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Umstrittene Kundenwerbung: Debeka droht Millionenbußgeld
DPA

Die Debeka zahlte Erfolgsprämien an Beamte, damit sie neue Kunden anwerben - jetzt eröffnet der zuständige Datenschutzbeauftragte ein Verfahren. Dem Versicherungskonzern droht ein Bußgeld in Millionenhöhe.

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Olding Bone 23.01.2014, 11:03
20. Mal aus der Praxis aus Erfahrung !

Der eben neu eingestellte junge (unerfahrene) Beamte wird während der Dienstzeit zu seinem Chef oder einem Kollegen gerufen. Der erzählt ihm von seinen tollen Karriereaussichten... und dies und das.. und über die Vorteile einer privaten Krankenversicherung und ruck zuck liegt da ein vorgefertigter Vertrag...
Entscheide jeder selbst, ob das so in Ordnung ist !!!!

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af17555 23.01.2014, 11:34
21.

Zitat von sysop
Die Debeka zahlte Erfolgsprämien an Beamte, damit sie neue Kunden anwerben - jetzt eröffnet der zuständige Datenschutzbeauftragte ein Verfahren. Dem Versicherungskonzern droht ein Bußgeld in Millionenhöhe.
Ohjeh, mal wieder so ein übereifriger Datenschützer, der jetzt meint, man gebe ihm Gehör wenn er auf den Busch haut, weil's doch sonst keinen interessiert, was die quatschen.

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petrocelli 23.01.2014, 11:37
22. Diese Praxis

......ist doch seit Jahrzehnten bekannt, wobei hier m.E. eher das Verhalten der betr. Beamten als rechtswidrig einzustufen wäre.

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LutKir 23.01.2014, 12:30
23. .

Da sind ja alle die die Möglichkeit "Kunde wirbt Kunde" betroffen, egal ob bei einer Versicherung, einem Online-Händler oder einem Mobilfunkanbieter

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wallabi 23.01.2014, 12:45
24. Wieso Schwachsinn?

Zitat von keinschwabe
10 Millionen Strafe drohen? Ein Trinkgeld, welches aus der Portokasse bezahlt wird. Schwachsinn.
Das ist nicht einmal für einen Cent strafwürdig! Sie sollten sich erst einmal mit der materie befassen, bevor sie so unreflektierte Aussagen in den Raum stellen.
Übrigens, "Drohen" und "Bekommen" ist dann auch nochmal was anderes!

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wallabi 23.01.2014, 12:56
25. Selbst das ist

Zitat von petrocelli
......ist doch seit Jahrzehnten bekannt, wobei hier m.E. eher das Verhalten der betr. Beamten als rechtswidrig einzustufen wäre.
nicht mal ansatzweise rechtswidrig. Es bleibt doch dem Kollegen, der eine Empfehlung bekommen hat, überlassen, ob ihn die Empfehlung interessiert und ob er den Debeka-Angestellten zur Info empfängt oder nicht.
Ich glaube, nachteilig ist so eine Empfehlung übrigens für den Kollegen nicht. Wo die Gesellschaft seit Jahrzehnten steht, kann man ja in in
map-report, assekurata, Finanztest usw. nachlesen!

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jmcs 23.01.2014, 16:24
26.

Was ist eigtl schlimmer daran, dass ein Beamter soetwas macht und nicht der "einfache Angestellte"? Verstehe die Problematik, die viele damit haben nicht so ganz.... Und wie viele auch schon bemrkten: Man ist immer noch selber Herr über seine Unterschrift und unter welche Verträge man diese setzt entscheidet jeder selbst.

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maledicto 23.01.2014, 17:15
27. titel

Zitat von jmcs
Was ist eigtl schlimmer daran, dass ein Beamter soetwas macht und nicht der "einfache Angestellte"?
In jedem anständigen privatwirtschaftlichen Unternehmen und Institut gibt es Antikorruptionsregeln, die unterschrieben werden müssen. Da steht klar drin, dass kein Angestellter Geschenke oder Geld mit einem Wert von über (die Werte unterscheiden sich leicht) 10 oder 50 Euro (manchmal auch 0 Euro) entgegen nehmen darf.

Der einfache Angestellte darf das also in der Regel eben nicht tun. Beamten dürfen das anscheinend.

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tembusch2012+ 23.01.2014, 19:02
28. (K)Alter Kaffee

Vor knapp 50 Jahren wurde ich bei meiner Einstellung vom damaligen Personalchef meiner Kommunalverwaltung für die Debeka KV "geworben". Das habe ich bis heute nicht bereut, zumal ich auch mit den anderen Leistungen der Debeka LV und Bausparen äußerst zufrieden bin. Ungehörig finde ich allerdings das Werben durch den Personalchef bzw. durch Personen, bei denen auch nur der Anschein eines möglichen Abhängigkeitsverhältnisses gegeben seien könnte. Ich selbst habe für die Debeka noch nie einen Kunden geworben bzw. eine Prämie erhalten. Ich gönne dies jedoch meinen Kollegen, die hierfür gelegentlich werben oder eine entsprechende Nebentätigkeitsgenehmigung des Dienstherrn haben. Einige Kommentare unterstellen ein höheres Nebeneinkommen als die Dienstbezüge. Tatsächlich besitzen alle diese ("korrupten!!!!" - Zitat Kommentar) mindestens einen Porsche; ein Kollege beschäftigt sich sogar derzeit mit der Anschaffung eines Hubschraubers. Spass beiseite; der Datenschutzbeauftragte hat sicherlich wichtigere Aufgabe zu erledigen bzw. sollte vor Ort bei wirklich "rechtswidrigen" Weitergaben von Daten aller Art (auch Debeka) recherchieren. Ich kann und werde jedenfalls weiterhin bei Bedarf ohne persönliche Vorteilsnahme die Debeka empfehlen. Allerdings befürchte ich, dass bei einer evtl. Geldstrafe die Beiträge erhöht werden könnten und somit den Konkurrenten in die Hände gespielt wird.

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sandy123 24.01.2015, 13:52
29.

Zitat von zerr-spiegel
Und das merkt der jetzt erst? Das ist schon seit mindestens 40 Jahren so (Stadtverwaltung einer Großstadt in Rheinland-Pfalz).
Das wundert mich auch, dass man dieser Art der "Kundenwerbung" so viele Jahre zugesehen hat.
Die Debeka macht nun aber immense Einsparversuche für die Millionen-Geldbuße, indem sie plötzlich Leistungen in der Krankenversicherung verweigert, die sie früher bezahlt hat - d. h. die Versicherten zahlen die Geldbuße und nicht die Debeka.

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