Forum: Wirtschaft
Ungleichheit in Karten: Armes Deutschland, reiches Deutschland

Laut Grundgesetz sollen die Lebensverhältnisse in ganz Deutschland gleichwertig sein. Doch die Realität sieht anders aus. Eine neue Studie zeigt, wie ungleich Einkommen, Bildung und Infrastruktur verteilt sind.

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stereotyp72 21.03.2016, 11:39
30.

Zitat von its4free
Oh ja, wie oft schon musste ich mir die verzweifelten Klagen über 10% geringeres Gehalt von meinen ostdeutschen Bekannten anhören. ...
Im Handwerk und produz. Gewerbe liegt der Lohnunterschied teilweise bei über 100%. Der Schweißer in Sachsen-Anhalt hat z.B. 9,36 EUR brutto lt. DGB-Tarifvertrag und 200km weiter westlich werden für die gleiche Arbeit über 25 EUR/h gezahlt. Viele Firmen sind nicht tarifgebunden, die bieten dann 8,50 EUR (weil der Preiskampf tobt) und behaupten, der Arbeitsplatz wäre dadurch sicherer.

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Gerd@Bundestag.de 21.03.2016, 11:39
31. Es sind doch wir,

Zitat von may.karl
Viel wichtiger ist es doch zu wissen, in wessen Händen sich der Reichtum befindet - und da sieht die Sache anders aus - es werden immer weniger, die sich immer mehr unter den Nagel reißen können, weil die Politik das so ermöglicht bzw. forciert. Als nächste Schritte stehen die Verstaatlichung der Entsorgung des Atommülls und die Privatgerichte von TTIP an - dann PPP: Und keiner schämt sich, schon gar nicht die SPD-Granden.
die bestimmen, wohin unser Geld fließt! Ich bestimme es jedenfalls immer noch selbst, wo ich mein Geld ausgebe, Sie nicht?

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Thomas Schnitzer 21.03.2016, 11:40
32.

Zitat von Casparo
[...] Was ist in diesem Lande so falsch gelaufen, dass die Bettler zurückkehrten? [...]
Die Wiedervereinigung.

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xlabuda 21.03.2016, 11:42
33. sie hätten Erhardt besser zuhören sollen - er hatnie gesagt, dass das für

Zitat von Casparo
Deutschland war ein Wohlstandsland, als das Credo von Ludwig Erhard: "Wohlstand für alle" galt. 1975 konnte ein Facharbeiter oder Produktionsarbeiter von seinem Lohn eine Familie unterhalten, ein Haus bauen und der VW-Käfer stand vor der Haustür. Abbezahlt. Und die frau kümmerte sich um die Kinder und arbeitet noch ein wenig nebenbei. Und es lohnte sich. Was ist in diesem Lande so falsch gelaufen, dass die Bettler zurückkehrten? Und Rentner Flaschen aus Müllkörben klauben müssen, um überleben zu können? Vielleicht arbeiten nun neue Parteien mit den alten Rezepten, um wieder ein blühendes Land für Alle zu schaffen. Und nicht nur Parks und Golfplätze für einige. Die alten Parteien haben doch völlig versagt. Die Ergebnisse zeigen es überdeutlich. Im Wohlstand liegen die Wertschöpfer (die häufig ja kein Deutschen mehr sind - wohl eine der Ursachen der neuen Armut) seit den 90-er Jahren auf den letzten Plätzen der Ranglisten vergleichbarer Industriestaaten. Dafür beteiligt sich Deutschland heute an Angriffskriegen und die Politik schaufelt das Geld ins Ausland.
jeden Ort zutreffen soll. Und von Meckpomm hatte er auch nicht geredet. Erhardt sagte damit implizit: du musst schon selbst den Arr... heben, dann schaffst du es auch. Erhat nie gesagt, dass der Steuerzahler auch Unbeweglichen und Faulen und Dummen gepampert werden.

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schlawa 21.03.2016, 11:42
34. Bildungsdesaster im Osten.

"Dann kann man ja jetzt bitte mal die Löhne zwischen Ost- und Westdeutschland angleichen. Nach einem viertel Jahrhundert können wir vielleicht einfach so tun als wären wir tatsächlich Wiedervereinigt"

Während die Produktivität im Osten immernoch deutlich niedriger liegt wollen sie eine Lohnangleichung an den Westen ? Wohl kaum. Dadurch würde Ostddeutschland ja noch unattraktiver für Neuansiedlungen von Firmen. Vielleicht lernen die Ostdeutschen nach einem Vierteljahrhundert endlich mal Marktwirtschaft und machen sich attraktiver für Firmen und Industrie die über Berliner Startups hinausgehen, dann gibts auch Arbeitsplätze und die jungen Leute müssen auch nicht abwandern. In einigen Teilen des Ostens klappt das auch schon ganz gut, die ziehen sogar junge Leute an. Aber davon mal abgesehen, bitte erstmal kapieren dass in der Marktwirtschaft die Regierung eh Löhne nicht einfach anheben kann. (Abgesehen von Staatsangestellten). Und schauen sie sich das Elend bei den Schulabgängern an. Bis zu 15% ohne Hauptschulabschluss, was ist da los Ostdeutschland ? So wird das nix mit Löhnen wie im Westen, im Gegenteil, das sind die Arbeitslosen der Zukunft.

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blabla55 21.03.2016, 11:43
35.

Zitat von hornochse
Seit gut 25 Jahren lese ich solche Studien höre ich aus Politik und Wirtschaft die selbe Leier und passieren oder gar etwas verändern wird auch indem nächsten 25 Jahren nichts die Karten werden bunter bis sie einfarbig sind und auch dann wird man dem Bürger noch vorgaukeln das alles in bester Ordnung ist. Denn Lösungen umzusetzen erfordert ja Aufwand und Aufwändungen ....
Auch schon 1983 Klassenräume renoviert,Farbe wurde gestellt.

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kael 21.03.2016, 11:44
36. Was nutzen einschläige Studien?

Was nutzen einschläige Studien, wenn es die hohe Politik in ihrem Elfenbeinturm Berlin sowieso besser weiß?
Dass soziale Ungleichheit besteht und - mehr noch - unsere Gesellschaft immer weiter auseinander klafft, wird dort energisch bestritten. Seit der Erfindung der "marktkonformen Demokratie" durch unsere Kanzlerin Merkel gilt Erhardts "Soziale Marktwirtschaft" als abgewählt.
Der Grundstein für allgemeine Prosperität ist die Bildung. Über die wird aber mehr geschwafelt als sie mit wirklich konstruktiven Maßnahmen zu fördern.
Geld ist im Überfluss für alles da, nur nicht dafür, das Schließen der Schere zwischen arm und reich voran zu treiben.

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halitd 21.03.2016, 11:45
37. Wer will den Gleichheit?

Es ist doch gut ein politisch korrekt besiegeltes Billiglohnland im einen Land zu haben. Wie die Deutschen mit Deutschen umgehen schreit zum Himmel.
Nur gut, dass wir tausende Analysten haben, die nicht zur Klärung der Sachlage beitragen.

Nur 10% weniger Gehalt im Osten? Wo???? Selbst die geschönten Zahlen unserer Statistiker besagen anderes. Dazu kommt, dass die Wochenarbeitszeit im Osten i.d.R. höher ist. Dort wo im Osten der Lohn nur 10% unter Westniveau liegt, sind auch Mieten höher und Häuser teurer. Von Strom-, Wasser/Abwasser-, Internet- und Spritkosten wollen wir gar nicht reden. Da wird der Osten schon von Anfang an abgezogen.

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Thomas Schnitzer 21.03.2016, 11:45
38.

Zitat von lies.das
[...] Zu viele Deutsche haben kurzsichtig eine Armuts-Politik gewählt. Und jetzt bashen sie neidisch gegen reiche Länder wie Bayern und Baden-Württemberg ("Schwaben") , die einst zu den Armutsregionen Deutschlands gehörten.
Viel schlimmer ist, dass zu viele Deutsche jetzt aus Protest eine Partei namens AfD wählen, die sie mit ihren Plänen für einen Stufensteuersatz noch mehr in die Armut treiben wird, während internationale Konzerne, die bei uns auch für Beschäftigung sorgen, sich zurückziehen.

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gtuerk 21.03.2016, 11:46
39. Es lebe der Soli

Das Gejammer über die Ungleichheit der Löhne kann ich nicht mehr hören! Das der Lebensunterhalt im Westen aber auch höher ist interessiert keinen! Schauen wir uns doch einmal die verschuldeten Kommunen an! Es ist eine Schande das in Regionen, welche maßgeblich für das Wirtschaftswunder wahren, die Situation heute so trostlos ist. Anstatt das genau diese Regionen Hilfe bekommen müssen sie immernoch Geld Richtung Osten der Republik senden. Die Karte mit den über 70 jährigen ist auch sehr interessant. Diese Rentner im Osten haben nochmal wieviel in die Rentenkasse bezahlt? Es reicht langsam! Selbst bei der Aufnahme von Flüchtlingen wollen und haben sie eine extra Behandlung scheint mir! Denn wer sich die Zahlen ansieht muss zu diesem Schluss kommen. Vielleicht würde gerade das die Situation im Osten verbessern aber daran denken die garnicht. Einerseits verlassen Junge Menschen diese Regionen andererseits wollen sie keine anderen aufnehmen! Dazu sage ich: Wer nicht will, der hat schon! Also Schluss mit dieser Bevorzugung!!

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