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Umstrittenes Rentenmodell: Riester-Zuschüsse schmelzen weiter
DPA

Niedrige Zinsen, zu geringe Beiträge, Zuschüsse nicht ausgeschöpft: Das Riestern lohnt sich für Deutsche immer weniger - auch weil es nicht richtig gemacht wird.

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lamblies 10.08.2017, 10:02
1. Mein Titel

Riester ist ein weiterer Baustein zur Verarmung der normalen Rentner.
Zuschüsse zur Versicherungsgesellschaften sollten gestrichen und der Rentenkasse zugeführt werden.

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peter-11 10.08.2017, 10:19
2. Bürokratie

Formularbürokratismus ohne Ende. Herr Riester war ja auch Gewerkschafter und Arbeitsminister, dann wollte er endlich mit der Hannover-Connection und Co. selbst Geld verdienen.

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crazy_swayze 10.08.2017, 10:21
3.

Die Zuschüsse gehören abgeschafft.
Stattdessen sollte man die Betriebsrente so stärken, dass Einzahlungen bis zu einer bestimmten Höhe in die Betriebsrente steuerfrei sind und dem ZVE nicht angerechnet werden.

Eine weitere effektive Maßnahme gegen Altersarmut wäre, den Menschen Wohneigentum zu ermöglichen, statt hier irgendwelche Mietpreisbremsen einzurichten. Grundsteuer und Grunderwerbssteuer runter, Verbot von Spekulation mit Wohneigentum, wieder mehr Baugrund auszeichnen, und die Kaufpreise kommen wieder in moderate Gefilde.
Dazu vll. noch ein Homeoffice-Gesetz, welches Arbeitgeber gesetzlich zwingt, Homeoffice zu erlauben wo es Sinn macht (z.B. Mütter, 100km+ Pendler etc.).
Somit hätte man im Alter 3 Säulen: Gesetzliche Rente, Wohneigentum (also reduzierte laufende Kosten) und die zus. Betriebsrente.

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fliflaklawitter 10.08.2017, 10:22
4. Riester war schon immer eine Mogelpackung

Was immer unter den Tisch gekehrt wird ist die Zwangsrentenversicherung, die aus dem angesparten Vermögen abgezweigt wird, um die Zeit nach dem 85. Lebensjahr rententechnisch abzudecken. Als die Riester-Rente durch die Politik vermarktet wurde, wurden hierfür lediglich 8 Prozent der angesparten Gelder veranschlagt. Vor einigen Jahren hat Ökotest sich das mal genauer angesehen und fand heraus, das mitnichten 8 Prozent der angesparten Gelder in diese Rentenversicherung fliessen, sondern durchschnittlich knapp 30 Prozent. Das ist mehr, als allein die Zulagen ausmachen. Wenn man sich nun die durchschnittliche Lebenserwartung - gerade bei Männern - anschaut, dann ist klar, dass das für den Riester-Sparer ein Minusgeschäft ist. Dabei ist es egal, wie die Rente vorher abgeschlossen wurde. Auch bei Fonds und Banksparplänen wird diese Zwangsrentenversicherung fällig.

Ich jedenfalls habe meine Riester-Rente daraufhin sofort gekündigt und spare lieber auf eigene Faust. Da kann ich dann auch jederzeit an das Geld wieder dran...

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spon-facebook-1293013983 10.08.2017, 10:25
5. Alles schimpft über die gesetzliche

Ja, die Beiträge müssten steigen, aber wer privat vorsorgt, muss ebenfalls Geld beiseite legen und das nicht zu knapp. Da kann man auch gleich die GRV bezahlen.

Wie soll ein privates System, dass abhängig ist vom allg. Zinsniveau und das noch ein Heer von sog. Versicherungsberatern finanzieren muss, sowie die Renditen der dahinter stehenden Gesellschaften günstiger sein, als die gesetzliche Umlagefinanzierung mit ihren weitgehend beratungsfreien und automatisierten Verwaltungsvorgängen?

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plasmopompas 10.08.2017, 10:26
6.

Das Problem ist, dass Arbeinehmer in prekären Arbeitsverhältnissen sich Riester gar nicht leisten können. Altersarmut ist so vorprogrammiert.

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santoku03 10.08.2017, 10:28
7.

Hauptgrund auf Riester zu verzichten ist dass sämtliche von mir durchgerechneten geförderten Angebote ohne die staatlichen Zuschüsse aufgrund hoher Provisionen eine *negative* Rendite abwerfen. Und das galt schon vor Jahren, als die Zinsen noch deutlich höher lagen als heute. Ich habe bis heute nicht verstanden, warum der Staat nicht zusätzliche Einzahlungen in das gesetzliche Umlagensystem (welches provisionsfrei arbeitet) genauso fördert wie private Anlagen. Einziger Grund der mir einfällt: Es muss ein Konjunkturprogramm für die Versicherungswirtschaft sein.

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werder11 10.08.2017, 10:35
8. haupthindernis

beim argumentieren für die RR ist die verrechnung am ende mit der evtl grundsicherung, weil die GR zu niedrig ist - des weiteren viel zu hohe abschluß- und vertriebskosten der versicherer - generell sollte die RR vom staat kommen (für den staat, denn das sind wir alle), sodaß weder die einen noch die anderen kosten anfallen - darüber hinaus ist die NULL ZINS politik der EZB ein großer betrug am steuerzahler und sparer, während die wirtschaft und banken sich dumm und dämlich verdienen - zum schluß liegt das niedrige interesse - wenn überhaupt - auch daran, daß viele AVM der versicherungen a) kein großes interesse an RR haben, weil die provision zu niedrig ist und b) demzufolge auch wenig ahnung davon - RR wäre eine tolle sache, wenn sie staatlich verordnet würde als ergänzung der GRV und alle einzahlen aber auch berechtigt sind, ohne verrechnung - die rentner, die später 700 euro grundsicherung haben sind letztendlich auf sozialhilfe angewiesen (wenn es keine zahlungsfähigen verwandte gibt)

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unixv 10.08.2017, 10:40
9. aber der Plan ist aufgegangen!

Riester, Rürup und der nette Kumpel vom SPD-Kanzler-Schröder, haben doch sehr viel Geld gemacht, bisher! Ist wie mit der Agenda 2010, eben NICHTS für den Bürger, alles für die Wirtschaft!

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