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Umstrittene Kundenwerbung: Debeka droht Millionenbußgeld
DPA

Die Debeka zahlte Erfolgsprämien an Beamte, damit sie neue Kunden anwerben - jetzt eröffnet der zuständige Datenschutzbeauftragte ein Verfahren. Dem Versicherungskonzern droht ein Bußgeld in Millionenhöhe.

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zerr-spiegel 23.01.2014, 09:29
1. Und das merkt der jetzt erst?

Zitat von sysop
Die Debeka zahlte Erfolgsprämien an Beamte, damit sie neue Kunden anwerben - jetzt eröffnet der zuständige Datenschutzbeauftragte ein Verfahren. Dem Versicherungskonzern droht ein Bußgeld in Millionenhöhe.
Und das merkt der jetzt erst? Das ist schon seit mindestens 40 Jahren so (Stadtverwaltung einer Großstadt in Rheinland-Pfalz).

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p.suit 23.01.2014, 09:31
2.

Zitat von sysop
Die Debeka zahlte Erfolgsprämien an Beamte, damit sie neue Kunden anwerben - jetzt eröffnet der zuständige Datenschutzbeauftragte ein Verfahren. Dem Versicherungskonzern droht ein Bußgeld in Millionenhöhe.
Wird gegen die involvierten Beamten ebenfalls vorgegangen? Das würde mich interessieren ...

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jmcs 23.01.2014, 09:56
3.

Ich seh da auch keinen Skandal. Kunden werben Kunden gibts es überall. Ob es nun Beamte sind oder nicht ist wohl eher nebensählich. Und selbige wurden auch sicherlich nicht gezwungen, oder?

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Tahlos 23.01.2014, 09:59
4. die Angabe

"eine Prämie" zu erhalten ist aber vielleicht in diesem Zusammenhang "ein wenig" ungenau. Ich kann mir nur schlecht vorstellen das Beamte für den Gegenwert einer Zeitschriftenwerbung sich aus dem Fenster lehnen. Es wäre wirklich interessant zu erfahren um welchen Gegenwert es sich dabei genau handelt.

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jruhe 23.01.2014, 10:00
5. optional

Für mich nennt sich so etwas Korruption.

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ulli7 23.01.2014, 10:01
6. Beamte betreiben genehmigte Versicherungsagenturen

Einige Mitarbeiter(innen) des öffentlichen Dienstes sowie Beamte und Beamtinnen haben eigene Versicherungsagenturen angemeldet, die vom Dienstherrn als Nebentätigkeit genehmigt wurden.
Angeblich sollen die Versicherungsabschlüsse nur nach Dienstschluss erfolgen. Ich kenne zwei Fälle, in denen die Einnahmen aus der Versicherungsagentur die Besoldung bzw. Vergütung der regulären Tätigkeit übersteigt. Ich habe diese Praxis immer beanstandet, weil damit eine Wettbewerbsverzerrung für die hauptberuflich tätigen Versicherer verbunden ist. Es ist auch denkbar, dass Versicherungen bei Angehörigen des öffentlichen Dienstes abgeschlossen werden um eine Gegenleistung zu erhalten - das geht in Richtung (halblegale) Korruption.

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derdirk76 23.01.2014, 10:17
7. Zeitschriften zahlen auch für Abos Prämien

Ich sehe das als ganz normalen Prozess an für Werbung eine Prämie zu zahlen. Wir reden hier über im Schnitt 170€ im Jahr, das ist ein gerade zu lächerlicher Betrag um hier einen Korruption im großen Stil zu machen. Nebenbei ist die Frage, welcher Schaden ist denn entstanden? Ich denke von den "opfern" kann sich keiner über seine Krankenversicherung beschweren, die anerkannt zu den besten der Branche gehört!

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tsaag 23.01.2014, 10:25
8. Großzügiger Arbeitgeber

immer wenn es um Vorteile geht zeigt sich der Staat als großzügiger Arbeitgeber, Beamten erhalten Genehmigungen um nebenbei noch als Architekt oder Statiker zu arbeiten. Hochschullehrer verdienen "nebenbei" als Berater erkleckliche Summen, falls nicht so richtig läuft, wird über den Lehrstuhl eine Veranstaltung gemacht oder ein Förderprojekt initiiert. Die Leistung wird dann "freiberuflich" durch Herrn Professor erbracht und selbstverständlich auch so abgerechnet. Die Hochschule dient nur als Türöffner zu den Geldquellen.
Staat schaut dabei zu, kommt Kritik auf wird mit der gewünschten "Praxisnähe" der Hochschule argumentiert.
Neben der oft zu beobachtenden Vernachlässigung der Lehre und der Studenten ist es auch eine eklatante Wettbewerbsverzerrung gegenüber den freien Berufen, die kein staatlich garantiertes "Grundgehalt" haben, sondern von ihrer Arbeit leben müssen. Paradoxerweise alimentieren diese mit ihrer Steuerzahlung auch noch ihren Wettbewerber.

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keinschwabe 23.01.2014, 10:27
9. optional

10 Millionen Strafe drohen?
Ein Trinkgeld, welches aus der Portokasse bezahlt wird.
Schwachsinn.

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