Forum: Wirtschaft
Umfrage zur Zukunft: Die Mehrheit der Deutschen hat Angst - aber wovor?
DPA

Die Deutschen blicken laut einer Umfrage extrem pessimistisch in die Zukunft. Der Anteil der angsterfüllten Menschen hat sich demnach seit 2013 verdoppelt. Fast 80 Prozent erwarten eine wirtschaftliche Verschlechterung.

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robin-masters 16.12.2015, 08:09
20. Normal

entgegen der Jubelpresse geht es den Menschen nicht so gut wie noch nie, auch wenn uns das die "Elite" dieses Landes weis machen will. In Europa schon gar nicht.

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Ährengast 16.12.2015, 08:09
21. Ernsthaft?

Eine "Stiftung für Zukunftsfragen" fragt die Deutschen, ob sie Zukunftsängste haben, und fragt sie NICHT, was die Gründe für ihre Sorgen sind? Wieso das denn, hat etwa das Geld nicht mehr gereicht? Oder will man es gar nicht so genau wissen? Hat ja irgendwie auch Vorteile: "es bleibt also Interpretationsspielraum", na klar. Also bloß nicht fragen, kostet bloß Geld und könnte Erkenntnisse bringen.

Übrigens versteht man unter "German Angst" NICHT "das Phänomen, dass die Deutschen schon immer Sorgen hatten, die Zukunft werde nicht so positiv wie die Gegenwart." (Wenn dem so wäre könnte die German Angst ja gar nicht zurückkehren, weil sie wg. dem "schon immer" nie weg gewesen wäre.) Sondern vielmehr eine gewisse Zögerlichkeit und die Neigung, bei krisenhaften Ereignissen gleich den Teufel an die Wand zu malen.

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alaba27 16.12.2015, 08:12
22. Na wovor wohl ?

"Wir schaffen das !" So hören wir es ununterbrochen. Vielleicht haben doch einige Angst davor, dass es ihnen zukünftig schlechter geht als heute - und nicht nur ein bißchen. Aber davon sind unsere Parlamentarier ja mit ihren Diäten (die sie selbst bestimmen) und aberwitzigen Pensionen weit entfernt. Also muss das gemeine Volk dran glauben.

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mariendistel 16.12.2015, 08:14
23. German Angst?

Und das soll bedingt durch "German Angst" sein? Ich fasse es nicht! Das rechstexremistische, demokratiefeindliche Wahlverhalten diverser EU-Staaten beruht wohl einfach auf Lust und Laune?
Aber nein, die einzigen Angsthasen sind wieder einmal die Deutschen (Achtung, Ironie!). Was soll uns das suggerieren? Dass wir endlich den Mut haben sollen, TTIP zu akzeptieren?

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Pusteblume68 16.12.2015, 08:14
24. Um es mit Pelzig zu sagen:

Diejenigen mit der geringsten Zukunft haben wieder mal die größten Ängste.

Also Rentner können wirklich gelassen bleiben, es sei denn, man gehört schon den von Altersarmut betroffenen oder sieht einem nicht bezahlbaren Pflege-Ende entgegen. Die Jugendlichen kann ich dagegen gut verstehen.

Aber ist auch ein bisschen dumm, mal gar nicht danach zu fragen, wovor die Deutschen denn nun genau Angst haben. Das entwertet die Umfrage auch ein ganzes Stück.

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hektor2 16.12.2015, 08:18
25. Prophezeiung

In der Psychologie nennt man sowas, glaube ich, selbsterfüllende Prophezeiung.

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AufJedenFall 16.12.2015, 08:24
26.

Hat der Spiegel grad wirklich gefragt, wovor man Angst haben soll? Ich mein die Antwort ist zeimlich klar. Bestimmt nicht vor der Million Flüchtlinge im Land und deren Integration, die uns Millarden Kosten wird. Und bestimmt nicht vor den nächsten 2 Millionen die im nächsten Jahr kommen werden. Bestimmt auch nicht vor einer Regierung die auf diese Frage einfach keine Antwort haben will und lieber auf den Friedensnobelpreis aus ist. Aber ganz bestimmt nicht vor einen Terrorangriff der mit dem Eingreifen deutscher Soldaten viel unwahrscheinlicher wird.
Dem Spiegel wird das auch klar sein, nur will mein die Wahrheit hier nicht hören.
Aber mein Vorredner hatte schon recht, die Studie hätte schon danach fragen sollen.

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qoderrat 16.12.2015, 08:24
27. Pessimismus

Irgendwie kein Wunder, wenn sich die Regierungsparteien nur noch von Krise zu Krise hangeln und wie es selbst manche Politiker schon geäussert haben, "auf Sicht fahren".

Weder Regierungsparteien noch Opposition sind in irgendeiner Weise noch in der Lage, einen Ausblick zu geben, der einen positiv in die Zukunft blicken lässt.
Das fatale ist, selbst wenn eine Partei dazu in der Lage wäre einen Plan vorzustellen, vermutlich würde selbst dies inzwischen nichts mehr nutzen, da das Vertrauen in die Politik im gesamten ebenfalls massiv angeschlagen ist.

Dazu kommt noch die systematische Verunsicherung des Arbeitnehmers, die genutzt wird um die Lohnkosten so gering wie möglich zu halten, auch dies trägt nicht zum Eindruck einer sozialen Absicherung bei.

Der derzeit zu beobachtende Raubbau an den sozialen Sicherungssystemen und der Ausblick auf eine Rente die sich ebenfalls an der Grundsicherung orientiert tun ihr übriges.
Dieser Pessimismus ist einfach nur das Ergebnis einer realen Verschlechterung der Zukunftsaussichten. Wird die Bevölkerung zunehmend belastet, merkt sie das ab einem gewissen Punkt auch wenn es wehtut.

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mamobi 16.12.2015, 08:24
28.

Der Konsum könnte sinken. Na, und?!
Für unsere Umwelt wäre es gut, wenn wir weniger unnötige Dinge produzieren und kaufen. Der Konsum von armen Menschen sinkt in der Regel kaum, wovon auch! Die, die viel haben, sollten aufhören zu jammern.
Wenn wir dann noch die Leute, die vorher Krempel produziert haben, für sinnvolle Aufgaben - doch, die gäbe es! - einsetzten, hätten wir unser nächstes "Wirtschaftswunder".

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Leser161 16.12.2015, 08:25
29. Ja wieso nicht?

Die Ausgaben steigen permanent. Und sei es durch die Inflation. Neue Steuern und Abgaben und Mauten kommen bestimmt (das sagt die Erfahrung). Faktischer Pflegeheimzwang zwingt einen dazu seine Lieben in teure Pflegeheime mit schlechtem Service zu stecken. Etc.

Gleichzeitig wird man nicht jünger. Da sinkt halt die Leistungsfähigkeit. Das darf einem in unserer Wirtschaft aber nicht passieren. Dadurch verschlechtert sich die Verhandlungsposition wenn es um Gehaltserhöhungen geht. Man kann obiges also nicht ausgleichen. Gleichzeitig wird ultimative Mobilität erwartet. Umziehen ist aber gar nicht mal so günstig. Von Verlusten beim Abstoßen bestehenden Wohneigentums mal abgesehen.

Plus: Der Staat plündert die Rentenkassen und nutzt diesen Umstand hohnlachend um uns Bürgern eine eine kleine Versicherungsubvention aufs Auge zu drücken (Riester).

Und da soll ich mir keine Sorgen machen. Weil ich das schaffe? Und da wundert ihr euch über extremistische Nicht-GroKo-Wähler?

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