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Unabhängigkeitsreferendum: Deutsche Industrie warnt Katalonien vor Bruch mit Spanien
REUTERS

Der Industrieverband BDI befürchtet, dass auch für deutsche Firmen Risiken entstehen, wenn es tatsächlich zum Bruch Kataloniens mit Spanien kommt. Investoren an den Aktienmärkten sehen das ähnlich.

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Creedo! 02.10.2017, 13:49
1.

Ein katalonischer Staat wäre kein EU-Mitglied und würde es auch nie werden (Dauerveto Spaniens). Jeder Vertrag zwischen der EU und Katalonien, der Einstimmigkeit seitens der EU verlangt, würde ebenfalls nicht zustande kommen. Produktionsstätten von EU-Unternehmen würden sicherlich aus Katalonien auf EU-Land verlagert. Was bleibt dann noch von der katalonischen Wirtschaft? Das Verhältnis Kataloniens zur EU dürfte deutlich schlechter werden als das von Groß Britannien nach dem BREXIT. Der Wohlstand Kataloniens hätte sich damit wohl in Zukunft erledigt.
Die Unabhängigkeit Kataloniens hätte aber auch etwas Gutes. Die Regien ist ein Tourismusriese. Nach dem wirtschaftlichen Zusammenbruch sollten Reisen nach Katalonien recht billig werden. Das bedeutet dann noch mehr Touristen. Allerdings haben die Katalanen ja etwas gegen Touristen. Dort hatte man ja öfter gegen die Fremden demonstriert. Als eigenständiger Staat haben sie dann aber über die Visavergabe (das Schengener Abkommen wird für Katalonien wohl nicht gelten - Spanien wird eine entsprechende Mitgliedschaft verhindern) die Möglichkeit, die Touristenströme zu begrenzen.

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romeo_mike 02.10.2017, 14:23
2. Danke Creedo ;-)

Zitat von Creedo!
Ein katalonischer Staat wäre kein EU-Mitglied und würde es auch nie werden (Dauerveto Spaniens). Jeder Vertrag zwischen der EU und Katalonien, der Einstimmigkeit seitens der EU verlangt, würde ebenfalls nicht zustande kommen. Produktionsstätten von EU-Unternehmen würden sicherlich aus Katalonien auf EU-Land verlagert. Was bleibt dann noch von der katalonischen Wirtschaft? Das Verhältnis Kataloniens zur EU dürfte deutlich schlechter werden als das von Groß Britannien nach dem BREXIT. Der Wohlstand Kataloniens hätte sich damit wohl in Zukunft erledigt. Die Unabhängigkeit Kataloniens hätte aber auch etwas Gutes. Die Regien ist ein Tourismusriese. Nach dem wirtschaftlichen Zusammenbruch sollten Reisen nach Katalonien recht billig werden. Das bedeutet dann noch mehr Touristen. Allerdings haben die Katalanen ja etwas gegen Touristen. Dort hatte man ja öfter gegen die Fremden demonstriert. Als eigenständiger Staat haben sie dann aber über die Visavergabe (das Schengener Abkommen wird für Katalonien wohl nicht gelten - Spanien wird eine entsprechende Mitgliedschaft verhindern) die Möglichkeit, die Touristenströme zu begrenzen.
Danke Creedo. Sie zählen da eine recht schöne Anzahl von Gründen auf, weshalb es mit der EU in der heutigen Form schon mittelfristig nicht mehr weitergehen kann und wird.

Zumindest nicht erfolgreich!

Das Risiko ist gross, dass sich eines Tages auch die Katalanen genau so wie vor einem Jahr die Briten sagen: "lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende".

Wäre es nicht eine hochinteressante, lobenswerte und vor allem aktuelle Aufgabe der EU gerade in einem solchen Fall darauf hinzuarbeiten, dass nationale Grenzen an ihrer Wichtigkeit verlieren?

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dersiedler 02.10.2017, 14:25
3. Angelas Kompromiss

Die EU sollte EU-Bürger, die nicht mit ihrer Nationalen Staatsbürgerschaft einverstanden sind, einen Europapass ausstellen . Wir brauchen weniger Grenzen

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brux 02.10.2017, 14:49
4. @ Creedo!

Es wäre wohl noch extremer. Katalonien hätte keine eigene Währung und der Zugang zum Euro wäre versperrt. Katalonien wäre faktisch sofort insolvent.
Der Staat müsste sich durch Zwangsabgaben finanzieren. Aber die Firmen machen dann einfach zu und linksradikale Studenten haben kein Geld. Die lokale Polizei würde wohl der Regierung nicht helfen, wenn das Gehalt ausbleibt.
Und Spanien kontrolliert den Luftraum und den Seeverkehr. Selbst die einzige internationale Grenze nach Frankreich wäre schnell dicht, denn Frankreich wird die kleine Truppe katalonischer Separatisten im Roussillon nicht ermuntern wollen.
Katalonien hat da wohl zu hoch gezockt.

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rallerollo 02.10.2017, 14:55
5. nanu

Die tun ja alle so als wenn die dann plötzlich auf einem anderen Planeten wären.
Die Wirtschaft jammert doch nur rum weil sie dann 12 Cent weniger Gewinn pro Fahrzeug machen werden.....

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sysop 02.10.2017, 15:01
6. Inhalte

Diese Diskussion ist eine über die wirtschaftlichen Aspekte des Themas, es besteht kein Anlass, die gesamte Messe noch einmal von vorne zu singen und sich ständig zu wiederholen.

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Olaf 02.10.2017, 15:31
7.

Zitat von dersiedler
Die EU sollte EU-Bürger, die nicht mit ihrer Nationalen Staatsbürgerschaft einverstanden sind, einen Europapass ausstellen . Wir brauchen weniger Grenzen
Sieht eher so aus als würden die vorhandenen Grenzen nicht ausreichen, denn Separatisten wollen ja mehr Grenzen und nicht weniger.

Was die wirtschaftlichen Folgen betrifft, so zeigen diese Reaktionen, was für Katalonien noch folgen kann. Seat z.B. hat in Katalonien 3 Standorte. Die befinden sich nach der Trennung von Spanien erst einmal außerhalb der EU.

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roninger2000 02.10.2017, 15:33
8. Andorra

Warum eskaliert das genau jetzt?
Weil ab 2018 Andorra die Steuerdaten an alle EU-Länder übermitteln wird.
Und da werden viele reiche Catalanes ein Problem haben. Und deswegen wäre eine eigene Bananenrepublik die Lösung um straffrei zu bleiben.
Koste es was es wolle, selbst wenn man in Spanien einen Bürgerkrieg dabei anzettelt.

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muellerthomas 02.10.2017, 15:33
9.

Zitat von Creedo!
Ein katalonischer Staat wäre kein EU-Mitglied und würde es auch nie werden (Dauerveto Spaniens).
klar, unter der Annahme, dass Spanien dann alles blockiert, wird es schwierig - wobei dann auch die EU-Regeln in Frage gestellt werden sollten.

Mal abhesehen von den konkreten Referendum stellt sich zudem doch auch die grundsätzliche Frage, wann Unabhängigkeitsbesrtrebungen legitim sind und wie dann entsprechende Referenden gestaltet werden können.

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