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Umstrittene Flexi-Regel: Schröder plant Frauenquote für öffentlichen Dienst

Mehr Frauen in den Führungsetagen der Bundesbank oder der Bundesagentur für Arbeit:*Familienministerin Kristina Schröder plant laut "Wirtschaftswoche" eine sogenannte Flexiquote für den öffentlichen Dienst. Die Regelung soll schon am 1. Juli 2012 in Kraft treten - doch sie ist umstritten.

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Altesocke 10.12.2011, 17:29
10.

Zitat von sysop
Mehr Frauen in den Führungsetagen der Bundesbank oder der Bundesagentur für Arbeit:*Familienministerin Kristina Schröder plant laut "Wirtschaftswoche" eine sogenannte Flexiquote für den öffentlichen Dienst. Die Regelung soll schon am 1. Juli 2012 in Kraft treten - doch sie ist umstritten.
Diskriminierung, zukuenftig gesetzlich vorgeschrieben ?
Interessante Taktik, von vorneherein Qualifikation unter dem Geschlecht einzuordnen.
Ich wuerde allerdings sagen, Gesetze in diese Richtung sind eher fuern Ars$%! Und das ist wiederum bei beiden Seiten gleich.
Ironie?

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helkaruthion 10.12.2011, 17:39
11. Nene, die Frau Ministerin

Hat Frau Schröder einfach den Schuss nicht gehört oder was soll das jetzt? Gerade der Öffentliche Dienst ist doch seit Jahren die Gleichstellungsmaschinerie schlechthin... JEDE Ausschreibung mit dem Zusatz "Erhöhung des Frauenanteils", egal ob in dem ausgeschriebenen Bereich bereits 70 Prozent Frauen tätig sind. Bei den Höhergruppierungen/Beförderungen/Einstellungen im gehobenen und höheren Dienst siehts doch jetzt schon so aus, dass man als Mann mit Ausnahme der IT kaum mehr eine Chance hat. (Bei "uns" 12 Frauen, 1 Mann bei den Ausschreibungen ab Sachgebietsleiter aufwärts!)

Kleines Beispiel zum Thema Einstellungen aus "meiner" Dienststelle... Bei der Einladung zu Vorstellungsgesprächen gilt folgender Grundsatz: Es sind mindestens so viele Frauen wie Männer einzuladen. Zusätzlich gilt, dass mindestens der prozentuale Anteil DER FRAUEN (!) entsprechend der Bewerbungen einzuhalten ist. Umgekehrt gilt das nicht!

Heißt:
1. Fall: 100 Frauen und 50 Männer bewerben sich => Doppelt so viele Frauen wie Männer MÜSSEN eingeladen werden!
2. Fall: 2 Frauen und 50 Männer bewerben sich => Maximal vier Einladungen und beide Frauen MÜSSEN eingeladen werden!

Ja, bestehende Ungerechtigkeiten MÜSSEN abgebaut werden, aber der Weg kann doch nicht sein, dass ein oder zwei kompletten Generationen bei den Jungs/Männern komplett der Anschluss gekappt wird, weil auf Teufel komm raus in kurzer Zeit alles mit (sehr wohl gut qualifizierten) Frauen aufgerüstet werden muss. Man kann die Ungerechtigkeiten der Vergangenheit nicht einfach so per Federstrich und "jetzt machen wir das einfach mal genau anders rum" ungeschehen machen und endlich für Gerechtigkeit sorgen.

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Orthoklas 10.12.2011, 17:44
12. Brust oder Schniedelwutz?

Ist das ein Schwachsinn, was Frau Schröder fordert! Es ist doch vollkommen wurscht, ob oben nun Menschen sitzen, denen etwas zwischen den Beinen fehlt oder nicht. Fähigkeit, Ehrgeiz, Einsatzbereitschaft müssen die Kriterien heißen - und nicht Brust oder Schniedelwutz.

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Istana 10.12.2011, 17:44
13. Nervig und diskriminierend

Zitat von sysop
Mehr Frauen in den Führungsetagen der Bundesbank oder der Bundesagentur für Arbeit:*Familienministerin Kristina Schröder plant laut "Wirtschaftswoche" eine sogenannte Flexiquote für den öffentlichen Dienst. Die Regelung soll schon am 1. Juli 2012 in Kraft treten - doch sie ist umstritten.
Der Quotenwahnsinn geht weiter. Quoten für Linkshänder und Haarlose sind als nächstes dran. Und wann gibt es Quoten für Kleinwüchsige im Basketball oder Plattfüßige im Ballet.
Nervig und lächerlich. Frauen werden so zu armseligen, hilfsbedürftigen und dummen Geschöpfen diskriminiert. Wer nimmt den so eine Quotenfrau denn wirklich ernst. Ach, die ist auf Quote...

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Marshmallowmann 10.12.2011, 17:50
14. Titel

Artikel 3 Absatz 3 unseres Grundgesetzes:

Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat
und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt
werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.





Wieso werde ich benachteiligt als Mann, warum? Was soll das? Kennt diese Frau unser Grundgesetz nicht?

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linksdummer 10.12.2011, 17:57
15. Frauenförderquotenquatsch

Zitat von sysop
Mehr Frauen in den Führungsetagen der Bundesbank oder der Bundesagentur für Arbeit:*Familienministerin Kristina Schröder plant laut "Wirtschaftswoche" eine sogenannte Flexiquote für den öffentlichen Dienst. Die Regelung soll schon am 1. Juli 2012 in Kraft treten - doch sie ist umstritten.
Hat man denn nicht aus dem Debakel in Hessen gelernt,wo man Frauen -Rot-Grün-in die Schulleitungen boxte mit zum Teil katastrophalen Ergebnissen?! Und wie ist es mit der unsäglichen Polizeipräsidentin?
Weiblicher Sexismus ist nicht besser als männlicher.
Aber bei Behörden kann man sich ja Unfähigkeit an der Spitze leisten.

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Atheist_Crusader 10.12.2011, 18:03
16. ...

Zitat von Istana
Nervig und lächerlich. Frauen werden so zu armseligen, hilfsbedürftigen und dummen Geschöpfen diskriminiert. Wer nimmt den so eine Quotenfrau denn wirklich ernst. Ach, die ist auf Quote...
Schlimmer noch: Wer nimmt dann überhaupt noch eine Frau ernst? Wenn man nicht unterscheiden kann zwischen "selbst erkämpft" und "Quotenfrau" geht man doch automatisch von letzterem aus.

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intermomo52 10.12.2011, 18:20
17. Regierungsfrauen

Zitat von Atheist_Crusader
Schlimmer noch: Wer nimmt dann überhaupt noch eine Frau ernst? Wenn man nicht unterscheiden kann zwischen "selbst erkämpft" und "Quotenfrau" geht man doch automatisch von letzterem aus.
Da sieht man, wohin der Weg mit Quotenfrauen in der Regierung führt. Oder hatten wir schon mal einen Familienminister? Oder einen Gleichstellungsbeauftragten? Da muss ich schon sagen, ds kann man dem Merkel nicht vorwerfen, dass sie so einen Quatsch (öffentlich) unterstützt. Wo bleibt denn da der Verfassungsschutz, wenn das GG ausgehebelt werden soll.

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luminox 10.12.2011, 18:23
18. Frauenquote

Ich kann das Wort nicht mehr hören.

Warum wird denn der eigentliche Skandal, dass Frauen flächendeckend, bei gleicher Arbeit, immer noch weniger Geld bekommen, als ihre männlichen Kollegen, weiter akzeptiert?

Weil sich die Wirtschaft nicht wirklich in die Suppe spucken lässt und man dagegen nur schwer ankommt?

Das würde Millionen von Frauen helfen, nicht nur Tausende.

Und zur Abwechslungs wärs auch noch wirklich gerecht.

Lieber jetzt den öffentlichen Dienst heranziehen. Der ist ja Weisungen unterbunden und kann sich schlecht gegen solch eine Quote wehren.

Und fällt was auf? Frauenquote nur in der Führungsebene. Sonst nirgends. Wie angenehm für die betreffenden Frauen. Und wie angenehm fürs Feigenblatt der Ministerin.

Wenn schon Frauenquote, dann bitte erst mal die Frauenquote bei Bundeswehr, Polizei, Müllabfuhr, Landärzten etc. erhöhen und auch erfüllen.

Und dann erst nach den Sahnejobs schreien.

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Kradfahrer 10.12.2011, 18:23
19. Nachhutgefechte?

Aus meiner beruflichen Lebenswirklichkeit, und Landwirtschaft ist wirklich kein Vorreiter in Sachen Emanzipation der Frau, sehe ich das als Nachhutgefecht von Leuten an, denen die aktuelle Lage unbekannt ist.

Der typische Tierarzt ist heute eine Tierärztin. Der typische Agraringenieur ist gefühlt heute zur Hälfte eine Agraringenieurin. Das ist gut so und lässt sich durch viele Berufe hindurchdeklinieren.

Bei uns - und soweit ich es überblicke auch in anderen Firmen - interessieren Geschlecht und Dienstgrad herzlich wenig. Im Vordergrund steht die Frage der Befähigung, eine Aufgabe erfolgreich zu erledigen. Es interessiert auch wenig, wann und wo das Ergebnis erstellt wird, es muss nur zum geforderten Zeitpunkt am geforderten Ort vorliegen.

Den letzten Punkt möchte ich unter Familienfreundlichkeit verbuchen, und zwar in einer Art, die es etwa alleinerziehenden Müttern überhaupt ermöglicht berufstätig zu sein und Kinderbetreuungsanagebote in Anspruch zu nehmen. Bei einem 8-Stunden-Tag besteht mit An- und Abfahrt sowie Mittagspause nämlich ohne diese Flexibilität seitens des Arbeitgebers ein Betreuungsbedarf von 9 1/2 bis 10 1/2 Stunden.

Neben der fachlichen Kompetenz sind jedoch weitere Eigenschaften notwendig, um eine Aufgabe zu meistern. Selbstbewusstsein etwa, das man entweder mitbringt oder durch Erfolge erwirbt. An diesem Punkt tut es mir wirklich in der Seele weh, feststellen zu müssen, dass Frauen oft (zum Glück nicht immer!) weniger Selbstbewusstsein mitbringen und also mehr erwerben müssen als Männer.

Um bei meiner militärischen Eingangsformulierung zu bleiben: Hier, beim Punkt Förderung des Selbstbewusstseins in der gesamten Erziehung und Ausbildung, sind die erfolgversprechenden Schlachten zu schlagen, die auch in höchsten Positionen zu gleicher Geschlechterverteilung führen. Quote hin oder her, es nützt nichts, wenn der Anzug größer ist als die Person, die ihn trägt. Gleich ob Mann oder Frau, damit wird letztendlich ein Mensch vergewaltigt und unglücklich gemacht. Nicht nur das, aus Mangel an Erfolgserlebnissen sinkt dann auch noch das Selbstvertrauen und damit wiederum die Eignung.

Kurz: Wir müssen die Menschen dort abholen, wo sie sind, und dort hinführen (Betonung auf führen), wofür sie sich eignen. Einen Menschen einfach auf eine Position zu stellen, die er momentan nicht ausfüllen kann, ist - unabhängig vom Geschlecht - schlicht Menschenschinderei.

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