Forum: Wirtschaft
Umstrittener Gen-Konzern: Weltweite Proteste gegen Monsanto
DPA

Der Saatgutmulti Monsanto ist hoch umstritten. Tausende Menschen haben am Samstag in rund 250 Städten weltweit gegen den US-Agrarriesen demonstriert. Immer wieder gerät das Unternehmen in die Kritik, zuletzt sprach ein französisches Gericht den Konzern schuldig, einen Bauern vergiftet zu haben.

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schlaumeier77 26.05.2013, 08:48
1. Gibt es auch Strafen für Verbrechen an der Natur?

Monsanto, dass unter anderem Agent Orange zum Entlauben der Wälder im Vietnam Krieg entwickelte, ist eine Gefahr für alle Menschen.
Es läuft immer nach dem gleichen Shema. Es wird ein Saatgut entwickelt (genetisch verändert). Es muss jedes Jahr aufs neue zu völlig überteuerten Preisen gekauft werden. Tausende Famer in den USA sind dadurch zu Grunde gegangen. Was Monsanto verschweigt ist, dass es jetzt schon Mutationen gibt, die sie selber nicht mehr in den Griff bekommen.
Baumwollfarmer aus Indien können davon ein Lied singen.

Zusätzlich hat Monsanto ehemaluige Manager in wichtigen politischen Positionen. Erst vor kurzem wurde ein Gestz in den USA erlassen, was Bundesstaaten daran hindert, Monsanto Saatgut zu verbieten.

Monsanto ist eine der größten Bedrohungen für die Menschheit. Wer die Lebensmittel kontrolliert, kontrolliert alles. Daher muss der Konzern um jeden Preis zerschlagen, bekämpft und behindert werden, wo es nur geht.

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Oscar Madison 26.05.2013, 09:29
2. Beelzebub

Jeder Saatgutproduzent untersagt es, Saatgut weiter zu vermehren. Für alle unsäglichen Hasstiraden hier fehlen mir ein paar sachliche Belege. Und 200 Demonstranten kriegt unsere Grundschule auch hin. Tendenziöser Bericht zu einem Nichtereignis. Bei der heutigen Vernetzung ist die Zahl der Demonstranten "weltweit" ein Beleg für Irrelevanz.

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si tacuisses 26.05.2013, 09:55
3. Warum klagt Vietnam Monsanto nicht in Den Haag an ?

Zitat von sysop
Der Saatgutmulti Monsanto ist hoch umstritten. Tausende Menschen haben am Samstag in rund 250 Städten weltweit gegen den US-Agrarriesen demonstriert. Immer wieder gerät das Unternehmen in die Kritik, zuletzt sprach ein französisches Gericht den Konzern schuldig, einen Bauern vergiftet zu haben.
Dann würden Gerichte endlich so handeln und mit den Verbrechern abrechnen wie das Tribunal in Nürnberg.
Die Verantwortlichen für Srebreniza, Irak und Afg., Libyen und Syrien gleich mit erledigen.

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Schweijk 26.05.2013, 10:09
4. Wieviel Geld

Zitat von sysop
Der Saatgutmulti Monsanto ist hoch umstritten. Tausende Menschen haben am Samstag in rund 250 Städten weltweit gegen den US-Agrarriesen demonstriert. Immer wieder gerät das Unternehmen in die Kritik, zuletzt sprach ein französisches Gericht den Konzern schuldig, einen Bauern vergiftet zu haben.
haben sie für diesen Post von Monsanto erhalten?
Saatgut ist allgemeingut, genauso wie Wasser oder Luft.
Allgemeingut kann man nicht privatisieren.
Ich werde jedenfalls fleissig Saatgut aus meinem
eigenen Pool nehmen, wollen sie mich daran hindern?
dann nur über meine Leiche.

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emeticart 26.05.2013, 10:09
5. @ Oscar Madison

Was ist Ihr Problem? Sind Sie Lobbyist? Niemand, der halbwegs normal im Kopf ist, mochte gentechnisch veränderte Dinge auf seinem Teller, niemand, der nur ein bisschen Verantwortungsgefühl besitzt, möchte gentechnisch veränderte Organismen in der freien Natur sehen. Weshalb sträuben sich die Hersteller gegen eine Kennzeichnung!?? Die Kunden, würden sich schon entscheiden, ob sie den Mist wollen! MfG

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synde 26.05.2013, 10:22
6. Zum Thema: Erich Schöndorf

Das Anliegen der Demonstranten in diesem Artikel in einem Globalisierungsthriller verpackt.
Gut zu lesen!

So ein Urteil, wie in Paris, das könnte in Deutschland niemals stattfinden, das bestätigt schon die Berufsgeschichte des Staatsanwaltes a.D. Erich Schöndorf.

Ein paar Hundert Demonstranten sind in der demokratischen Welt eindeutig zu wenig.

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a.peanuts 26.05.2013, 10:23
7. Wie die Einflussnahme funktioniert

Und welche Gegenleistung bekommt der Politiker :

http://news.yahoo.com/not-altruistic-truth-behind-obamas-global-food-security-174700462.html

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bwl-spaten 26.05.2013, 10:27
8. xxx

Zitat von Oscar Madison
Jeder Saatgutproduzent untersagt es, Saatgut weiter zu vermehren.
Nö. Lesen Sie sich in die Materie ein. Sie müssten Nachbaugebühren bezahlen, das ist aber nicht das Problem. Monsanto verkauft (genmanipuliertes) Hybrid-Saatgut, welches sich im Gegensatz zu traditionellen Sorten nicht sinnvoll vermehren lässt (googlen Sie mendelsche Regeln und F1-Hybriden). Sie müssen sich jedes Jahr neu mit teurer Saat eindecken. Das Saatgut ist überdies unter Optimalbedingungen zwar ertragreich, aber extrem wasser- und nährstofffbedürftig und anfällig für die klimatischen Bedingungen, an die traditionelle Sorten über tausende von Jahren vor Ort angepasst wurden. Die Saat sowie Dünger sind teuer und Wasser oft rar, das führt dann bei dem Hightech-Saatgut zu Totalausfällen, insbesondere in Monokultur.

Allein in Indien haben sich bisher mindestens 200.000 Kleinbauern das Leben genommen, weil das tolle Monsanto-Saatgut (in dem Fall Baumwolle)Totalausfälle produziert und die Leute in den totalen Ruin getrieben hat:

Selbstmord-Serie: Tausend indische Bauern gehen in den Tod - SPIEGEL ONLINE

200.000 Selbstmorde in Indien: Die verheerenden Folgen durch Monsanto - Kopp Online

Auch ist die tolle Gensaat regelmäßig doch anfällig gegen Schädlinge, man braucht große Mengen an Pestiziden etc; Die intensive monokulturelle Bebauung mit großen MEngen an Mineraldünger zerstört in wenigen Jahren den Boden und führt zu Desertifikation.

Zur EU-Verordnung: Was glauben, warum Konzerne wie Bayer, BASF; Monsanto ein so großes Interesse daran haben, dass auch Hobbyzüchter und kleine SämereiEn, die sich auf den Erhalt traditioneller Sorten spezialisiert haben, ihr Saatgut zertifizieren lassen müssen, was aufgrund der Zertifikationsauflagen für die meisten kleinen Betriebe das Ende bedeutet?

Warum haben die so ein Interesse daran? Doch nicht um ein paar tausend Euro mehr Umsatz an Hobbytomatenzüchtern in Europas Schrebergärten zu haben. Sondern um dauerhaft, gezielt und systematisch mithilfe der EU-Politik die Saatgutvielfalt zu zerstören.

Gentechnisch verändertes und Hybridsaatgut in Monokultur mit Unmengen an Wasser, Pestiziden und Dünger angebaut, und die ganze Welt muss es von ein oder zwei riesigen Firmen kaufen? Das soll die Lösung für Welternährungsprobleme sein? Es reicht die heutige Ernte schon lange aus, um alle Menschen zu versorgen. Es wird bloß ein Drittel davon als Viehfutter und zur Spriterzeugung verwendet.

Das kränkste ist die Patentierung von Gensequenzen - Sie nehmen eine stinknormale Maissorte, verändern einen Bruchteil der genetische Information und lassen sich das ganze als eigene Schöpfung patentieren. Sähen Sie das Zeug aus, kreuzt es sich in die umliegenden Kulturen ein; erreichen dann die umliegenden Kulturen einen bestimmen Prozentsatz an patentierter Gensequenz, kann Monsanto sie verklagen.

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maikäfer 26.05.2013, 10:44
9.

Das die Teilnehmerzahl an der Protestaktion so gering war, zeigt lediglich wie unterinformiert und dummgehalten die Bevölkerung ist.
Trotzdem ist ein Lichtblick.
Monsanto stellt nicht nur Saatgut her.
Spätestens beim Glyphosat (Round Up) sollte jedem, der sich mit dem Thema beschäftigt die Augen aufgehen. Jeder hier trägt es mit unerforschten Folgen in sich (auch die demonstrierenden Grundschulkinder des Vorforisten).
Die Landwirte killen damit vor der Ernte die Getreidefellder, damit es gleichmäßig abreift und sich leichter ernten lässt (Sikkation). Doch im Mehl bauen sich Glyphosat und gefähfliche Tallowamine nicht ab und landen schließlich im Darm. Diese Gifte sind Bakterienwirksam und wirken negativ auf die Darmflora.

Das könnt ihr verdrängen oder nicht. Fakt ist: Durch die Saatgutkonzerne und ihren Handlangern in den Gremien (EFSA, BfR, etc) sterben weltweit viele Arten aus und wir essen den Mist....

Das stille Gift - ZDF.de

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