Forum: Wirtschaft
Umfrage zum Wohlstand: Armes Amerika, reiches China

Der Wohlstand der*Amerikaner sinkt*dramatisch. Laut einer Gallup-Umfrage haben 19 Prozent*kein Geld für ausreichend Nahrung. Brisant ist der Vergleich mit China - hier beklagen dies nur 6 Prozent. Auch andere Armutsindikatoren zeigen: Den US-Bürgern geht es immer schlechter, den Chinesen immer besser.

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großwolke 16.10.2011, 08:21
90. .

Geht es aufwärts, ist man zufrieden, schließlich ist es dann heute besser als gestern, und man kann begründet annehmen, dass es morgen besser sein wird als heute. Andersrum macht Abstieg oder auch schon die Angst davor unzufrieden. Es geht dabei nicht um tatsächliches Haben und Wollen, sondern um die Wahrnehmung von Tendenzen, und von daher ergibt die Umfrage absolut Sinn, selbst wenn die meisten von uns hier vielleicht auf deutlich höherem Niveau jammer als die Chinesen sich momentan freuen.

Die eigentliche Lehre aber ist die: Globalisierung um jeden Preis ist großer Mist. China geht es deswegen so gut, weil es dort auch und gerade für den großen Teil der Bevölkerung am unteren Ende der Qualifikationsskala auskömmliche Beschäftigung im produzierenden Gewerbe gibt. Wenn unsere großen Denker und Lenker nicht bald die Weichen dafür stellen, dass das auch bei uns wieder so ist, wird sich die Zufriedenheit im Abendland nicht mehr nachhaltig einstellen.

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juerv1 16.10.2011, 08:26
91. .

Zitat von oeflinger
ABER: Die Chinesen sind hoch zufrieden mit ihrer Situation und auch mit ihrer Regierung...
Gut zu wissen. Seltsamerweise sind immer nur Leute, die in einer Diktatur leben, "hoch zufrieden mit ihrer Regierung". Woran das wohl liegen mag?

Nach Ihrer Aussage kennen Sie im übrigen alle 1,4 Milliarden Chinesen, da sie mal eben für alle sprechen können ("die Chinesen").

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juerv1 16.10.2011, 08:30
92. .

Zitat von rafkuß
Auch wenn Sie das für unmöglich halten: Die mehrheit der Chinesen ist tatsächlich sehr zufrieden und steht hinter den Entscheidungen des Staates.
Woher wollen Sie das wissen? China ist ein Land ohne freie Presse, ohne Gewaltenteilung, ohne ein frei gewähltes Parlament.

In einem Ein-Parteien-Staat ist es völlig unmöglich, zu wissen, welche Meinung die Mehrheit der Menschen hat. Ansichten, wie Sie sie äußern, sind der blanke Hohn.

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EchoRomeo 16.10.2011, 08:39
93. Armut!?

ist zwar von der OECD definiert aber relativ und lässt sich nicht normieren. Ein armer Amerikaner oder Europäer der laut OECD-Definition "arm" ist, würde in China mit dem gleichen Einkommen zu den "sehr Reichen" gehören. So ist das eben mit der Statistik und ihrer Interpretation.

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Centurio X 16.10.2011, 08:53
94. Ja, und Millionen von...

Zitat von sysop
Der Wohlstand der*Amerikaner sinkt*dramatisch. Laut einer Gallup-Umfrage haben 19 Prozent*kein Geld für ausreichend Nahrung. Brisant ist der Vergleich mit China - hier beklagen dies nur 6 Prozent. Auch andere Armutsindikatoren zeigen: Den US-Bürgern geht es immer schlechter, den Chinesen immer besser.
...US-Amerikanern stehen vor den Chinesischen Konsulaten Schlange, um die begehrten Einreise-Visa in ihre Pässe gestempelt zu bekommen. Die Flugzeuge nach China sind stets bis zum letzten Platz ausgebucht, wohingegen andersrum Leerflüge stattfinden. Sogar auf dem Landweg machen sich Hunderttausende von total verarmten Amerikanern von Alaska via Russland zum gelobten Land auf. Diesen gewaltigen Migrationsanstürmen der Kapitalistenknechte ist China natürlich nicht gewachsen, und die Regierung in Peking lässt gerade eine neue Mauer, diesmal an der russischen Grenze bauen...

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marcshit 16.10.2011, 09:14
95. ...

Zitat von Der Pragmatist
Bisher hat man aber immer noch keine Einreisewelle von Amerikanern oder Europaeren nach China gesehen. Es ist immer noch umgekehrt. Pragmatist
...qualifizierte Kräfte gehen inzwischen gern und zahlreich nach China ...

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Nr82136 16.10.2011, 09:30
96. ...

Zitat von Dornröschen2
Diese Umfrage zeigt deutlich, dass der Kapitalismus im Vergleich zum (chinesischen) Kommunismus ein menschenverachtendes System ist. Auch hier im Forum ist sofort die Rede vom materiellen Wohlstand. Der bringt aber nichts, wenn die Leute unglücklich sind! Sorglosigkeit und familiärer Zusammenhalt sind eine viel bessere Gesellschaftsgrundlage als zügelloser Konsum. Wir sind dumm und arrogant, dass wir nichts von den Chinesen lernen ...
Gehen Sie doch nach China. Dann werden Sie schon sehen, wie toll es da ist.
Wie im Artikel erwähnt, sind die Werte absolut nicht vergleichbar.
Und die asiatische Mentalität (extrem hohe Leidenfähigkeit, Fleiß und Ehrgeiz) muss man auch einkalkulieren.

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uinen_osse 16.10.2011, 09:36
97. Klar doch wir wissen gar nicht mehr wohin

Zitat von lebenslang
zufriedenheit oder unzufriedenheit sagt nichts aus über die tatsächliche materielle not. das problem welches die deutschen haben ist ein luxusproblem, garnicht zu vergleichen mit der not in anderen ländern. höhere zufriedenheit in nicht von luxus geplagten ländern ist kein mysterium sondern eher normal, dort ist man zufrieden - nach vorhergehenden entbehrungen - wenn das dach endlich dicht ist.
mit unserem Luxus - immerhin 6 Euro für einen Vollzeitjob als Fachaerbeiter. Und trotzdem spenden wir jeden Monat - Nein, nicht mehr für Menschen, wir haben Patentiere die einen kleinen Teil - immer noch gross genug - unseres kleinen Einkommens bekommen. Und tun Sie mir einen Gefallen! Schreiben Sie: W"... das problem welches EINIGE deutschen haben ist ein luxusproblem, garnicht zu vergleichen mit der not in anderen ländern."

Ihre Verallgemeinerungen öden langsam an. Es gibt genug Deutsche die kämpfen müssen, die sich jeden Kinobesuch verkneifen mit den Enkeln, die das letzete mal 2004 in Urlaub waren, die die letzte Lohnanpassung vor 11 Jahren hatten und bei denen am Ende des Geldes noch viel Monat übrig ist ... ja diese Menschen gibt es auch hier ... unser Dach müsste nach Hundert Jahren übrigens mal völlig neu gedeckt werden, völlig illusorisch bei einem Einkommen am Mindesteinkommen ... also wird das Dach weiter geflickt.

Und ich wundere mich immer nur wie ein paar unbedarfte wie Sie davon ausgehen dass wir alle zusammen im Luxus schwelgen.

Sicher - Luxus ist relativ, aber man sollte zumindest von einem Einkommen im Vollzeitzob einigermassen menschenwürdig leben können, nicht wahr?

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Nr82136 16.10.2011, 09:43
98. ...

Zitat von oeflinger
Ich lebe als Deutscher in China, und ich weiss das will jetzt wieder keiner hoeren, wie schon oft zuvor hier im Forum, denn was nicht sein darf, kann nicht sein... ABER: Die Chinesen sind hoch zufrieden mit ihrer Situation und auch mit ihrer Regierung... Das hat auch viel mit dem enormen Wachstum der letzten Jahre zu tun, unsere Chinesischen Angestellten bekommen im Schnitt 15% mehr Gehalt pro Jahr! Und viele Lusxusgueter wie Autos sind fuer eine immer breitere Masse zugaenglich... Aber da ihr nichts anderes hoeren wollt... Bitte... Chinesen sind arm, werden bloed gehalten, unterdrueckt und sind unzufrieden...
Sie kennen Chinesen, die für Ihre Firma arbeiten. Die sind noch lange nicht repräsentativ.
Und dass ihre Firma pro Jahr 15 % mehr Gehalt zahlen kann, liegt entweder daran, dass Ihre Angestellten pro Jahr mindestens 15 % produktiver werden (in einem Schwellenland möglich, in einem hoch entwickelten Land nicht), oder daran, dass Ihre Firma Jahr für Jahr Preiserhöhungen am Markt durchsetzen kann, oder daran, dass Ihre Firma bisher den Angestellten einen Großteil des Ihnen nach der Wertschöpfung zustehenden Gehaltes vorenthalten hat.

Zum Thema Autos verweise ich auf die hunderte Kilometer langen Lastwagenstaus.

Zum Thema blöd gehalten: Es ist unbestritten, dass die Menschenrechte in China mit Füßen getreten werden, dass es Medienzensur, insbesondere Internetzensur gibt.

Tauschen möchte ich weder mit Ihnen noch mit Ihren Angestellten.

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Nr82136 16.10.2011, 10:07
99. ...

Zitat von marcuswd
Zhang Danhong (42), bis dato stellvertretende Redaktionsleiterin der China-Redaktion des Auslandssenders Deutsche Welle, ist seit kurzem „suspendiert”. Sie erhielt ein Auftrittsverbot und darf nicht mehr ans Mikrophon der DW. Die Gründe dafür sind inzwischen Gegenstand öffentlicher Debatten, obwohl es von der Deutschen Welle nur wenig und von ihrer Redakteurin Zhang keine öffentliche Erklärung zu den Vorgängen gibt: Zhang Danhong bekam einen Maulkorb verpasst, weil sie bei Illner im ZDF sowie in zahlreichen Zeitungs- und Rundfunkinterviews auf die erwünschte, erwartete und übliche China-Schelte verzichtet und ihre eigene Meinung geäußert hatte. Sie wurde von ihrem Arbeitgeber abgestraft für den löblichen Versuch, das von arroganten, hämischen deutschen Medienleuten verbreitete Zerrbild von der VR China ein wenig sachlicher zu zeichnen.
Danke, Genosse Propagandasekretär.
Es ist Tatsache, dass Menschenrechte in China mit Füßen getreten werden. Und dass dort autokratisch regiert wird.

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