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Umstrittene Abgabe: Finanzsteuer könnte Deutschland bis zu 45 Milliarden Euro bringen
DPA

Der deutsche Fiskus könnte mit der geplanten Finanztransaktionssteuer eine lukrative Einnahmequelle erschließen. Laut einem Gutachten wären jährliche Erlöse von bis zu 45 Milliarden Euro möglich.

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herrmannherrmann1233 09.03.2015, 11:02
1. des einen freud

des sparers leid.
oder auf wen wird das abgewälzt?

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happy2010 09.03.2015, 11:10
2.

Das ist sehr simpel

80% des Handels sind Zockergeschäfte, bei denen die Kursdifferenz und die Millisekunde Vorsprung Gewinn einbringt
Wer handelt: Rechner mit Megarechenleistung
Das System ist sowohl anfällig gegen Crashs, und letztendlich dient es nur der ABzocke, wer den schnellsten Rechner, die kürzeste Datenleitung hat gewinnt risikolos

Eine FTS ist zwingend geboten

Und:
Der Handel wird um Null kommaNull zurückgehen, wenn sich mit dem Hochfrequenzhandel immer noch Geld verdienen lässt

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silenced 09.03.2015, 11:12
3.

Wenn bei 0,1% ein theoretischer Wert von 45.000.000.000 €uro herauskommt, dann frage ich mich wieso sich überhaupt beschwert wird.

Aber natürlich kann ich verstehen, daß es Beschwerden gibt. Es ist immerhin Geld welches aus Nichts entsteht, wo nicht wirklich echte Arbeit geleistet wird. Warum soll man darauf Steuern zahlen? Es war doch gar Nichts!

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lemmy01 09.03.2015, 11:13
4. Nur zur Erinnerung

Nur zur Erinnerung: Welche Mehreinnahmen hatte den Schweden als sie einmal dort eine Finanztransaktionssteuer eingeführt hatten? Meines Wissens nach so gut wie keine, weswegen die Steuer auch ganz schnell wieder abgeschafft wurde.

Solche Erfahrungswerte halte ich für viel aussagekräftiger, als irgendwelche Zahlenspiele auf Papier.

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Motorkopf 09.03.2015, 11:22
5. Ist das wirklich noch eine Frage?

"Banken und Börsianer machen Stimmung gegen die geplante Umsatzsteuer auf Finanzmarktgeschäfte."

Wenn diese Klientel brüllt, kann`s fast nur gut sein. Zumindest für den ehrlichen Steuerzahler.
Bei all dem, was uns diese zwielichtigen Gestalten eingebrockt haben, sollte man eine Einführung dieser Steuer auch als Wiedergutmachung verstehen.
Aber D wird dies nicht befürworten, weil es uns momentan ja ach so gut geht und diverse Ängste gestreut werden...

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johnrobie63 09.03.2015, 11:22
6. Wunschdenken

Natürlich hätte die deutsche Sozialdemokratie gern das Geld. Aber: Wer zahlt es? Natürlich der Sparer, Rentner etc: Beim Kauf eines jeden Altersvorsorgeprodukts etc. würde die Steuer auf den Erwerber abgewälzt. Was beim derzeitigen Zinsniveau dann noch an Ertrag übrigbleibt mag sich jeder selbst ausrechnen. Im übrigen ist das Thema ja schon deshalb nicht lebensfähig, da alle Börsen und sonstige relevanten Handelsplätze dem deutschen Fiskus entsprechende Transaktionen melden müssten. Träum weiter SPD!

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tiit 09.03.2015, 11:23
7. Zumindest

wäre dies mal eine Steuer / Abgabe, die diejenigen trifft, die sowieso genug Geld haben. Nämlich soviel, das sie damit an den Börsen spekulieren können.
Außerdem würden damit auch die Computer-Aktientransfers, die in Bruchteilen von Sekunden Millionen Euro / Dollar verschieben, um minimale Unterschieden zwischen verschiedenen Börsenstandorten auszunutzen, zum Teil unrentabel.
Und wenn eben bestimmte Geschäfte abwandern in andere Länder....was solls?
In den USA mußten, bis vor wenigen Jahren, die Banken "Investment" und "klassisches Bankgeschäft" übrigens trennen.
Wenn eine Investmentbank pleite geht, sind nur die Spekulationseinlagen der Kunden betroffen, nicht aber die Spareinlagen der "normalen" Kunden.
Zur Zeit müssen die Regierungen sogenannte "systemrelevante" Banken nur wegen der Sparereinlagen stützen. Wären diese Geschäftsbereiche strickt getrennt, wären die ganzen Stützungspakete mit Steuergeldern nicht notwendig gewesen.
So haften Sparer indirekt für die Spekulationsgeschäfte der Reichen. Die Spareinlagen sind das Erpressungspotential der Banken gegenüber der Regierungen, wenn bei Investmentgeschäften mal wieder etwas schiefgelaufen ist.
Also: Trennen!

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schwarzwaldbauer 09.03.2015, 11:29
8. Offener Brief an meine Regierung

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
sehr geehrter Vizebundeskanzler,
sehr geehrte Parlamentarier,

die Steuer ist richtig. Daran sollte es keinen Zweifel geben.

Aber wäre es nicht noch viel besser, im Rahmen dieser Diskussion, der EU die Kompetenz zur Steuererhebung zu übertragen, zunächst wenigstens in diesem einen Fall und damit den Versuch zu starten, am europäischen Haus weiter zu bauen?
Unsere von einer stabilen, großen Koalition getragene Regierung könnte vielleicht den Versuch wagen, mehr zu gestalten als immerzu nur zu verwalten.
Und Frauenquoten und Autobahnmaut und eine bayrische Stromtrasse können für eine starke politische Mehrheit doch nicht das Maß aller Dinge sein. Oder, Frau Bundeskanzlerin - täusche ich mich da?

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Mr Bounz 09.03.2015, 11:30
9.

Zitat von lemmy01
Nur zur Erinnerung: Welche Mehreinnahmen hatte den Schweden als sie einmal dort eine Finanztransaktionssteuer eingeführt hatten? Meines Wissens nach so gut wie keine, weswegen die Steuer auch ganz schnell wieder abgeschafft wurde. Solche Erfahrungswerte halte ich für viel aussagekräftiger, als irgendwelche Zahlenspiele auf Papier.
Erst mal den verdienten Applaus für die Schweden, es gehört Mut dazu bei diesem Thema alleine Voraus zu gehen! Leider kann es dann wegen zu vielen Ausweichmöglichkeiten nicht so gut funktionieren.

Jetzt sind es schon mal 11 Lä#nder und wenn die Milliarden sprudeln werden mehr dazu kommen.

Sollen die "herren" doch alle nach London gehen, dann können sich die Briten beim nächsten vorprogramiereten Crash auch alleine mit den Problemen rumplagen.

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