Forum: Wirtschaft
Umkämpftes Braunkohlegebiet: Polizei rückt in Hambacher Forst ein
DPA

Wird der Hambacher Forst dem Kohleabbau geopfert? Seit Jahren kämpfen Umweltschützer mit einer Besetzung gegen die Rodung, jetzt kommt die Polizei in Mannschaftsstärke den Wald bei Aachen. Um eine Räumung soll es nicht gehen.

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derhey 05.09.2018, 09:47
10. Keine Räumung

ah, nur Hindernisse aus dem Weg räumen. Dann bleiben also die Baumhäuser ungeräumt, alles andere drumherum wird aus dem Weg geräumt. Super, mal wieder etwas für die staatliche Glaubwürigkeit getan. Erst recht, wenn sich die Baumbewohner dem "anderen" aus dem Weg räumen widersetzen. Macht mal weiter so. Ich weiß, die AfD wäre noch schlimmer mit dem "Rechtsstaat", aber was soll´s?
Der Kommentar von Herrn Augstein trifft diesmal halt zu, nur daraus lernt niemand in Berlin, wie auch. Die Wirtschaft regiert und das Volk hört Musik - wie wärs aktuell im Forst aufzutreten mit 50.000 Besuchern oder liebe Grüne wie einst in Wiehl! Organisiert euch mal wieder so richtig groß - wäre doch was Herr Habeck und Herr Kretschmann, so ein kleiner Aufruf zum Mitmachen.

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brandmauerwest77 05.09.2018, 09:53
11. Scheinheiligkeit in Reinkultur

Warum steigt Fr. Merkel aus der Atomkraft aus und lässt auf der anderen Seite dann zu, dass große
Waldgebiete für Braunkohle abgeholzt werden , die mit zu den größten Klimakillern gehört ?
Da lässt man nun eine Polizeiarmee im Dienste von RWE gegen Bürger aufmarschieren, die versuchen , diesen
schizophrenen Wahnsinn zu verhindern, andernorts kann sich ein rechtsradikaler Mob ungehindert austoben,
da ja angeblich keine ausreichenden Polizeikräfte zur Verfügung standen, um dies zu verhindern.
Nun weiß man ja, warum. Und man erkennt, wo die wahren Prioritäten dieser Regierung liegen.
Im sogenannten 3. Reich haben seltsamerweise auch die Großkonzerne, die heute teilweise immer
noch die selben wie damals sind, am meisten vom Nationalsozialismus profitiert. Sozialismus und
Großkapital vereint, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

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elmer_fudd 05.09.2018, 09:56
12. @ seht

Zitat von seht
wenn Sie die offensichtliche Zerstörung von Natur für nicht gut heißen, dann könne Sie ja mal Fr. Nahles fragen warum Sie nichts dagegen unternimmt. Aber irgendwo wird schon ein Joint rumliegen bei den langhaarigen Baumliebhabern und so hat der Staat dank CDU/CSU die Macht und das Recht die Naturschützer zu inhaftieren.
Frau Nahles brauchen Sie diesbezüglich nicht zu fragen, denn die mögliche Stillegung von Inden, Hambach oder Garzweiler war für die SPD in NRW nie ernsthaft ein Thema. Die Grünen sind in den 90ern mit Hilfe der Stimmen der Ausbaugegner in den Landtag eingezogen und die SPD unter MP Rau verlor die absolute Mehrheit. Rot-Grün hatte die Macht und danach ist 25 Jahre lang nichts passiert. Als Dank für die fruchtbare Zusammenarbeit, erhielt die ehemalige Landesmutter einen Posten bei der RAG, Mission accomplished.

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HLoeng 05.09.2018, 09:56
13. Weiter so!

Wachstum muss sein - natürlich im Einklang mit der christlichen Grundüberzeugung: Bewahrung der Schöpfung! Treffender wäre: Gier fressen Seele auf. Beeindruckend auch die Argumentation, die Rodung gründe auf einer entsprechenden Rechtsgrundlage von 2016. Das erinnert irgendwie an Filbingers Argumentation: "Was damals Recht war, kann heute nicht Unrecht sein." Wie stellte schon Hegel so treffend fest? Das Einzige, was aus der Geschichte zu lernen ist, dass nichts gelernt wird.

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N-Zyan 05.09.2018, 09:57
14. Alles für den Profit

Unserer Landesregierung ist es scheinbar völlig egal, ob die vertraglich vereinbarten Klimaziele eingehalten werden, oder auch nicht. Das ist ja auch nur Papier... Hauptsache der RWE-Aktionär ist zufrieden und die Kasse stimmt. So ein Aufsichtsratsposten bei den Energieunternehmen bringt später gutes Geld für wenig Arbeit.

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mhwse 05.09.2018, 10:00
15. soll das ironisch sein oder albern?

Zitat von Nietzsche
was die Baumumarmer da machen ist unrechtmäßig. Irgendwann bin ich hier wohl der Einzige der sich an Gesetze hält. Ein jeder andere ist ja auf der guten Seite und ist moralisch berechtigt sich um Recht und Gesetz einen Teufel zu scheren. Ach jetzt fällt mir ein, ich bin ja auch auf der richtigen Seite. Ich mich gerade entschieden, das meine Seite die richtige ist. Und alle anderen daneben liegen. Das wird aber vielen nicht schmecken.
es ist klar - dass man grundsätzlich mit enteignetem Gut machen kann was, man will.

Es ist aber die Frage, ob man grundsätzlich mit einem System, wie es ein Wald darstellt machen kann was man will - oder ob das System - juristisch gesehen eine Art "Person" darstellt, oder eine Art Kunstwerk.

Eine Körperschaft (juristische Person), AG, GmbH, darf, gerade, wenn öffentliches Interesse besteht, eben nicht einfach zerstört werden.

Abzuwägen ist doch - ob das was unter der der Erde liegt (Reste toter Bäume), mehr Wert hat, oder das was oben drauf wächst (lebende Bäume) ..

da wir eher Stromüberschuss haben, als Mangel - umgekehrt die "reine" Natur fast nirgendwo mehr vorkommt, könnte es durchaus sein, dass die Erhaltung des Oberirdischen einen Mehrwert für Alle hat..

Und dann könnte es maximal zur Entschädigung der Eigner kommen, da das Kunstwerk "einmalig" ist und in der "gleichen Form" nicht zu rekonstruieren ist ..

Die Erhaltung des Einmaligen könnte den finanziellen Verlust (den jeder Kaufmann einkalkulieren muss) - überwiegen.
(Der Rest Planungskosten, der Wert der Fläche an sich/Nutzungsausfall, etc. könnte entschädigt werden ..)

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rvankessel 05.09.2018, 10:02
16. Laschet enttäuscht konsequent

Ich hatte große Hoffnungen in die Ablösung der Regierung Kraft und werde seitdem jedoch täglich enttäuscht. Anstatt das Land noch vorne zu bringen, geschieht genau das Gegenteil. Fahrverbote in den Städten werden missachtet, die Kohle weiterhin gefördert und die Polizei mit Sonderbefugnissen ausgestattet. Wofür werden diese genutzt? Nicht etwa, um in den Städten Präsenz zu zeigen und Sicherheit zu gewährleisten oder Nazis an der Fahrt nach Chemnitz zu hindern, sondern um Bäume für die Kohle zu fällen.

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bennic 05.09.2018, 10:08
17. Wir sind auch noch besser

als die Amerikaner, die Pipilines durch Reservate erzwingen und nachweislich das Grundwasser verseuchen - mal ganz abgesehen von den heiligen Plätzen der Indianer.
Dann stellen Sicht Merkel und Gabriel vor Jahren medienwirksam an die schmelzende Arktis und versichern, wie wichtig das Thema ist.
Beim Pariser Klimaabkommen sind wir Deutschen die Oberlehrer aber dann reißen wie seit Jahren die CO2 Ziele, haben keinen Plan 2020/2030 und zum Schluss holzen wir noch alte Wälder ab, um die obsolete Braunkohle noch bis zum letzten auszureizen.
Damit sägen wir klimatechnisch und moralisch den Ast ab auf dem wir sitzen...

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mwroer 05.09.2018, 10:14
18.

Zitat von mrmink
die Polizei macht sich zum Erfüllungsgehilfen des RWE Konzern. die Politik in Berlin muss sofort dort einschreiten und dieses unrechtmäßige Einschreiten der Polizei verhindern. Es sind mehrere Gerichtsverfahren anhängig die die Rodung des Waldes stoppen sollen. Die RWE will durch Fakten Schaffung, nämlich der vorzeitigen Rodung, diese Gerichtsentscheide absurdum führen.
Die Polizei setzt die geltenden Gesetze durch - soll sie ja sonst auch immer. RWE ist Eigner des Grundstücks und was die Leute dort tun ist schlicht Hausfriedensbruch (wahrscheinlich auch noch illegales Camping etc aber das ist nun eher unwichtig).

Ergo kann RWE die Polizei anfordern um die Leute von ihrem Grundstück zu entfernen. Das können Sie übrigens auch wenn ich mich entschließe bei Ihnen im Garten zu zelten und zu verhindern dass Sie mehr als einmal im Jahr den Rasen mähen (Naturschutz und so).

Wenn Sie nun allen ernstes erwarten dass eine Firma es sich leisten kann jahrelang Gelände brachliegen zu lassen weil es zu immer neuen Klagen kommt dann träumen Sie.

In keinem der Verfahren haben es die Umweltschützer geschafft eine einstweilige Verfügung zu bekommen die das ganze bis zum Ausgang des Verfahrens stoppt.

Also der Polizei können Sie keinen Vorwurf machen - die hat zu tun was nötig ist um die Gesetze durchzusetzen.

Wenden Sie sich an die Politik oder die Gerichte. DAS sind ihre Ansprechpartner für das, aus meiner Sicht auch durchaus berechtigte, Anliegen dieses Stück Wald zu retten.

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gastundredner 05.09.2018, 10:22
19. Weltretter

Alle selbsternannten Waldschützer sollen sich doch einmal mit einem Förster unterhalten und sich in die Nachhaltigkeit der deutschen Waldwirtschaft einweisen lassen. Auch die generelle Zunahme von Waldflächen seit 50 Jahren wäre interessant. Ebenso die Wiederaufforstungen und Ausgleichsmaßnahmen nach solchen Eingriffen. Die Seenlandschaften im Osten resultieren vielfach aus ehemaligen Tagebau und dienen neben der Naherholung von Menschen vielen Wasser- und Zugvögeln, Fischen, Reptilien. Da ist der jetzige Ökozustand deutlich besser als zu Zeiten einer Landwirtschaft.

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