Forum: Wirtschaft
Umstrittener Fahrdienst: Gericht stoppt Uber in ganz Deutschland
DPA

Der Taxi-Konkurrent Uber darf seine Leistungen vorerst nicht mehr anbieten. Das Landgericht in Frankfurt hat eine Einstweilige Verfügung gegen den umstrittenen Fahrdienst erlassen. Sie gilt bundesweit.

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eng 02.09.2014, 10:57
170. ...

Zitat von kanuto
Ich frage mich, warum Taxiunternehmen nicht selber so eine App anbieten. Denn Uber ist nichts anderes als eine App. Ob allerdings die niedrigeren Preise von Uber angeboten werden können, ist zweifelhaft. Denn Uber kann so billig sein, weil ihre Fahrer ausgebeutet werden: 20% werden vom Fahrpreis abgezogen, den Rest bekommt der Fahrer. Davon müssen Steuern, Benzin, Unterhaltungskosten, und Versicherung bezahlt werden. Ich weiß das, weil ich selbst Uber Fahrer in San Fransisco bin.
Einfache Frage: warum lassen Sie sich ausbeuten...?

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rantan.plan.14 02.09.2014, 10:59
171.

Zitat von hujfredo
ist es immer gut, wenn der Markt sich erweitert und reger Wettbewerb herrscht... Ich finde es insofern ein Armutszeugnis der Taxigesellschaften, dass sie nicht selbstbewusst in diesen Wettbewerb gehen...Sollte Uber eine sowohl preislich als auch qualitativ annehmbare Alternative sein, wäre dies eine Möglichkeit den Wucherpreisen einzelner Taxigesellschaften zu entgehen. Wenn die Taxis besser sind und ebenfalls in einem bezahlbaren Rahmen, dann werden sie vllt kurzfristig Kunden verlieren aber diese würden auf Dauer zurückkehren
...Entschuldigung, aber die "Wucherpreise" werden von der Gemeinde festgelegt in der das Taxi zugelassen ist. Durch örtlich unterschiedliche Kostenstrukturen kommt es daher auch zu unterschiedlichen Fahrpreisen.

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hansgustor 02.09.2014, 10:59
172. @wqa

Noch viel lächerlicher ist ihre Ansicht: weil die Taxifahrer schon ausgebeutet werden, ist es nicht schlimm wenn man noch ein bisschen mehr aus den Uber-Fahrern rauspresst.

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cevra 02.09.2014, 11:00
173. klarheit

Zitat von sunny_crocket
Wer meint, bei Taxis hat er besseren Versicherungsschutz, wird sicherer und zuverlässiger befördert, der soll sich ein Taxi bestellen. Wem eine billige Beförderung wichtiger ist, der soll sich per App einen Fahrdienst suchen. Wir sollten uns abgewöhnen, dass wir für jeden Scheiß ein Gesetz brauchen und alles und überall regulieren und kontrollieren müssen. Das ist das, was ich an unserem Land am meisten hasse.
achso, und alle verkehrsteilnehmer die nicht von einem unterversicherten uber-taxi zu schaden kommen wollen auf dem sie dann notgedrungen sitzen bleiben, sollten sich also vom straßenverkehr fern halten.

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eng 02.09.2014, 11:01
174. ....

Zitat von Big_Jim
wer sie fahren soll. Ein völlig überteuertes Taxi oder eine Privatperson im Privatwagen zum bezahlbaren Preis!
Sie meinen, dass es jedem selbst überlassen bleiben muss, ob man schwarzarbeiten lässt oder eine reguläre Firma bezahlt, die Sozialabgaben und Steuern zahlt und andere nicht mehr zeitgemäße Standards einhält.....?

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Thomas Mayer 02.09.2014, 11:01
175. Wucherpreise ?

Ich lese da immer wieder: "Wucherpreise der Taxiunternehmen"... Dabei gehört die Gruppe der Taxifahrer zu einer der Berufsgruppen, deren verdienst meist deutlich unter dem Mindestlohn von 8,50 EUR liegt. Es sind also keine Wucherpreise. Viele rechnen einfach die Kosten für ihr eigenes Fahrzeug vollkommen falsch und kommen so zum Schluß, dass Taxi wäre viel zu teuer. Rechnen Sie es mal genau, mit Versicherung (und die Policen für kommerzielle Fahrdienste sind teurer), Reparaturen, Wertverlust, Steuer, Verbrauchsmaterialien etc. - achso, und verdienen sollten sie ja auch noch was. So wird man schnell darauf kommen, dass das Taxifahren eigentlich sogar günstig ist. Klar, gegen private Konkurrenz, die keine Steuer auf ihr Einkommen bezahlt, keine entsprechende Versicherung hat, die MwSt. nicht abführt, keine Ausbildung gemacht hat und zusätzlich noch die Fahrzeugkosten vollkommen falsch berechnet, dagegen kann ein Taxiunternehmen natürlich nicht ankämpfen. Deshalb ist das Verbot von Uber vollkommen richtig. Außer Uber kann nachweisen, dass deren Fahrer eben auch die entsprechenden Versicherungen und Lizenzen haben - nur wird man feststellen, dass das ganze dann auch nicht mehr günstig ist, weil zusätzlich müßten die Fahrer dann auch noch die Kosten für Uber mit einkalkulieren.

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bill_dauterive 02.09.2014, 11:05
176.

Zitat von Big_Jim
wer sie fahren soll. Ein völlig überteuertes Taxi oder eine Privatperson im Privatwagen zum bezahlbaren Preis!
Im Bedenkenträgerdeutschland geht das doch nicht.
Da traut man sich natürlich nicht in ein fremdes(!) Auto einzusteigen das nicht vierhundertsechsunddreissig Überprüfungen durchlaufen hat und dreihundertvierundachzigfach versichert ist!

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daniel_m. 02.09.2014, 11:06
177. Gute Entscheidung

Ich verfolge seit längerem die Diskussionen zu Uber und den Taxigesellschaften und kann nur sagen dass dies eine gute Entscheidung ist. Die Gründe wurden ja hier schon oft genannt: Die Fahrer von Uber verfügen nicht über den notwendigen Personenbeförderungsschein, die Wagen sind nicht entsprechend versichert und wenn was passiert stehen sowohl Fahrer als auch Kunde vermutlich erstmal blöd da und können sehen wie und wem gegenüber sie ihre Ansprüche geltend machen können.

Was ich bei den ganzen Diskussionen jedoch immer wieder amüsant finde, ist die Aussage dass ein Verbot bestehende Monopole schützen würde und der Kunde das Nachsehen hätte. Hier wird aber kein Monopol geschützt, es wird nur auf die Einhaltung bestehender rechtlicher Grundlagen gepocht. Und das zu Recht. Davon abgesehen hält kein Gesetz dieses Landes die meckernden Mitforisten davon ab eine Firma zu gründen und eine Mietwagenkonzession zu erwerben. Anschließend kann man einen Wagen kaufen (oder vorhandenen anmelden), versichern und genau das gleich tun wie Uber: Man kann seine Dienste auf Abruf anbieten. Man darf sich mit dem Mietwagen zwar nirgends hinstellen und warten, das ist ein Privileg der Taxen, aber so bleibt es auch vergleichbar zu Uber. Und wenn man dann meint dass die eigene Marge viel zu hoch ist, kann man ja den Betrag pro KM senken und die hohe Marge an die Kunden weitergeben. Das geht sogar, denn die Mietwagen müssen sich auch nicht an die geltenden Preise für Taxis halten.

So zumindest mein Kenntnisstand aus dem Landkreis, in dem ich zu Studienzeiten vor ca. 10 Jahren ebenfalls mit dem Fahren eines Taxis mein Geld verdient habe.

Ich denke auch dass Konkurrenz das Geschäft belebt, aber das ist auch heute schon möglich. Vielleicht sollte sich die Mehrheit der hier meckernden Foristen doch erst mal entsprechend erkundigen. Um es nochmal klar zu sagen: Das Verbot erfolgte nicht, weil Uber eine unliebsame Konkurrenz ist (die haben Taxifirmen in der Regel zu Genüge und kommen damit klar), sondern nur weil sie nicht fair spielen und geltendes Recht ignorieren.

Oder möchte einer der meckernden Mitforisten gerne mal mit mir Pokern und mir dabei gestatten die Regeln nach meinem Gutdünken auszulegen??? ;-)

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onecomment 02.09.2014, 11:06
178.

Was ist denn neu an Uber? Taxiapps gibt ohne Ende und das Taxigewerbe wurde nicht neu erfunden.

Neu ist, dass ein welweites Unternehmen zu Preisen an den Markt geht, die alle anderen unterbieten , weil Sie einfach bestehende Vorgaben die Geld kosten umgehen und sich so einen Vorteil verschaffen.

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pittiken 02.09.2014, 11:06
179.

Zitat von etzt_rede_ich.
...Herr short_term-trader. Und zwar das Ende vom Lied: "...oder ob er überhaupt nicht kommt...". Und das hoffe ich bei Uber sehr. Hat eigentlich irgend einer von den "Ach-Menno-die-Taxen-kosten-so-viel-Geld-Quenglern" mal überlegt, was......
Uber hat die Haftung ausgeschlossen, schließlich vermittelt man nur, beim privaten Uberfahrer ist nichts zu holen und dann schreien diese Jünger dann wieder nach der übrigen Gesellschaft, denn schließlich konnte man sowas ja gar nicht wissen.
Eigenverantwortung übernehmen diese "ach-Menno-die-Taxen-kosten-so-viel-Geld-Quenglern"-Typen sicherlich nicht.

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