Forum: Wirtschaft
"Ungarisches Modell": Was taugt Orbáns Wirtschaftswunder?
imago/blickwinkel

Am Sonntag wird in Ungarn gewählt - und Regierungschef Orbán setzt im Wahlkampf auch auf die Wirtschaftsstärke des Landes. Dabei bröckelt es hinter der Fassade gewaltig.

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BloombergM 07.04.2018, 23:11
10.

Zitat von michael.renper
Ihr Verein Herr Gobert präsentiert sich auf seiner Webseite als lächerlich oberflächliche Veranstaltung. Kein sachlicher Inhalt, keine Agenda, keine konkreten Ansprechpartner keine Veranstaltungen ....
Vielleicht sollten Sie die Spalten einzeln oben anklicken?
Wenn Sie das tun, werden Sie alles finden, was Sie hier als Mangel aufgelistet haben.
Beispiel beim „Organisation“ : DWC E-Mail und Kontakt/bzw Ansprechpartner mit Name usw sind angegeben, oder gucken Sie auf der „Galerie“, und werden Sie jede Menge Veranstaltung finden, bei "Sektionen" gibt’s auch Infos.

Na ja, aber wenn Sie unbedingt nur eine unbegründete Bashing machen möchten, dann weiter so wie bisher.

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Eisehard Altsoldat 07.04.2018, 23:13
11. An den Autor

Sehr geehrter Hr.Verseck,das sie den Viktor Orban nicht mögen haben wir verstanden.Aber Demokratie ist erst Demokratie wen das Volk,der Wähler enscheidet.Das was Sie machen, heist in USA und EU Wahlmanipulation.Unwarheiten verbreiten um den Wähler manipulieren.Die USA und EU haben die Russen deswegen bestraft mit Sanktionen.Denken Sie daran.

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eichenbohle 07.04.2018, 23:16
12. Es gibt wohl regionale Unterschiede.

Zitat von arne.gobert
Leider ist dieser Bericht - wie soviele andere auch - wieder einmal komplett falsch. Nur drei Details hervorgehoben: (1) in Ungarn sind soviele Menschen wie noch nie zuvor seid der Wende in angestellten Arbeitsverhältnisses und (2) haben wir ausländische Direktinvestitionen in nie gesehenem Ausmaß (insbesondere seit der Reduzierung der Körperschaftsteuer) - deswegen auch die bestehende geringe Arbeitslosigkeit und (3) kommt die Flat Tax für Einkommen allen zu Gute, nicht nur den Spitzenverdienern. Wenn man aus einem Land wie D kommt sollte man besser recherchieren und die Verhältnisse mal vergleichen. Hierzu Lande haben Arbeitnehmer (nach Belgien) mit den höchsten Abgaben zu Leben - und keiner regt sich auf, zugleich verschleudert der Staat Unsummen von Steuergeldern aufgrund Unfähigkeit der beteiligten (politischen) Personen. Beispiel Nr 1 Flughafen Berlin Brandenburg. Ausserdem würde ich jedem Journalisten anraten sich nicht nur bei der politisch eindeutig positionierten CEU zu erkundigen, sondern vielleicht einmal bei (deutschen) Wirtschaftstreibenden im Lande. Empfehle dazu den Deutschen Wirtschaftsclub Ungarn (dwc.hu) dessen Präsident ich selbst bin. Vielleicht erfährt man dann auch mal mehr als einseitige Propaganda - wenn das gewünscht ist...
Ich bin zur Zeit dienstlich in Tatabanya, ca. 50 km nördlich von Budapest. Dort sind in einem Industriegebiet viel westliche Firmen angesiedelt. Mittlerweile herrscht dort des wegen Arbeitskräftemangel. Da werden schon mal vor den Firmen Jobangebote platziert. Ja, toll, sieht fast nach Vollbeschäftigung aus.
Dann kommt das AAAABER:
Die Jobangebote sehen z.B. bei der Fa. Aptiv, ein Ableger der Fa. Delphi Deutschland (Automobilzulieferer), so aus.
Maschienenbediener (angelernte Tätigkeit): 1.122 Ft./h , 3,59 Euro
Lagerist 1.342 Ft./h , 4,30 Euro
Maschinist (Ausbildung) 1.595 Ft./h , 5,11 Euro
(nach heutigem Wechselkurs)
Der sogenannte Warenkorb kommt hier aber auf gut 80-90% wie in Deutschland.

Wo sind z.B. die ganzen Gelder der EU-Subventionen geblieben? Im Straßenbau und der Infrastruktur im Bezirk Tatabanya scheint davon nichts angekommen zu sein. Nach 28 Jahren "freies Ungarn" und 14 Jahre EU Mitglied sehen 50% der Straßen schlechter aus als im deutschen Osten zu DDR Zeiten. 30% mindestens genau so schlecht und 10% wie schlechte Straßen im Westen von Deutschland.

Zu Punkt 1: Ja richtig, wie in Deutschland. Wo man 2. und 3. Arbeitsverhältnisse hat. Eine Mitarbeiterin aus so einem deutschen Werk hat mir erzählt, dass sie von der Frühschicht in die Spätschicht einer anderen Firma in der Nähe wechselt. Die Folgewoche dann zur Frühschicht in die eine und zur Spätschicht in die andere Firma. Heißt 16 h pro Tag! Macht bei 21 AT 336 h, mal ca. 4 Euro/h sind da ca. 1.350 Euro Brutto.

So sieht es mit vielen ausländischen Unternehmen aus. Nur im Großraum Budapest wird etwas besser bezahlt.
Natürlich ist Tatabanya eher Provinz. Und in anderen Regionen und Budapest mag es besser aussehen, denn es gibt natürlich auch dort einen gewissen Wohlstand.

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joG 07.04.2018, 23:23
13. Da das in etwa ist....

....was man aus der EU Faktion erwartet werden muss, fand ich den Artikel langweilig. Schade. Da wird man nicht glaubwürdiger.

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Atheist_Crusader 07.04.2018, 23:24
14.

"Zusammen mit Polen, Tschechien und der Slowakei bilde Ungarnderzeit den "wirtschaftlichen Motor und die Lokomotive der Europäischen Union""

Na dann können sie ja austreten und allein weitermachen. Sollen sie ihre Ost-EU oder Visegrad-Union oder sonstwas begründen. Dann müssen sie sich auch nichts von den bösen Nazis sagen lassen - und Flüchtlinhge brauchen sie auch keine aufnehmen.

Mal sehen wie gut der Motor ohne Transferzahlungen aus Brüssel läuft.

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Mondlady 07.04.2018, 23:29
15. Falsch oder richtig?

Ob der Bericht falsch oder richtig ist, ist m.E. zweitrangig. In erster Linie finde ich es außerordentlich bedenklich, so kurz vor einer Wahl in einem anderen Land solche Berichte zu lancieren! Könnten sich die deutschen Medien nicht mal raushalten und sich nicht - wie schon seit einigen Wochen - derart in den ungarischen Wahlkampf einmischen?

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twa63 07.04.2018, 23:55
16. Die Hetze des Herrn Verseck gegen...

...Ungarn und gegen Orban ist einfach nur noch nervig, weil immer gleich. Am Sonntag wird Orban mit großer Merheit wieder gewählt, und das unterscheidet ihn von Merkel und Co.
Wann nimmt das die linke Presse endlich zur Kenntnis?

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patrick_samborski 08.04.2018, 00:01
17. Gerechtigkeit

Was viele in Deutschland und anderen westlichen Ländern nicht verstehen: Die Menschen in Mittel- und Osteuropäischen Staaten sehen einen progressiven Steuersatz nicht als Gerecht an. Zum einem hat das mit der kommunistischen Geschichte zutun welche Hand in Hand mit einem stetigen Misstrauen gegenüber staatlichen "Sozialprogrammen" geht.
In Polen z.B. ist man der Meinung, dass staatliche Sozialgelder wie z.B. das neueingeführte Kindergeld nichts mehr ist als "das bestechen der Bevölkerung mit ihrem eigenen Geld". Was nämlich "umverteilt" wird muss nämlich erstmal jemanden geraubt werden.

Aus diesen und anderen Gründen ist man eben misstrauisch und behält lieber sein erwirtschaftetes Geld.

Der Artikel ist also in dem Sinne falsch, weil er aus einer typisch deutschen Sicht geschrieben wird. Kein Ungar empfindet einen progressiven Steuersatz als "Gerecht". Das gleiche gilt für die Länder wie Polen, Tschechien, Slowakei usw.

Die Zeit wird verifizieren welche Systeme funktionieren und welche nicht. Ich selbst bin überzeugt, dass die wirtschaftliche Freiheit in Mittel- und Osteuropa in Zukunft sehr viele große Unternehmen hervorbringen wird die vielen Menschen in ihrer Region Arbeit und Wohlstand bringen werden.
In Polen passiert es jetzt schon. Es ist nur eine Frage der Zeit bis der Effekt in anderen Ländern im gleichen Maße ankommt.

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GeMe 08.04.2018, 00:02
18. Ungarn der Wirtschaftsmotor Europas?

Ungarn hat ein Pro-Kopf Bruttoinlandsprodukt von ca. 12600 Euro pro Jahr. Damit liegt Rumänien auf dem 5. letzten Platz in der EU. Es folgen noch Polen, Kroatien, Rumänien und Bulgarien.
Deutschland liegt mit 39500 Euro pro Kopf auf Platz 8. An der Spitze liegen Luxemburg, Irland, Dänemark und Schweden.
Herr Orban spricht davon, dass Ungarn zusammen mit Polen, Tschechien und der Slowakei der Wirtschaftsmotor der EU wäre.
Das stimmt nur dann, wenn man das Pro-Kopf BIP all der genannten Länder zusammenzählt: Ungarn (12600) + Polen (12100) + Tschechien (18100) + Slowakei (15600) = 58400
Damit läge man tatsächlich auf Platz 3 in der EU, aber ich fürchte, dass diese Rechnung nicht korrekt ist.
Ungarn gehört zu den wirtschaftlich schwächsten in der EU und wenn die Milliarden an Subventionen aus Brüssel nicht wäre, sähe es noch viel trauriger aus.
Aber immerhin hat man seinen Nationalstolz, der macht zwar nicht satt, aber vereint "das Volk" in der Verachtung für "die da oben in Brüssel".

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patrick_samborski 08.04.2018, 00:04
19. Gerechtigkeit

Was viele in Deutschland und anderen westlichen Ländern nicht verstehen: Die Menschen in Mittel- und Osteuropäischen Staaten sehen einen progressiven Steuersatz nicht als Gerecht an. Zum einem hat das mit der kommunistischen Geschichte zutun welche Hand in Hand mit einem stetigen Misstrauen gegenüber staatlichen "Sozialprogrammen" geht.
In Polen z.B. ist man der Meinung, dass staatliche Sozialgelder wie z.B. das neueingeführte Kindergeld nichts mehr ist als "das bestechen der Bevölkerung mit ihrem eigenen Geld". Was nämlich "umverteilt" wird muss nämlich erstmal jemanden geraubt werden.

Aus diesen und anderen Gründen ist man eben misstrauisch und behält lieber sein erwirtschaftetes Geld.

Der Artikel ist also in dem Sinne falsch, weil er aus einer typisch deutschen Sicht geschrieben wird. Kein Ungar empfindet einen progressiven Steuersatz als "Gerecht". Das gleiche gilt für die Länder wie Polen, Tschechien, Slowakei usw.

Die Zeit wird verifizieren welche Systeme funktionieren und welche nicht. Ich selbst bin überzeugt, dass die wirtschaftliche Freiheit in Mittel- und Osteuropa in Zukunft sehr viele große Unternehmen hervorbringen wird die vielen Menschen in ihrer Region Arbeit und Wohlstand bringen werden.
In Polen passiert es jetzt schon. Es ist nur eine Frage der Zeit bis der Effekt in anderen Ländern im gleichen Maße ankommt.

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