Forum: Wirtschaft
Ungleichheit in Deutschland: Diese Regionen sind besonders strukturschwach
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Schwache Wirtschaft, schlechte Infrastruktur, wachsende Überalterung: 19 deutsche Regionen haben laut einer Studie bedenkliche Strukturmängel - obwohl die Politik sie teils seit Jahrzehnten fördert.

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zudummzumzum 08.08.2019, 19:47
90. Doch, genau!

Zitat von muellerthomas
Ja, einfach mal die Dortmunder Nordstadt räumen - und schon liegt auch die Arbeitslosenquote ähnlich niedrig wie im Bundesdurchschnitt. Wieso ist auf die Idee noch niemand vorher gekommen?
Ich weiß nicht, welchen Stadtteil man räumt. Aber statt das Elend gleichmäßig zu verteilen, erscheint mir der harte Schnitt besser. Ich bin auch davon überzeugt, dass schon viele auf derartige Ideen gekommen sind. Aber sie auszusprechen, ist heute politischer Selbstmord.

Ich weiß nur, dass das, was man z.B. in Eisenhüttenstadt gemacht hat, völlig idiotisch ist. Dort hat man, dem Wegzug der Bevölkerung folgend, "ausgedünnt". Hier ein Haus weg, da ein Haus weg usw. Aber die Infrastruktur musste bleiben. Viel zu weite Wege für viel zu wenige Menschen. Der harte Schnitt führt dazu, dass sich nicht die Jammerkultur verselbständigt, wie wir es heute erleben. Dabei wissen wir, dass das in den vergangenen 30 Jahren nicht funktioniert hat. Warum soll das jetzt anders werden? Wasser in die Wüste zu kippen wird nicht davon sinnvoller, einen zweiten und dritten Eimer ans Volk zu verteilen. Leider!!!

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Mindbender 08.08.2019, 20:03
91. ...

Was für ein Unsinn ist das denn wieder?
Ich lebe also in einem "strukturell strukturschwachem Raum" (was auch immer das sein soll), der Rest ist aber super.
Meine Fresse, bin ich abgehängt..

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lofi 08.08.2019, 20:05
92. Nr. 87

Also das unmittelbare Umland von Leipzig und Dresden profitiert durchaus. Das kann ich beurteilen weil ich ja dort wohne. Und der demografische Wandel ansonsten hängt einfach mit der Entwicklung seit 1990 zusammen. Der wirtschaftlichen meine ich. Da gab es sicher auch schon Glatten, aber noch keine AfD. Ich habe mit dieser Partei nix am Hut, mich regt aber das teilweise überhebliche Gerede der angeblich besseren Demokraten westlich der ehemaligen Grenze auf.

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spon-facebook-1393188940 08.08.2019, 20:16
93. Heulerei!

Ich kann es nicht mehr hoeren, dieses Gebarme, wg. "Ungleichheit der Lebensbedingungen"! Ich habe 18 Jahre in Dortmund gelebt. Nicht alle, aber sehr viele Leute dort taten sich unendlich leid, trauerten alter Kohle- und Stahlglorie hinterher. Eigener Veraenderungswille = 0! Nein, das einzige was da auf Dauer hilft, sind gewiss keine sinnlosen Subventionen, die hat es nun wirklich reichlich gegeben waehrend dieses niemals endenden Strukturwandels, nein, es der freie Wettbewerb zwischen den Regionen/Bundeslaendern! Das ist doch einer der Segen des Foederalismus. Wie das geht, sehe ich hier in den USA. Wenn da eine Region zurueckfaellt, muss sie sich eben was einfallen lassen. Und das tut sie in der Regel auch. Dieser bloede GG Grundsatz wird entweder gruendlich misinterpretiert, oder gehoert gestrichen!

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dein_idol 08.08.2019, 20:28
94.

Zu Bremerhaven kann man nur sagen das die Stadt einfach zu lang und schmal ist. Wer gute Arbeit hat zieht auf die Dörfer (Niedersachsen) in der Nachbarschaft. Mit dem Auto ist man immer noch in 10 Minuten in der Innenstadt, dauert aus dem Süden oder Norden der Stadt länger.
Die arbeitslosen Niedersachsen ziehen dagegen nach Bremerhaven.
Ergo ist die Arbeitslosenquote hoch, die Stadt bezahlt Sozialhilfe und Arbeitslosengeld währen in den Gemeinden drum herum es genau andersherum ist. Würde Bremen und Bremerhaven zu Niedersachsen gehören oder würden die Dörfer zur Stadt gezählt werden, wäre es wahrscheinlich vorbei mit der Strukturschwäche.

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dlf56888 08.08.2019, 20:36
95.

Es zeigt das der Osten abgehängt bist, das war sicher auch genauso gewollt.
Der Osten sollte sich also wieder vom Westen trennen und seinen eigenen Weg gehen.
Der Westen kann ja dann seine Grünen behalten und wir ziehen eine Mauer hoch die uns vor solchen Grünen Spinnern und SPD Versagern schützt.

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Schartin Mulz 08.08.2019, 20:46
96. Einfaches Weltbild

Zitat von k70-ingo
Nö, in NRW gehen nicht wie in der Ostzone Wahlen den Bach runter, weil in strukturschwachen Regionen Extremisten gewählt werden. Sowas ist hier nicht üblich und es besteht kein Anlaß, daß sich daran etwas ändern könnte. Rot-Grün ist in NRW nicht wegen den Flüchtlingen oder wegen der Probleme der strukturschwachen Gebiete abgewählt worden, sondern wegen des eklatanten Versagens in der Verkehrs- und Schulpolitik und bei der Inneren Sicherheit. Martin Chulz ist bei der NRW-Wahl mit seinem Soziale-Gerechtigkeits-Gedöns historisch auf die Nase gefallen und die AfD konnte nicht wie im Osten abräumen. Falls jetzt wieder wegen der 17% für die AfD in Gelsendingens und Duisburg gequakt werden sollte - geschenkt. Das ist immer noch nur die Hälfte der Ergebnisse in der Zone und das Doppelte dessen, was in den bürgerlichen Wahlbezirken drumherum eingefahren wurde. Die neue NRW-Landesregierung hat tatsächlich schon losgelegt, z.B. im Verkehrsbereich. So wurden kurzfristig mehrere Straßen- und Autobahnsanierungsmaßnahmen gestartet - leider mancherorts gleichzeitig. Aber ein paar Monate Baustellengewürge ist besser als weitere Jahrzehnte Verfall durch Nichtstun.
Das ist kein "Gequake". Es ist Tatsache, dass in den Problemstadtteilen die Menschen massenhaft von der SPD zur AfD übergelaufen sind. Der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, war, dass SPD-Politiker, die die Probleme dort ansprachen, von der Parteiführung weggemobbt wurden.
Sie meinen im Ernst, man könne die Probleme mit Autobahnsanierungen in den Griff bekommen?

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schmachulkejens 08.08.2019, 20:46
97. Deutschland hat die falschen Prioritäten

Ich bin grade in Estland und merke hier besonders deutlich, wie abgehängt Deutschland mittlerweile ist. Hier verspürt man eine Aufbruchstimmung, die Städte sind sauber und modern, die Menschen freundlich. Freies WLAN gibt es hier an jedem Dorfladen und die sehen zum Teil so aus, dass sie in D einen Architekturpreis gewinnen können. Deutschland hat die letzten Jahre einfach verpennt. Die schwarze Null war wichtig, trotzdem horrende Militarausgaben und dann noch über eine Million Zuwanderer, die versorgt werden müssen. Investitionen in Infrastruktur wurden versäumt. Manche Gegenden in D sehen mittlerweile ziemlich erbärmlich aus. Aber diese ganze Entwicklung war offenbar "alternativlos" wenn man der dafür Verantwortlichen glauben darf.

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Bibe 08.08.2019, 20:49
98. Es gibt kaum eine dümmere Regelung...

... im Grundgesetz als die, dass überall gleiche Lebensbedingungen herrschen müssen. Genauso gut könnte man verfügen, dass alle Menschen gleich aussehen und gleich intelligent sind. Noch dümmer aber sind die in dem Beitrag vorgeschlagenen Maßnahmen.

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wenger.weine 08.08.2019, 21:00
99. Oje,wo anfange, wo aufhören...

Schlicht&einfach : Ohne vernünftiges Internet & funktionierendes ÖPNV geht es in der Pampa nicht - egal osG ODER wEST
Was schon vor der Wende durch Sportaustausch jahrelang im Oste unterwegs und danach bin ich so gut wie alles abgefahren, war neugierig, wöllte Land&Leute kennen lernen (und habs kennengelernt)
Jetut, viele Jahre später, mit Blick auf die Karte:
Meckl. Seengebiet Problemgebiet? Ich schmeiss mich weg. Es ist so schön dort. Sanfter Tourismus, Kulturdenkmäler, Architektur, etc. & pipapo.Bitte fördern,evt, auch mit Fachhochschulen auf die Region bezogen, mehr Zuganbindung, mir fallen so viel Ideen ein
Die Altmark,immer noch im guten Kontakt zu Berlin und Hannover. Verkehrsanbindung?
Lausitz-Spreewald:Erklärt die gesamte Region "irgendwie geschützt" sorbische Geschichte, unterstützt nicht unbedingt in den aufgeführte Gebieten Riesenfirmen, sondern Mittelstand (mit Internet und ÖPNV) und evt. grenüberschreitende Bildungseinrichtungen, verwendet dafür den Soli - und nicht für Radwege von Nirgendwo nach Nirdgendhin.
Die Pfünde des Ostens sind Natur,Geschichte und (immer noch, wenn man die Flucht eindämmt),Wissen!
Das behaupte ich als eine Mischung als Schwabe/Bayer/Balze/Donkosakin ( und mit einemHerzen aus Portugal....)!

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