Forum: Wirtschaft
Ungleichheit in Karten: Wo man in Deutschland gut und gerne lebt - und wo nicht
SPIEGEL ONLINE/ Friedrich-Ebert-Stiftung

Mehr als 13 Millionen Deutsche leben in einer strukturschwachen Region. Eine neue Studie zeigt die Lebensqualität in jedem Kreis der Republik - vom Gehalt über die Zu- und Wegzüge bis zur Entfernung zum nächsten Arzt.

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rat_i 30.04.2019, 08:18
1. Ah ja.

Die Friedrich Ebert Stiftung mal wieder. Hatte die sich nicht kürzlich erst blamiert mit der eindeutig mit politischer Agenda durchgeführten Studie zu rechten Tendenzen in der Bevölkerung? Ich kann nur empfehlen, die Antwort bzw. Richtigstellung von Sigmar Gabriel zu dem Thema zu lesen.

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LJA 30.04.2019, 08:19
2. Da die

Region Hannover als "dynamische Stadt" eingestuft wird, kann ich die Untersuchung nicht ernst nehmen. Dynamisch ist hier seit vielen Jahren höchstens der Bedeutungsverlust.
Wenn die Qualität insgesamt so ist, sollte man die ganze Sache am besten gleich wieder vergessen.

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jujo 30.04.2019, 08:31
3. ...

Was mich nachhaltig frustriert ist, das auf allen Darstellungen welche die Lebensbedingungen farblich in Deutschland zeigen dreißig Jahre nach dem Mauerfall immer noch der Grenzverlauf BRD-DDR zu erkennen ist.

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MagittaW 30.04.2019, 08:31
4. Die Wahlergebnisse der AfD haben Gründe

Nein, es ist eben nicht so, dass die Ostdeutschen dumpfe Rassisten sind, und deshalb AfD wählen!
Die AfD wird aus Protest für jahrzehntelanges Politikversagen gewählt!
Die Politiker haben ganze Landstriche vernachlässigt und abgeschrieben, keine Schulen, Infrastruktur, Internet Medizin etc... Selbst heute gibt es noch Studien, die empfehlen, die ländlichen Räume aufzugeben, und stattdessen nur noch die Städte zu fördern - weil man nur begrenzt Geld hätte.
Da ist die Wut der Betroffenen auf die Politik doch nachvollziehbar, wenn aus allen Kanälen getönt wird: "für Flüchtlinge ist ungegrenzt Geld da". Die Flüchtlinge bekommen Wohnungen etc. in den Städten bezahlt, während die Landbevölkjerung mit ihren Problemen abgeschrieben wird - DAS sind Gründe für die Wut - vor allem eben in Ostdeutschland. Das hat mit Rassismus erst mal wenig zu tun!

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harke 30.04.2019, 08:33
5. Sozialkosten

müssen komplett vom Bund übernommen werden, klamme Kommunen gehören in Zwangsverwaltung, vorrangig unter Aufsicht besserer Kommunen.
Am besten wäre es für alle wenn das föderale Prinzip mit den 16 Bundesländern aufgelöst oder zumindest verringert wird. Die Stadtstaaten werden eingegliedert in Niedersachsen, Schleswig Holstein und Brandenburg. Das Saarland fusioniert mit RPL.

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meinungsforscher 30.04.2019, 08:34
6. gut leben...

Die Schere zwischen arm und reich geht immer weiter auseinander; ganze Regionen sind abgehängt und werden diesen Rückstand nicht aufholen können. Dazu hat Deutschland viele Entwicklungen total verschlafen: siehe Breitband, Digitalisierung, ökologische Wende etc. Ein "weiter so" muss endlich umgewandelt werden in einen echten Aufbruch; dazu bedarf es auch einer politischen und gesellschaftlichen Wende. Nur ist diese nicht in Sicht... Zudem sind die gesellschaftlichen Lebens-Bedingungen in den Boom-Städten auch sehr different: wer kann sich denn in München mit einem Durchschnittseinkommen noch eine vernünftige Wohnung leisten?

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Ashurnasirapli 30.04.2019, 08:35
7.

Die Karte "Arm und Reich" und "Beschäftigungsquote" zeigen ziemlich gut, wie sehr sich die neuen Bundesländer in der Fläche zu einer Lohndumping/Zeitarbeit/prekäre Beschäftigungs-Wüste entwickelt haben. Die Mieten sind erschwinglich, ansonsten spricht wenig dafür, zu bleiben.

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mima84_84 30.04.2019, 08:38
8.

Zitat von jujo
Was mich nachhaltig frustriert ist, das auf allen Darstellungen welche die Lebensbedingungen farblich in Deutschland zeigen dreißig Jahre nach dem Mauerfall immer noch der Grenzverlauf BRD-DDR zu erkennen ist.
Besonders beim Thema Bildung hätte ich das nie gedacht. Andererseits erklären sich da auch manche Wahlergebnisse.

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kpkuenkele 30.04.2019, 08:41
9. Schönfärberei

In der „dynamischen Großstadt“ Berlin wird nach Sichtung aller Daten vorwiegend Bevölkerungswachstum generiert und bei geringster Beschäftigungsquote und Höchstwerten beim fehlenden Schulabschluß auch schon die Sozialhilfeempfänger der nächsten Generation. Finanziert wird dieses Beispiel für ein „Land in dem wir gut und gerne leben“ durch Finanztransfers aus den Industriezentren im Süden. Dort, wo die Automobilhersteller Daimler, Porsche, Audi, und BMW zuhause sind, wird der Wohlstand produziert, von dem Deutschland lebt. Und genau dort legt die Politik gerade die Axt an. Ich selbst bin in einem Ort der „soliden Mitte“ aufgewachsen, wo seit meiner Kindheit bis auf eine Bäckerei alle Geschäft geschlossen haben, der Hausarzt nur mit dem Düsenjet in den angegebenen 5,7 Minuten zu erreichen ist und der Landkreis so verschuldet ist, dass abgerutschte Straßen eher dauerhaft stillgelegt als instand gesetzt werden. Blühende Landschaften wohin man schaut...

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