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Ungleichheit in Deutschland: Diese Regionen sind besonders strukturschwach
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Schwache Wirtschaft, schlechte Infrastruktur, wachsende Überalterung: 19 deutsche Regionen haben laut einer Studie bedenkliche Strukturmängel - obwohl die Politik sie teils seit Jahrzehnten fördert.

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zudummzumzum 08.08.2019, 16:26
30. Wenn gleichwertige Lebensverhältnisse bedeutet,

dass es alles überall geben muss, dann können wir unseren Föderalismus in die Tonne treten. Alle Macht dem Bund, der dann Bürgermeister einsetzt und den Gemeinden Geld zuweist usw. Dieser Gleichschritt würde viel Geld in der öffentlichen Verwaltung sparen.

Oder aber, wir leben Föderalismus und Subsidiarität. Aber dann dürfen die unteren Ebenen nicht einfach nur nach Bundesknete rufen, sondern müssen selbst die Lösungsansätze liefern. Also zur Not auch Ortschaften und Marktflecken aufgeben. Das kam früher immer mal wieder vor, warum nicht auch heute. Und aus dem Braunkohletagebau wissen wir sogar, wie das geht, ohne dass diejenigen, die ihren Besitz aufgeben müssen, am Hungertuch nagen und obdachlos werden. Nur - so etwas kann nicht aus der Bundeshauptstadt angeordnet werden! Auch Bürgermeister und Landräte dürfen sich nicht mehr vor der Realität wegducken, nur weil sie und der Rest der Dagebliebenen sich der nötigen Veränderung widersetzen. Wie war das denn mit den Ortschaften, die unseren Stauseen weichen mussten? Nein, das war nicht schön - aber anscheinend nötig! Warum ist uns heute die Kraft für derartige Veränderungen abhanden gekommen? Wenn das der Preis der Demokratie ist, droht sie sich abzuschaffen. Demokratie ist es auch, unangenehme Dinge durchzusetzen!

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Johann Dumont 08.08.2019, 16:27
31. Beispiel Saudi Arabien - und die nach Öl Zeit

eigentlich schöne Landschaften könnten zur Boomregion werden. Investitionen in Infrastruktur schaft jede Menge Arbeitsplätze. Wenn das Ganze finanziert wird durch eingespartes öl und Gas oder Kohle profitieren alle. Einzig die Politik müsste dezentrale Energieversorgung nicht weiter verbieten und verhindern. Stromsteuer und MwSt auf selbst erzeugten und selbst verbrauchten Strom sowie zwangsweise Gewerbeanmeldung für ein paar Solarzellen sollte man abschaffen - genau wie Verbote und unsinnige Einschränkungen bei Windrädern. Wir haben alles um beispielsweise allein durch die Sonne versorgte Dörfer und Städte im Osten als Muster aufzubauen - ähnlich wie in Saudi Arabien - nur viel einfacher. Mit Solarthermie, Wärmepumpen, RedoxFlow Batterien, Photovoltaik, solar betriebenen Klimaanlagen usw. usw.

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mucschwabe 08.08.2019, 16:27
32.

Sehe ich das richtig? Wirtschaftlich gibt es mehr schwache Regionen im Westen als im Osten? Und der wesentliche Punkt für die Schwäche des Ostens ist die demographische Entwicklung? Was sollen wir denn dagegen machen, dass keiner im nörgelnden Osten leben will. Pegida und der hohe Anteil an AfD-Wählern vertreiben ja auch viele. Und Ausländer oder links-grün-versiffte Grossstädter wie ich kommen ja nicht mal im Traum auf die Idee in den Osten zu ziehen.

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53er 08.08.2019, 16:30
33. Vielleicht wäre es sinnvoller,

zur Abwechslung einfach mal den Bürger in diesen Regionen zu fördern anstatt die ganzen Gelder in das Milliardenloch Wirtschaftsförderung zu werfen. Der Bürger vor Ort weiß schließlich viel besser, was er mit welchen Geldern am besten fördern möchte und was da weg kann.

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leonardmccoy 08.08.2019, 16:31
34. @ 6. Duisburg endet am Rhein

das ist richtig. Und zwar auf beiden Seiten :-)

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wo-ended-das 08.08.2019, 16:33
35. Kein wirkliches Interesse

Ich wollte im Osten ein denkmalgeschütztes Haus erwerben und dort hin ziehen. Habe mehrfach versucht mit der zuständigen Behörde Kontakt auf zu nehmen. Keine also überhaupt keine Reaktion von der Behörde. Also so wichtig scheint es nicht zu sein das es da weiter geht und Leute wieder hin ziehen.
Ich vermute mal das man einfach nicht gestört werden will solange das Geld vom Westen kommt

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WolfThieme 08.08.2019, 16:33
36.

Zitat von Freidenker10
Gut man muss ja nicht jedes aussterbende Kaff mit viel Geld künstlich am Leben halten. Lieber zukunftsfähige Regionen fördern als alle mit der Gießkanne! Aber zumindest der öffentliche Nahverkehr muss flächendeckend auch defizitär gefördert werden, das ist eine der Grundvoraussetzungen für eine Wiederbelebung!
Ansichten eines Großstädters fern der Wirklichkeit. Mein Kaff in Brandenburg (240 Einw.) stirbt nicht aus, sondern hat Bedarf an Bauland. Die "Gießkanne" verwenden wir für die Tomatenpflanzen, aber neue Bürgersteige statt der alten Stolpersteine aus der DDR-Zeit wären schon recht. Der Öffi wird bereits defizitär gefördert und befördert nur Schüler, die Erwachsenen haben Autos. Machen Sie doch mal einen Ausflug aufs Land!

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markus_wienken 08.08.2019, 16:36
37.

Zitat von boidsen
Es gibt auch Menschen, die möchten ohne Freizeitpark, Großstadtrummel, Autobahn- und Flugplatznähe, Gentrifizierung, ständige "Events" und "Shoppingerlebnisse" leben und stattdessen lieber saubere Luft atmen, in Wäldern spazieren gehen, die diesen Namen noch verdienen, menschliches Miteinander erleben, nicht an jeder Ecke abgezockt werden und nachts die Sterne sehen können. Einfach ein bisschen langsamer und bescheidener leben - DAS nenne ich (und nicht nur ich) Lebensqualität!
Sicher
Aber auch hier werden die Menschen aufs Internet nicht verzichten wollen, einen Job in erreichbarer Nähe benötigt man auch, ebenso Ärzte/Krankenhäuser/Apotheken/grundlegende Einkaufsmöglichkeiten/Kinderbetreuung/Schulen-auch Weiterführende und dergleichen mehr.
Und das natürlich auch erreichbar ohne eigenen PKW.
Auf eine ordentliche Verkehrsanbindung in eine größere Stadt für etwas Kunst/Kultur/Uni-Studium/etc ab und an wollen vermutlich auch nur sehr wenige Menschen verzichten.

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mucschwabe 08.08.2019, 16:40
38.

Es ist auch vollkommen utopisch überall in Deutschland ähnliche Verhältnisse zu schaffen. München wächst so schnell und ist so reich, das kulturelle Angebot so vielseitig, wie soll da Halle an der Saale aufholen? Und den Chiemsee kann man ja auch nicht mal eben in die Uckermark verpflanzen.

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Sportzigarette 08.08.2019, 16:41
39. Was schlagen Sie vor?

Zitat von Freidenker10
Gut man muss ja nicht jedes aussterbende Kaff mit viel Geld künstlich am Leben halten. Lieber zukunftsfähige Regionen fördern als alle mit der Gießkanne! Aber zumindest der öffentliche Nahverkehr muss flächendeckend auch defizitär gefördert werden, das ist eine der Grundvoraussetzungen für eine Wiederbelebung!
Zufällig lebt ein Teil meiner Familie noch in einem dieser aussterbenden Käffer in der Altmark. Was schlagen Sie nun vor, die Leute ihrem Schicksal überlassen, bis "das Kaff" dann in 20 oder 30 Jahren endgültig ausgestorben ist? Wo sollen die Menschen hin, die dort Ihr Leben und ihre Grundstücke haben. Einfach sich selbst überlassen, bis der letzte ins Heim oder auf den Friedhof kommt und dann planieren? Wissen Sie, was solche dummen Aussagen bei den Menschen bewirken, die dort leben? Wie würden Sie das finden, wenn es "Ihr Kaff" wäre? Es fehlt nicht nur Nahverkehr, es fehlen Ärzte, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten, aber Sie haben schöne Natur und nach Belrin, Hannover, Leipzig sind es 2 Stunden. Vieleleicht mal überlegen, die Region für Großstädter attraktiv machen, die mit Kindern dort ruhiger und preiswerter leben könnten als in den Städten. Mit Homeoffice würde das gehen (siehe London) nur dazu braucht man Internet und Handyempfang!

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