Forum: Wirtschaft
Umfrage zum Wohlstand: Armes Amerika, reiches China

Der Wohlstand der*Amerikaner sinkt*dramatisch. Laut einer Gallup-Umfrage haben 19 Prozent*kein Geld für ausreichend Nahrung. Brisant ist der Vergleich mit China - hier beklagen dies nur 6 Prozent. Auch andere Armutsindikatoren zeigen: Den US-Bürgern geht es immer schlechter, den Chinesen immer besser.

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Vollidiot und Millionär 16.10.2011, 01:42
70. Und nun berichtet sogar der Spiegel...

Nachdem ich schon seit Jahren die Zahl der der US Amerikaner verfolge, die Foodstamps(Essensmarken) beziehen verfolge, nun diese Studie. Ich gebe aber den Foristen recht, die die Studie kritisieren, weil Zufriedenheit wirklich ein "weicher" Faktor ist und nicht vergleichbar ist, was jeder Laie schon ahnt. Bei Interesse zu "harten" Fakten: http://www.fns.usda.gov/pd/34SNAPmonthly.htm
Immer wieder Empfehlenswert: Querschuesse.de

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AGA2759 16.10.2011, 01:49
71. Zustimmung

Zitat von passagier1
Bewiesen werden soll mit dieser Umfrage das geringes oder gar kein Wirtschaftswachstum ohne Umweg zum Absturz ins Elend führt. Gezeigt wird allerdings nur, was man auch schon vorher wußte. Jemand der vorher nie einen Kühlschrank hatte ist beim Erwerb zunächst einmal euphorisch gestimmter, als jemand der auf einen großvolumigen Spritschlucker verzichten muß. Exponentielles (prozentuales) Wachstum funktioniert nicht unbegrenzt. Die "No Limit" - Blasen zerplatzen in immer kürzeren Abständen. Irgendwann ist immer Ende im Gelände und das gilt für jeden und alles auf diesem Planeten.
Wenn der Ami auf Maine-Lobster zum Abendessen verzichten muss und der Chinese statt einer handvoll Reis sich jetzt einen Hähnchenschlegel leisten kann, ist das keine Katastrophe.

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hokie 16.10.2011, 02:22
72. Ammenmaerchen

Zitat von Kalix
Ein wesentlicher Grund für die Preissteigerungen von Kraftfahrstoffen und Heizöl im Winter ist, daß die USA seit Jahrzehnten unterversorgt sind. Die Folge ist, daß vor der Kälteperiode die Nordseehäfen Rotterdam und Antwerpen "fast" überlaufen, denn die europäischen Raffinerien wissen, daß die Amerikaner jeden Preis zahlen (müssen)
Etwa 8 Millionen Haushalte in den USA werden mit Heizoel beheizt.
Geht man nun davon aus das es etwa 110 Millionen Haushalte in den USA gibt, dann werden weniger als 8 Prozent davon mit Oel beheizt!
Wenn man bedenkt, dass
Gas in den USA weitaus guenstiger ist als Heizoel, die Heizgeraete guenstiger sind und der Wirkungsgrad deutlich besser ist wird der Anteil an Heizoelnutzern in Zukunft nicht steigen.

New York State, Massachusetts und Pennsylvania sind die TOP3 US Verbraucher fuer Heizoel, ich bin mir sicher das der Konsument in Zukunft auch dort vermehrt auf Gas umgesteigen wird; und bis dahin gibt es zumindest PIA !

2009 wurden von privaten US Konsumenten etwa 4.5 Milliarden Gallonen Heizoel verbraucht.
Gemessen am totalen Verbrauch ist das eine recht kleine Summe.
Die Top Quellen fuer importierte destillierte Oelprodukte sind Canada, Russland und die Virgin Islands.
Ich glaube nicht das diese sehr viel ihres Geschaeftsverkehrs ueber Rotterdam/Antwerpen abwickeln!

So viel zum Thema die USA MUESSEN jeden Preis fuer Heizoel aus 'Rotterdam' zahlen ...

Als ob es in Europa selbst zu dieser Jahreszeit keine erhoehte Nachfrage nach Heizoel gaebe ...

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notty 16.10.2011, 02:39
73. Nicht jeder ist willkommen....

Zitat von Der Pragmatist
Bisher hat man aber immer noch keine Einreisewelle von Amerikanern oder Europaeren nach China gesehen. Es ist immer noch umgekehrt. Pragmatist
Es wird auch keine Einreisewelle geben, weil China selektiv mit den Antragstellern umgeht. Nur Qualifizierte sind willkommen.
Asylanten und Minderqualifizierte haben in China keine Chance...die gehen wohl woanders hin.....

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blumt0pf 16.10.2011, 02:46
74. Relativieren...

Wenn ein Chinese vor 10 Jahren 1 Schüssel Reis am Tag hatte und heute auf einmal 3 bekommt, dann freut er sich mehr als ein Amerikaner, der vor 10 Jahren noch 10 Hamburger am Tag hatte, aber heute nur noch 5. Klar hungert der eine mit nur fetten 5 Burgern, wenn er vorher 10 hatte. Der andere ist aber mit 3 Schüsseln Reis satt...

Jedoch ist die Aufholjagd der Chinesen gigantisch! Vor 10 Jahren war das noch ein Agrarland, das niemand mit einer Wirtschaftsmacht in Verbindung gebracht hat. Vor ca. 5 Jahren wurden die Chinesen das erste Mal als neue Wirtschaftsmacht gehandelt.
Und heute zweifelt niemand mehr, dass die Chinesen bald die wirtschaftliche & politische Weltmacht Nr. 1 werden.
Das Tempo ist beängstigend!

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notty 16.10.2011, 02:49
75. Ideologie....

Zitat von oeflinger
Ich lebe als Deutscher in China, und ich weiss das will jetzt wieder keiner hoeren, wie schon oft zuvor hier im Forum, denn was nicht sein darf, kann nicht sein... ABER: Die Chinesen sind hoch zufrieden mit ihrer Situation und auch mit ihrer Regierung... Das hat auch viel mit dem enormen Wachstum der letzten Jahre zu tun, unsere Chinesischen Angestellten bekommen im Schnitt 15% mehr Gehalt pro Jahr! Und viele Lusxusgueter wie Autos sind fuer eine immer breitere Masse zugaenglich... Aber da ihr nichts anderes hoeren wollt... Bitte... Chinesen sind arm, werden bloed gehalten, unterdrueckt und sind unzufrieden...
Ich kann Ihrem Statement nur beipflichten, in jeder Beziehung....Leider ist das ideologische Eindreschen auf dieses Land zum System geworden.
Amerika gibt vor, die anderen plappern nach. (Ueberbewertung des Yuan, Menschenrechte etc.)
Dass Amerika seinen Dollar nach unten treibt und es mit den Menschenrechten sichtbar nicht so meint, scheint niemanden der "Wertegemeinschaft" zu stoeren....

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notty 16.10.2011, 02:55
76. Nicht Up-to-Date

Zitat von oeflinger
Dem kann ich zustimmen, daher sind in China auch Kredit und Kreditkarten Zinsesn enorm hoch weil sie schon heute sehr hohe Ausfallquoten haben. Hinzu kommt noch, dass es eine gigantische Immobilienblase gibt, es werden Wohnungen und Haeuser gekauft mit harrstreubenden Finanzierungen, jedoch gibt es in Staedten wie Shanghai, Shenzen, Bejing 80% Leerstand. Es wird alleine auf die Wiederverkaufsrendite gezaehlt, kommt aber der Tag X an dem mehr verkaufen wollen als kaufen, werden die Immobilienpreise ins bodenlose Fallen...
Sie sind, wie die Meisten hier, die sich ueber China echauffieren, nicht auf dem neuesten Stand. Die Regierung hat schon laengst Bremsmassnahmen eingeleitet, die eben diese Erscheinungen daempfen.

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notty 16.10.2011, 03:05
77. One Child Policy ist ok

Zitat von RioTokio
Wie? Die Einkindpolitik finden Sie offenbar super, ein tolles Beispiel für familiäre Verhältnisse? Man glaubt es nicht.....
Die Einkindpolitik ist super und sollte Indien (Indien hat sich vorgenommen China als zahlreichstes Volk zu "ueberholen"...welch ein Ziel)und Afrika als Vorbild dienen....es sei denn Sie sind ein Befuerworter von endlosen Hilfsprogrammen und "Luftbruecken"....

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hokie 16.10.2011, 03:52
78. Ammenmaerchen Teil zwo

Zitat von Kalix
In der Infrastruktur (Schiene, Straße, Energie) wird seit Jahrzehnten kein Geld investiert; hieraus ergibt sich eine krasse Wettbewerbsunfähigkeit.
'kein' impliziert NULL, dass ist Falsch!

Seien Sie doch froh das die US-Produktion so "wettbewerbsunfaehig" ist, denn sonst haetten Sie vermutlich keinen Job mehr und die Russen muessten deutsche Staatsanleihen stuetzen und niemand koennte mehr die EU retten...

Zitat von
Autobauer wie Ford und GM holten sich ihre Erkenntnisse bei den europäischen Töchtern; sie selbst in USA wären auch heute noch nicht in der Lage, international wettbewerbsfähige Autos zu bauen.
Der heimische Markt ist gross genug fuer die US Autohersteller.
Alles andere ist zumindest so nebensaechlich, dass es keine gesonderte Produktpalette rechtfertigt!
Weiterhin ist die geografische Lage der USA ,sagen wir, nicht gerade foerderlich um weltweit Automobile zu verkaufen, vor allem bei den zu erwartenden relativ kleinen Gewinnspannen.
Warum gibt es noch immer US Autohersteller, wo doch vermeintlich nur deutsche Ingenieure und Arbeiter Automobile herstellen koennen?

Warum dominieren Fahrzeuge aus dt. Produktion(!) nicht laengst den US Markt?
Vermutlich weil die "Internationale Wettbewerbsfaehigkeit" fuer Sie nur in eine Richtung gilt...

Zitat von
Die zivile Luftfahrt wird finanziert mit Milliarden von $ über die Militäreinnahmen; Forderungen der EU, bei Boeing die zivile von der militärischen Sparte zu trennen, werden seit Jahrzehnten von den USA zurück gewiesen.
Boeing ist ein Aktienunternehmen.
Ob und welche Sparten aus dem Konsortium herausgeloest oder aufgegeben werden obliegt ersteinmal nicht den Wuenschen der US Regierung und schon gar nicht denen der EU!

Da Sie Boeing Quersubventionierung vorwerfen wuerde ich dafuer gerne konkrete Zahlen sehen.
Ich glaube es naemlich nicht, dass die Einnahmen aus dem militaerischen Bereich von Boeing derart massiv sind das zivile Produkte unter Selbstkosten verkauft werden koennen.

Es ist in der Tat anzunehmen das die Gewinne aus dem militaerischen Bereich den Grossteil von Boeings F&E finanzieren, davon profitiert aber insbesondere die zivile Entwicklung.
Das ist alles andere als illegal bzw kritikwuerdig;
dass waere so als wenn Sie einem Automobilhersteller verbieten wuerden die Gewinne die dieser mit dem Verkauf von benzinbetrieben Autos erwirtschaftet hat in die Entwicklung von Hybriden etc pp zu investieren!

Zitat von
GE gründete ein Gesellschaft, mit dem Ziel den Export zu forcieren. Nachdem die Ware in Europa überall landete, nur nicht da, wo sie hin sollte, mußte ein komplettes Team von Transportkaufleuten aus Europa zusätzlich engagiert werden; zu oft wurde London mit Paris verwechselt.
glaub ich nicht ...
Belege dafuer, ausser ihrer Annahme dass alle US Amerikaner generell "dumm" sind?

Zitat von
und den Exportmarkt hat es nie gegeben und wird es auch nicht geben
Ohne Worte, ein Link reicht!

Zitat von
Ein Geschäftspartner kündigte nach 22 Jahren vollkommen überraschend seinen Job, ohne ein Mehr zu verdienen. Seine Antwort: mein Arbeitsweg ist ab sofort 8 km kürzer; vorher für er 13 km.
Ich erkenne leider nicht wie dieser Faktor in ihre allgemein unsachliche US Kritik hinein passt;
ausser das "er" vllt keine Lust mehr hatte mit Ihnen Geschaefte zu machen?!

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winnithepooh 16.10.2011, 04:05
79. Ich war heuer privat sowohl in den USA als auch in China

was ist mir aufgefallen?
Einerseits eine verführerisch glamouröse Welt in Las Vegas, die mir ein paar Tage ganz gut gefallen hat, man sich aber auch leisten können muss. Andererseits eine sehr dynamische "Volksgemeinschaft", in der sich meinem Anschein nach jeder alles Lebensnotwendige leisten kann. Hohe Wertverluste an Hauseigentum in L.V. in den letzten Jahren, dem gegenüber rapide wachsende Wohnungspreise allerorts in den chinesischen Städten. Mobilität nur mittels PKW gegenüber intensiv genutzten und preisgünstigen öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bahn, Bus und Taxis in China. In beiden Ländern ist das Hotelpersonal überaus freundlich - in China mit Arbeitszeiten von 6 x 10 Stunden pro Woche und viel Personal. Großes Warenangebot in den "Malls" und kleinen Läden hier wie dort, ebenso große Preisunterschiede je nach Lage der Geschäfte. Energie scheint in beiden Ländern genügend produziert und vergeudet zu werden. Umweltverschmutzung (Flüsse, Luft) ist in China sehr auffällig.

Ja, und noch eines: Deutschland / Österreich sind hoch angesehen, trotzdem, weder habe ich Amerikaner getroffen, die gerne nach Europa auswandern möchten, noch Chinesen; dort ist nach wie vor Amerika das Ziel allfälliger Auswanderungsträume - ist das nicht hierzulande ebenso? Aber grundsätzlich sind Amerikaner wie Chinesen glücklich mit und in ihrem Land, so mein Eindruck. Sind wir das auch?

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