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Umkämpftes Braunkohlegebiet: Polizei rückt in Hambacher Forst ein
DPA

Wird der Hambacher Forst dem Kohleabbau geopfert? Seit Jahren kämpfen Umweltschützer mit einer Besetzung gegen die Rodung, jetzt kommt die Polizei in Mannschaftsstärke den Wald bei Aachen. Um eine Räumung soll es nicht gehen.

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danger666man 05.09.2018, 08:59
1. Macht Euch selber ein Bild

Ich kann nur jedem raten sich selber mal ein Bild vor Ort zu machen. Nachdem ich das Thema 4Jahre lang trotz regelmäßiger Berichterstattung in den Medien mehr oder weniger ignoriert hatte, bin ich Anfang letzten Jahres das erste Mal im Hambacher Forst gewesen. Und auf einmal wurden die "Spinner" (Aktivisten) für mich zu "Helden" (solange keine Gewalt gegen Polizisten angewandt wird UND umgekehrt). Was diese Wald- & Klimaretter für Entbehrungen auf sich genommen haben, um im Wald zu überleben und diesen zu schützen ist bemerkenswert. Limitiertes Wasser, wenig Platz, keine richtige Dusche, Kälte im Winter... Das alles bin ich nicht breit aufzugeben, um den Wald zu retten. Da ist Solidarität das Mindeste gefolgt von Gesprächen & Schreiben an Politiker und Demonstrationen sowie Unterschriftenaktionen für einen schnellen UND sozialverträglichen Kohleausstieg. Und alleine die Baumhäuser zu sehen ist ein Erlebnis. Eigentlich dürfte man den Wald schon aus diesem Grund nicht mehr abholzen. So eindrucksvolle Konstruktionen. Der Traum eines jeden Kindes!

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xako 05.09.2018, 09:04
2.

Machen wir halt Nägel mit Köpfen. Wenn der Wald erstmal gerodet ist können wir auch die Kohle noch schürfen bevors zum Kohleausstieg kommt. Die Aktionäre werden es uns danken... und unser eigenes Aktienpaket (und Konto) wird sich bestimmt auch freuen.

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mrmink 05.09.2018, 09:11
3. Erfüllungsgehilfen

die Polizei macht sich zum Erfüllungsgehilfen des RWE Konzern.
die Politik in Berlin muss sofort dort einschreiten und dieses unrechtmäßige Einschreiten der Polizei verhindern.
Es sind mehrere Gerichtsverfahren anhängig die die Rodung des Waldes stoppen sollen. Die RWE will durch Fakten Schaffung, nämlich der vorzeitigen Rodung, diese Gerichtsentscheide absurdum führen.

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quark2@mailinator.com 05.09.2018, 09:15
4.

Die Besetzer hatten meine Sympathie bis sie Bergarbeiter angegriffen und in Gefahr gebracht haben. Wie ich immer sage - man kann nicht auf bösen Wegen etwas Gutes erreichen. Wer möchte schon den Rechtsstaat für ein Willkürregime opfern, bloß um sich mal durchzusetzen ? Der Zweck heiligt die Mittel eben nicht. Insofern finde ich es falsch, daß man diese Besetzung überhaupt so lange geduldet hat. Man sollte sich darauf verlassen dürfen, daß es keine rechtsfreien Räume gibt, insbesondere, daß solche Räume nicht mit Gewalt geschaffen werden.

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FreeARTIC 05.09.2018, 09:32
5. Ziviler Ungehorsam

Wir Bürger haben das Recht in bestimmten Situationen zivilen Ungehorsam anzuwenden. Es ist doch kennzeichend das die CDU/FDP Regierung natürlich auf Seiten des RWE Konzerns steht. Wie immer regiert bei diesen Parteien nicht der Bürgerwille. Argumentiert wird aber trotzdem mit Arbeitsplätzen.... Diese Arbeitsplätze könnte doch aber auch für eine Renaturierung (Baggerfahrer, Schlosser, Ingenieure braucht man hier auch) eingesetzt werden.
Überall wo man hinblick regiert nur noch die Wirtschaft. Ein paar alte weiße Männer, die eine unersätzliche Gier nach mehr Profit haben wollen ihre Interessen durchsetzen. Auf der anderen Seite stehen in ihren Augen links- grüne Spinner die "arm" sind. Die Holzfäller werden gefeiert als Bürger die es geschafft haben, ein geschäft aufgebaut haben, Arbeitsplätze schaffen und etwas für die Menschheit leisten. Derjenige der die Wälder schützt wird als Taugenichts abgetan und sogar eingesperrt. Genau an solchen Aktionen der Staatsmacht ist das wahre Gesicht unsere Gesellschaft zu sehen. Wer etwas ändern will, der muss JETZT vor Ort aktiv werden und zivilen Ungehorsam anwenden. Die Polizei die Holzfäller und die Politiker muss das Recht verweigert werden, hier aktiv zu werden. Viele Bürger trauen sich aber für solche Aktionen nicht. Sie sind durch den Kapitalismus gefügbar gemacht worden und wollen einfach nur mitschwimmen oder haben andere Sorgen. Auch das ist gewollt von Politik und Wirtschaft. Es hilft nur sich loszulösen von der Gewalt des Staates und der Wirtschaft, frei und unabhänig leben. Dazu muss für sich selber sorgen und denken können. Diese Fähigkeit muss schon unseren Kindern beigebracht werden, nur dann sind sie widerstandsfähig gegenüber solchen Aktionen.

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kleinsteminderheit 05.09.2018, 09:40
6. Bei aller Sympathie für den Umweltschutz....

Wir müssen davon wegkommen, dass es guten oder schlechten Rechtsbruch gibt und dass es ok ist Polizisten zu verprügeln, wenn nur das eigene politische Ziel edel genug erscheint.

Wir gleiten immer mehr in eine Spirale aus Gewalt, Rechtsbruch und Vandalismus, in der sich für jede Art von Weltanschauung und politischer Bewegung eine gewaltbereite Speerspitze herausbildet.

Für die Opfer von Gewalt und Vandalismus ist es unerheblich, ob sie die selbstgerechte Wut von Klimarettern, Globalisierungsgegnern , Heimatschützern oder Islamisten abbekommen.
Sie machen die Erfahrung, dass hinter den Gewalttätern immer auch Unterstützer, Rechtfertiger und Sympathisanten stehen, welche Gewalt in diesem speziellen. Fall ganz ok finden.

Es wird Zeit, dass der Staat eindeutig klar stellt, dass jede Form von ideologisch basierter Gewalt streng geahndet wird und dass auch die Unterstützer zur Verantwortung gezogen werden. Ein spezieller Straftatbestand für gewalttätige Weltverbesserung könnte weiterhelfen.

Das staatliche Gewaltmonopol ist eine der wichtigsten Säulen des Rechtsstaats und Es gibt kein Recht über dem Gesetz.

Wir leben in einer Demokratie und so lange das so ist, kann man das Recht über demokratische Prozesse ändern.

Wem das zu mühselig ist oder wer Zweifel hat, ob er für seine edlen Ziele Mehrheiten mobilisieren kann, der muss eben ins Schmolleckchen.

Gewalt darf nie ein Mittel zur Umgehung des Rechts sein. Weder in Hambach, noch in Chemnitz, noch an irgendeiner anderen Stelle in Deutschland.

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Nietzsche 05.09.2018, 09:40
7. Ist ja schön und gut

Zitat von danger666man
Ich kann nur jedem raten sich selber mal ein Bild vor Ort zu machen. Nachdem ich das Thema 4Jahre lang trotz regelmäßiger Berichterstattung in den Medien mehr oder weniger ignoriert hatte, bin ich Anfang letzten Jahres das erste Mal im Hambacher Forst gewesen. Und auf einmal wurden die "Spinner" (Aktivisten) für mich zu "Helden" (solange keine Gewalt gegen Polizisten angewandt wird UND umgekehrt). Was diese Wald- & Klimaretter für Entbehrungen auf sich genommen haben, um im Wald zu überleben und diesen zu schützen ist bemerkenswert. Limitiertes Wasser, wenig Platz, keine richtige Dusche, Kälte im Winter... Das alles bin ich nicht breit aufzugeben, um den Wald zu retten. Da ist Solidarität das Mindeste gefolgt von Gesprächen & Schreiben an Politiker und Demonstrationen sowie Unterschriftenaktionen für einen schnellen UND sozialverträglichen Kohleausstieg. Und alleine die Baumhäuser zu sehen ist ein Erlebnis. Eigentlich dürfte man den Wald schon aus diesem Grund nicht mehr abholzen. So eindrucksvolle Konstruktionen. Der Traum eines jeden Kindes!
Ja, die sind leidensfähig, ja die bauen schöne Baumhütten. Trotzdem ist es illegal. Oder haben die jetzt auch ungeschriebene Sonderrechte?

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ichwillauchmal 05.09.2018, 09:45
8. Für die Braunkohle wird ja auch gern mal enteignet...

.... für den Autobahnbau auch. Aber auf meine Frage, warum der seit 15 Jahren geplante und genehmigte Radweg zwischen unserem Ort und der Nachbargemeinde (lebensgefährliche Landstraße mit vielen Kurven und ohne Mittelstreifen mit hohem Auto-Raser-Anteil) immer noch nicht gebaut wird, da der Bauer sich weigert 2 Meter Feldrand zu verkaufen, wurde mir gesagt in dem Fall sei Enteignung grundsätzlich nicht möglich. Was ist ein Radfahrerleben schon wert, im Vergleich zu den wirtschaftlichen Interessen von Großkonzernen.

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Nietzsche 05.09.2018, 09:46
9. Nee,

Zitat von mrmink
die Polizei macht sich zum Erfüllungsgehilfen des RWE Konzern. die Politik in Berlin muss sofort dort einschreiten und dieses unrechtmäßige Einschreiten der Polizei verhindern. Es sind mehrere Gerichtsverfahren anhängig die die Rodung des Waldes stoppen sollen. Die RWE will durch Fakten Schaffung, nämlich der vorzeitigen Rodung, diese Gerichtsentscheide absurdum führen.
was die Baumumarmer da machen ist unrechtmäßig. Irgendwann bin ich hier wohl der Einzige der sich an Gesetze hält. Ein jeder andere ist ja auf der guten Seite und ist moralisch berechtigt sich um Recht und Gesetz einen Teufel zu scheren.
Ach jetzt fällt mir ein, ich bin ja auch auf der richtigen Seite.
Ich mich gerade entschieden, das meine Seite die richtige ist. Und alle anderen daneben liegen. Das wird aber vielen nicht schmecken.

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