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Ungleichheit in Karten: Armes Deutschland, reiches Deutschland

Laut Grundgesetz sollen die Lebensverhältnisse in ganz Deutschland gleichwertig sein. Doch die Realität sieht anders aus. Eine neue Studie zeigt, wie ungleich Einkommen, Bildung und Infrastruktur verteilt sind.

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eulenspiegel1979 21.03.2016, 12:05
60. Falsche Sichtweise

Zitat von its4free
Oh ja, wie oft schon musste ich mir die verzweifelten Klagen über 10% geringeres Gehalt von meinen ostdeutschen Bekannten anhören. Wenn ich dann von meiner 300 Euro teurerer Miete erzähle oder das ein gleichwertiges Haus hier bei Hamburg 200.000 Euro mehr kostet und ich vorrechne das mein Mehrlohn diesen Nachteil für mich bei weitem nicht aufwiegt bis an mein Arbeitsende...schweigen im Walde.
Kein Wunder. Bei so einer verqueren Denkweise würde ich auch schweigen. Ich wüsste gar nicht was peinlicher wäre: auf so einen Vergleich tatsächlich noch antworten oder nicht augenblicklich ihre Gesellschaft zu meiden.

Sie rechtfertigen die aktuell immer noch vorherrschende ungleiche Bezahlung mit der durch die Lage von Hamburg bedingten höheren Lebenshaltungskosten?
Wow ... das ist echt unglaublich. Glauben Sie ernsthaft, dass die Mieten in Berlin deutlich niedriger sind als in Hamburg?

Jetzt könnten Sie fordern: "Zieht doch in den Westen, wenn Ihr mehr verdienen wollt." Die Ossis könnten zu Ihrem Gejammer sagen: "Dann zieh doch ins Umland oder gar in den Osten, wenn dir die Mieten zu hoch sind." Beides löst aber das Problem nicht, um das es hier geht: Das Messen mit zweierlei Maß, was die gleichberechtigte Entlohnung von ALLEN Bundesbürgern/innen angeht!

Übrigens: die Lebenshaltungskosten (Lebensmittel, Benzin, Mietnebenkosten ...) sind im Osten bei geringerem Einkommen auch nicht niedriger als im Westen.

LG Michael Geske (Mannheim)

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yadi 21.03.2016, 12:06
61. Reiches Land...?

Ich habe immer noch die Worte von Frau Merkel in den Ohren: Deutschland ist ein reiches Land, und zeigt der Welt ein freundliches Gesicht... Also ist alles nur relativ?

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mariendistel 21.03.2016, 12:06
62. Schon wieder diese Stimmen von Gleichmacherei

Da liest man schon wieder "Gleiche Lebensverhältnisse sind eine Illusion" und ähnliche Sprüche.
Dabei geht es nicht um Gleichmacherei. Unterschiede im Lebensstandard sind wünschenswert, da die einen die mehr haben wollen als die anderen und eventuelle bereit sind, dafür mehr zu leisten. Das ist in Ordnung.
Problematisch wird es jedoch dann, wenn die Unterschiede immer größer und größer werden, so dass immer mehr Leute trotz großer Leistung in die Armut abrutschen. Die Kinder haben dann von Anfang an weniger Chancen als die der Reichen. Außerdem führt die Armutsschere dazu, dass sich die verschiedenen gesellschaftlichen Schichten immer mehr voneinander abgrenzen, und das ist eine bedenkliche Entwicklung...

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janos71 21.03.2016, 12:06
63. Armes Deutschland

Das D ziemlich abgewirtschaftet ist erkennt man sofort beim Besuch anderer Länder wie: Schweiz, Dänemark, Norwegen, Schweden, Luxemburg & Co. Die Infrastruktur in D ist verglichen mit diesen Ländern in einem schlechten Zustand. Auch die Gehälter in D können längst nicht mit diesen Ländern mithalten. Ich denke wenn die Politiker vom "reichen" D sprechen, vergleichen sie unser Land gerne mit Osteuropa und Afrika. Dieser Vergleich mag stimmen aber gegenüber hochindustrialisierten anderen Staaten sicherlich nicht. Ausser dem deutschen Automobilbau (der ja auch nur beim alten Verbrenner mithalten kann) gibt es doch nur wenige Produkte "Made in Germany" die wirklich Spitzentechnologie sind. Also woher soll der Reichtum in D denn erwirtschaftet werden nur "Dienstleistung" reicht nicht.

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leander.hoffmann 21.03.2016, 12:07
64. Versagen der

Diese Aussagen offenbaren u.a. das Versagen der politischen Parteien (und ihren Unwillen) den Auftrag des Grundgesetzes ernst zu nehmen.
Mit der Flüchtlingswelle wird den ärmeren Mittelschichten nun klar, dass sie ein weiteres Mal abgehängt werden. Das produziert neben dem Bewußtsein der Machtlosigkeit Wut und Zorn, birgt sozialen und politischen Sprengstoff und führt der einzigen sichtbaren Opposition (AfD) ein erhebliches Wählerpotential zu.

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opinio... 21.03.2016, 12:08
65. Ein Ausreißer in Ostdeutschland

Atomausstiegsgewinner: Im Spree-Neiße-Kreis, der unter anderem wegen des Braunkohleabbaus ein industrielles Ballungsgebiet ist, erwirtschaftet jeder Erwerbstätige im Schnitt 90.900 Euro im Jahr.
Es kann ja nicht nur Verlierer geben, liebe Klimakanzlerin.

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Teile1977 21.03.2016, 12:08
66. Falsch

Zitat von mulli3105
dass die SPD/Linke geführten Bundesländer wirtschaftlich hinter den Unionsgeführten hinterherhinken.
der Zusammenhang ist andersherum, in wirtschaftlich schwachen Gegenden werden eher linke Parteien gewählt, die wirtschaftliche Schwäche ist keine Folge der Regierung.

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muttisbester 21.03.2016, 12:09
67. Im Osten fehlen die großen Firmen!

man kann sich Karten ganz einfach ansehen: Überall wo es große Firmen/Firmenzentralen gibt, herrscht Wohlstand.
Im Osten gibt es diese nicht, deshlalb bleiben die Löhne niedrig, die Arbeitslosigkeit hoch, und viele Hochqualifizierte wandern ab.
Banken, Versicherungen, Maschinenbau, Autoindustrie - alles im Westen.
Sogar die Ministerien mit vielen hochbezahlten Beamten. Im Osten gibt es genau jene Arbeitsplätze, die mit China/Osteuropa konkurrieren müssen.
Und ob die Jobs verlagert werden, wird eben in den Zentralen entschieden. Und die Zentralen werden nie verlagert, denn dann würden sich die Entscheider ja selbst schaden.

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themistokles 21.03.2016, 12:10
68.

Zitat von Malto Cortese
"Der FES-Bericht macht einige der Facetten sichtbar, an der sich diese Ungleichheit ablesen lässt - hält sich aber mit Lösungsansätzen weitgehend zurück." Wie sollen die das machen, ohne daß die Begriffe SPD, Grüne, Schröder, Fischer und Agenda 2010 darin vorkommen? Aus der Richtung ist nichts anderes als Allgemeinplätze und Globalisierungslyrik zu erwarten, zumindest bis zu dem Tag, an dem die Seeheimer ihre lukrativen Anschlußverwendungen in soziokulturell ansprechendem Ambiente ansteuern. Die Orientierungskarte haben sie jetzt ja.
Ist vielleicht auch nicht die Aufgabe der Ersteller der Studie, Lösungen zu präsentieren? Was haben im Übrigen die von ihnen genannten damit zu tun, dass es in Ostdeutschland eine signifikant höhere Abbrecherquote bei Schulabschlüssen gibt?

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eulenspiegel1979 21.03.2016, 12:11
69. Echt jetzt?

Zitat von Central Park
Es wäre doch so einfach: wenn die Menschen in Frankfurt einfach nur halb so fleißig wären, würden sie genauso viel Wertschöpfung schaffen wie die Menschen im Vogtland und schon wäre das elende Problem der "Ungleichheit" gelöst. Wäre zwar weniger Geld für Bildung, Gesundheit, Flüchtlinge oder generell die "Umverteilung" da, aber wenn das einzige Problem die böse Ungleichheit ist, dann ist das schnell zu lösen.
Sie vergleichen Frankfurt mit dem Vogtland? Da ist ja so, als würde man die Titanic mit einem Mississippi- Raddampfer vergleichen.

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