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Unfairer Wettbewerb: Amazon sieht zu, wie China den deutschen Onlinehandel ruiniert
Amazon

Fair geht anders: Chinesische Onlinehändler verkaufen auf Amazon massenweise Produkte, die europäische Vorschriften verletzen. Als ein Projektoren-Händler solche Verstöße meldete, stieß er auf begrenztes Interesse.

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BäckerGeselle42 13.12.2018, 16:27
10. Danke!

Zitat von phthalo
Ich finde schon, dass Amazon meist zu den günstigsten gehört und zudem einen sehr reibungslosen Rückgabeservice bietet.
Da sieht man mal wieder wo das Problem liegt.

An zufriedenen Kunden, die nicht weiter als bis zur eigenen Nasenspitze schauen wollen.

"Was wollt Ihr denn, ich bin zufrieden".

wird dann irgendwann zu

"Komisch, meine Firma hat mich rausgeworfen, weil unfaire Konkurrenz aus China sie kaputt gemacht haben. Wieso hat das keiner verhindert?"

Ich lese auf Amazon nur noch Rezensionen, 99% meine Produkte kaufe ich inzwischen anderswo ein.

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Nordstadtbewohner 13.12.2018, 16:32
11. Das stimmt so nicht

Zitat von rumloler
Konzerne wie Amazon sollten auch wegen ihrer "Steueroptimierung" vom Verbraucher besser gemieden werden. Lieber über Vergleichsportale wie idealo einen günstigen alternativen Händler suchen. Diese führen im Gegensatz zu Amazon dann sogar Steuern in Deutschland ab.
Amazon Deutschland zahlt auch in Deutschland für dort generierte Gewinne. Und zwar: Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Das kann alles im Generalbundesanzeiger nachgelesen werden.

Ich denke, dass es völlig ausreicht, wenn Amazon die einzelnen Produkte, die nicht den gültigen Normen/ Gesetzen nach angeboten werden, löscht. Die Forderung, gleich ganze Shops bzw. Händler zu sperren, halte ich für maßlos und überzogen. Das wirkt einfach so, als wollte man sich unliebsame Konkurrenz aus China vom Hals halten. In Zeiten der Globalisierung ist das ein Schritt in die Vergangenheit.

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genugistgenug 13.12.2018, 16:35
12. dito - you get waht you pay

Zitat von ralkon
Auf Amazon tummeln sich einige dubiose Firmen. Bei jedem Kauf sehe ich mir an, wer Verkäufer ist. Das wird - vermutlich bewusst - nicht einfach gemacht. Ausländische Firmen haben mitunter auch schön europäisch klingende Namen. Viele der Produkte sind grosser Schrott. Und selten ist Amazon günstig.
diese "Unsitte" steigt auch schon bei ebay - dort gibt es immer mehr "Angebote" mit Versandort Deutschland und Firmensitz Shenzen/HongKong/usw. - die Preise z.B. für eine identische bodycam schwanken zwischen 18,50 um 28,- Euro - gleicher Versandort in Deutschland - direkt aus China 1 - 2 Euro billiger.

Gestern gab es hier auf SPON doch auch einen Artikel, dass ein chinesischer Handyhersteller nun direkt bei Media/Saturn verkauft.

Satire (vielleicht) Oder anders gesagt, der deutsche Herstellermarkt scheint am Ende zu sein und weiß noch nichts davon Denn der Kunde kauft nur billig und nicht günstig - genauer er kann nicht mal zwischen billig und günstig unterscheiden.

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andre_gottschling 13.12.2018, 16:37
13.

Meines Erachtens gehören Konzerne wie Amazon, eBay, Facebook und Co. rigeros durch eine Institution überwacht (täglich) die den Welthandel in unserer globalisierten Welt in geordnete Bahnen lenkt und regelt. Die Befugnisse einer solchen Organisation müssten in der Art gestaltet sein das sich solche Unternehmen zu fürchten haben wenn nur deren Name dort annähernd fällt. Handels-Konglomerate wie oben erwähnt müssten mit der umgehender Zerschlagung, einfrieren der Vermögen aller beteiligten Eigner und Vorstände, bei wiederholten Verfehlungen welche dem gesamten Handel schaden, abgestraft werden.
Aber leider ist das in unserer Monopolgesellschaft nur der Wunsch eines Gedanken.

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liquimoly 13.12.2018, 16:38
14. Vorsicht bei betrugsangeboten

Einmal und nie wieder!
Per Post erhielt ich die Benachrichtigung des Zolls, mir dort eine Sendung aus China abholen zu müssen, nix mit Zustellung an der Haustür. Also plante ich einen Nachmittag zur Abholung im 60km entfernten Zollamt ein.
Im Zollamt wurde ich dann aufgefordert, die Sendung vor den Augen der Beamten zu öffnen,die sogleich den Artikel zur Hand nehmen und mit den Produkten des deutschen Herstellers auf dessen Homepage verglichen. Es handelte sich nach mehreren Augenscheinnhmen um eine dreiste Produktfälschung, die sofort konfisziert wurde und mir nicht ausgehändigt werden konnte. Auf die Rückerstattung des chinesischen Händlers warte ich bis heute.

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dbeck90 13.12.2018, 16:39
15. Ganz normal

Die Recycling Vorschriften? Bin selbst händler. Hab mal einen angezeigt. Antwort von den Behörden: Wir können ihn nur öangwierig sanktionieren, weiter verkaufen kann er trotzdem. Dann kein Artikel CE, RoHs, keine Rechnung. Wurde mir vom Bundesumweltamt gesagt: Ja solche Verstöße regeln irgendwelce Landesbehörden, da müssen Sie mal googeln. Hab ich gemacht. Kam dann auf eine Regierungsseite, wo man die Stellen ausfindig machen konnte, bei denen man diverse Verstöße melden konnte. Welche gegen CE, bzw. RoHS Vorschriften waren ausgegraut.... Habe bis heute keinen Weg gefunden, solche Händler vom Verkauf zu hindern. Es wird halt nicht geahndet, daher kann jeder machen, was er will.

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Tandor 13.12.2018, 16:40
16. Amazon's Konkurrenz ist längst GearBest und AliExpress.

Wenn Amazon und Ebay alles so umsetzen würde wie sich das mancher Journalist vorstellt dann würden sie schnell vom Markt verschwinden.
Den Amazon's Konkurrenz sind immer mehr asiatische Plattformen wie GearBest und AliExpress. Auch die versenden zunehmend aus der EU scheren sich aber noch weniger um Europäische Gesetze und Richtlinien. Was ihnen eine enormen Wettbewerbsvorteil bringt.
Amazon stärker zu regulieren stärkt die asiatischen Plattformen nur noch mehr, auf die man dann gar keine Kontrolle mehr hat.

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archi47 13.12.2018, 16:42
17. Das ist er,

der Raubtierkapitalismus US-amerikanischer Prägung in Reinkultur.

Wer ist hier noch überrascht, dass das auch andere können?

Die Chinesen haben schnell gelernt und können es staatskapitalistisch, zentral gelenkt eben noch besser.
Unsere Soziale Marktwirtschaft hätte ein gutes Beispiel auch für China und Rußland geben können.

Leider haben Reagan und Thatcher unseren Kohl (CDU) und seinen Koaltionspartner Wirtschaftsminister Rexroth (FDP) dazu gebracht, in den Maastrichtverträgen die Lunte für dieser Art von "Marktwirtschaft" zu legen. Inzwischen ist die "europäische Art" unter die Räder gekommen und wird zudem immer noch von vermeintlichen Wirtschaftskennern diskreditiert.
Dass Chinesen das besser können, hatte zudem damals keiner auf seiner Agenda. Eigentlich sehr lustig, wenn es nicht so ernst wäre ...

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archi47 13.12.2018, 16:43
18. eben

Zitat von BäckerGeselle42
Da sieht man mal wieder wo das Problem liegt. An zufriedenen Kunden, die nicht weiter als bis zur eigenen Nasenspitze schauen wollen. "Was wollt Ihr denn, ich bin zufrieden". wird dann irgendwann zu "Komisch, meine Firma hat mich rausgeworfen, weil unfaire Konkurrenz aus China sie kaputt gemacht haben. Wieso hat das keiner verhindert?" Ich lese auf Amazon nur noch Rezensionen, 99% meine Produkte kaufe ich inzwischen anderswo ein.
Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber ...

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thomas.kuelpmann 13.12.2018, 16:44
19. Solange

in China noch immer das Kopieren eine Tradition ist ("vom Meister lernen...) sparen die sich Entwicklungskosten ohne Ende. Und können nachgemachten Scheiss für ein Appel und nen Ei verhökern, bei schlechter Qualität. Da sie auch noch dreist optische Kennzeichen (Stihl kann ein Lied davon singen) kopieren, schädigen sie mit der schlechten Quali der Kopien zusätzlich den Originalhersteller.

Ob das chinesische Modell aber auch dann noch funktioniert, wenn alle bisherigen Firmen, von denen man kopiert hat, platt sind, wer weiss...

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