Forum: Wirtschaft
Umweltfreundliche Krematorien: Sauber im Abgang
Andreas Labes

Wer grün lebt, kann auch grün sterben: Ein Verbund von Krematorien wirbt mit Umweltschutz um Kunden und setzt auf modernste Technik. Die ist auch nötig - denn am Ende des Lebens steckt der Körper voller Schadstoffe.

Holledauer 03.10.2014, 11:46
1. Es wäre ja interessant gewesen, welche Emissionsgrenzwerte...

... einzuhalten sind und welche Emissionswerte die Anlage erreicht. Insbesondere Quecksilber ist nämlich für diese Abgasreinigungstechnologie das Problem.
Die Reizworte "Antibiotika" und "Zytostatika" sind entbehrlich, denn bei den angegeben Verbrennungstemperaturen werden diese sicher zerstört. Inwieweit Dioxine gebildet werden, hängt vom Temperaturgang der Abgase ab, dürften jedoch - falls sie beim Abkühlen der Abgase entstehen - sicher von der Aktivkohle adsorbiert werden.
Dies wäre aussagekräftiger bezüglich der Umweltrelevanz der Anlage, statt über den Einsatz von Bambus statt Blech für die Urnen zu fabulieren. Da bei uns kaum nennenswerte Mengen an Bambus wachsen, muss dieser vor allem aus Asien importiert werden. Da ist die - eigentlich nebensächliche - Frage zu stellen, ob die beim Transport des Bambus entstehenden Emissionen der Schiffe, welche mit sogenanntem "Bunker C- Öl" betrieben werden nicht am Ende höher sind, als wenn Keramik- oder Stahlblechurnen Verwendung finden.

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a.morgenroth 03.10.2014, 12:21
2. Wer grün lebt, muss nicht schwarz sterben . . .

Wieviel fossile Energie benötigt werden, um einen Leichnam einzuäschern, ist bekannt: ca. 330 kWh, ebenfalls die Strommenge, die ein Krematorium benötigt: 400.000 kWh/Jahr.
Warum der Aufwand, den die Natur mit der natürlichen Verwesung umsonst leistet?
(vgl.: http://www.flamarium.de/guetegemeinschaft-flamarium/umweltschutz/umweltberichte.html

Die Aschen sind - wie der Bericht zutreffend beschreibt- nicht unbelastet, aufgefangene Flugaschen müssen sogar in Untertagebergwerken entsorgt werden!
Ein Waldbestatter wurde verpflichtet, zum Schutz des Grundwassers ausschließlich Edelstahlurnen zu verwenden, vgl.:
www.swp.de/ulm/nachrichten/suedwestumschau/Strenge-Regeln-im-Wasserschutzgebiet;art4319,297751

Es stimmt: Wer grün lebt, kann auch grün sterben .. .

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