Forum: Wirtschaft
Ungerechte Untergrenze: Schafft einen, zwei, viele Mindestlöhne!
DPA

8,84 Euro. So viel muss ein Arbeitnehmer ab 2017 mindestens verdienen - etwas mehr als erwartet. Gut so. Doch das Grundproblem des Mindestlohns bleibt: Er ist von Stuttgart bis Schwerin gleich hoch.

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Bürger Icks 28.06.2016, 19:14
20. Eine unabhängige Expertenkommission...

...legt den Mindestlohn alle zwei Jahre fest, wie ich gerade hörte.

Da fragt man sich, wie unabhängig diese "Experten" denn sind, und was die so in der Stunde verdienen...

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ditor 28.06.2016, 19:16
21. Standardlohn

Zitat von spmc-12355639674612
Wer in München seinen Arbeitnehmern höhere Stundenlöhne zahlen will (oder muss, weil er sonst keine Arbeitskräfte findet), kann dies gerne tun.
Offensichtlich scheinen viele einen Mindestlohn für einen Standardlohn zu halten und nicht für eine Untergrenze.

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thorsten.munder 28.06.2016, 19:16
22. Wahlkampf

Hilfe für die AFD , aha man meint das 8 Euro noch was viel Geld sind Super ! warten wir die Bundestagswahl 2017 ab , Frau Merkel und die SPD werden sich noch wundern !

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schizos 28.06.2016, 19:17
23.

Jetzt wo im Osten die Lohndrücker auf dem Rückzug sind, weil Arbeitgeber ausgebildeten Kräften mehr zu zahlen als 9 oder 10 Euro. Klar schaffen wir das wieder ab. München oder Hamburg als Vergleich hinkt ja auch gar nicht. Für 8, 50 kommt doch in München nicht mal ne Putzfrau. Mindestlohn ist hauptsächlich in Struktur schwächeren Regionen relevant. Was fehlt in dem Artikel ist wie viel Prozent der Arbeitnehmer in jedem Bundesland Mindestlohn bekommen.

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sachse78 28.06.2016, 19:17
24. Nunja

Da müssen sie das aber noch in Stadt und Land unterteilen. Dresden ist teurer als Weißkollm. Oder Sie nehmen den Gehaltsdurchnitt der Mitmieter und Nachbarn oder den der Bewohner der 5 nächsten Häuser.
Kann auch mal was einfach sein?

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Saarfürst 28.06.2016, 19:21
25. @horstenporst

Natürlich findet der SPIEGEL das besser. Denn merke: in Deutschland ist lt. SPIEGEL immer alles schlechter, dümmer, ungerechter als im Ausland. Man muss davon ausgehen, dass die zu uns kommenden Flüchtlinge Masochisten sind.

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Stäffelesrutscher 28.06.2016, 19:21
26.

Der Mindestlohn soll sich also an den regionalen Durchschnittslöhnen orientieren? So dass Lohndumping auf immer und ewig belohnt wird?
In Baruth wird gerade bei einem Holzverarbeiter gestreikt. Die Produktivität ist dort höher als beim Stammwerk im Westen - ein Phänomen, das man auch beim Vergleich von neuen Autowerken in Eisenach und Zwickau kennt. Aber der Unternehmer jammert, dass er nie und nimmer Westlöhne zahlen könne.

Außerdem ist das Konzept nicht zu Ende gedacht. Wie wäre es mit dem Postzustellbezirk als Bezugsgröße? Dann kann der Putzfrau aus 22111 Hamburg ein geringerer Lohn gezahlt werden als der Putzfrau in 20144 Hamburg, denn bei Lidl in Billstedt kostet die Milch weniger als bei Edeka in Pöseldorf. Von der Miete ganz zu schweigen.

* Sarkasmus aus *

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alsi 28.06.2016, 19:23
27.

Schon mal überlegt das die Leute in Ballungszentren zu viel verdienen ?

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hoenk 28.06.2016, 19:24
28. Der Staat als Meta-Gewerkschaft

Tariflöhne sind Gewerkschaftssache. Ein Problem der steigenden Schere zwischen Arm und Reich ist der fehlende Organisationsgrad der gering Vergüteten. Wenn man den Staat durch Gesetze zur Meta-Gewerkschaft macht, wird dieser bestimmt nicht steigen. Denn wozu braucht es dann noch echte Gewerkschaften? Der Mindestlohn ist eine absolute Lohnuntergrenze und ist im Grunde zu hoch, wenn man den Organisationsgrad der gering Beschäftigten anschaut. Automatische Anpassungen der Lohnuntergrenzen sind der Totengräber der Gewerkschaften und letzten Endes auch der sozialen Marktwirtschaft, die ohne Gewerkschaften oder sonstige Bündnisse von Benachteiligten nicht funktionieren wird, da sie gegen die Lobbys der Arbeitgeber nicht mehr anstinken können.

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schizos 28.06.2016, 19:25
29. Ach

Ja, ehe ich es vergesse. gerade dort wo viele den Mindestlohn bekommen würde eine prozentuale Angleichung dazu führen, dass das durchschnittliche brutto jährlich sinkt und damit auch der Mindestlohn. dann arbeitet meine frisöse bald wieder für 5 Euro

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