Forum: Wirtschaft
Umfrage zum Konsumverhalten: Frauen greifen häufiger zu Biomilch
Jasper Bastian

Verbraucher in Deutschland schätzen die Milch - und halten laut einer Umfrage auch höhere Preise für angemessen. Bio ist demnach bei einigen wenigen Gruppen besonders angesagt.

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GoaSkin 19.09.2017, 17:31
1. Bio alleine ist nicht fair

Es gibt im Supermarkt Bio-Milch und Solche, die damit wirbt, dass Bauern fair entlohnt werden. Gibt es (mal wieder) einen Milchpreisverfall, so ist es sehr auffällig, dass nicht nur die Preise für die Discount-Milch nach unten gehen, sondern beispielsweise die Preise für die Alnatura-Milch mit nach unten gehen. Dabei muss man sich allerdings um so mehr vor Augen führen, dass biologisch und fair zwei unterschiedliche Begriffe sind und das Eine das Andere nicht mit einschließt.

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hansriedl 19.09.2017, 17:46
2. Milch und Fleisch: Bio ist besser

Wer schon mal die Gelegenheit hatte, natürliche Kuhmilch beim Bauer zu trinken kennt den Unterschied
zu den Gesöff was der Handel billigst anbietet.

Bio-Milch und Bio-Fleisch: mehr Omega-3-Fettsäuren
Mehr Omega-3-Fettsäuren – weniger Krankheiten

Chris Seal, Professor für Lebensmittel und Humanernährung an der Newcastle University erklärt dazu: "Omega-3-Fettsäuren reduzieren sämtliche Risikofaktoren, die zu Herz-Kreislauf-Problemen führen würden, verbessern neurologische Funktionen (bei Kinder die neurologische Entwicklung) und sorgen für ein starkes Immunsystem.
Wie ist es beim Fleischkonsum.
Industrielle Schweinemastanlage, Hühnerfarmen liefern Antibiotika gleich gratis mit.
"Die Agrarindustrie setzt viel zu sorglos Antibiotika in den Ställen ein"
Nach Angaben der Vereinten Nationen sterben jährlich rund 700.000 Menschen weltweit durch resistente Keime.
Blutfarmen in Südamerika produzieren aus dem Blut trächtiger Stuten – oft unter Tierquälerei – ein Hormon, das in der europäischen Schweineproduktion eingesetzt wird. Obwohl die Herstellung extrem umstritten ist, bleibt die EU-Kommission bislang untätig.

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allessuper 19.09.2017, 18:10
3. Frauen befassen sich tendenziell mehr mit guter Nahrung

wenn sie gesundheitsbewusst leben. Sie sind meistens für die Ernährung der Familie, also auch der Kinder zuständig und möchten, dass es allen gut geht. Sie sind tendenziell mehr am Gemeinwohl interessiert. Logisch, dass sie mehr Bio-Milch kaufen. Und unter denen, die auch denken können und es sich leisten können, gibt es die, die Bio und fair kaufen. Die Krönung ist dann Demeter.
Männer ernähren sich tendenziell mehr von Bier, Cola, Chips und Süßigkeiten. Das ist auch nicht neu. Männer mögen tendenziell Lärm und große Autos, Motoren, Fußball, gefährliche Sportarten und denen macht CO2 weniger aus. Sie bedienen auch gern laute Rasenmäher und Laubpuster, obwohl es nichts bringt. Tja.

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cindy2009 19.09.2017, 18:41
4. @hansriedl

'----
hansriedl heute, 17:46 Uhr
2. Milch und Fleisch: Bio ist besser
Wer schon mal die Gelegenheit hatte, natürliche Kuhmilch beim Bauer zu trinken----"
Was hat jetzt Frischmilch mit Bio zu tun? Und Bio ist eben nicht unbedingt besser. Sehen Sie selbst nach, bleiben Sie nicht beim Ausblenden von Tatsachen.

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quark2@mailinator.com 19.09.2017, 19:11
5.

Nur so nebenbei - Milch ist ein Grundnahrungsmittel. Höhere Preise mögen ja schön sein, wenn sie bei den Richtigen ankommen. Allerdings erwarte ich dann auch eine sofortige Anpassung von H4 bzw. der Altersgrundsicherung, damit die davon Betroffenen nicht weiter absinken. Zuletzt hatten wir eine Steigerung um so etwa 8,- EUR/Monat und jemand hat mal vorgerechnet, daß die Preisentwicklung allein bei der Butter für ca. 50,- EUR pro Nase und Jahr an zusätzlichen Ausgaben sorgt. Milch kommt dann dazu. Von Strom und so weiter will ich gar nicht anfangen. Macht mich immer rasend, wenn irgendwelche Lehrer oder andere Menschen mit hohem und lebenslang sicherem Einkommen es OK finden, wenn Irgendwas teurer wird. Schön für die Kühe, nur halt blöd für 18 Mio. Menschen in diesem reichen Land. Verteilt das Geld besser und dann kann von mir aus das Brot auch teurer werden. Wohlgemerkt schreib ich das als Elektroniking. mit Angestellten und habe das Problem nicht selbst. Trotzdem ärgern mich solche egozentrischen Sprüche.

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sebdob 19.09.2017, 19:15
6. @hansriedl

Milchprodukte sind in erster Linie sicherlich nicht dazu geeignet den täglich benötigten Spiegel an Omega-3-Fettsäuren und der gleichen zu decken. So viel Milch möchte ich nämlich gar nicht trinken...Dazu greife ich eher auf Fischprodukte zurück. Und bei der aktuellen Anzahl an Bio-Güte Siegeln erscheint es mir auch vielmehr so, dass Bio eben nicht gleich Bio ist. Auch glaube ich nicht, dass Bio immer gesünder ist, als konventionell hergestellte Produkte. Hier wird auch viel Marketing betrieben, das letztendlich mit artgerechter Haltung und Viehwirtschaft nicht viel zu tun hat.
Das Problem der konventionellen Tierhaltung ist meines Erachtens ausschließlich die Form, nämlich die Massentierhaltung. Hier ist Bio sicherlich besser, aber bestimmt auch nicht die optimalste Form, wenn diese eben auch im großen Maßstab angewendet wird, damit der Bauer wirtschaftlich sein kann. Langfristig muss jeder seinen Konsum an tierischen Produkten einschränken, damit jene Probleme, welche die Massentierhaltung mit sich ziehen, reduziert werden können. Das muss ja kein Verzicht sein, aber man muss ja nicht täglich Milch, Fleisch, Wurst und Käse zu sich nehmen...

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cosmicspirit 19.09.2017, 19:22
7. Zu was der Mensch in der Lage ist, steht in den Geschichtsbüchern ...

und in den Zeitungen.
Da erscheint die Tiermisshandlung, die aus Gier geschieht noch vergleichsweise harmlos, obwohl es das nicht wirklich ist. Tiere die eng eingesperrt sind und nie den Himmel sehen, zu oft stümperhaft und deshalb höchst grausam geschlachtet werden.
Die allermeisten Menschen finden's OK oder schauen weg, denn dann können sie was sparen für den neuen PKW oder die neue Einbauküche. Das ist eben der Mensch, "normalerweise".

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cosmicspirit 19.09.2017, 19:41
8.

Zitat von quark2@mailinator.com
...Schön für die Kühe, nur halt blöd für 18 Mio. Menschen in diesem reichen Land. Verteilt das Geld besser und dann kann von mir aus das Brot auch teurer werden. ...
Die immer grassere Arm-Reich Diskrepanz Bundes- und Weltweit ist ein Riesenproblem. Aber wollen Sie erst dann die Tiermisshandlung
beenden, wenn die Superreichen ihr Geld wieder teilweise abgeben?

Für die Tiere wäre das äußerst schlecht, denn Engagement für Tiere kriegen die materiell Abgehängten genau so wenig hin, wie das politische Engagement für mehr soziale Gerechtigkeit, wobei Letzteres ihr eigenes Interesse sein dürfte.

Relative materielle Armut darf kein Grund sein, Tiermisshandlung zu
unterstützen, gerade weil der Mensch nur icirca 10% von den tierischen Lebensmittel, die er konsumiert, tatsächlich braucht.

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Edelstoffl 19.09.2017, 20:03
9. Ah, verstehe - tendenziell...

deswegen gehen auch tendenziell über 75 % der Leistungen der Kranken- und Pflegekassen die ich tgl. bearbeiten darf, für die gesundheitsbewussten Frauen drauf, obwohl die Transferleistungen tendenziell eher von Männern erarbeitet werden? Gut zu wissen...
Hat die tendenzielle bessere Lebensweise von Frauen auch was damit zu tun, dass Vorsorgeuntersuchungen für Frauen von den KKs auf dem 20 LJ und für Männer erst ab dem 45LJ gezahlt werden?
Ach übrigens, Bio meint nur eine tendenzielle Herstellungsweise, die Produktionstätte kann tendenziell auch überall auf der Welt sein - z.B. die berühmten Bio-Karotten aus Israel bei Aldi oder eben auch die Bio-Milch aus Rumänien - die dann tendenziell mit sagenhaften Energieaufwand nach D importiert wird, obwohl es tendenziell an jedem Ort in D regional Milch vom ansässigen Bauern gibt, auf denen halt nicht ein hippes "Bio" steht...
Aber vielleicht kann es auch sein, dass Sie tendenziell ziemlichen Unsinn schreiben ... nichts für ungut.

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