaum") Fachkräfte in den Osten, weil das Ewiggestrige Angebräunte dort nicht zu einer Branche wie der IT (und den meisten Menschen die in dieser Branche arbeiten), in der internationale Zusammenarbeit der Standard ist passt, ganz einfach. Auch Firmen, die regelmäßig Besuch von Leuten bekommen, die nicht ...ehm .... "arisch" aussehen, werden sich 3x überlegen, im Osten eine Niederlassung aufzumachen. Oder gucken Sie sich die Zahlen zu ausländischen Direktinvestitionen im Osten an, die sind im Netz verfügbar. Oder anders gesagt: Die Probleme dort sind - zu signifkanten Teilen - selbst gemacht. Solange sich das aber niemand eingesteht, wird sich auch nichts ändern
Da ich gebürtiger Ostdeutscher bin und dort noch Verwandschaft habe, halte ich Ihre Begründung mit den Nazis - mit Verlaub für unbegründet. Hier in Baden-Württemberg gibt es auch sogenannte Nazis, welche hier die Grabsteine bemalen. Nicht jede Dumpfbacke ist automatisch ein Nazi und was immer man darunter versteht. Im Osten leben auch jede Menge Vietnamesen, Angolaner und Kubaner - noch aus der DDR Zeit völlig problemlos. Viele Polen sind an der deutsch - polnischen Grenze nach Ostdeutschland, der Mieten wegen, gezogen und nicht wenige Ostdeutsche arbeiten in Polen. Es geht hier aber nicht um Tourismus, und eine hyperventilierende BILDZeitung sondern den dort lebenden Menschen heimische Arbeitsplätze und vergleichbare Lebensbedingungen anbieten zu können. Wenn Sie nach Manchester und andere ehemaligen industriellen hot spots Englands fahren, finden sie denselben Haß auf Fremde, Deutsche inklusive.

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danmage 09.05.2019, 16:56
77.

Zitat von widderfru
Umgangssprachlich "Verkauf für -Appel und Ei- " Treuhandauftrag. Rohwedder kam zu eigener Erkenntnis, Sanierung prüfen. Er wurde ermordet- wem nutze das? Die Leichenfledderei hinterließ ausgeplünderte Objekte, verschleuderter staatlicher(volkseigener)Grundbesitz--Folgen analysiert Artikel. AfD ist nicht zuletzt ein Ergebnis dieses Wissens im Osten.
Aha, die AfD ist also die Lösung für wirtschaftliche Probleme in gewissen Regionen? Das würde ich doch sehr bezweifeln. Damit werden doch nur Ressentiments bedient. Und Hauptsache den "Besserwessis" mal eins auswischen, selbst wenn man sich dabei langfristig ins Knie schießt.

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mostly_harmless 09.05.2019, 16:58
78.

Zitat von godfader
jemanden aus Duisburg, Saarbrücken oder Lübeck über die ungleichen Lebensverhältnisse schimpfen gehört? Warum ist es gefühlt so, dass es aus dem Osten ständig ein vorwurfsvolles Gejammer über die "schrecklichen" Zustände" gibt? Nicht jedes Dorf im Osten (oder im Saarland) wird jemals die Wirtschaftskraft von München Stadt erreichen.
Es ist ja noch viel besser. Oberhausen (ein Beispiel unter vielen) mit seinen 10% Arbeitslosen und einem Stadtbild, das weiss Gott schon bessere Tage gesehen hat, hat in den letzten 30 Jahren rund 250 Millionen Euro in den Osten überweisen, u.a. nach Dresden, mit komplett renovierter Innenstadt und 6% Arbeitslosigkeit.

Mit scheint also, dass man im Westen einfach mehr herumheulen sollte, in größerem Umfang Rechtsradikale wählen sollte, und - vor allem - demokratische Politiker mehr anpöbeln sollte.

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kaufmann.joachim 09.05.2019, 16:59
79. Ich habe es damals gesagt....

...und ich wiederhole mich: Die Art und Weise der Wiedervereinigung war zum Scheitern verurteilt. Auch wenn viele Ostdeutschen es nicht hören wollten/wollen: So ein Projekt braucht eine Übergangsphase von 10-20 Jahren innerhalb derer hätte gewährleistet sein müssen, daß KEIN Ostler in den Westen ziehen darf und die gesamte Arbeitskraft und Intelligenz der Ostdeutschen ALLEINE in den Aufbau des Ostens gesteckt werden. Aber nein.... Schnell, schnell alles haben will.... Der Ossi Pauschalreisen und Autos, der Westpolitiker Wählerstimmen....

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