Forum: Wirtschaft
Ungleichheit in Karten: Wo man in Deutschland gut und gerne lebt - und wo nicht
SPIEGEL ONLINE/ Friedrich-Ebert-Stiftung

Mehr als 13 Millionen Deutsche leben in einer strukturschwachen Region. Eine neue Studie zeigt die Lebensqualität in jedem Kreis der Republik - vom Gehalt über die Zu- und Wegzüge bis zur Entfernung zum nächsten Arzt.

Seite 3 von 17
zauberer2112 30.04.2019, 09:06
20. Wo wir gut und gerne leben

Im Kanzleramt. Da bekommt man auch vom Rest der Republik nicht so viel mit. War früher schon in Wandlitz so...

Beitrag melden
clara1337 30.04.2019, 09:08
21. @MagittaW

Das (neben vielen anderen) mögen die Gründe sein, Rassismus kommt ins Spiel wenn dann für alles die paar Ausländer verantwortlich gemacht werden. Und genau da liegt der Vorwurf, statt sich genau anzusehen, wen man wählt, werden kriminelle in die Parlamente geholt, deren einzige Lösung darin besteht, Sündenböcke zu suchen und ihnen das Leben schwer zu machen. Und um es nochmal zu betonen: NICHT DER OSTEN ist so, sondern eben einige.

Beitrag melden
plutinowski 30.04.2019, 09:11
22. Teufelskreis

Zitat von MagittaW
Nein, es ist eben nicht so, dass die Ostdeutschen dumpfe Rassisten sind, und deshalb AfD wählen! Die AfD wird aus Protest für jahrzehntelanges Politikversagen gewählt! Die Politiker haben ganze Landstriche vernachlässigt und abgeschrieben, keine Schulen, Infrastruktur, Internet Medizin etc... Selbst heute gibt es noch Studien, die empfehlen, die ländlichen Räume aufzugeben, und stattdessen nur noch die Städte zu fördern - weil man nur begrenzt Geld hätte.
Der hohe AfD-Anteil ist auch demografisch bedingt, weil wie im Artikel beschrieben junge, gebildete Menschen wegziehen.
Davon abgesehen denke ich nicht, dass man alles pauschal auf "die Politik" schieben kann. Seit 1991 sind mit massiven Fördermitteln erhebliche Anreize für Unternehmen geschaffen worden - wenn auch sicher punktuell unterschiedlich. Aber man kann Unternehmen und Menschen ihren Standort nicht aufzwingen. Und mit dem hohen AfD-Anteil macht sich der Osten gerade für ausländische Investoren und Unternehmen weiter unattraktiv. Es ist ein Teufelskreis...

Beitrag melden
misterknowitall2 30.04.2019, 09:11
23. Danke, ...

Zitat von MagittaW
Nein, es ist eben nicht so, dass die Ostdeutschen dumpfe Rassisten sind, und deshalb AfD wählen! Die AfD wird aus Protest für jahrzehntelanges Politikversagen gewählt! Die Politiker haben ganze Landstriche vernachlässigt und abgeschrieben, keine Schulen, Infrastruktur, Internet Medizin etc... Selbst heute gibt es noch Studien, die empfehlen, die ländlichen Räume aufzugeben, und stattdessen nur noch die Städte zu fördern - weil man nur begrenzt Geld hätte. Da ist die Wut der Betroffenen auf die Politik doch nachvollziehbar, wenn aus allen Kanälen getönt wird: "für Flüchtlinge ist ungegrenzt Geld da". Die Flüchtlinge bekommen Wohnungen etc. in den Städten bezahlt, während die Landbevölkjerung mit ihren Problemen abgeschrieben wird - DAS sind Gründe für die Wut - vor allem eben in Ostdeutschland. Das hat mit Rassismus erst mal wenig zu tun!
für ihren Kommentar. Denn er zeigt was wirklich das Problem im Osten ist und dieser Grund liegt tief in der Vergangenheit als man den Osten noch DDR nannte. Die Bewohner pflegen eine gewisse "Anspruchshaltung" der politischen Riege gegenüber. Da war man gewohnt, dass der Staat die Dinge regelt. Da tut die Wahrheit in der Demokratie natürlich weh. Es gibt keine Rundum-Glücklich-Versorgung von der Politik mehr. Alltägliche, lokale Problemchen sind nicht die Sache der "großen Politik". Nein, man erwartet sogar Eigeninitiative. Das ist so ein Punkt, den man im Osten nicht versteht. Nicht der Staat muss das Land erblühen lassen, sondern deren Bewohner. Es bringt ihnen nichts auf die Mächtigen zu schimpfen. Es sei denn sie suchen einen Sündenbock für ihre eigene Situation.

Die Wut der Betroffenen ist somit nachvollziehbar, aber deplaziert. Und der Seitenhieb auf Ausländer ist polemisch und unwahr. Glauben Sie mir, die Wohnungen, die Asylanten "Gestellt" bekommen, wollen Sie sicher nicht bewohnen. Das sind teilweise Bruchbuden, die zu unverschämten Preisen von Deutschen vermietet werden.

Beitrag melden
Ontologix II 30.04.2019, 09:12
24. Eine von uns

Merkel war ja anfangs in den neuen Bundesländern sehr beliebt, denn man war stolz auf eine Kanzlerin aus den eigenen Reihen. Doch die Ernüchterung stellte sich bald ein. Die ehemalige Ossi aus Templin tat nicht viel für ihre alte Heimat. Für die neue übrigens auch nicht.

Beitrag melden
ich2010 30.04.2019, 09:13
25.

auf der einen Seite Hysterie über Klimawandel verbreiten und zusätzliche hohe Steuern fordern und dann andererseits die soziale Ungleichheit schön plakativ darstellen.
Ganz mein Humor.

und nein, irgendein bedingungsloses Grundeinkommen ist kein Allheilmittel. Das ist nicht ohne drastische Steuererhöhungen finanzierbar.

Beitrag melden
karlheinz-hesse 30.04.2019, 09:15
26. So gesehen bringt die Studie nix neues.

Zitat von minando
...dass in dünn besiedelten Landstrichen eher wenig Infrastruktur existiert. So gesehen bringt die Studie nix neues.
Verstehe das nicht. Ich wohne auf dem Land (Waldeck/Frankenberg) in Nordhessen. Straßen sind in Ordnung, Internet 400 MBits, Windkraft. Zug,- und Busanbindung. Liegt wohl Eher an den Regionalparlamenten.

Beitrag melden
Leonard of Quirm 30.04.2019, 09:16
27. Zu plakativ

Ich finde solche Untersuchungen immer interessant, stelle mir aber die Frage nach der Aussagefähigkeit. Sicher lassen sich eindeutige regionale Tendenzen aufzeigen, aber die Einteilung erscheint mir arg schablonenhaft.
In Rheinland-Pfalz beispielsweise Trier und Pirmasens in dieselbe Kategorie zu stufen ist gewagt und zumindest stark irreführend. Pirmasens etwa hat 11% Arbeitslosenquote, darunter viele Langzeitarbeitslose, ein sehr niedriges Einkommensniveau und hohe Abwanderung. Trier hat 3,4% Arbeitslosenquote und ein hohes Einkommensniveau, ist aber ein Sonderfall. Durch die Nähe zu Luxemburg sind in den letzten 20 Jahren Immobilien- und Mietpreise geradezu explodiert, was für die sozial schwächeren Bevölkerungsteile bedeutet, dass sie sich außerhalb der sozialen Brennpunkte keine Wohnung mehr leisten können. Daher der recht hohe Armutsanteil. Trotzdem lassen sich Pirmasens und Trier in keinster Weise vergleichen, wie in der Auswertung suggeriert wird.

Beitrag melden
saarkast 30.04.2019, 09:21
28. Wie sollte die Karte denn idealerweise aussehen?

OMG - es gibt starke regionale Unterschiede!!! Was wäre denn der Wunsch- bzw. Idealzustand? Wie sieht die Karte denn in anderen Ländern aus - da ist bestimmt alles homogen und es herrschen überall die gleichen Verhältnisse bezogen auf Einkommen, Lebenhaltungskosten, kulturelles Angebot, Bildung, Arbeitsplätze, Industriestruktur, Klima, Niederschläge, Geländetopologie, Vegetation, ...?!
Diese Karte ist so sinnvoll wie ein bundesweiter Vergleich über z.B. den Fischfang pro Kopf je Landkreis.
Was z.B. die sog. Neuen BL angeht, ist allenfalls ein Vergleich von vor 30 Jahren mit heute interessant, nicht ein Vergleich mit den westl. Wirtschaftsmetropolen! Das schürt nur mehr Neid und dient den Damen, Herren und Sonstigen mit brauner Unterwäsche und weißer Oberbekleidung!

Beitrag melden
huebif 30.04.2019, 09:22
29. Hallo Spiegel, endlich aufgewacht?

Nichts an dieser Studie ist wirklich neu! Wo war eure Kritik vor der Bundestagswahl? Wo eure linke Einstellung zur Wahrheit? Wo zur ganzen Wahrheit? Warum diese Schonung von Merkel? Warum werden bis heute die Abgehängten immer noch als vermeintlich diffamiert? Lebt ihr alle in Boom Städten mit überdurchschnittlichem Einkommen? Jeder der mit offenen Augen durch den Osten oder das Ruhrgebiet ging konnte das schon vor Jahren sehen. ... und wenn diese Abgehängten dann aus Protest und trotz(!) der unmöglichen Äußerungen diverser Repräsentanten dann Afd wählen, dann sind dies natürlich von Natur aus Rassisten von Natur aus böse. .. wie einfach, elitär, abgehoben und gleichzeitig naiv ignorant ist das Weltbild beim Spiegel doch geworden.
Wacht auf und beginnt endlich über beide Seiten der Globalisierung zu berichten, über die Wirklichkeit im Prekariat im Osten wie die armen Städter... satt zu Essen haben, ist für ein reiches Land wie Deutschland nicht genug. ...

Beitrag melden
Seite 3 von 17
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!