Forum: Wirtschaft
Umsatzrückgang bei Modekonzern: H&M versteht seine Kunden nicht mehr
imago/Gallo Images

Das PR-Desaster um ein schwarzes Kindermodel ist nur das jüngste vieler Probleme, die H&M plagen. Der einst so erfolgreiche Modekonzern steckt in der Krise - weil nicht mehr klar ist, wofür er steht.

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uglyripper 16.01.2018, 20:57
20.

Zitat von comtom
wie viele Foristen auf einmal eine Meinung zu Mode und Style haben, aber vermutlich nicht mal wissen was eine Overlock oder Kappnaht ist. Von der Qualität mal abgesehen. Das habe ich schon bei dem C&A Artikel in der Spon festgestellt. Wäre es da nicht besser mal die Kommentarfunktion zu deaktivieren, da hier nur Stammtischniveau vom Besten gegeben wird. Und am besten sind noch diejenigen die noch Biofleisch und den Dorfmarkt in die Runde werfen, weil das ja so viel besser ist als die üblichen Discounter. Eines zeigen jedoch die Kommentare. Von nichts eine Ahnung aber Hauptsache zu Wort gemeldet.
Das ist schon lustig... Einerseits unheimliche Kompetenz an den Tag legen und Discounterware mit kleinbäuerlicher Bioware vom Markt gleichsetzen und andererseits anderen die eigene Meinung zu Mode und Style absprechen. Auch muss man keine Overlock-Maschine im Nähzimmer haben, um sagen zu können, dass die Qualität einer Hose bescheiden ist, wenn sich regelmäßig nach ein paar Wäschen die Taschen auflösen oder man durch den Stoff der T-Shirts Zeitung lesen kann.

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hohnspiegel 16.01.2018, 21:09
21. Trends verpasst

Ich habe vor Jahren gerne bei H& M gekauft die Qualität und der Preis stimmten, die Auswahl auch , aber dann hat man von einem auf den anderen Tag das Sortiment für Herren ausgedünnt und die entsprechenden Abteilungen in die letzten Winkel der Geschäfte verbannt.
Die Auswahl schrumpfte, der Preis stieg die Qualität sank, da habe ich mich von H & M verabschiedet und nie wieder einen Fuss hinein gesetzt.

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mr.zoui 16.01.2018, 21:41
22.

Zitat von comtom
... Eines zeigen jedoch die Kommentare. Von nichts eine Ahnung aber Hauptsache zu Wort gemeldet.
Sie sind lange genug im Forum unterwegs, um diese Aussage äußerst paradox erscheinen zu lassen.

Zum Thema: Da ich vor einigen Monaten mit dem Rauchen aufgehört habe, war ich in den letzten Wochen auf der Suche nach neuen Hosen^^, natürlich auch bei H&M. Fazit: relativ teurer Ramsch; letztlich geworden ist es Ramsch von NY zum halben Preis, der hoffentlich so lange hält, bis das gute Zeug wieder passt...

PS: Online-Klamottenkauf ist dämlich.

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anna cotty 16.01.2018, 22:40
23.

Zitat von maxuli
Ich kenne zwar die Verhältnisse in Bangladesch nicht, jedoch was Sie behaupten, weil Drittweltländern prekär sind und weil es keine soziale Verantwortung der dortigen Reichen und Mächtigen gibt, können wir nichts ändern und es geht uns auch nichts an, stimmt natürlich nicht. Sie schreiben, der Rückzug der westlichen Konzerne würde eine Katastrophe bedeuten, was nur bedingt und kurzfristig stimmt. Sie meinen also, wir sollten so weiter machen wie schon immer in den letzten Jahrhunderten: Diesen Ländern erst die Bodenschätze rauben, dann deren Landwirtschaft ökonomisch zerstören, in denen mehr als 90% ihren Lebensunterhalt verdient haben (zerstört durch Export von Fastfood und subventionierten ökologisch bedenklichen aber sehr schmackhaften Agrarprodukten (z.B. Milchprodukte aus Europa, Getreideprodukte aus den USA); und jetzt nutzen wir auch noch die durch den Zusammenbruch der Landwirtschaft entstandene Armut der Menschen und lassen sie für uns Wegwerftextilien produzieren. Die Diktatoren dort sind korrupt (nach innen und nach außen) und haben einfach das Erbe der Kolonialherren übernommen. Sie kooperieren mit den reichen Ländern, vertreten aber überwiegend ihre eigenen Interessen und nicht das Interesse des Volkes. Die Tatsache, dass es einige im Machtrausch übertrieben haben, beschert uns heute die religiösen Fanatiker und Terroristen. In unserer „globalisierten Welt“ geht uns das sehr wohl was an.
Ein Land wie Bangladesh hat gar nichts ; keine Bodenschaetze und keine Moeglichkeiten fuer Tourismus. Nur sehr sehr viele Menschen. Die Produktion von Textilien ist die Hauptindustrie. Wollen Sie das den Menschen dort auch noch nehmen?
Meine Tochter ist gerade aus Bangladesh zurueck, wo sie ein halbes Jahr lang gearbeitet hat und hat von den schlimmen Zustaenden berichtet. Natuerlich sollten die Firmen, die dort produzieren lassen, auf einen Mindeststandard bestehen, aber man kann die Loehne nicht mit europaeischen Verdiensten vergleichen. Man kann dort schon mit sehr sehr wenig Geld auskommen.

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lomax3030 16.01.2018, 22:40
24.

"Wie viele Foristen auf einmal eine Meinung zu Mode und Style haben, aber vermutlich nicht mal wissen was eine Overlock oder Kappnaht ist." Ich habe meine Ausbildung bei einem Textilhersteller gemacht und war danach viele Jahre als Consultant in der Branche unterwegs. Man sollte aber auch die anderen hier erst nehmen, denn Größen die plötzlich nicht mehr passen und Klamotten die nach dem 3. Waschen wie 10 Jahre als wirken kann durchaus jeder Normaldenkende Mensch erkennen.

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lisa007 16.01.2018, 23:58
25. design top - material flop

Vor über 14 Jahren gab ich jahrelang mein Geld für h&m Klamotten aus. Die Klamotten passten, das Design war traumhaft sportlich-elegant und vor allem waren die sachen aus baumwolle.
Jetzt kauf ich dort kaum noch ein: Ich gehe rein, fasse all die schönen sachen an, finde das material eklig polyester-mäßig und gehe wieder. Manchmal -sehr selten - finde ich zwar baumwollqualität, dann stelle ich aber beim anprobieren fest, dass bei einigen Kleidungsstücken selbst die xs viel zu groß ist (obwohl ich früher s getragen habe) und die Größen innerhalb des Ladens uneinheitlich sind - ich aber nicht drei Größen von jedem Teil mit in die Kabine nehmen möchte. Schade, denn das Design gefällt mir immer noch sehr gut.
Nun bin ich wenn möglich auf c&a umgestiegen, allerdings mehr aus qualitätsgründen - das design ist lange nicht so schnittig und die kleinste Größe viel zu groß.

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christian.sentis 17.01.2018, 00:13
26. PR-Gau, kontrovers

Dieser PR-Gau und der auf ihn folgende Shitstorm scheinen mir geeignet auch aus einem anderen Blickwinkel darüber nachzudenken:

vllt. entstand der PR-Gau aus den Assoziationen heraus, die in europäische und amerikanische Öffentlichkeiten von einer Schwarzen im Oberteil mit besagter Aufschrift hervorgerufen werden, gepaart mit political correctness.

Was, wenn da ein schlaftrunkener Werbefachmann (im Sinne früherer Benetton-Werbung) mit grenzüberschreitender Selbstironie/ ironischer Reflektion eines Fremdbildes spielen wollte?

Wie auch immer: es berührt peinlich.

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Grundrechte 17.01.2018, 00:54
27. Versteht H&M seine Kunden nicht mehr

oder emanzipiert sich hier der mündige Bürger gegen die Wegwerfkultur und maximale Ausbeutung der Menschen und der Natur bei der Herstellung, das könnte auch die Frage sein. Wir sind das Volk, gerade auch in dieser Richtung.

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hanka-matho 17.01.2018, 06:47
28. Verschnitten

Seit ca 2 Jahren sind wieder mal unmögliche Schnitte bei H& M das Normale. Neben den schwankenden Größen , mal passt eine 44 nicht und mal passt 38, 36 war es auch mal- das lässt sich anpassen, könnten wir uns in den Klamotten nicht bewegen. In den Hosen könnte man nur stehen, nicht laufen. Die Oberteile waren in den Schultern zu eng, der Rest schlabberte. Man konnte nicht mal die Arme ausstrecken. Das ist der Grund. Nicht irgendein Marken- und Onlinemurks.

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straksine65 17.01.2018, 06:47
29. Wer es wissen will,

braucht nur durch eine Filiale gehen:
- falsche Größen! = Man gefällt sich in Size Zero- Ware, die aber hängen bleibt, weil die Kundinnen die Größen kaufen, in die sie auch passen

- Ware ist lieblos dekoriert und vergleichsweise teuer

- erkundigt man sich im Chat nach Ware aus dem stationären Handel, erfährt man, dass hundm zwei verschiedene Warenwirtschaftssysteme hat und man deswegen keine Auskunft geben könne
- Steht eine Schlange an der Kasse, ficht es die auszeichnende Verkäuferin nicht an. Ist dies bei Primark der Fall, kommt eine Durchsage „Alle Mitarbeiter an die Kassen!“ (Selbst erlebt) Innerhalb von Minuten ist alles am Laufen.

Usw.
Noch Fragen?

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