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Umfragetief: Was der SPD wirklich fehlt
REUTERS

Die SPD hofft, dass ihr neuer Kanzlerkandidat Martin Schulz die Wahl gewinnt. Doch neues Personal allein wird das Umfragetief nicht beenden.

Seite 26 von 29
amuseemanc 27.01.2017, 20:15
250.

Auch ein Kanzlerkandidat Schulz wird der SPD nicht viel helfen denn - der Autor hat es schon umschrieben - wer seine ehemalige Klientel so vor den Koffer ********** hat, braucht bei
denen nicht mehr anklopfen, egal wer da vor der Tür steht.
Die Rechnung ist eben nicht aufgegangen, wie damals Schröder & Co es sich so gedacht hatten:
"Moderne Sozialdemokratie" und die ach so tolle "neue Mitte" im Blick. Für die machen wir
jetzt Politik. Ja, die CDU Klientel hat sich artig bedankt und wählt weiterhin das Original. Und die
CDU hat sich eins ins Fäustchen gelacht, dass die SPD so dämlich war und die Drecksarbeit gemacht hat. Hätte Helmut Kohl sowas wie Agenda 2010 gewagt, die SPD und die Grünen wären Sturm gelaufen dagegen!
Nun haben sie den Salat. Die neue Mitte wählt sie nicht und die eigene Klientel haben sie für immer
verloren. Die werden ihr nicht mehr trauen, zumal die SPD immer noch "ihren Schröder" feiert und nicht den Mut aufbringt, die Schröder Politik als das zu benennen was sie war: fatal und zutiefst desaströs.

Mal abgesehen davon, wie sich die Agenda 2010 bei den Betroffenen in Zahlen auswirkt: Die Spaltung und die strukturale Gewalt, die sie in der Gesellschaft ausgelöst hat und der politische Flurschaden ist immens. Die SPD wird allenfalls nur noch Juniorpartner sein. Die reaktionären Kräfte gewinnen an Fahrt. Es ist so manches wieder denkbar, was man längst als erledigt betrachtet hatte. Der Staat, das System steckt in einer tiefen Glaubwürdigkeitskrise. Das kommt eben dabei raus, wenn man die Lektionen der Geschichte wieder vergisst und alles nur durch die ökonomische Brille sieht, die Menschen aber dabei vergisst.

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james.n 27.01.2017, 20:24
251. Die Story, die die SPD braucht, gibt ...

... es doch: Merkel muss weg, heißt sie. Gabriel hat in seinem Stern-Interview Merkels Fehler in der Flüchtlingspolitik bereits aufgezeigt. Der Wahlkampf wird sich ohnehin primär mit diesem Thema befassen. Martin Schulz, der SPD-Hoffnungsträger, kann unbekümmert herumholzen, losgelöst von dem Gedanken, ob er es auf der Regierungsbank 2015/16 sehr viel anders als Gabriel gemacht hätte.

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Neandiausdemtal 27.01.2017, 20:47
252. Einer wie Sie......

Zitat von robert_be
In den letzten Jahren ist die SPD immer mehr zum Mitläufer geworden. Wenn etwas gut funktioniert, dann dank uns, wenn etwas nicht klappt, sind wir nicht daran schuld. Unfähige Politiker (Nahles...) und die Menschen ignorierende und beleidigende Chefs (Pack und braune Brühe...) tun ein Übriges, um die profillose Partei immer weiter in die Bedeutungslosigkeit abdriften zu lassen. Daran wird auch Schulz nichts ändern können. Und die Möglichkeit, dass die SPD versuchen wird, aus purer Machtgeilheit in D eine RRG-Regierung zu installieren dürfte viele denkende Wähler zusätzlich stimulieren, ihr Kreuz NICHT bei der SPD zu setzen !
.....wählt doch sowieso rechts. Mithin ist es völlig egal, was Sie zu dem Thema meinen. Und natürlich war es richtig von Gabriel braunes Pack auch als solches zu bezeichnen.

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unschärfer 27.01.2017, 20:48
253.

ca. 25% ?

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Gleichstrom 27.01.2017, 20:49
254.

Zitat von amuseemanc
Auch ein Kanzlerkandidat Schulz wird der SPD nicht viel helfen denn - der Autor hat es schon umschrieben - wer seine ehemalige Klientel so vor den Koffer ********** hat, braucht bei denen nicht mehr anklopfen, egal wer da vor der Tür steht. Die Rechnung ist eben nicht aufgegangen, wie damals Schröder & Co es sich so gedacht hatten: "Moderne Sozialdemokratie" und die ach so tolle "neue Mitte" im Blick. Für die machen wir jetzt Politik. Ja, die CDU Klientel hat sich artig bedankt und wählt weiterhin das Original. Und die CDU hat sich eins ins Fäustchen gelacht, dass die SPD so dämlich war und die Drecksarbeit gemacht hat. Hätte Helmut Kohl sowas wie Agenda 2010 gewagt, die SPD und die Grünen wären Sturm gelaufen dagegen! Nun haben sie den Salat. Die neue Mitte wählt sie nicht und die eigene Klientel haben sie für immer verloren. Die werden ihr nicht mehr trauen, zumal die SPD immer noch "ihren Schröder" feiert und nicht den Mut aufbringt, die Schröder Politik als das zu benennen was sie war: fatal und zutiefst desaströs. Mal abgesehen davon, wie sich die Agenda 2010 bei den Betroffenen in Zahlen auswirkt: Die Spaltung und die strukturale Gewalt, die sie in der Gesellschaft ausgelöst hat und der politische Flurschaden ist immens. Die SPD wird allenfalls nur noch Juniorpartner sein. Die reaktionären Kräfte gewinnen an Fahrt. Es ist so manches wieder denkbar, was man längst als erledigt betrachtet hatte. Der Staat, das System steckt in einer tiefen Glaubwürdigkeitskrise. Das kommt eben dabei raus, wenn man die Lektionen der Geschichte wieder vergisst und alles nur durch die ökonomische Brille sieht, die Menschen aber dabei vergisst.
Ein harter Bruch müßte her. Mit den Fehlern und dem Personal der Vergangenheit.

Das würde die Sozen überhaupt in die Position bringen, Glaubwürdigkeit gewinnen zu können. Erstmal sind vier bittere Jahre Opposition nötig, während der man in sich gehen und nachdenken sollte, ob man wirklich eine zweite CDU braucht, wenn es doch eh schon eine gibt, und die schon mehr als genug ist (mir ist sie mehr als genug, die Hälfte würde locker ausreichen).

Radikal das Personal abwählen und austauschen, einen Neuorientierungsprozeß beginnen und die kommende Wahl schonmal als verloren anerkennen. Wenn ich wüßte, daß das alles passiert und die große Koalition endet, wären die Sozen sogar eine Wahloption. Aber da die genau da weitermachen wollen, wo sie jetzt sind, zumindest nichts Anderslautendes zu hören oder lesen ist, fallen die aus.

Hinter der Geschichte und den Gesichtern muß was hinterstehen. "Opernball und sonstige Reichenechoblasenteilnahmen sind erstmal gestrichen, ab jetzt wird gearbeitet!" wäre ein schöner Satz eines neuen SPD-Vorsitzenden, der zugleich die Schröderei als das anerkennt, was sie ist: Der größte Sündenfall im Tun der Sozen, den sie sich überhaupt je geleistet haben!

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IStefanI 27.01.2017, 21:00
255. Bei

dem Französischen Präsidenten zeigt sich auch ein anderer Trend. Nicht in allen Fällen werden kommunikative und aufrechte Demokraten so stark unterstützt, das sie sich zur Wahl stellen. Wer etwas die ausländische Politik verfolgt, bekommt ja mit das es auch außerhalb von Deutschland kommunikative Demokraten gibt. In dem Fall ist es auch etwas anderes, es ist der aktuelle Präsident.

Gabriel ist immerhin Parteivorsitzender gewesen, und wie auch immer die Meinung ausfällt, hat oft genug formuliert und gezeigt, das er demokratisch orientiert und veranlagt ist. Seine größten Stärken sind wohl gleichzeitig seine größten Schwächen. Unter anderem (individuelle Meinung)- zu viel Schröder, zu wenig Schmidt.

Die Bundes - SPD ist unter dem jetzigen Kanzlerkandidaten interessanter geworden ist. Ohne es hier und jetzt erklären zu wollen oder zu müssen. Allein schon auf Grund der seltsamen Reflexe einiger traditioneller Berliner Systempolitiker. Das bedeutet immer etwas.

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Neandiausdemtal 27.01.2017, 21:12
256. Das sehe ich ähnlich!

Zitat von Gleichstrom
Ein harter Bruch müßte her. Mit den Fehlern und dem Personal der Vergangenheit. Das würde die Sozen überhaupt in die Position bringen, Glaubwürdigkeit gewinnen zu können. Erstmal sind vier bittere Jahre Opposition nötig, während der man in sich gehen und nachdenken sollte, ob man wirklich eine zweite CDU braucht, wenn es doch eh schon eine gibt, und die schon mehr als genug ist (mir ist sie mehr als genug, die Hälfte würde locker ausreichen). Radikal das Personal abwählen und austauschen, einen Neuorientierungsprozeß beginnen und die kommende Wahl schonmal als verloren anerkennen. Wenn ich wüßte, daß das alles passiert und die große Koalition endet, wären die Sozen sogar eine Wahloption. Aber da die genau da weitermachen wollen, wo sie jetzt sind, zumindest nichts Anderslautendes zu hören oder lesen ist, fallen die aus. Hinter der Geschichte und den Gesichtern muß was hinterstehen. "Opernball und sonstige Reichenechoblasenteilnahmen sind erstmal gestrichen, ab jetzt wird gearbeitet!" wäre ein schöner Satz eines neuen SPD-Vorsitzenden, der zugleich die Schröderei als das anerkennt, was sie ist: Der größte Sündenfall im Tun der Sozen, den sie sich überhaupt je geleistet haben!
Und ich sage das als SPD-Mitglied! Allerdings sage ich das nicht nur hier, sondern seit Jahren auch den Mitgenossen.

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luny 27.01.2017, 21:22
257. Mehrheit

Zitat von Spiegelkritikus
Es ist doch ganz einfach: Wenn die SPD bei den Bürgern wieder punkten will, muß sie sich vom neoliberalen Dogma verabschieden und wieder sozialdemokratische Politik machen. Wenn die SPD-Politiker ernsthaft deutlich mehr soziale Gerechtigkeit anstreben, müssen sie linke Politik machen bzw. R-R-Grün realisieren, wobei die Grünen sich ebenfalls auf die anfänglichen sozialpolitischen Positionen ihrer Partei besinnen müssten.
Hallo Spiegelkritikus,

die Rot-Rot-Grüne Mehrheit gibt es im Bundestag seit September
2013. Das war das Wahlergebnis.

Diese Mehrheit gibt es heute immer noch.

Diese Option hat die SPD 2013 abgelehnt und die große Koalition
gebildet, anstatt die CDU/CSU in eine Minderheitsregierung zu
schicken.

Nun gibt es eine erstarkte AfD, die im Sommer 2015 noch bei
unter 5% lag und nur durch die "Flüchtlingspolitik" der amtierenden
Bundeskanzlerin samt ihres Koalitionspartners hoch gespült wurde
und die F.D.P. darf sich auch Hoffnung auf den Wiedereinzug in
den Bundestag machen.

Eine Rot-Rot-Grüne Mehrheit wird es nach meinem Dafürhalten
2017 nicht geben.

Das "Pöstle-Geschiebe" innerhalb der SPD, obwohl durchaus
legitim, halte ich für erbärmlich.

Der Wirtschaftsminister wird Außenminister, der Außenminister
wird Bundespräsident und der ehemalige EU-Parlamentspräsident
wird Kanzlerkandidat der SPD und Parteivorsitzender der SPD.

Es ist ja erfreulich, daß drei Mitbürger ihre Pfründe gesichert
haben, aber was ist mit dem Rest der Bevölkerung?

LUNY

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Gudrun3 27.01.2017, 21:49
258. Erkennungsmelodie der SPD

Erkennungsmelodie der SPD müsste statt personeller Fragen endlich wieder die soziale Frage sein, also echte Reformen zu Gunsten der ungeheuren Mehrheit der Habenichtse gegen die organisierte Bourgeoisie.

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TomRohwer 27.01.2017, 21:53
259.

Ausgerechnet "Mister EU" zum Spitzenkandidaten zu machen, könnte bei der gegenwärtigen weitverbreiteten Unbeliebtheit der EU bei vielen Wählern gründlich nach hinten losgehen.

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