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Umfragetief: Was der SPD wirklich fehlt
REUTERS

Die SPD hofft, dass ihr neuer Kanzlerkandidat Martin Schulz die Wahl gewinnt. Doch neues Personal allein wird das Umfragetief nicht beenden.

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paulvernica 27.01.2017, 14:20
1. Es fehlt Glaubwürdigkeit

In den letzten ganzen Jahrzehnten hat die SPD Deutschland nicht den Stempel aufdrücken können. Es ist die Aufgabe der SPD, dass es auch für die "kleinen" ein lebenswertes Land ist und man ohne Not über die Runden kommen kann.
Wieso haben wir erst seit letztem (oder war es vorletztes) Jahr einen Mindestlohn ? Wieso gibt es immer noch nicht genug bezahlbaren Wohnraum.
Und wenn man dann liest dass Lobbyisten zb für ein Mittagessen mit Heiko Maas 7000 Euro zahlen und die SPD das Geld auch annimmt, dann weiss man warum die SPD im Keller ist. Und das wird mit Schulz nicht besser.

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Attila2009 27.01.2017, 14:21
2.

Neues Etikett auf alten Flaschen und derselbe fade Inhalt.

Erst wenn es Martin Schulz tatsächlich schafft die SPD wieder an ihr bereits vorhandenes Programm zu erinnern und vielleicht auch in den letzten Monaten der Regierungsbeteiligung paar neue Duftmarken setzt, bekommen die wieder Kredit von mir.
Einen Blankoscheck um dann anschließend doch wieder die bleierne Merkel zur Kanzlerin zu machen bekommen sie nicht mehr. Jetzt müssen die erst liefern. Ich wurde genug verarscht.

Ich werde beobachten wie sie die letzten Monate Koalition mit der CDU umgehen.
Konsequent wäre es die Groko jetzt sofort platzen zu lassen und schnelle Neuwahlen anzustreben.Erst dann wäre ich sicher dass die SPD etwas anders machen will.

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robert_be 27.01.2017, 14:21
3. Die SPD hat keine Botschaft !

In den letzten Jahren ist die SPD immer mehr zum Mitläufer geworden. Wenn etwas gut funktioniert, dann dank uns, wenn etwas nicht klappt, sind wir nicht daran schuld. Unfähige Politiker (Nahles...) und die Menschen ignorierende und beleidigende Chefs (Pack und braune Brühe...) tun ein Übriges, um die profillose Partei immer weiter in die Bedeutungslosigkeit abdriften zu lassen. Daran wird auch Schulz nichts ändern können. Und die Möglichkeit, dass die SPD versuchen wird, aus purer Machtgeilheit in D eine RRG-Regierung zu installieren dürfte viele denkende Wähler zusätzlich stimulieren, ihr Kreuz NICHT bei der SPD zu setzen !

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günterjoachim 27.01.2017, 14:24
4. Ein Debakel...

Die SPD steuert mit Martin Schulz für die Kanzlerkandidatur auf ein Jahrhundertdebakel zu. Die Forsa Umfrage
mit dem Beliebtheitsvergleich mit Frau Merkel ist eine absolute Lachnummer. Forsa halt...

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Horatio Caine 27.01.2017, 14:25
5. Ziemlich gut auf den Punkt gebracht

Hier musste ich lachen, weil m.E. so wahr:

"Bei den Sozialdemokraten klingt die knackige Botschaft etwas verkürzt in etwa so: Wir stehen natürlich zur Agenda 2010, zu den harten Reformen, mit denen wir Deutschland wirtschaftlich aus dem Elend überhaupt erst gerettet haben, nur, naja, war jetzt vielleicht nicht alles so gut, und ein bisschen sozialer muss das alles natürlich auch sein, klar, auch viel gerechter, vor allem wegen dieser schlimmen Globalisierung, die im Grunde ja gut ist, wobei wir natürlich auch immer noch überzeugt sind, dass zu viel Soziales auch wieder nicht gut ist, weil, äh, ja. Mach Du mal, Schulz."

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curiosus_ 27.01.2017, 14:25
6. Wenn ich höre, dass z.B. Frau Nahles...

...ernsthaft überlegt die Arbeitszeitregelungen im Arbeitszeitgesetz (max. 10 h Arbeitszeit, plus Pausen, am Stück und mindestens 11 h Ruhezeit) drastisch zu "liberalisieren" - dann hat die SPD noch zu wenig neues Personal um wieder bei ihrem Klientel zu punkten.

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tomxxx 27.01.2017, 14:26
7. Fricke pflegt sein eigenes Postfaktentum...

er schreibt über die Dinge über die er schreiben will, egal ob sie tatsächlich ursächlich für das sind, was er kritisieren will. Es geht schon damit an, dass in einem Verhältniswahlrecht die mittelmäßige Kandidatin gewonnen hätte...

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Morpheus Nudge 27.01.2017, 14:26
8.

Ich gehe zwar konform mit Ihren Einordnungen, finde aber die Arbeit des Genossen der Bosse und seines Teams noch viel zu sehr mit Samthandschuhen angefasst.

Schröder brauchte nur was zum Glänzen und zerfetzt deshalb den Sozialstaat entgültig, um dann beim Abdanken seltsam schnell in einen russischen Vorstand zu entfleuchen. Und seine Erben sind nur seine Erben und auch keine Sozen. Das sind für mich die Kernprobleme der SPD. Ich kriege regelmäßig "die Picken", wenn er wieder als weiser Altkanzler in Medien auftaucht.

Sobald ich die SPD nicht mehr als "Verräterpartei" wahrnehme, bin ich wieder Stammwähler, aber noch sehe ich das nicht.

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Kohlenkeller 27.01.2017, 14:31
9. Erst wenn

...die SPD die unsägliche Regelung abschafft, dass man nach einem Jahr (unverschuldeter) Arbeitslosigkeit sofort unter die Hartz 4-Regelung fällt, könnte sich für die Leute und auch die SPD etwas grundsätzlich ändern. Diese Regelung ist nämlich der Grund für die (berufliche) Unsicherheit der meisten Leute!

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