Forum: Wirtschaft
Umgang mit Plantagenarbeitern von Lidl, Aldi & Co.: Lidl lobt sich
Knut Henkel

Lidl wollte nur noch fair gehandelte Bananen anbieten - und ruderte wenige Monate später zurück. Der Kunde wolle halt billige Früchte. Die Konkurrenz um Rewe oder Edeka schwemmte den Markt damit. Der Preiskampf ist ruinös: für die Bauern.

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cuisinier81 06.07.2019, 20:19
10. Hmm...

So wie es hier ruberkommt, haben Rewe etc extra billige Bananen angeboten, als Lidl die Bio Aktion gestartet hat.

Das Problem sind nicht die Kunden, das Problem sind die Konzerne!!! Eben Aldi, Rewe und Edeka... Wenn die eben mit machen würden, dann gäbe es auch keine Diskussion!!!

Und als Kunde... Jeder sollte sich selbst mal überlegen... Schweinefleisch für 2 Euro das Kilo... Was hat das Schwein gefressen? Wo und wie hat es gelebt?

Bananen für 1 Euro das Kilo... Wer hat die geerntet, was steht dahinter?

Möchte ich unter solchen Bedingungen leben... Meine Kinder... Wenn in den Chefetagen bei Edeka, Rewe und Aldi, man die Leute mal zur Verantwortung ziehen würde, das wäre dann gerecht!!! Es sind aber eben diese Herren, die juste den Gewinn im Kopf haben und die eigene Bereicherung, die dafür verantwortlich sind! Und eben diese Herren, würden auch das Leben der Kundschaft j die Hand nehmen, wenn es sich zu Geld machen lässt!!!

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hansa_vor 06.07.2019, 20:23
11.

Zitat von marcwahl
wie einfach es sein könnte, zumindest mal das Minimum zu tun, um Arbeitsbedingungen zu verbessern - und sei es durch den Kauf von fairtrade-Produkten. Solange Konsument*innen nicht bereit sind, die Konzerne abzustrafen, weil das eigene Wohl dann doch näher am Geldbeutel liegt, wird sich nichts ändern. Dabei reden wir noch nicht einmal über Klimawandel, über Trinkwasserknappheit, über Gesundheitsvorsorge und viele Dinge, um die man sich alle sorgen könnte - sondern darüber, ob die Bananen 1 oder 2 EUR kosten. Wird schon...
Könnte am Niedriglohnland Deutschland liegen?

Könnte "MindestlohnMillionäre" geben welche darüber nachdenken müssen ob die Bananen für die Kinder 1,- oder 2,- Euro das Kilo kosten?

Könnte daran liegen dass immer mehr Foristen ihren "Kompass" mal wieder "erden" sollten?

Aber hey, alles wird gut, Fleischhauer ist weg und die linke Denkblase feiert schon seit 2 Wochen ;)

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smickey 06.07.2019, 20:24
12. alles blablabla

such wenn die bananen 10 mal. so teuer waeren, wuerde dem kleinen bauern das gleiche geld gegeben. ausserdem? was heisst denn fairtrade? sollen die bauern da sud dem gleichen lebensstandard wie wir leben? das waere doch fair, oder? alles andere ist leeres gelabere.

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TomTheViking 06.07.2019, 20:24
13. Ist ja man komisch - wieso soll ich die Bedingungen

in Ekuador verbessern? Das müssen die Bewohner des Landes schon selbst.
Ich esse nicht so viele Bananen und mir wäre es Wurst ob ich 1 EUR oder 1,50 EUR/Kilo zahle.

Wenn ich den Gammel sehe was so unter Bio-Bananen läuft, dafür würde ich gar nichts ausgeben.
gelabeltes Zeug ob Fair Trade oder Tierwohl oder oder oder ist mir eh zuwider.

Was ich nicht verstehe - ich habe gerade an der Waage gezogen und zwar neben Qualität ist mi der Preis besonders wichtig. Da war ich doch glatt in der Minderheit weil 71 Prozent wollten Fair Trade Bananen.
Die hätten Lidl doch die Bude einlaufen müssen - oder lügen Leute sich ihr Gewissen rein.

Danach war was mit Windkraft - die selbe hirnlose Frage.

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hansa_vor 06.07.2019, 20:26
14.

Zitat von ecki111
8,20 Fair Trade zu 6,30 Billigprodukt beides bei ca.18kg pro Karton, das macht nach Adam Riese etwas mehr als 10 Cent pro Kilo (ca. 0,35/0,45 Herstellerpreis pro Kilo) Unterschied zwischen fair und billig beim Hersteller. Warum ist über die verschiedenen Zwischenhändler am Ende der Endverkaufspreis prozentual und absolut so viel unterschiedlicher!?
Weil es "konservative" Einkäufer gibt welche schon heute Bananen für 2021 kaufen und die Händler das Risiko einpreisen nicht liefern zu können, während "Waghalsige" erst kaufen wenn die Produktion beendet ist und die Ernte vielleicht besser ausgefallen ist als gedacht.

Heute passiert NICHTS ohne Grund ;)

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loboloco 06.07.2019, 20:27
15. Banana Rama?!

Ich kriege nichts mit von nem „Preiskampf“?! Seit Zonen-Gabys erster Banane sind die Früchte viel zu billig! Das Prestigeobjekt der Ostler richtet sich wohl immer noch nach deren Preisvorstellung... Banane o muerte!

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maxmarius 06.07.2019, 20:27
16.

Zitat von Der Sheldon
...ist verlogen, denn die Organisatoren, die das ganze organisieren, wollen ja auch davon leben, als geht auch für die Knete ab, die dann bei den eigentlichen Erzeugern nicht ankommt. Die Handelsketten sollten das selber nachvollziehbar organisieren, anstatt eine unnütze Organisation zu finanzieren. Ähnlich ist es bei dem unglaubwürdigen "Ohne Gentechnik"-Logo: auch bei diesem staatlich sanktionierten Verbraucherbetrug (das Logo müsste eigentlich wegen der vielen Ausnahmen "Mit ein Bisschen Gentechnik" heissen) wäre es sinnvoller, die Handelsketten würden den Milchbauern bessere Preise zahlen, anstatt den Verein eines abgehalfterten Greenpeace-Aktivisten zu mästen.
Ihre Wortwahl ist irgendwie bezeichnend.
Wer hindert denn die Handelsketten daran, so etwas glaubwürdig zu organisieren und zu kontrollieren? Und welchen Preis erachten Sie denn als fair?
Wie gut die selbst organisierten Projekte des Handels funktionieren sieht man ja beim Tierwohl-Label.
Theoretisch müsste von den Käufern der Produkte, die unter solchen Bedingungen produziert werden, gleich in einen "Flüchtlingsfond" für die kommenden Klima- und Wirtschaftsflüchtlinge eingezahlt werden.

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Knacker54 06.07.2019, 20:32
17. Richtig, das Zeug schippert um die halbe Welt

Zitat von Streifenhörnchen15
Übrigens: Bananen sind nicht so überragend gesund, lieber etwas weniger davon, dafür fair, und von der CO2-Bilanz fangen wir nicht an, das Zeug schippert um die halbe Welt, regionale Ernährung ist anders.
Merkwürdig ist das schon, dass bei der Aufzählung der Kosten im Artikel die Transportkosten so völlig unter den Tisch fallen und so gar nicht erwähnt werden. Was ist da los? Bananen wachsen auch z.B. in der Türkei. Sehr lecker übrigens, wenn die Dinger nicht grün geerntet werden und auf dem Transport "reifen". Fakt ist: Die Bananen, die es hier zu kaufen gibt, schmecken ganz überwiegend sehr bescheiden.
Möglicherweise sollten unsere "Superketten" mal ihre Lieferwege überprüfen...
Ach so, wir haben ja jetzt dieses superneue Handelsabkommen mit Südamerika - alles klar!

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steuerzahler1972 06.07.2019, 20:33
18. Rechenaufgabe

Heute ist Rechnen nicht mehr so wichtig, wie es scheint. Ecki (Forist) hat schon vorgerechnet, dass der meiste Anteil der Biobananen nicht beim Bauern ankommt, sondern beim Bio-Label. Da kann sich jeder seinen Teil denken. Bei Fair-trade Kaffee ist es so, dass nur eine bestimmter Teil des Kaffees zu den besseren Konditionen von Fairtrade aufgekauft wird. Den restlichen Teil muss der Bauer zu einem niedrigerem Preis verkaufen. Ist das gerecht? Der Rest wird ja dann auch unter diesem Label versilbert. Was den Anteil von 10% Biobananen angeht ist es mit Fleisch und anderen Bioartikel gleich. Wir haben 20% der Wähler, welche die Grünen wählen wollen, aber nur z. B. 2% Biofleisch, 5,5 % Biomilch in Bayern. Wie kann das sein? Wer ist jetzt hier der Käufer billiger Lebensmittel? Als konservativer hat meine Familie eine Bioquote von 30% unserer Lebensmittel. Bei Bekannten aus der gleichen Ecke sieht es genauso aus. Was sagt das jetzt über die Gesellschaft aus? Ist jetzt wirklich allein der Handel schuld?

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raoul2 06.07.2019, 20:35
19. Wenn ich Bananen kaufen gehe,

kommt es natürlich immer darauf an, was der jeweilige Supermarkt zur Auswahl anbietet - und manchmal sind es eben die Billig-Früchte für einen Euro (weil es keine Alternative gibt - ob die ausverkauft ist, weiß ich nicht).

Und ganz ehrlich: Ich gehe dann nicht noch in einen anderen Laden, weil's mir einfach zu aufwendig wäre - denn ich gehe tatsächlich (und fahre nicht spritverschwendend in der Gegend herum).

Wenn allerdings die Auswahl zwischen "billig" und "fair" vorhanden ist, greife ich tatsächlich zu den fair gehandelten Früchten, da der Preis-Unterschied ja auch nicht allzu groß ist.

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