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Umweltschutz: Brüssel erwägt europäische Plastiksteuer
DPA

Die EU-Kommission könnte bald eine Steuer auf Plastikmüll erheben. Diese könnte die Umwelt schützen und den europäischen Haushalt unabhängiger von den Zahlungen der einzelnen Staaten machen.

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franzk. 10.01.2018, 16:26
30. Plastiksteuer

Solange man in der EU noch fossile Brennstoffe, wie Erdöl und -gas verbrennt, kann man doch getrost das aus diesen Rohstoffen gewonnene Plastik in die Müllverbrennung schicken. So wird hieraus wieder Energie. Plastikflaschen erscheinen zudem viel ressourcenschonender, da sie zumal sehr leicht sind. Ist die Billanz der schweren Mehrwegglasflasche denn richtig berechnet!? Transporte, Reinigung, Produktion in der Glashütte,... Zudem sind PET-Flaschen schadstoffarm; Dosen bspw sind effizient, entlassen aber endokrin wirksames BPA. Zudem erscheint die mögliche Einführung der Steuer als ein Teil einer Salamitaktik auf dem Weg zum EU-Staat. Man sollte sich gedanken machen wie man die Finanzierung ohne Steuer ermöglicht. Außerdem - warum soll der Staat den Konsum der Menschen lenken und kontrollieren; das erscheint mir unfreiheitlich und paternalistisch.

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Olaf 10.01.2018, 16:32
31.

Damit wird der Plastikmüll nur teurer, aber nicht weniger. Schließlich zahlen wir ja jetzt schon eine Abgabe auf die Kunstoffverpackungen, worüber der der Gelbe Sack finanziert wird.

Auch diese Abgabe hat nicht funktioniert, sondern nur eine neue Verwaltung geschaffen, die es vorher nicht gab und einen Müllexport Geschäft nach China kreiert, welches es ohne diese Abgabe nicht gegen hätte. Und warum sollte eine Verwaltung ein Interesse haben sich selber abzuschaffen?

Richtig, hat sie nicht. Genau so wenig wie die Profiteure einer neuen Verpackungssteuer in Brüssel daran Interesse hätten, dass ihre Einnahmen sinken und sie wieder verschwinden. Der Müll würde also nur Verwaltet, aber nicht weniger werden.

Man könnte auch mal darüber nachdenken, warum so viele der genialen, grünen Pläne für eine bessere Welt, in der Realität zu einer schlechteren Welt geführt haben.

Wie eben die Verpackungssteuer und der Gelbe Sack, der Biosprit mit seinen Palmölplantagen oder die Biogasanlagen mit ihren riesigen Monokulturen für Mais.

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Palisander 10.01.2018, 16:33
32. Eine runde Sache

wird daraus wenn auch die Industrie endlich mal eine Alternative erwägt. Warum gibt es für 0,99 Euro 80 g Schinken in einer Plastikverpackung? Ich meine 80 Gramm Schinken? Eine Einmalportion? Vieles was heute in Plastik steckt kann auch in Papier stecken. Wird teurer? Ja und? Statt einer Steuer die wieder jeden betrifft, sollte man lieber für Alternativen werben. Papiertüten für das Obst. Ja natürlich ist es hygienischer wenn Apfel und Birne in Plastik/Kunststoff verpackt wird. Aber ehrlich, ich wasche mein Obst immer. Egal wie es verpackt ist. Die Industrie will aber das wir 4 Äpfel kaufen, und nicht einen. Das nun wieder auf den "Verbraucher" abzuwälzen ist mir zu einfach. Hier muss ein Konsens bei allen Teilen der Warenkette gefunden werden.

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investor3000 10.01.2018, 16:37
33.

Ich erwarte von der Politik Handlungsfähigkeit und würde eine Steuer gegen den ausufernden Verpackungs-Wahn bei gleichzeitiger Steuer-Entlastung beim Bürger begrüßen. Dann müssten wir unseren Gelben-Sack-Müll auch nicht mehr in Entwicklungsländer verschiffen.

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DHC2 10.01.2018, 16:38
34.

90% des Plastikmülls in den Ozeanen der Erde stammen aus Asien und Afrika,
Was soll also der Unsinn?

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rgryf 10.01.2018, 16:44
35. Prinzipiell ist die Besteuerung der Verschwendung von Plastik dringend

Ohne Rücksicht auf irgendwenn. Denn wir hängen da mit drin - Stichwort Bequemlichkeit killt Schönheit.
Das der EU-Haushalt in Zukunft daran hängen soll!?

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j.vantast 10.01.2018, 17:28
36. Doppelt zahlen?

Äh, wir zahlen in vielen Bereichen bereits mehr beim Einkauf durch den grünen Punkt. Durch diese Zahlung soll eine Rückführung des Abfalls in das Recycling gewährleistet sein. Und kaum ein anderes EU-Land sammelt so viel Plastikmüll wie Deutschland. Aber immerhin wird der wahre Grund ja genannt: Es sollen Haushaltslöcher gestopft werden. Mein Vorschlag dazu: vermeidet endlich die Steuerschlupflöcher. Dann ist auch genug Geld da.
Zeit wird es aber endlich Schluss mit dem Unsinn zu machen dass Pfand auf eine PET-Flasche mit Limonade erhoben wird, aber wenn in der gleichen Flasche Fruchtsaft drin ist gibt es keinen Pfand.

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Flari 10.01.2018, 18:17
37. @sysop, mag mich der aktuelle Zensor nicht, oder fehlt Speicherplatz?

Schade, dass es keine näheren Erläuterungen zu der angedachten Steuer gibt, was wohl nicht am Spiegel liegt.
Soll so eine Steuer nach Gewicht gehen?
Wenn die Steuer auf eine Einwegflasche oder typische Hemdchentüte 10 ct betragen würde, würde sie dann für die Mehrwegflasche schon bei 25 oder 30 Cent liegen, der Verbraucher nimmt die billigere Einwegflasche..
Der durchaus sinnvolle Kunststoffstuhl für den Garten für 9,99 würde 25,- Euro kosten, die Flattertüte am Gemüsestand ist lediglich mit 0,2 ct betroffen und gehört zu den Tüten, die am ehesten verweht werden.

Für DE gilt, dass wir eine hohe Mülltrennung und Sammlung haben, auch wenn es noch verbesserungswürdig ist.
Es ist absolut nicht zu verstehen, dass Getränke, die einen Inhalt aus Milch extrahiertem Wasser, Weinbestandteile oder Fruchtsaft aufweisen, von der Pfandpflicht ausgenommen sind und sogar damit werben können, dass man sie quasi in die Umwelt schmeissen kann, ohne finanzielle Nachteile in Kauf zu nehmen.
Kein Pfandsammler bückt sich nach einen Flasche von Müller-Milch, Valesina oder einem Kaffee-to-Go-Becher.

Papier ist dort, wo Abfall anständig gesammelt wird, keine (oder nur selten) sinnvolle Alternative für Kunststoffverpackungen, WO diese i.d.R. eingesetzt werden.
Einerseits hat Papier (meist) eine schlechtere Umweltbilanz als Kunststoff, desweiteren weist es gravierende Nachteile auf.
Verpacktes Obst, Fleisch, etc. möchte ich SEHEN können und dann kommt noch die fehlende Wasserfestigkeit dazu.
Egal bei der Ware an sich und ebenfalls beim Transport.
Richtig empfinde ich, dass man für die Plastiktüte für den Transport einen Mindestpreis zahlen zahlen muss, da dieses die Wiederverwendung erhöht.

Das ganze sollte man an der Mentalität im jeweiligen Land ausrichten.
DE müsste deutlich mehr ausgeben, als Skandinavien.
FR, PL und noch ein paar Länder einigen mehr.
Diverse Südländer müssten Spitzenpreise bezahlen, ggf. auch Litauen, bis die dortigen Quoten sinken.
Nur sollten die Gelder ausdrücklich NICHT der EU zukommen, sondern entweder den einzelnen Staaten oder sogar den einzelnen Unternehmen, wenn man sich NICHT dem Vorwurf der unbilligen Bereicherung aussetzen möchte.
ICH bin überzeugt, dass die Unternehmen die Mehreinnahmen durchaus zu Preissenkungen auf die Ware verwenden.

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wombie 10.01.2018, 18:48
38.

Zitat von MatthiasPetersbach
Wenn ich 20 Stachelbeeren kaufe, sind die in nem Plastikbehältnis. Wenn ich nene Salat kaufe, muß der in ne Plastiktüte, damit ich das Etikett draufkleben kann. Der Handel ist schuld - so einfach ist das. Was sich im Rahmen der Erleichterung der Verkaufbarkeit, der Gewinnoptimierung und der angeblichen Hygiene in unseren Supermärkten abspielt, geht mittlerweile auf keine Kuhhaut - und der Aufwand hat sich in den letzten Jahren um 200 % erhöht. Obwohl es um nichts anderes geht, als wie vor 50 Jahren - Essen einkaufen. Das ist alles NICHT auf dem Mist der Kunden gewachsen. Dagegen anzugehen ist mit ner "Steuer" , die auf den Kunden abgewälzt wird, nicht getan. Ich zahl dafür lieber mehr, damit WENIGER Müll entsteht. Das heißt keine Plastikflaschen, keine Umverpackung der Verpackung - und nichts Vorverpacktes.
Die Besteuerung hätte da doch genau den gewünschten Effekt der Verteuerung von aufwendig verpackten Lebensmitteln, so dass Anbieter, die in die Entwicklung von plastiklosen Verpackungen investieren einen Wettbewerbsvorteil haben.

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wombie 10.01.2018, 18:56
39.

Zitat von PolitBarometer
Der Handel hat doch den ganzen Müll-Transfer bzw. die ganzen Berge an unnützem Plastemüll erst möglich gemacht. Obst in Plastikschalen anzubieten anstelle Untertellerchen aus haltbarer Pappe; sowas muss doch nicht sein. Aber für eine Einkaufstüte, die ich bei einem Einkauf im Fachhandel für selbstverständlich halte, dann 5-10 Cent Aufpreis verlangen, das geht dann. Und wer läuft schon gerne mit einem gerade gekauften Stück Textil oder ein paar DVDs unterm Arm durch die Stadt? Man könnte ja auch auf umweltfreundliche Papiertüten umsteigen. Macht aber so gut wie keiner, da man daran nichts verdienen kann.
Ihr Beitrag löst bei mir völliges Unverständnis aus. Zum Transport von Waren gibt es Taschen, Rucksäcke, Beutel, die sich auf Taschentuchgröße falten lassen und viele andere Alternativen. Ich kann mich nicht erinnern in den letzten zwanzig Jahren jemals eine Plastiktüte erworben zu haben und dadurch irgendwelche Unbequemlichkeiten in Kauf genommen zu haben.

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