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Ungleichheit: So kann Vermögen gerechter verteilt werden
DPA

Was muss man tun, um in Deutschland zu Vermögen zu kommen? Vier Tipps könnten vielen schon helfen.

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SusiWombat 20.04.2019, 07:23
1.

Und ganz wichtig : auf keinen Fall spenden. Das würde gerade bei Notre Dame klar. Stiftung ist gut, man nennt sie "wohltätig" und alles andere ist egal.

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quark2@mailinator.com 20.04.2019, 07:29
2.

Ein Witz ist das. Der Autor schlägt vor, eine bessere Verteilung dadurch zu erreichen, daß sich die einzelnen Menschen im Wettbewerb cleverer verhalten. Ja sorry, aber der Wettbewerb Mann gegen Mann ist ja nun genau die Ursache für die Fehlverteilung. So wie die einzelne Schraube billiger ist, wenn man 20x mehr Schrauben kauft, so ergibt sich einfach in sehr vielen Lebenslagen eine Hebelwirkung, wenn man schon etwas bevorzugt ist. D.h. wenn zwei Personen unter ansonsten gleichen Bedingungen einen Wettstreit eingehen, die eine Person aber mit 5x mehr Mitteln startet, dann wird diese Person statistisch gesehen nach einiger Zeit nahezu den gesamten Besitz beider Personen haben. Da kann sich die ärmere Person noch so sehr abstrampeln, solange die reichere Person sich ein bischen Mühe gibt, ist das einfach unvermeidlich. Und so stimmt das dann auch für Firmen und für Kommunen und für Bundesländer und für Länder der EU. Der Volksmund sagt dann, der Teufel sche*ße immer auf den größten Haufen. Wenn man also nicht will, daß ein immer kleinerer Teil der Leute immer mehr vom Ganzen besitzt, dann muß die Politik aktiv zurück nach unten umverteilen. Das was der Autor hier vorschlägt, nämlich das die armen Hamster einfach schneller im Rad rennen sollen, ist ziemlich zynisch und genau das, was eben nicht hilft.

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ddcoe 20.04.2019, 07:39
3. Und an die Rentner

unter uns - stimmen Sie dafür, das Flaschenpfand zu erhöhen. Sorry, das makaber, aber ehrlich. Wer glaubt, durch seine Arbeit zu Vermögen zu kommen, der ist ein naiver Träumer. Ein Vergleich der Einkommenszuwächse der Arbeitnehmer mit den Gewinnsteigerungen der Unternehmen sagt doch alles. Alle Versuche, das zu relativieren ist Heuchelei. Vermögen erbt man Heute - oder hat halt Pech gehabt. Das ist die traurige Realität.

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Der Name 20.04.2019, 07:41
4. Gut gemeint aber...

Zu Punkt 1. ist man eh im Lohnniedrigsektor hat man hier so gut wie keine Chance. Bei Tarifverträgen wird man nach Tarif bezahlt und der Handlungsspielraum ist zwar da, wird aber vom personaler ungern genutzt.

Zu Punkt 2. bei Strom und Gas kann man tatsächlich was sparen. Sollte man aber ganz gut aufpassen: Stichwort teldafax und Vorauszahlungen, dann lieber in Verbrauchsarme Beleuchtung investieren( man kann allein nur durch Beleuchtung fast 300 kWh sparen) und Kluges heizen spart noch zusätzlich.

Zu Punkt 3. Aktien kaufen gut und schön...muss man sich aber damit auseinandersetzen und bei all den tollen Anbieter die das für einen erledigen wird man leicht über den Tisch gezogen (Stichwort DWS)

Punkt 4. Personen im Niediriglohnsektor oder auch Personen im Dienstleistungsbereich sowie im mittleren Öffentlichen Dienst werden sich fast nie ein Haus leisten können. Sie wollen mir erzählen das eine Person die im öffentlichen Dienst arbeitet mit 2000€ Netto sich ein Haus leisten Kann? Häuserpreise fangen bei 300.000€ an wenn man nicht Kernsarniere muss. Und jetzt werden die meisten schreien: zieh doch ins Umland. Umland ist 10% günstiger und der Verkehr nach Köln ist jeden Morgen und Abend eine Katastrophe ( ich rede hier von 50 bis 120 min pro Tag) ich benötige mit dem Auto jeden Morgen nur 20 Minuten für 14 km. Dafür beginne ich um 07:00 Uhr, fange ich mal um 08:00 Uhr an benötige ich für die Strecke schon 45 min. Zurück zwischen Minimum 40 bis 70 min. Bus und Bahn als Alternative? 80 min für die Strecke. Das Bus und Bahn Ticket kostet mich im Jahr genau soviel wie mein Auto...und wenn ich noch meine Zeit dazu rechne, die ich mit dem Auto einspare...

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ThomasWitte 20.04.2019, 07:51
5.

Sicherlich ist es dringend erforderlich, die Umverteilung auf politischem Weg einzuleiten. Allerdings nicht zugunsten derjenigen, die überhaupt keinen Beitrag zu Volkswirtschaft leisten und sich somit noch besser in der Situation einrichten. Was jedoch völliger Quatsch ist, ist das immer wieder kehrende Geschrei nach der Erbschaftsteuer. Das vererbte Vermögen ist bereits voll besteuert worden. Eine weitere Besteuerung wäre nur dem Neid geschuldet.Das gleiche gilt übrigens auch für eine Vermögensteuer. Solange bei der Fruchtziehung angesetzt wird, ist die Besteuerung in Ordnung. Bei Neidsteuern hört der Spaß auf!

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freeclimber 20.04.2019, 07:55
6. Korrekt

Richtig ist, dass die Gewerkschaften hierzulande ihrer ureigenen Funktion seit geraumer Zeit nicht mehr nachkommen. Den insgesamt betrachtet starken Gewinnzuwächsen der vergangenen Jahre und den exorbitanten Steigerungen der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütungen, steht ein mehr als bescheidener Anstieg der Tarifeinkommen gegenüber. Ob es daran liegt, dass heute die meisten Vertreter der Gewerkschaften in den Aufsichtsräten sitzen und mit Blick auf ihre Aufsichtsratsvergütungen die Einkommen der von ihnen Vertretenen aus dem Auge verloren haben?
Der gesonderte Tarif für Kapitaleinkünfte kann und sollte schon aus Vereinfachungsgründen entfallen. Dann aber bitte richtig! Ein einheitlicher Steuertarif für sämtliche Einkommen beim einzelnen Steuerzahler. Im Gegenzug müssen dann aber bitte alle gewinnbezogenen Unternehmensteuern wegfallen.
Auch die Erbschaftsteuer sollte vereinfacht werden. Weg mit den Sondervorteilen für Unternehmens- oder Beteiligungserben. Die langfristige Finanzierung der jeweils anfallenden Erbschaftsteuern könnte durch eine eigens dafür aufgebaute Abteilung der KfW übernommen werden, natürlich gegen Abtretung der Unternehmensanteile oder von Immobilien.
Gleichzeitig muss die Hinterziehung von Steuern wesentlich härter bestraft werden. Nehmt die USA als Vorbild.

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saperlot 20.04.2019, 07:56
7. Politisch mehr drin

Bei der Aufzählung des politisch noch Möglichen ist der Autor etwas zurückhaltend. Da wäre noch mehr drin.
Ich meine z.B. der politisch gewollte Niedriglohnsektor und , vielleicht etwas in Vergessenheit geraten, die unsinnige und jahrzehntlange Praxis von Gewerkschaft und Arbeitgeber die Löhne in % zu erhöhen.

Der Niedriglohn bringt in Folge die Schwierigkeiten beim Abstand zwischen Arbeitenden und Arbeitslosen. Das von staatlicher Seite eingeführte Strafgesetz für Arbeitslose, Hartz4 genannt, sorgt dafür das der Druck steigt ein niedrig entlohnte Arbeit anzunehmen. Vor allem sind Wohneigentum und akzeptable Renten mit einem Niedriglohn praktisch ausgeschlossen.

Die prozentige Lohnerhöhung führt zum Auseinanderdriften des realen Einkommens. Über Jahrzehnte angewandt ein richtig großer gesellschaftlicher Spaltkeil. Auch den Gewerkschaftern fehlt hier offenbar der Weitblick und man stößt auf taube Ohren.

Die Entwicklung im Niedriglohn muss man eindeutig als staatliches Versagen deklarieren. Bei der erwähnten Lohnentwicklung sind die Tarifparteien als Schuldige zu nennen.

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konstrukteur 20.04.2019, 07:58
8. solange die CDU

in Deutschland, gewählt wird, solange wird sich an den Verhälrnissen nichts ändern- die meisten schwarzen sind immer noch überzeugt das eine angemessene Erbschafts- sowie Vermögenssteuer Sozialimus pur wären- das sind die Konsequenzen der Bildungsmisere, jeder BWLer meint er könne auch VWL...tragisch
#niemehrCDU

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marsman 20.04.2019, 07:59
9. Änderung von unten

Die Änderung muss von unten kommen. Der „Facharbeiter“ muss sich wieder mehr politisch engagieren, und zwar in Parteien in denen das auch Sinn macht, nicht in dummen rechten Protestparteien, die kümmern sich nämlich erst recht nur um die Reichen.

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