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Umstrittene Stromleitung: Netzbetreiber wollen Mega-Trasse deutlich verlängern
DPA

Für die Energiewende soll eine riesige Stromleitung von Sachsen-Anhalt nach Bayern gezogen werden - zum Zorn vieler Bürger. Nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen könnte die Trasse sogar bis zu 200 Kilometer länger werden als geplant.

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christian-h 05.11.2014, 14:30
200.

Zitat von goghvin
Sie stellen 'erneuerbare Energien' mit einer solchen Aussage als eine einzige Quelle dar. Obwohl Sie zu diesem Thema viel schreiben haben Sie offensichtlich noch immer nicht das System was dahintersteht verstanden. Man bezieht den Strom nicht aus einer Art, sondern aus vielen und verschiedenen.
Mir ist schon klar, das mit EE nicht nur eine Art der Stromerzeugung gemeint ist.

In Deutschland liegt der Schwerpunkt der EE auf Wasserkraft, Biomasse, Windkraft und Solarenergie.

Nur muss man auch eines wissen z.B. das Wasserkraft nicht mehr in großem Maße ausbaufähig ist und der ökologische Effekt bei der Verwendung von Biomasse umstritten ist. Solange Abfallprodukte verwendet werden, für die es keine andere Verwendung gibt, ist das ok. Bei der Verwendung von Energiepflanzen sieht das kritischer aus. D.h. man kann als Primär EE Energieträger nur noch Wind und Sonne nutzen mit den entsprechenden Nachteilen.

Da Deutschland nunmal keine Insel ist und einen Strombedarf in der Spitze um die 80GW hat, wird man um einen Anteil regelbarer Kraftwerke oder Speicher in entsprechenden Dimensionen nicht herum kommen.

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karl-felix 05.11.2014, 14:37
201. Nicht

Zitat von apfelmännchen
Und eine Seite vorher hieß es noch "Dank EE haben wir soviel Strom exportiert wie noch nie"... Ja denn ;-)
verstanden ? Noch einmal ganz langsam für Sie:
Als in Frankreich im Winter der Strom richtig knapp wurde, 1,95 Euro/kWh kostete der zeitweise, schien in Deutschland strahlend die Sonne. Das bedeutet im Winter sehr hohe Stromerträge.Zudem ist das Winterhalbjahr das Wind starke Halbjahr. Die halfen bei der Stromversorgung in Deutschland, so dass die Atom - und Kohlekraftwerke Strom zu sehr hohen Preisen nach Frankreich liefern konnten.
Und so kamen eben in diesem Jahr 3 Milliarden Euro an Überschuss für uns heraus. Auch ein schönes Geld. oder?

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burghard42 05.11.2014, 14:41
202. Na ja,

Zitat von karl-felix
2000 montierte ich meine neue Fotovoltaikanlage und musste die zwangsweise ans Netz anschliessen und durfte den Strom nicht selber verbrauchen. Sie brauchen heute keine zusätzlichen Speicher für EE Strom. Bis ca. 40% Anteil reicht die vorhandene Infrastruktur völlig aus.
schon wieder bzw. immer noch: falsch
Die eine wie die andere Behauptung.
Anschließen mußten Sie Ihre Anlage nur deswegen,
weil Sie ca 49 Cent pro eingespeister kWh PV E
unbedingt haben wollten......
Ging nicht anders um an das Geld zu kommen.
Sie hätten natürlich Ihren selbst erzeugten PV-E
Strom selber verbraten können....in der Küche,
im Waschhaus ,in der Werkstatt......wenn die Sonne
scheint
Mit Akkus wenn diese nicht scheint......
Wer hätte dann Ihre tägliche Rotweinration finanziert ?

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karl-felix 05.11.2014, 14:56
203. Es

Zitat von apfelmännchen
...Was ändert das nun an der Tatsache, dass für Stromexporte 2Mrd eingenommen und 20 Mrd Subventionen gegenüberstehen - und damit dieser Stromexport ein riesiger volkswirtschaftlicher Verlust ist? Als Mathematiker sollten sie allerdings wissen, dass solche Sätze - vor allem deren ständige Wiederholung überflüssig, sindern eher kontraproduktiv sind.
handelt sich eben nicht um Tatsachen, sondern um Märchen.
Es gibt keine 20 Milliarden Subventionen/anno. Weder die für die Kohle noch für den Atomstrom erreichen diese Höhe,( auch nicht zusammengenommen ) wenn Sie nicht die Folgekosten: Ewigkeitkosten,Rückbau,Rekultivierung und Atommüll einbeziehen.

Die Einnahmen aus Stromexporten lagen deutlich höher. Sowohl 2012 als auch 2013 bei ca. 3,7 Milliarden Euro.
Gleichzeitig ersparten die EE Importe von Brennstoffen in jedem Jahr von über 10 Milliarden Euro.

Ein Gewinn von ca. 2 Milliarden Euro per Saldo im Export kann nie ein volkswirtschaftlicher Verlust sein. Im Ausland kauften wir Strom für unter 4 Cent/kWh und verkauften ins Ausland
für ca. 5,5 Cent/kWh.
Der durchschnittliche Grosshandelsstrompreis in 2013 lag in Deutschland bei 3,8 Cent/kWh.
Ein Bombengeschäft also für Einkäufer, Stromhändler, Kraftwerksbetreiber und die Volkswirtschaft sowieso.
Denn auch die Subventionen für Atom und fossilen Strom gehen der Volkswirtschaft nicht verloren, sondern bleiben im Wirtschaftskreislauf. Beispiel die Milliarden für die Rekultivierung der Braunkohle in der Lausitz. Diese Subventionen gingen direkt in die Arbeitsplätze/Umsätze der Region .

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