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Umstrittene Aktion: Bundesagentur verteidigt Schrittzähler für Arbeitslose
DPA

Ein Schrittzähler für Hartz-IV-Empfänger? Nein, das ist kein Scherz, sondern ein Vorzeigeprojekt zweier Jobcenter aus Brandenburg. Im SPIEGEL verteidigt Heinrich Alt von der Bundesagentur für Arbeit die umstrittene Idee. Schließlich würden auch viele Manager ihre Schritte zählen lassen.

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grafwagner 09.12.2012, 20:37
20. Sklaventum

Dieser Vorschlag erinnert stark an einen zurückliegenden, weiblichem Kassenpersonal in Supermärkten Toilettenbehältnisse unter ihren Sitz zu installieren, so dass diese nicht mehr so viele Pinkelpausen machen. Ein Schrittzähler für Arbeitslose hat nichts mit dem Teufel zu tun, wie das Herr Alt abwiegelt, sondern mit purem Sklaventum! Eine Schande!

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gazettenberg 09.12.2012, 20:40
21.

Zitat von herkurius
Zuwenig Bewegung, z.B. weil gerade im 9. Monat schwanger, führt dann automatisch zu einem Straf-Abzug.
Wo steht, dass diese Langzeitarbeitslosen im neunten Monat schwanger sind?

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gazettenberg 09.12.2012, 20:41
22.

Zitat von ichbins777
Wo eine Arbeit gut bezahlt wird muss man nicht viel laufen um Sie zu finden.
Es vergibt aber niemand eine gut bezahlte Arbeit an einen Langzeitarbeitslosen, der stark übergewichtig ist.

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AusVersehen 09.12.2012, 20:41
23. Unterlassene Hilfeleistung?

Zitat von lkm67
Meiner Meinung nach ist das keine Diktatur, sondern Solidarität mit Menschen die hilfe brauchen ihr Leben erfolgreich zu gestalten. Unterliesse man solche Versuche wäre es in etwa unterlassen Hilfestellung . . . !!! Schreit nicht immer so laut wenn jemand etwas besonderes versucht.
Was???
Es ist unterlassene Hilfeleistung die Arbeitslosen nicht mit Schrittzählern zu versehen? Wie kommen Sie denn auf sowas ....?

Dann ist es auch unterlassene Hilfeleistung die Arbeitslosen nicht zu zwingen in roten Pumps und wie ein Pfingstochse geschminkt auf den Strich zu schicken.

Packt den Bürostuhljockeys aus dem Jobcenter mal einen Schrittzähler an die Füße. Bei einem solchen Bürojob kann etwas Bewegung nicht schaden. Wir wollen doch nicht, dass sie noch fetter und untätiger werden. Vielleicht fällt denen dann ja mal etwas vernünftiges ein, wenn das Gehirn wieder mit frischem Sauerstoff versorgt wurde.

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kioto 09.12.2012, 20:41
24. Jede Epoche braucht ihre Hassobjekte

Hallo,
Diese endlose Diskussion über die angeblich so unflexiblen und trägen Arbeitslosen ödet mich persönlich wirklich an. Selbst mir als Informatiker und Ingenieur, nachweislich nicht unqualifiziert, durch Betriebsänderung mit 60 Jahren in die Frühpensionierung gespült, gelingt es nicht, eine neue Arbeit zu finden. Höchstens vielleicht Klosett putzen oder 1 Euro-Jobs. So sieht häufig die Wirklichkeit für Arbeitslose aus.
Man wird sich damit abfinden müssen, dass selbst bei Vollbeschäftigung ein Rest bleibt, der trotz guten Willens keine Jobs (mehr) findet. Und längerfristig wird dieser Teil der Gesellschaft wachsen, egal wie gut die Konjunktur läuft.
Um die tätigen Teile der Gesellschaft endlich zufriedenzustellen, schlage ich vor (Arbeitslager sind ja irgendwie out), dass jeder Arbeitslose gut sichtbar auf seiner Kleidung ein gelbes A tragen muss.
Die Erfahrungen der Vergangenheit haben ja gezeigt, das diese Kennzeichnung den Anteil der so Gekennzeichneten an der Gesamtbevölkerung sofort signifikant reduziert.

Kioto

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der_mitdenker 09.12.2012, 21:04
25. So viele gutmenschelnde Anwäte der Hartz IV'ler

Tatsache ist, dass diese Menschen nicht in ihrer Würde verletzt werden wenn sie zu Bewegung animiert werden. Würdeloser ist es zuhause zu hocken und sich seinem Schicksal zu ergeben. Geld vom Staat zu akzeptieren ist das würdeloseste überhaupt. Alle beschweren sich über Hartz IV. Streichen wir es doch ersatzlos, dann beschwert sich keiner mehr. Wer Arbeit will bekommt sie auch. Punkt.
Jeder Hartz IV'ler ist der Gesellschaft ein Kloß am Bein und muss von den Arbeitenden mitgeschleppt werden, da wäre etwas mehr Demut angesagt statt immer mehr zu fordern.

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luxus64 09.12.2012, 21:09
26. Es haut mich um

was haben wir nur für Dilettanten Bundesbeamte in Nürnberg. Den sollte man mal Schrittzähler an die Beine machen damit sie endlich Arbeitsstellen für die Arbeitslosen herbei schaffen. Unsere Arbeitslosen werden doch nur verwaltet aber nicht gefördert . Was sind denn das nur für Methoden Menschen zu schikanieren.
Es gibt auch Beamte die Übergewichtig sind und denen hängt man auch keine Schrittzähler an die Beine.Nein die bekommen auf Staatskosten noch bessere Möbel damit sie nicht abstürzen.
Die CDU/CSU und FDP was sind das nur für Dilettanten die so was einführen lassen.

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silverhair 09.12.2012, 21:11
27.

Zitat von Selsya
Bevor hier krakeelt wird: hat sich irgendeiner überhaupt mal über die Sache informiert? Die Teilnehmer wurden gefragt, die Teilnahme war freiwillig und Nichtteilnahme oder Abbruch werden nicht sanktioniert. Nicht deshalb weil die Verantwortlichen das gesagt haben, sondern weil es dafür noch nicht mal eine Rechtsgrundlage gibt. Jegliche Sanktion bei sowas würde dem Jobcenter umgehend um die Ohren fliegen. Ach ja: und die 50+ Vermittler machen auch mit....
Es ist fraglich ob "irgendeine Handlung der BA" den Betroffenen als freiwillig verkauft werden kann - der phychologische Druck dort läßt sowas wie freiwilligkeit nicht mehr zu!

Und es ist ein Verstoß gegen das GG -"Die Würde des Menschen ist unantastbar" - und damit auch jedliche Idee die Menschen entwürdigt oder sie in künstlich geschaffene Sozialen Ecken drängt! H. Alt scheint sich da eher an braunen Gedanken zu orientieren - wo menschen mit gelben Sternen aus der Gesellshaft ausgeschlossen wurden!

Diese Schrittzähler haben eindeutig nichts - aber auch nichts mit den "Rechtsgrundlagen der BA zu tun" - und Freiwillig ist so etwas unter diesem Druck der BA auch nicht!

Ich denke mal hier sind die Grenzen der Verfassung und damit die Rechtstaatlichkeit absolut überschritten worden - und eigentlich sollte ein Staatsanwalt hier gegen den Leiter und alle Mitarbeiter der BA ermitteln - wie sie überhaupt auf solche Ideen kommen konnten und ihre Machtbefugnisse weit überschritten haben!

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frankarouet 09.12.2012, 21:12
28.

Zitat von Selsya
(...)Die Teilnehmer wurden gefragt, die Teilnahme war freiwillig und Nichtteilnahme oder Abbruch werden nicht sanktioniert. Nicht deshalb weil die Verantwortlichen das gesagt haben, sondern weil es dafür noch nicht mal eine Rechtsgrundlage gibt. Jegliche Sanktion bei sowas würde dem Jobcenter umgehend um die Ohren fliegen.(...)

Danke für Ihre Mühe, eine vertrauenswürdige Quelle für diese Informationen herauszusuchen. Mir ist das nicht gelungen, ich räume jedoch ein, nicht alles gelesen zu haben, was Google zum Thema anbot.

Mir ist beim Verifizieren der Meldung vielmehr aufgefallen, wie wenig die anderen Texte auf die Frage der Freiwilligkeit eingehen, die sich im Netz dazu finden.

Wären Sie so freundlich, uns Ihre Quelle zu nennen?

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silverhair 09.12.2012, 21:16
29.

Zitat von lkm67
Meiner Meinung nach ist das keine Diktatur, sondern Solidarität mit Menschen die hilfe brauchen ihr Leben erfolgreich zu gestalten. Unterliesse man solche Versuche wäre es in etwa unterlassen Hilfestellung . . . !!! Schreit nicht immer so laut wenn jemand etwas besonderes versucht.
Sie reden Unfug - diese Dinge haben etwas mit Entwürdigung und Amtsmissbrauch zu tun - ein klares überschreiten der Rechtsgrundlagen der BA , und wohl aus dem Arsenal der braunen Gedanken entnommen das man Menschen irgendwie drangsalieren , zwingen und "Kennzeichnen" müsse!

Ich denke der Leiter der BA und die Beteiligten Mitarbeiter gehören hier eher vor Gericht und hinter Gitter , weil ihre Handlungen hier eindeutig gegen GG Art 1 - "Die Würde des Menschen ist unantastbar" verstoßen - und sie damit weit über jegliche Amtsbefugnis hinausgehen!

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